[Rezension] Die Könige 03 – Sieg der Könige von Michael Peinkofer

Der Autor: Michael Peinkofer
Dt. Reihentitel: Die Könige
Dt. Titel: Sieg der Könige
Band: 3/3
Dt. Erstausgabe: 14.09.2015
Verlag: Piper
Format: Paperback
Seitenzahl: 576

ISBN-10: 3492703151
ISBN-13: 978-3492703154

Preis: 16,99 €
Die Helden der Bestsellerreihe um »Die Könige« ziehen in die finale Schlacht um das Schicksal von Erdwelt: Orks, Elfen, Zwerge und Menschen sehen dem Sieg entgegen – oder ihrer Vernichtung. Denn der Dunkle König ist mächtiger denn je, und sein Kampf um die Krone hat erst begonnen … Daghan von Ansun und Bertin Zwergenhammer haben das Heer der Fünftausend nach Tirgaslan geführt, um die alte Königsstadt zu erobern. Es gelingt, die Stadt einzunehmen und den Thron zurückzugewinnen. Doch eine Streitmacht von Kaldronen, Orks und Schattendrachen ist auf dem Weg nach Gorta Ruun – und ein Feind, der sich im Körper eines anderen verbirgt, entführt die kleine Prinzessin Alannah. Die Orks Balbok und Rammar nehmen die Verfolgung auf …

Meine Meinung

Sieg der Könige“ von Michael Peinkofer ist sowohl der Abschluss für seine Könige-Trilogie, als auch das vorläufige Finale seines Erdwelt-Zyklus.

Auch dieses Mal gelang mir der Einstieg überraschend leicht, obwohl seit dem Lesen von „Kampf der Könige“ über ein Jahr vergangen ist. Mit geschickt platzierten Anspielungen kam die Erinnerung schnell zurück, ansonsten hätte ich gewisse Stellen auch noch mal nachlesen können – die im Buch befindlichen Fußnoten verraten immerhin, in welchem Band diese abgehandelt wurden. Der Schreibstil liest sich gewohnt flüssig und überzeugt weiterhin durch seine für einen High Fantasy Roman erstaunliche Schlichtheit.

Besonders gut gefällt mir bei Peinkofers Büchern immer, dass er Charaktere erschafft, die im Gedächtnis bleiben. Da die fiktiven Helden meiner vielen Bücher meist ziemlich schnell in Vergessenheit geraten, ist dies gerade bei so vielen Figuren immer wieder eine freudige Überraschung für mich. Sicherlich hat man nicht von allen ein klares Bild vor Augen, aber ich konnte sie allesamt direkt zuordnen und der Rest kam mit der Zeit. Wie sonst auch hatte ich meine Lieblinge, spannend sind ihre Handlungsstränge aber allesamt.

Generell haut Peinkofer bei diesem großen Finale erwartungsgemäß ordentlich auf den Putz. Die Spannung wird konstant hochgehalten und Action in Form von Kampfszenen und Schlachten gibt es zuhauf. Auch wenn es nicht direkt „zu viel“ war, haben mich die kleineren Schlüsselszenen doch mehr interessiert und ich muss gestehen, dass ich gerade zum Ende hin die eigentlichen Schlachtenszenen quergelesen habe. Sowas kommt dann auf der großen Leinwand einfach besser, im Buch möchte ich hauptsächlich wissen, wer letztendlich überlebt und wer weniger Glück hat. Die Planung der Schlacht und die dabei erdachten Kniffe interessieren mich einfach viel mehr.

Davon abgesehen ist mir bei diesem Band leider besonders aufgefallen, wie stereotyp manche Begebenheiten waren. Ich musste so oft an den Herr der Ringe denken, was gerade bei dieser Sorte High Fantasy natürlich normalerweise kein Kritikpunkt ist. Ich weiß, worauf ich mich einlasse, wenn ich zu solchen Büchern greife, ebenso wie sich gewisse Abläufe auch in jedem Krimi oder Liebesroman wiederholen. Jedes Genre hat wohl seine festen Stoffe und Motive, aber bei diesem Band war es einfach extrem. Ich habe ja schon einige Bücher des Erdwelt-Zyklus gelesen, da ist man etwas anderes gewöhnt. Hinzu kommt noch, dass es viel zu viele „überraschende“ Wendung à la „Rettung in letzter Sekunde“ dabei waren. So viele, dass es mich richtig gelangweilt hat. Irgendwann war ich an dem Punkt, an dem ich mir gewünscht habe, dass der zu Rettende doch sterben würde. 

Unabhängig meiner Kritikpunkte ist „Sieg der Könige“ zweifelsohne ein toller Abschluss. Dem Autor gelingt es tatsächlich, all die losen Fäden zusammenzuführen und Brücken zu den ebenfalls dem Erdwelt-Zyklus zugehörigen Reihen Die Zauberer und Die Orks zu schlagen. Endlich wird auch die Frage beantwortet, was mit den Elfen geschieht, wenn sie eine Welt verlassen – das belastet mich ja schon seit Herr der Ringe. Der Unterhaltungswert ist hoch und ich habe dieses vorläufig letzte Abenteuer in Erdwelt sehr genossen. Schade nur, dass Rammar und Balbok nicht ganz so witzig waren wie in den vorigen Bänden. Irgendwann ist der Witz von Dick und Doof leider ausgereizt.

Fazit

Michael Peinkofers „Sieg der Könige“ ist ein würdiger Abschluss, bei dem alle losen Fäden gekonnt zusammengeführt – sogar noch über „Die Könige“ hinaus. Der Plot ist wahnsinnig spannend und voller Action in Form von epischen Schlachten und kleinerer Scharmützel. Der Unterhaltungswert ist hoch, das Ende absolut zufriedenstellend und doch gibt es dieses Mal leider auch einige Kritikpunkte. Deshalb reicht es trotz des guten Gefühls nur für 4/5 Büchern – absolut empfehlenswert ist es natürlich trotzdem.

Der Autor

Michael Peinkofer, 1969 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und arbeitete als Redakteur bei der Filmzeitschrift »Moviestar«. Mit seiner Serie um die »Orks« avancierte er zu einem der erfolgreichsten Fantasy-Autoren Deutschlands. Seine Romane um »Die Zauberer« wurden ebenso zu Bestsellern wie seine neue Trilogie um »Die Könige«.

Die Reihe

Die Könige Trilogie

  1. Orknacht
  2. Kampf der Könige
  3. Sieg der Könige

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