[Rezension] Silfur – Die Nacht der silbernen Augen von Nina Blazon

Die Autorin: Nina Blazon
Die Illustratorin: Felicitas Horstschäfer
Dt. Titel: Silfur – Die Nacht der silbernen Augen
Dt. Erstausgabe: 21.03.2016
Verlag: cbt
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Format: Hardcover
Seitenzahl: 480

ISBN-10: 3570163660
ISBN-13: 978-3570163665

Preis: 16,99 €
Sommerferien in Island, einem Land, in dem die Menschen sich am Lagerfeuer Geschichten über Elfenwesen und Wiedergänger erzählen. Doch handelt es sich dabei wirklich nur um Geschichten? Die Brüder Fabio und Tom sind sich da zunehmend unsicher. Gemeinsam mit Elín, dem wilden isländischen Mädchen, das ihnen nicht nur die Hauptstadt Reykjavík zeigt, sondern sie auch mit zu einem Reiterhof in der Nähe der berühmten Hraunfossar-Wasserfälle nimmt, stoßen sie auf eine geheimnisvolle Welt im Verborgenen …

Meine Meinung

Silfur – Die Nacht der silbernen Augen“ von Nina Blazon ist ein eindringliches, atmosphärisches Kinderbuch ab 10 Jahren.

Der Einstieg ist sehr humorvoll und machte direkt Lust, mich geistig nach Island zu begeben, um mit Fabio und Tom ein märchenhaftes Abenteuer zu erleben. Der wandlungsfähige Schreibstil der Autorin präsentiert sich dieses Mal von seiner kindgerechten Seite; stupide, kurze Sätze sucht man hier vergebens. 

Generell fühlte sich „Silfur – Die Nacht der silbernen Augen“ nur selten wie ein Kinderbuch an. Es ist sehr gefühlvoll und in gewisser Hinsicht auch weitschweifig. Mit seinen fast 500 Seiten ist es definitiv keine Lektüre für Zwischendurch.

Dafür vermittelt es wichtige moralische Werte und skizziert auf wundervolle Weise wie man mit dem und den Fremden umgehen sollte; ebenso lehrt es, was Akzeptanz wirklich bedeutet.

Vor allem aber beinhaltet es eine wunderschöne Geschichte, die sowohl humorvoll ist, als auch zu Tränen rühren kann. Auch die eine oder andere Gänsehaut gehört zum Gesamtpaket dazu. Da die Autorin großen Wert auf die leisen Töne zu legen scheint, erschien mir der Anfang etwas lang. Doch sobald sich der mystische Nebel zu lichten begann, wurde es richtig spannend und ab da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Besonders mit Blick auf die Charaktere ist dieses Buch ein wahrer Schatz. Ihre Entwicklung ist absolut fantastisch und hat mich selbst noch das ein oder andere gelehrt. So hatte ich mich doch oft über die Eltern und auch über Fabio selbst aufgeregt, wenn er oder andere mal wieder auf seiner Größe rumgehackt hatten, immerhin hatte man schon nach wenigen Kapiteln verstanden, dass das Thema ein Knackpunkt ist, aber was sich letztlich daraus entwickelt hat, war schlichtweg schön.

Fazit

Nina Blazons „Silfur – Die Nacht der silbernen Augen“ ist ein ganz wundervolles Kinderbuch, das zutiefst berührt und noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Mit seinen fast 500 Seiten ist es wohl schon ein harter Brocken für manch einen 10-Jährigen, aber die Werte, die die Autorin vermittelt, sind es allemal wert. Eine klare Leseempfehlung für Jung und Alt – 5/5 Bücher!

Die Autorin

Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten –, bevor sie den Fantasy-Jugendroman Im Bann des Fluchträgers schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.

2 Gedanken zu „[Rezension] Silfur – Die Nacht der silbernen Augen von Nina Blazon

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