Rezension

Eine Woche für die Ewigkeit von Nina LaCour & David Levithan

Eine Woche für die EwigkeitDie Autoren: Nina Lacour & David Levithan
Die Übersetzer: Christel Kröning & Martina Tichy
Originaltitel: You Know Me Well
Dt. Titel: Eine Woche für die Ewigkeit
Dt. Erstausgabe: 24.03.2017
Verlag: CARLSEN
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Jugendbuch

Sie kennen sich nur flüchtig, bis sie sich eines Nachts zufällig in einem Club in San Francisco begegnen: Mark, der sich gerade völlig umsonst zum Affen gemacht hat, um seinen besten Freund zu beeindrucken – und Kate, die vor dem Mädchen ihrer Träume weggelaufen ist. Verloren im Chaos ihrer Gefühle beschließen die beiden, von nun an zusammenzuhalten. Gemeinsam stürzen sie sich ins kunterbunte Getümmel der Pride Week und lernen zwischen wilden Partys und Liebeskummer, was wahre Freundschaft bedeutet.

Meine Meinung

Eine Woche für die Ewigkeit“ von Nina LaCour und David Levithan ist eine berührende Geschichte über Freundschaft und Liebe im Zentrum der LGBT-Szene.

Erwartet hatte ich zwei Liebesgeschichten; erhalten habe ich so viel mehr. Nach dem Lesen des ersten Kapitels war ich gleich Feuer und Flamme, denn schnell wurde klar, dass nicht die Liebe im Vordergrund steht, sondern die Freundschaft.

Ein Thema, das ich persönlich sowieso viel interessanter finde als die x-te Liebesgeschichte, das in der Literatur jedoch schmerzlich missachtet wird. Liebesgeschichten finden sich wie Sand am Meer, aber gute Bücher über Freundschaft? Da fallen mir nur wenige ein und die meisten davon sind Kinderbücher, die im Grunde gar keine andere Wahl haben, denn sonst würden sie schnell gruselig werden.

Natürlich ist Liebe auch in „Eine Woche für die Ewigkeit“ Thema, aber eben nur eines von vielen. Es ist Pride Week und gleichzeitig für unsere Protagonisten die letzte Woche an ihrer High School. Für Kate und Mark ist der Buchtitel Programm, denn sie stehen an einem Scheideweg und müssen so einige Entscheidungen treffen.

Für die beiden war es Freundschaft auf den ersten Blick, dabei kannten sie sich schon einige Jahre aus der Schule, hatten aber nie groß miteinander zu tun. Doch als Kates Blick auf Mark fällt, an einem Ort, an dem sie nie mit ihm gerechnet hätte, entscheidet sie für sich, dass sie von nun an Freunde sind. Und so kommt es dann auch.

Vor der Kulisse San Franciscos in der für sie bislang ereignisreichsten Woche ihres Lebens entfaltet sich eine schier unmögliche und doch so reale Geschichte, die schlicht ans Herz geht. Es behandelt so viele Themen rund um und außerhalb der LGBT-Szene, die Freundschaft jedoch immer im Fokus. Neue Freunde, alte Freunde; Freundschaften, die auseinandergehen; Freundschaften, die sich verändern; Freunde, die mehr wollen; Freunde, die ihre besten Freunde zurückwollen….und noch so viel mehr.

Fazit

„Eine Woche für die Ewigkeit“ ist ein Wohlfühlbuch; ein Buch, das mich mehr als einmal zu Tränen gerührt hat, bei dem ich dauerhaft ein Lächeln im Gesicht hatte. Es ist wundervoll geschrieben, geradezu poetisch, dabei jugendlich leicht zu lesen. Es ist ein Buch, das glücklich macht. 5/5 Bücher!

Die Autoren

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© Kristyn Stroble

Nina LaCour arbeitete als Buchhändlerin, bevor sie an einer Highschool Englisch zu unterrichten begann. Inzwischen konzentriert sie sich ganz aufs Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in Oakland, Kalifornien.


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© Tim Collins

David Levithan wurde NICHT in Frankreich oder Milwaukee geboren, hat weder in Harvard noch in Oxford studiert, und er lebt auch nicht in Manhattan, sondern auf der anderen Seite des Hudson River, in New Jersey. Gemeinsam mit Rachel Cohn hat er u.a. „Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht“ und „Naomi & Ely – Die Freundschaft, die Liebe und alles dazwischen“geschrieben. Sein preisgekrönter Roman „Noahs Kuss… und plötzlich ist alles anders“ hat in den USA mittlerweile Kultstatus.

Originalcover

You Know Me Well

Ein Gedanke zu „Eine Woche für die Ewigkeit von Nina LaCour & David Levithan

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