banner

[BT: „Rubinmond“ | Tag 6] Hypnose

Hallo, meine Lieben! Heute macht die Blogtour zu Nadine Stengleins Rubinmond“ bei mir Halt und ich werde ein wenig über Hypnose plaudern.

Bei der Hypnose ging man ursprünglich davon aus, dass es sich um einen schlafähnlichen Zustand handelt. Als Hypnotiseur bezeichnet man dabei die hypnotisierende Person, als Hypnotisand (auch: Proband, in der Hypnotherapie Patient oder Klient) die hypnotisierte Person. Dabei kann eine Person auch beide Rollen übernehmen, wobei dies als Auto- oder Selbsthypnose bezeichnet wird; in allen anderen Fällen nennt man es Fremd- oder Heterohypnose. Eine hypnotische Trance wird mittels Hypnose induziert (Induktion), der Proband befindet sich in Hypnose oder in einer hypnotischen Trance. Zur Beendigung wird die Trance aufgelöst bzw. exduziert (Exduktion), der Hypnotisand wacht auf. Wird der Proband (zum Beispiel zwecks Vertiefung der Trance) aus der Trance geholt und kurz darauf wieder zurück in Trance versetzt, so spricht man von Fraktionierung. Im Rahmen der Hypnose werden dem Probanden ggf. verbale Anweisungen, sog. Suggestionen, gegeben, die direkt auf das Unbewusste wirken sollen.

Suggestionen, die auch nach Auflösung der Hypnose noch wirksam sein sollen, werden als posthypnotische Suggestionen bezeichnet. Unter posthypnotischer Suggestion treten messbare Veränderungen der Informationsverarbeitung im Gehirn auf. In neuropsychologischen Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren konnte gezeigt werden, dass dabei die Aktivität bestimmter Gehirnareale selektiv reduziert ist.

Die Begriffe „Hypnose“ und „Trance“ werden häufig synonym verwendet. Der österreichische Tranceforscher Giselher Guttmann plädiert jedoch für eine klare Differenzierung, da im Gegensatz zu anderen Trance-Zuständen unter Hypnose keine signifikant veränderte elektrische Aktivität in der Großhirnrinde stattfindet als im normalen Wachzustand.

Wie alles begann

Die moderne Wissenschaft nahm die Hypnose um 1770 als Phänomen wahr. Franz Anton Mesmer experimentierte mit Magneten, die er Patienten auflegte. Er nannte den Effekt Magnetismus animalis, schrieb jedoch die Heilkräfte den Magneten zu. Aufgrund von Mesmers Popularität nannte man den Vorgang des Hypnotisierens lange Zeit auch „Mesmerisieren“; ein Ausdruck, der im zeitgenössischen Englisch noch existiert (to mesmerize ‚hypnotisieren‘).

In Großbritannien standen relativ viele Menschen dem Prozess des „Mesmerisierens“ kritisch gegenüber. Trotzdem besuchte der englische Augenchirurg James Braid einen Auftritt des Magnetiseurs LaFontaine, dem Enkel des Fabeldichters, und stellte fest, dass das Flattern der Augenlider nicht willentlich ausgelöst werden konnte. Er experimentierte daraufhin mit Versuchspersonen, die er bat, glänzende Gegenstände zu fixieren, um sie damit in einen Trance-Zustand zu geleiten. Im Laufe der Zeit verwarf er die Ideen des Magnetischen Animalismus und stellte die Theorie von hirnphysiologischen Veränderungen, die während einer Trance stattfinden sollten, auf. Braid führte zahlreiche Augenoperationen unter Hypnose durch und eröffnete damit die Debatte um weitere Anwendungs- und Behandlungsmöglichkeiten.

Wie funktioniert’s?

Die Tranceinduktion ist die Einleitung einer hypnotischen Trance. Dabei wird eine Konstellation unterstellt, bei der eine Person versucht, bei einer anderen Trance-Phänomene hervorzurufen. Abhängig von der Vorgehensweise wird in direkte und indirekte Methoden unterschieden.

Den Hypnosetechniken ist gemeinsam, dass sie das Bewusstsein mit wenig aufmerksamkeitsfordernden Tätigkeiten beschäftigen, so dessen Kritik gezielt umgehen und schrittweise ausschalten. Auf diese Weise verliert das Bewusstsein seine beherrschende Stellung, die Kritikfähigkeit wird eingeschränkt und das Unbewusste wird direkt ansprechbar. Welche Suggestionen oder Methoden am besten geeignet sind, ist vom Probanden und von den näheren Umständen abhängig.

