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[Rezension] Der Winter der schwarzen Rosen von Nina Blazon

Die Autorin: Nina Blazon
Dt. Erstausgabe: 05.10.2015
Verlag: cbt
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Format: Hardcover
Seitenzahl: 544

ISBN-10: 3570163644
ISBN-13: 978-3570163641
Preis: 16,99 €






In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Lili Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die eine Schwester versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ihre verbotene, aber leidenschaftliche Liebe leben zu können. Die andere ist auf der Flucht vor der zerstörerischen Liebe eines Gestaltwandlers. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht. Das beginnen auch Tajann und Lili bald zu ahnen. Denn etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses …

Meine Meinung

Der Winter der schwarzen Rosen“ von Nina Blazon ist eine einzigartige Geschichte – perfekt für die kalte Jahreszeit.

Blazon hat einen wundervollen Schreibstil; in jeglicher Form bildhaft und flüssig zu lesen. Auch wenn es erst mein zweites Buch der Autorin ist, komme ich nicht umhin, zu bemerken, wie flexibel sie bei ihrem eigenen Stil ist.

Während sich „Der dunkle Kuss der Sterne“ wie ein Jugend-Fantasy-Roman liest, kleidet sich „Der Winter der schwarzen Rosen“ in ein weitaus dunkleres Gewand. Es ist wesentlich erwachsener, obwohl es sich nicht ausdrücklich an ältere Leser richtet.

Die Geschichte ist fürwahr einzigartig, dabei bedient sich Blazon so einiger bekannter Motive aus der Welt der Märchen, Sagen und Legenden. Diese vermischt sie auf originelle Weise und überrascht so den Leser umso mehr, wenn man sich mal wieder einbildet, man wüsste, wo die Geschichte hinführt.

Das liegt unter anderem daran, dass sich die Handlung im Mittelteil auf zwei Erzählstränge aufteilt, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Das Konzept mehrerer Handlungsstränge gefällt mir grundsätzlich immer gut. Es kann einfach mehr passieren und in der Regel sorgt es für ein höheres Erzähltempo. Allerdings ist es doch etwas unglücklich, wenn man sich für eine der Perspektiven so gut wie gar nicht interessiert.

Glücklicherweise merkt man schnell, dass die auseinanderdriftende Geschichte letztlich doch untrennbar verbunden ist. Ebenso realisiert man früher oder später, dass es all das braucht – die Unsicherheit, die Abneigung und auch der Unwille -, um die Entwicklung der beiden Schwestern und die verschiedenen Schattierungen der Liebe zu begreifen.

Es ist das Gesamtpaket, das seine Spuren hinterlässt. Das Ende, das in seiner Tragik vollkommene Perfektion verkörpert. Ich brauchte meine Zeit, um die Geschichte sacken zu lassen; musste sie gedanklich immer und immer wieder Revue passieren lassen. Erst danach konnte ich es akzeptieren und jetzt bin ich mir sicher, dass es für immer ein Herzensbuch für mich sein wird.

Fazit

Nina Blazons „Der Winter der schwarzen Rosen“ ist ein ganz besonderer Roman, den ich für immer in meinem Herzen tragen werde. Die Autorin erzählt die tragische, zugleich glückliche Geschichte zweier Schwestern, die in einer unbeugsamen Welt die Liebe finden – und verlieren. Dabei zeigt sie uns – einfühlsam und poetisch – die verschiedensten Formen der Liebe in all ihrem Schrecken und ihrer Herrlichkeit. Es ist kein Buch für Zwischendurch, dafür aber umso lohnenswerte. Starke 5/5 Bücher!

Die Autorin

Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten –, bevor sie den Fantasy-Jugendroman Im Bann des Fluchträgers schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.
www.ninablazon.de

2 Gedanken zu „[Rezension] Der Winter der schwarzen Rosen von Nina Blazon

  1. Favola

    Hey Rica

    Einmal haben wir ein Buch beinahe gleichzeitig rezensiert 🙂
    Und dann sind wir auch noch begeistert davon …. sehr schön!
    Ich habe mich zudem riesig darüber gefreut, dass Nina Blazon bei meinem "Wer 'A' sagt …" mitgemacht hat. Hast du das schon gesehen?

    lg Favola

    Antworten

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