[Rezension] Witch Hunter von Virginia Boecker

Die Autorin: Virginia Boecker
Die Übersetzerin: Alexandra Ernst
Dt. Titel: Witch Hunter
Band: 1/2
Dt. Erstausgabe: 18.03.2016
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Format: Hardcover
Seitenzahl: 400

ISBN-10: 3423761350
ISBN-13: 978-3423761352

Preis: 17,99 €
Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.

Meine Meinung

Witch Hunter“ von Virginia Boecker ist ein unterhaltsamer Fantasy-Roman, angesiedelt in einer interessanten Alternative des historischen Großbrittanniens. 

Ich weiß nicht genau, was ich erwartet hatte, aber das war es nicht. Gut so, denn dadurch konnte mich Virginia Boecker ein ums andere Mal positiv überraschen. Nach nur wenigen Seiten war ich mittendrin und musste es dann einfach in einem Rutsch lesen – einzige Unterbrechung war dem dazugehörigen eBook „Johns Geschichte“ geschuldet, das ich zufälligerweise genau an der richtigen Stelle eingeschoben habe. Fortuna sei Dank!

So zusätzlich angefixt, war „Witch Hunter“ im Nu verschlungen – und ich habe jede Seite genossen. Es ist unglaublich unterhaltsam und sehr humorvoll, womit ich definitiv nicht gerechnet hätte. Die ganze Aufmachung, die Vermarktung und auch der Klappentext deuten auf ein viel düsteres Szenario hin, was vermutlich zwar mehr Spannung geboten hätte, zugegebenermaßen, aber bestimmt keinen so großen Unterhaltungswert gehabt hätte.

Wo an Action gespart wurde, gab es Raum für die Charaktere und das hat ihnen unheimlich gut getan. Sie alle sind sehr vielseitig und mit viel Liebe zum Detail geschaffen. Ich habe sie allesamt ins Herz geschlossen und ihr Miteinander genossen. Gruppen finde ich generell wesentlich spannender als Paare, doch vor allem diese Gruppe ist außerordentlich gelungen.

Während des Lesens war stets spürbar, dass Virginia Boecker eine Affinität zum historischen England hat. Sie hat genau die romantische Vorstellung eingefangen, die man Shakespeare und anderen namhaften Autoren (und wohl auch der BBC) zu verdanken hat. Gespickt mit ordentlich Magie und mysteriösen Begebenheiten war es das perfekte Setting und bot stets die ideale Würze für die mit Bedacht gesetzten Spannungs-Szenen. So hat es mich auch gar nicht gestört, dass der O-Ton dezenter war als erwartet, denn die wenigen Action-Elemente waren wie ein Paukenschlag.

Fazit

Virginia Boeckers „Witch Hunter“ ist der unterhaltsamer Auftakt ihrer historischen Fantasy-Dilogie. Zwar gibt es weniger Spannung als man erwarten würde, auch ist es wesentlich humorvoller, dafür ist es umso spaßiger. Ich hatte viel Freude mit dem Buch und habe es beinahe in einem Rutsch verschlungen. Vor allem die gut ausgearbeiteten und vielseitigen Charaktere haben es mir angetan. Knappe 5/5 Bücher!

Die Autorin

Virginia Boecker hat ihren Abschluss in Englischer Literatur an der University of Texas gemacht. Sie lebte vier Jahre in London, während der sie sich auf jedes kleinste Detail zur mittelalterlichen Geschichte Englands gestürzt hat, die die Grundlage für „Witch Hunter“, ihren ersten Roman, bildet.

Die Reihe

Witch Hunter Dilogie

  1. Johns Geschichte | The Healer (The Witch Hunter #0.5)
  2. Witch Hunter | The Witch Hunter (The Witch Hunter #1)
  3. Herz aus Dunkelheit | The King Slayer (The Witch Hunter #2) (erscheint im November 2016)

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Originalcover

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