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[BT: „Physis“ | Tag 5] Parallelweltentheorien

Willkommen zum vorletzten Tag unserer Blogtour zu Sophie Hilgers Physis„. Wir haben Euch bereits das Buch vorgestellt, über den Wassermangel auf der Erde gesprochen, Euch über Ölkatastrophen und ihre Folgen aufgeklärt und erst gestern über Versuchen an Menschen und Tieren berichtet. Heute erzähle ich Euch etwas über:

Parallelweltentheorien

Was verbirgt sich in den weiten des Universums? Gibt es mehr als ein Universum? Diese und viele weitere Fragen stellen sich Wissenschaftler schon seit langer Zeit. Auch der Begriff „Parallelwelt“ liegt da nicht fern. Doch was die einen ernsthaft erforschen, bezeichnen andere als Pseudowissenschaft, Aberglaube oder Ähnliches.

Doch was sind überhaupt Parallelwelten?

Der Begriff Parallelwelt oder Paralleluniversum bezeichnet eine hypothetische Welt oder ein Universum außerhalb des bekannten Universums. Die Gesamtheit aller Parallelwelten wird als Multiversum bezeichnet. Die Annahme von Parallelwelten (Mehrweltentheorie) wird in der Philosophie seit der Antike erörtert. Zu unterscheiden ist dabei zwischen der Diskussion über theoretisch mögliche Welten unter formalen Gesichtspunkten und den Hypothesen, in denen solchen Welten eine wirkliche Existenz zugeschrieben wird. Auch in der physikalischen Kosmologie wird die Möglichkeit der realen Existenz von Parallelwelten diskutiert. Einer breiteren Öffentlichkeit ist die Vorstellung vor allem aus der Science-Fiction bekannt.

In einem übertragenen Sinne wird der Begriff auch in der Psychologie, in den Gesellschaftswissenschaften sowie umgangssprachlich verwendet. Dort ist mit „Parallelwelt“ ein nach außen abgegrenzter Bereich gemeint, in dem sich das Leben bestimmter Personen oder Gruppen unabhängig von der „Außenwelt“ abspielt. → Quelle

Bei meiner Google-Recherche zum Thema Parallelwelten stolperte ich immer wieder über einen Namen: Max Tegmark. Er ist bekannt dafür, Bücher über das Thema zu schreiben und Vorträge darüber zu halten, die auch Laien verstehen. Im Internet findet man viele Videos mit ihm zu genau diesem Thema – eines davon verlinke ich am Schluss auch noch. Seine Theorie besagt, dass es gleich vier verschiedene Level von Paralleluniversen gibt.

Level 1

Sein Multiversum Level 1, die simpelste Stufe, bedeutet im Grunde, dass es parallele Welten gibt, die unserer Welt ähnlich sind. Tegmark leitet den Gedanken aus der Inflationstheorie ab. Die besagt, dass sich das Universum nach dem Urknall schlagartig ausgedehnt hat und es bis heute tut. Der Mensch spreche zwar immer von dem einen Universum, meine aber in der Regel „nur den Teil, der für uns sichtbar ist“.

Denn das Licht braucht Zeit, um das Weltall zu durchqueren – von der Sonne bis zur Erde zum Beispiel rund acht Minuten. Sichtbar ist also immer nur jener Teil, aus dem das Licht seit dem Urknall, also seit 13,8 Milliarden Jahren, zu uns gelangen konnte.

Demnach gibt es noch Bereiche, die im Dunkeln liegen. Und dort, so glaubt Tegmark, könnte es Paralleluniversen geben, mit Welten, die unserer sehr ähnlich sind. Der Unterschied: Die gleichen Teilchen sind dort anders zusammengesetzt, die Galaxien haben sich anders geformt. Um sehen zu können, was dort passiert, müssten wir noch ein paar Millionen Jahre auf das Licht warten.

„Wenn es dort Menschen gibt“, sagt Tegmark, „werden sie im Physikunterricht dasselbe lernen wie wir, weil für sie die gleichen physikalischen Gesetze gelten. In Geschichte werden sie allerdings etwas anderes durchnehmen – weil sich die Dinge bei ihnen anders entwickelt haben als bei uns.“ → Quelle

Level 2

Die Annahme, dass es noch mehr geben muss als das, was wir sehen, hat sich unter Physikern weitgehend durchgesetzt. Tegmarks Multiversum Level 2 klingt dagegen schon ein bisschen nach Science-Fiction: Paralleluniversen, in denen unsere physikalischen Gesetze nicht mehr gelten. Denn Tegmark stellt sich vor, dass sich nach dem Urknall unzählige Paralleluniversen gebildet haben, die wie Seifenblasen nebeneinander durch den Raum schweben.

Und in jeder Blase befinden sich mehrere Level-1-Multiversen – also parallele Welten, die wir noch nicht entdecken können. Welten in der Welt gewissermaßen, mit unterschiedlichen physikalischen Gesetzen in jeder einzelnen Blase.