Förderlich bis notwendig sind für die Induktion Sicherheit und Geborgenheit, beides kann auch suggeriert werden, Musik kann ebenfalls helfen. Die Suggestionen werden meist wiederholt oder enthalten selbst Wiederholungen, auch Monotonie wirkt hypnotisierend. Die Körperhaltung ist eigentlich egal, jedoch sollte sich der Proband entspannen können.

Eine besondere Rolle spielen die Blitzinduktionen, die eine Trance oftmals innerhalb weniger Sekunden induzieren können, aber eine hohe Erwartungshaltung und ein Überraschungsmoment benötigen. Beide Komponenten erlauben es dem Hypnotisanden, sehr schnell in eine Trance zu gelangen. Die Blitzinduktion wird überwiegend im Showbereich und nur selten im therapeutischen Kontext genutzt, wobei spontane Einschlaf-Erlebnisse, wie sie – ob subjektiv als real empfunden oder nicht – in sogenannten Show-Hypnosen präsentiert werden, nichts mit der therapeutischen Hypnose zu tun haben, denn bei letzterer handelt es sich um eine wissenschaftliche Technik zur Tiefenentspannung bei ständigem Wachbewusstsein.

Zum Schluss habe ich noch einen schönen Clip für Euch, der allerdings Spoiler enthält. Solltet Ihr den Film noch nicht kennen, aber wollt ihn noch sehen, dann schaut Euch nur die ersten paar Szenen an. Und ignoriert bitte den Titel des Videos – ich finde die Filme klasse und habe keine Ahnung, was an der Darbietung so furchtbar sein soll. Jedenfalls ist es ein Video voller Hypnose, auch wenn es Hollywood-Hypnose ist. Have fun!

Das Gewinnspiel

der-gewinn

1. Preis – 1 signiertes Print von Rubinmond
2. Preis – 7 x 2 signierte Autogrammkarten

Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet einfach die folgende Frage:

Was sind Eure Erfahrungen mit Hypnose?

Die Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn.
Das Gewinnspiel endet am 10.10.2016 um 23:59 Uhr.

Die Tour auf einen Blick

04.10. – Rubinmond

Mein Bücherparadies

05.10. – Das Phänomen des roten Mondes

Schreibtrieb

06.10. – Seelenwächter vs. Vampire

Der Lesefuchs

07.10. – Wiedergänger

Bücherleser

08.10. – Verbotene Liebe

Bücherjunky

09.10. – Hypnose

Die fantastische Bücherwelt

10.10. – Mit Nadine Stenglein hinter den Kulissen

Babs Leben

11.10. – Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

5 Gedanken zu „[BT: „Rubinmond“ | Tag 6] Hypnose

  1. Jenny Siebentaler

    Morgen schön 🙂

    Also ich glaube daran das man es nicht bei mir schaffen würde mich zu hypnotisieren-denn ich glaube nicht wirklich daran fände es aber mega wenn man es bei mir schaffen könnte und ich dadurch mal eine Rückreise ins vergangene Leben machen könnte-denn das ist das was mich blendend interessiert-ob ich früher schon einmal gelebt habe??! 🙂

    VLG Jenny

    Antworten
  2. Nadine Stenglein

    Vielen Dank fuer diesen interessanten Beitrag. Klasse gemacht. Dazu noch mit Video. Ganz liebe Gruesse.
    PS. Ich will bald auch mal Hypnose versuchen. Habe eine sehr liebe Bekannte die eine Hypnosepraxis hat. Noch traute ich mich nicht. 🙂

    Antworten
  3. Elchi

    Huhu,
    danke für den interessanten Beitrag! 🙂
    Also ich selbst habe bisher noch keine Erfahrung mit Hypnose gemacht, aber finde es in manchen Fernsehsendungen immer sehr interessant, wenn dort Hypnotiseure dabei sind und prominente Gäste dann unter Hypnose, die verschiedensten Dinge machen lassen. Kann mir das andererseits aber dennoch nicht wirklich vorstellen, dass dies wirklich geschieht.
    Oder auch wie man z. B. Hypnose beim Zahnarzt anwenden lassen kann. Das würde ich ja schon gerne mal ausprobieren…
    Liebe Grüße
    Elchi

    Antworten
  4. Tiffi2000

    Hallo,

    ich habe keine Erfahrungen mit Hypnose, finde das Ganze aber sehr interessant und kann mir auch vorstellen, selber mal in dem Bereich zu arbeiten 😀

    LG

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *