AMANI 01 – Rebellin des Sandes von Alwyn Hamilton

Rebellin des SandesDie Autorin: Alwyn Hamilton
Die Übersetzerin: Ursula Höfker
Originaltitel: Rebel of the Sands (Rebel of the Sands #1)
Dt. Reihentitel: AMANI
Dt. Titel: Rebellin des Sandes
Band: 1/3
Dt. Erstausgabe: 22.08.2016
Verlag: cbt
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Fantasy | Jugendbuch
Hardcover | 16,99 €
eBook | 13,99 €

Die 16-jährige Scharfschützin Amani will nichts mehr, als Dustwalk, einem Kaff mitten in der Wüste, den Rücken zu kehren. Bei einem Schießwettbewerb, der Amani die Freiheit bringen soll, kreuzt Jin ihren Weg: ein faszinierender Fremder, der von den Schergen des Sultans verfolgt wird. Jin soll zu den Rebellen gehören, die den abtrünnigen Prinzen Ahmed unterstützen. Amani und Jin werden Reisegefährten wider Willen und kämpfen bald ums Überleben – gegen magische Djinn, gegen die Soldaten des Sultans und eine mysteriöse, tödliche Waffe. Unversehens steckt Amani mitten in einer Rebellion, die das Schicksal ihres Landes entscheiden könnte und ihre Gefühle für Jin offenbart …

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Meine Meinung

Rebellin des Sandes“ ist der faszinierende und vielversprechende Auftakt der AMANI-Trilogie von Alwyn Hamilton.

Eigentlich hatte dieser Roman überhaupt keine Chance bei mir. Ich kam erst so spät dazu, es zu lesen, dass ich vorab von der Flut an begeisterten Meinungen geradezu überrollt wurde. Sicher, schon die Prämisse klingt einfach grandios – Wilder Westen trifft auf 1001 Nacht. So einfach, so offensichtlich – wieso ist das keinem vorher eingefallen? Doch die eine Frage blieb: was ist es, das alle Welt dermaßen zu begeistern scheint? Das Setting alleine kann es wohl kaum sein. Logischerweise blieb mir gar nichts anderes übrig, als es zu wagen und zu beten, dass meine Erwartungen mir nicht alles ruinieren würden. Na, ob das gut ging?

Alwyn Hamilton entführt uns in eine äußerst magische Welt – und damit in einen undurchdringlichen Dschungel der Begrifflichkeiten. Generell habe ich mit so etwas wenig Probleme und auch hier habe ich es zumeist überlesen, aber Fakt ist, dass ein Glossar wirklich hilfreich gewesen wäre. „Rebellin des Sandes“ bietet ein grandioses Kopfkino, aber es bleiben doch einige weiße Flecken, weil ich mir unter manchen Begriffen schlicht nichts vorstellen konnte. Auch frage ich in solchen Situationen ungerne Mister oder Lady Google (da bin ich mir noch unschlüssig) um Rat, weil so eine Unterbrechung doch ziemlich störend ist. Letztlich lief es zwar darauf hinaus und das hat mir zumindest ein wenig geholfen, auch wenn sich mir irgendwie die falschen Bilder in den Kopf gebrannt haben, aber glücklich war ich damit nicht. Also, ein Glossar muss her – dringend!

Tja, was gibt es sonst noch zu meckern? Im Grunde gar nichts, denn alles in allem hat Alwyn Hamilton doch alles richtig gemacht. Gut, gelegentlich verläuft sich die Geschichte ein wenig im Sand (kapiert?), aber das macht die rasante Verfolgungsjagd dann schnell wieder wett. Außerdem passt das ganz gut zu dem Selbstfindungsprozess der jungen Amani. Wenn sie schon nicht weiß, wo es lang geht, wie sollen wir das dann wissen?

Besonders beeindruckend ist bei diesem Jugendbuch das wahrhaft bildgewaltige Setting. Was ein Genuss! Hamilton weiß wirklich wie das mit den Beschreibungen funktioniert – trotz winterlicher Temperaturen wurde mir richtig warm beim Lesen und ich bildete mir ein, den Sand auf meiner Haut zu spüren. Die Wüste erschien mir selten so reizvoll und ich kann es kaum erwarten, dorthin zurückzukehren.

Die Geschichte verläuft in manchen Situationen ziemlich erwartungsgemäß, nur um schon im nächsten Augenblick völlig zu überraschen. „Rebellin des Sandes“ war für mich eine „Eintagsfliege“, denn länger als ein paar Minuten konnte ich es schlicht nicht aus der Hand legen. Von der ersten Seite an war ich gefangen, selbst am Ende konnte ich mich nur schwer trennen.

Die Erzählung ist düster und doch humorvoll – und vor allem herrlich sarkastisch. Amanis loses Mundwerk sorgt zwar für einige Probleme, aber ist auch ebenso unterhaltsam. Generell ist sie eine Protagonistin, die man gerne haben muss. Nicht perfekt, handelt oft unüberlegt und absehbar katastrophal, trotzdem schließt man sie ins Herz. Die zarte Liebesgeschichte zwischen ihr und Jin ist ganz einfach und fügt sich wunderbar ein. Beinahe…perfekt!

Fazit

Alwyn Hamiltons „AMANI – Rebellin des Sandes“ ist mit Abstand einer der beeindruckendsten Reihenauftakte der letzten Zeit. Die Charaktere, die Idee, das Setting, die Atmosphäre (!)…hach! Selbst die schlichte, kleine Liebesgeschichte überzeugt, dabei gehen mir solche Liebeleien in Jugendbüchern fast schon prinzipiell auf den Keks. Dieses Buch hätte nur noch besser werden können, wenn es ein Glossar gehabt hätte und die wundervollen Sandpferde eine größere Rolle spielen würden. Da ich aber nun mal nicht alles haben kann, vergebe ich mit Freude 5/5 Bücher!

Die Autorin

Alwyn Hamilton wurde in Toronto geboren, doch ihre Familie pendelte zwischen Kanada, Frankreich und Italien hin und her, bis sie drei Jahre alt war, und ließ sich schließlich in der Kleinstadt Beaune in Frankreich nieder. Alwyn Hamilton studierte Kunstgeschichte in Cambridge, wo sie 2009 ihren Abschluss machte. Heute wohnt sie in London und arbeitet dort für das Auktionshaus Christie’s.

Die Reihe

AMANI-Trilogie

  1. Rebellin des Sandes | Rebel of the Sands (Rebel of the Sands #1)
  2. –  –  – | Traitor to the Throne (Rebel of the Sands #2)
  3. –  –  – | –  –  – (Rebel of the Sands #3)

Originalcover

Rebel of the Sands

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