„Wenn es dort Menschen gibt, würden sie allerdings nicht nur andere Sachen in Geschichte lernen, sondern auch in Physik“, sagt Tegmark, „zum Beispiel, dass es zehn verschiedene Quark-Elementarteilchen gibt und nicht nur sechs wie bei uns.“→ Quelle

Level 3

Um Tegmarks drittes Level zu verstehen, hilft es, sich den deutschen Actionfilm „Lola rennt“ von 1998 anzusehen. Die Heldin, gespielt von Franka Potente, will darin ihren kleinkriminellen Freund aus einer Klemme retten. Er hat 100.000 DM Schulden, sie hat 20 Minuten Zeit, das Geld aufzutreiben. Der Film spielt mit drei Versionen dieser Geschichte: Lola rennt drei Mal los, mit drei unterschiedlichen Ergebnissen.

Jeder Lauf unterscheidet sich von den beiden anderen erst nur durch Details, nimmt dadurch aber vollkommen neue Wendungen. Genau das, behauptet Max Tegmark, passiert tatsächlich. Überall, in jeder Sekunde.

Hätte er recht, dann wäre es wie in dem Film „Lola rennt“: Jedes Mal, wenn wir eine Entscheidung treffen, nehmen die kleinsten Teilchen in oder um uns herum verschiedene Zustände an. Und aus jedem dieser Zustände heraus entsteht dann eine neue Welt. Ob wir in einem Restaurant Pizza oder Pasta bestellen, an der nächsten Kreuzung links oder rechts gehen – in jedem Augenblick entstände eine neue Parallelwelt.

Es gäbe also irgendwo da draußen eine Welt, in der John F. Kennedy nicht erschossen, sondern nur schwer verletzt wurde; eine andere, in der er eine leichte Streifwunde erlitt; und noch eine, in der er völlig unversehrt blieb. Es gäbe eine Welt, in der er sich von Jackie scheiden ließ und Marilyn Monroe heiratete. Und eine, in der er nie Präsident der Vereinigten Staaten war. Denn Tegmark glaubt, dass jedes große Ereignis letztlich immer das Resultat einer winzigen Veränderung eines einzelnen Partikels ist. → Quelle

Level 4

Tegmark geht indes noch viel weiter: Sein viertes Level besagt, dass sich die ganze Welt mit mathematischen Formeln beschreiben lässt. Der gesamte Kosmos wäre demnach aus Mathematik gemacht – und jede mathematische Formel bildet wiederum ein eigenes Universum. Das klingt für viele seiner Kollegen zu abgehoben, um nicht zu sagen: absurd. Deshalb steht Tegmark, im Gegensatz zu seinen anderen drei Leveln, mit dieser speziellen These bislang auch alleine da. → Quelle


Wenn Ihr noch mehr dazu wissen wollt, schaut Euch eines der beiden (oder beide) Videos an. Tegmark ist wirklich sehr sympathisch und erklärt die Sachen, wie ich finde, sehr gut.

Das Gewinnspiel

Ich hoffe, Euch hat diese kleine Einführung in die Parallelwelten gefallen. Falls Ihr Euch über all die Zitate wundert, fragt Euch, ob ein Physik-Muffel wie ich Euch das wirklich besser hätte erklären können? 😉

Zu gewinnen gibt es jedenfalls 2 eBooks im Wunschformat und um in den Lostopf zu hüpfen, müsst Ihr nicht mehr tun, als die folgende Frage zu beantworten:

Glaubt Ihr, dass Parallelwelten tatsächlich existieren?

Die Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf. Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert. Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook. Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn. Das Gewinnspiel endet am 9.9.2016 um 23:59 Uhr.

Die Tour auf einen Blick

04.09. – Physis
Fuchsias Weltenecho

05.09. – Wassermangel auf der Erde
Charleens Traumbibliothek

06.09. – Ölkatastrophen
Kathrins Booklove

07.09. – Experimente in Laboren mit Menschen und Tieren
Bookwormdreamers

08.09. – Parallelweltentheorien
Die fantastische Bücherwelt

09.09. – Rücksichtsvoller mit der Erde umgehen
Elchis world of books

10.09. – Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

8 Gedanken zu „[BT: „Physis“ | Tag 5] Parallelweltentheorien

  1. karin,

    Huhu und guten Tag,

    hm, schwierige Frage…vielleicht nicht ganz gleich, aber möglicherweise eine ähnlich Welt mit ähnlichen Bedingungen.
    Denn unserer Universum ist so riesig und groß und unerforscht auch noch zumindest von unserer Seite.
    Das ich mir durchaus vorstellen kann…..da ist irgendwo noch was anderes…..

    Vielleicht muss es nur gefunden und entdeckt werden…

    LG..Karin…

    Antworten
  2. Margareta Gebhardt

    Hallo ,

    vielen Dank für Deinen Beitrag.
    Ich glaube nicht das Parallelwelten tatsächlich existieren .
    Ich wünsche Dir schönen Nachmittag .

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt (Stern44 )

    Antworten
  3. Daniela Schiebeck

    Nein, ich glaube sowas gibt es nicht wirklich, ist aber eine schöne und interessante Vorstellung.

    Liebe Grüße,
    Daniela

    Antworten
  4. Tiffi2000

    Hallo,

    ich kann es nicht vollständigen ausschließen und kann es mir schon vorstellen, obwohl es noch keine wirklichen Beweise gibt 😉

    LG

    Antworten
  5. Pingback: [Statistik] September 2016 - Die fantastische Bücherwelt

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