Rezension

Royal Blood 01 – Schattenkrone von Eleanor Herman

SchattenkroneDie Autorin: Eleanor Herman
Die Übersetzerin: Anna Julia & Christine Strüh
Originaltitel: Legacy of Kings (Blood of Gods and Royals #1)
Dt. Reihentitel: Royal Blood
Dt. Titel: Schattenkrone
Band: 1/3
Dt. Erstausgabe: 23.02.2017
Verlag: FISCHER FJB
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Historical-Fantasy | Jugendbuch

Stell dir eine Zeit vor, in der die Menschen den Göttern gleichgültig sind, und das Böse an den Rändern der Welt erwacht …
Alex ist kurz davor, für immer aus dem Schatten seines mächtigen Vaters zu treten und der größte Heerführer aller Zeiten zu werden. Seine Verbündete Kat hat einen Plan, von dem Alex niemals erfahren darf. Die beiden verbindet weit mehr als sie ahnen. Wem kannst du trauen? Und was ist am Ende stärker? Das Schicksal? Magie? Oder deine Feinde?

Meine Meinung

Schattenkrone“ von Eleanor Herman ist der Auftakt ihrer „Royal Blood“-Tetralogie, in der es um die Jugend von Alexander dem Großen geht, gepaart mit einigen phantastischen Elementen.

Ich liebe Geschichte! Doch noch mehr liebe ich es, wenn phantastische Romane in ein real historisches Setting versetzt werden. „Schattenkrone“ ist also eigentlich ein Buch nach meinem Geschmack, insbesondere da es in der Antike angesiedelt ist, die in meinen Augen oft viel zu kurz kommt. Jedenfalls hatte ich mich total auf dieses Buch gefreut, wurde aber letztlich ziemlich enttäuscht – weiterlesen möchte ich aber trotzdem.

Zuerst einmal habe ich wirklich sehr lange an „Schattenkrone“ gelesen, 3 Monate insgesamt. Etwas, was in letzter Zeit bedauerlicherweise ein paar Mal vorgekommen, deswegen aber noch lange kein Standard für mich ist. Tatsächlich hätte ich das gerade bei diesem Buch auch nicht erwartet, denn die ersten 200 Seiten hatte ich ruckzuck gelesen. Den Rest wollte ich dann nur auf den nächsten Tag verschieben, doch dieser kam dann erst 3 Monate später. Ich kann es mir selbst nicht erklären, aber über Nacht hatte sich mein komplettes Interesse in Luft aufgelöst, dabei fand ich das Gelesene bis dato an sich gar nicht schlecht. Als ich mich dann kürzlich dazu aufgerafft habe, den Rest zu lesen, musste ich mich auch gar nicht quälen. Am Ende war ich sogar richtig Feuer und Flamme und hätte am liebsten direkt zum zweiten Band gegriffen – verstehen tue ich das alles selbst nicht genau.

Insgesamt ist der Plot unheimlich vielversprechend, aber diesem ersten Band auch ziemlich zäh. Der rote Faden, der zu Anfang noch so wegweisend war, verlor sich irgendwo in der Mitte und machte sich selbst am Ende nicht mehr bemerkbar, obwohl dieses als solches sehr spannend war. Dafür mangelt es der Geschichte insgesamt an Spannung, was die kleineren Spannungsspitzen durchaus hätten ausgleichen können, wenn man als Leser mehr Bezug zu den Figuren hätte.

Erzählt wird die Geschichte nämlich aus gleich 7 Perspektiven. Für mich als geschulte High Fantasy Leserin, sind 7 Perspektiven ein Klacks, aber hier ging das Ganze auch für mich nicht so auf. Zum einen hätten diese klarer gekennzeichnet, sowie besser strukturiert werden müssen. Auch hätte man bei einem Roman, der in 5 Akte geteilt ist, durchaus mit weniger Perspektiven starten und einige andere erst nach und nach hinzunehmen können. So wäre der Plot nicht so zerstückelt und man hätte die Figuren nach und nach und somit schlicht intensiver kennenlernen können.

Auch bin ich nicht ganz glücklich damit, dass der Schreibstil im Präsens gehalten ist, was bei so einem historischen Setting schlicht seltsam wirkt. Genau wie die Namen und vor allem deren Abkürzungen, die ich nicht für zeitgemäß halte.

Insgesamt ist dieser erste Band also ziemlich enttäuschend, aber eben auch so vielversprechend. Die Idee ist klasse und das Potenzial schreit zum Himmel. Da es noch 3 weitere Bände geben wird, halte ich meine Hoffnung auch nicht für aussichtslos, dass sich diese noch steigern werden. Vor allem weil „Schattenkrone“ wie eine wirklich sehr lange Einleitung wirkt, dementsprechend muss die Geschichte künftig einfach an Fahrt aufnehmen. Ich bin gespannt!

Fazit

Eleanor Hermans „Royal Blood – Schattenkrone“ ist der Auftakt ihres Vierteilers rund um den jungen Alexander den Großen in einem phantastisch-historischen Setting, das unheimlich viel Potenzial hat. Leider liest sich dieser erste Band wie eine Einleitung – eine Einleitung, die schlecht strukturiert und zu ausschweifend ist. Der rote Faden verliert sich auf Hälfte der Strecke und zu den Charakteren bekam ich nie richtig Zugang. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass es nach diesem Ende nur aufwärtsgehen kann. 3/5 Bücher!

Die Autorin

Eleanor Herman ist New-York-Times-Bestsellerautorin und Meisterin des Cliffhangers. Gekonnt verwischt sie die Grenzen zwischen historischen Skandalen und epischer Fantasy, um in ›Royal Blood‹ die Geschichte des brillantesten Herrschers aller Zeiten neu zu erzählen – Alexander dem Großen.

Die Reihe

Royal Blood Trilogie

  1. Schlangenkönigin | Voice of Gods (Blood of Gods and Royals #0.5) → FISCHER digiBook, Apr. 2017
  2. –  –  – | Queen of Ashes (Blood of Gods and Royals #0.6) → Aug. 2016
  3. Schattenkrone | Legacy of Kings (Blood of Gods and Royals #1) → FISCHER FJB, Feb. 2017
  4. Göttertochter | Empire of Dust (Blood of Gods and Royals #2) → FISCHER FJB, Apr. 2017
  5. –  –  – | Reign of Serpents (Blood of Gods and Royals #3) → Harlequin Teen, Jun. 2017
  6. –  –  – |  –  –  – (Blood of Gods and Royals #4)

Originalcover

Legacy of Kings

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *