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[Rezension] Orphan X von Gregg Hurwitz

Der Autor: Gregg Hurwitz
Die Übersetzerin: Mirga Nekvedavicius
Originaltitel: Orphan X (Evan Smoak #1)
Dt. Titel: Orphan X
Band: 1/2
Dt. Erstausgabe: 10.03.2016
Format: Hardcover
Seitenzahl: 384

ISBN-10: 3959670249
ISBN-13: 978-3959670241

Preis: 19,90 €
1. Gebot: Keine voreiligen Schlüsse
Seine Nachbarn halten Evan Smoak für einen harmlosen Verkäufer von Industriereinigern. Dabei ist er eine der tödlichsten und geheimsten Waffen der US-Regierung: ein Absolvent des Orphan-Programms, in dem Waisenkinder zu hocheffizienten Killern ausgebildet wurden. 
4. Gebot: Es ist nie persönlich
Nach Jahren des Mordens im inoffiziellen Regierungsauftrag, ist Evan in den Untergrund gegangen. Er hilft nun den Verzweifelten, die mit ihren Problemen nicht zur Polizei gehen können – mit allen Fähigkeiten, die ihm zur Verfügung stehen. Dabei hält er sich strikt an seine eigenen Gebote. Doch diesmal bricht er eine der Regeln und sein Auftrag entwickelt sich zur Katastrophe. Nun muss er gegen ein Gebot nach dem anderen verstoßen, damit das allerwichtigste unangetastet bleibt: 
10. Gebot: Lasse niemals einen Unschuldigen sterben


Meine Meinung

Orphan X“ von Gregg Hurwitz ist ein actiongeladener Thriller, der mir einige unterhaltsame Stunden beschert hat.

Normalerweise schlage ich einen weiten Bogen um alles, was auch nur im Entferntesten nach Krimi oder Thriller aussieht, aber „Orphan X“ hatte irgendwie eine andere Wirkung auf mich. Schon als ich es in der Vorschau sah, wurde ich neugierig, blätterte dann aber weiter, weil ich es schon rein aus Prinzip ausschloss. Als es mir dann aber ein zweites und ein drittes Mal über den Weg lief, entschied ich zugunsten meines Bauchgefühls – und wurde belohnt.

Gleich zu Anfang wurde ich von einem humorvolleren Schreibstil überrascht als ich erwartet hätte. Ein personaler Erzähler schildert die Ereignisse zum Großteil aus Evans Sicht, was zwar meist eher wenig Grund zur Belustigung bietet, aber durch die Banalitäten, mit denen seine Nachbarn ihn konfrontieren, immer wieder aufgelockert wird. Der Kontrast zwischen dem Alltag des Auftragskillers „Orphan X“ und dem Leben von Evan Smoak erschienen stellenweise schon fast überspitzt, aber im Kontext gar nicht mal so unrealistisch.

Der Plot fußt auf einem soliden Konstrukt. Der rote Faden ist recht schnell gespannt, obwohl man das erst später merkt, und ab da stolpert man von einer actionreichen Szene zur nächsten. Durchbrochen wird die temporeiche Story nur, wenn der Killer-Evan auf das „reale“ Leben trifft oder in Form von Rückblenden. Hurwitz führt uns langsam in die Welt der Spionage ein, wobei das Orphan-Programm im Grunde wenig mit Spionage an sich zu tun hat. Mir fällt einfach keine bessere, übergreifende Bezeichnung ein – lest es einfach selbst.

Alles in allem ist „Orphan X“ eine runde Sache. Evans aktuelle Klienten sind bedient, aber das übergreifende Problem zeigt erst zum Ende sein wahres Gesicht. So bleiben viele Fragen offen und viel Raum für eine oder mehrere Fortsetzungen, auf die ich mich schon freue.

Fazit

Gregg Hurwitz‘ „Orphan X“ ist ein spannender und unvorhersehbarer Thriller, der mich sehr gut unterhalten hat. Angesichts meiner Abneigung gegenüber dem Genre ist das eine echte Glanzleistung; ich bin überzeugt. Temporeich, voller Action und mit einer Prise Humor – so präsentiert uns Hurwitz seine Geschichte rund um den ehemaligen Auftragskiller Evan Smoak aka Orphan X. Das Ende ist abschließend, lässt aber genügend Spielraum für die Fortsetzung(en?). Ich freu mich schon drauf und kann es somit nur empfehlen. 4/5 Bücher!

Der Autor

Gregg Hurwitz schreibt neben Thrillern Drehbücher für die großen Hollywood-Studios sowie Comicbücher für so prestigeträchtige Verlage wie Marvel (Wolverine, Punisher) und DC (u.a. Batman). Mit seinen Büchern hat er den Weg auf die New York Times-Bestsellerliste gefunden und seine 15 Thriller sind mittlerweile in 22 Sprachen übersetzt worden.

Die Reihe

Evan Smoak Reihe

  1. Orphan X | Orphan X (Evan Smoak #1)
  2. — | — (Evan Smoak #2)

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Originalcover

Ein Gedanke zu „[Rezension] Orphan X von Gregg Hurwitz

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