[Lisa’s Rezension] Die Ungehörigkeit des Glücks von Jenny Downham

Die Ungehörigkeit des GlücksDie Autorin: Jenny Downham
Die Übersetzerin: Astrid Arz
Originaltitel: Unbecoming
Dt. Titel: Die Ungehörigkeit des Glücks
Dt. Erstausgabe: 22.02.2016
Verlag: C. Bertelsmann
Genre: Belletristik
Hardcover | 19,99 €
eBook | 15,99 €

Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …

KAUFOPTIONEN

Amazon | Verlag



Hier kaufen und den lokalen Buchhandel unterstützen!

Meine Meinung

Die Ungehörigkeit des Glücks“ von Jenny Dowmham war ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe und meine Erwartungen waren hoch. Vielleicht ein wenig zu hoch. Ich habe mir vorgestellt, dass das Buch im Stil von „Still Alice“ oder „Honig im Kopf“ sei, und vermutlich war es nicht klug, so voreingenommen an das Buch heranzugehen.

Von der Grundidee her hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich hatte mir jedoch gewünscht, dass es wirklich eine intensive Beschreibung des Erlebnisses zwischen der Großmutter und ihrer Enkelin auf der Suche nach dem großen Familiengeheimnis wird, doch leider kam mir die die Interaktion zwischen den beiden insgesamt viel zu kurz. Es gibt nebenherlaufende Stränge, die viel zu dominant werden und von der eigentlichen Geschichte ablenken. Zwar finde ich auch Katies persönliches Drama durchaus interessant, aber es nimmt zu viel Raum ein und verdrängt ein wenig die Demenz. Hätte Jenny Downham sich auf die Vergangenheitsbewältigung, die Demenz und die gestörte Mutter-Tochter-Beziehung fokussiert, hätte das die Geschichte abgerundet.

Die Figuren als solche haben mir im Grunde gut gefallen, ich habe mich sehr oft in Katie hineinfühlen können und fand sie auch sympathisch, genau wie ihre Großmutter. Katies Mutter jedoch mochte ich überhaupt nicht und ich bin auch bis zum Ende der Geschichte nicht warm mit ihr geworden. Sie war sehr nervig und kindisch in ihrem Verhalten und ich wollte sie sehr oft einfach nur packen und durchschütteln.

Im Großen und Ganzen hat die Geschichte sich sehr gezogen und es gab sehr wenige Spannungsmomente, sodass ich selten den Drang hatte, ein weiteres Kapitel zu lesen. Natürlich ist in einem solchen Roman nicht die Art von Nervenkitzel-Spannung gemeint, sondern vielmehr eine emotionale. Leider hat es mich auf dieser Ebene nicht erreicht.

Fazit

Da mir die eigentliche Thematik des Alzheimers nicht genug im Buch verarbeitet wurde und ich auch auf emotionaler Ebene nicht wirklich gepackt wurde, kann ich dem Buch keine volle Punktzahl geben. Aber ich bin trotz meiner Kritik davon überzeugt, dass die Nachricht, die in dieser Geschichte steckt und die Geschichte als solche trotz allem gut ist, deswegen vergebe ich 2,5/5 Punkten.

Lisa's Signature

Die Autorin

Jenny Downham hat als Schauspielerin in einer freien Theatergruppe gearbeitet, bevor sie anfing zu schreiben. Sie lebt mit ihren beiden Söhnen in London.

Originalcover

Unbecoming

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *