Malou – Diebin von Geschichten von Lisa Rosenbecker

Malou - Diebin von GeschichtenDie Autorin: Lisa Rosenbecker
Dt. Titel: Malou – Diebin von Geschichten
Dt. Erstausgabe: 04.08.2016
Verlag: Impress
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Jugendbuch
eBook | 3,99 €

Jeder weiß, dass der Kuss einer Muse auch aus dem gewöhnlichsten Menschen einen gefeierten Autor machen kann. Doch die wenigsten wissen um die Anti-Musen, wie Malou Winters eine ist. Als Tochter einer Normalsterblichen und einer Romanfigur hat sie von der versteckten Zwischenweltbibliothek aus Zugang zu sämtlichen Londoner Buchwelten, die jemals erdacht und aufgeschrieben wurden. Statt jedoch zu inspirieren, ist es ihre Bestimmung, nicht zu Papier gebrachte Ideen zu finden und zu löschen. Eine Lebensaufgabe, die sie nicht selten frustriert, vor allem da in letzter Zeit etwas mit den Personen, zu denen ihre Aufträge sie führen, nicht zu stimmen scheint. Und dann gerät sie auch noch ins Visier eines nicht unattraktiven jungen Mannes, der gefährlich nah dran ist, ihre wahre Identität zu erraten…

Meine Meinung

Malou – Diebin von Geschichten“ von Lisa Rosenbecker bietet eine Geschichte, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Bücher über Bücher lieben wir doch alle, aber „Malou – Diebin von Geschichten“ ist noch so viel mehr. Lisa Rosenbecker verbindet in diesem Buch romantische, phantastische und kriminalistische Motive rund um eine originelle Idee. Der Schreibstil ist mehr als angenehm, die schön kurzen Kapitel rinnen dem Leser wie Wasser durch die Finger. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive.

Malou ist hierbei nicht nur eine charmante Erzählerin, sondern auch ein starker Charakter. Zwar gibt es durchaus tiefgründigere Figuren, doch für einen 200-Seiten-Roman war das Maß an Tiefe absolut angemessen. Malou ist clever, witzig und erfrischend ehrlich. Sie hat kein Problem damit, um Hilfe zu bitten, kann aber auch für sich selbst einstehen. Ihr Kater Sheldon ist eine Mischung aus Maskottchen und Running-Gag und entwickelt sich somit schnell zum heimlichen Helden der Geschichte. Eine weitere schöne Abwechslung war Malous Mutter, die tatsächlich eine Rolle gespielt hat – und nicht mal eine Schlechte! Mal Hand aufs Herz, wie oft kommt es schon vor, dass Eltern mehr als Statisten in Jugendbüchern sind?

Fürs Herz ist natürlich auch etwas bzw. Jemand dabei. Ein gewisser Polizist, der es uns Lesern nur zu Anfang ein wenigschwer macht, ihn direkt zu mögen. Da sowieso schon genug passiert in diesem kurzen Buch, nimmt die Romantik einen sehr bescheidenen und dezenten Umfang ein und präsentiert sich so unkompliziert wie schön. Können die Dinge nicht immer so laufen?

Die Geschichte macht grundlegend erstmal Spaß. Ich bin völlig erwartungslos an „Malou – Diebin von Geschichten“ herangetreten, kannte nicht einmal den Klappentext, und war gleich nach dem 1. Kapitel angefixt. Das Einzige, das mich davon abhielt, dieses Buch in einem Rutsch zu lesen, war meine Müdigkeit, die irgendwann in den frühen Morgenstunden gesiegt hat. Dabei gebe ich durchaus zu, dass dieses Jugendbuch technisch nicht perfekt ist. Es gibt kleinere Logikfehler und der Plot ist schon sehr konstruiert. Das sind allerdings Dinge, die einem erst auffallen, wenn man es für eine Kritik durchleuchtet. Beim eigentlichen Lesen habe ich Malous Geschichte schlichtweg genossen. So war vielleicht das Ende schon auffällig leicht gelöst, doch die letzten Worte machten es perfekt.

Fazit

Lisa Rosenbeckers „Malou – Diebin von Geschichten“ ist ein originelles Jugendbuch, das mit einer spannenden Mischung aus den verschiedensten Stoffen und Genres überrascht – und überzeugt. Sympathische Figuren, ein guter Humor und eine gut umgesetzte Idee sorgen dafür, dass man diese zwar leichte, dafür zu Herzen gehende Geschichte in einem Haps verschlingen möchte. Technisch nicht immer einwandfrei, dafür auf so vielen anderen Ebenen genau richtig: 5/5 Bücher!

Die Autorin

Biologie studieren, Blog betreiben, Bücher schreiben – So entwickelte sich die Liebe zum Schreiben bei Lisa Rosenbecker. Gelesen hat sie schon immer gerne, aber das Erschaffen von eigenen Welten wurde erst im Studium ein Thema, nachdem sie schon einige Jahre über Literatur gebloggt hatte. In ihrem Lieblingsfach Bio fehlte neben all dem theoretischen Wissen die Magie, die sie daraufhin kurzerhand einfach selbst erschuf und in ihre Bücher verpackte. Heute kann sie sich ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen.

6 Gedanken zu „Malou – Diebin von Geschichten von Lisa Rosenbecker

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