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[BT: „My Hero Academia“ | Tag 2] Special

Hallo, Ihr Lieben!

Heute macht eine ganz besondere Blogtour bei mir Halt, bei der es mal nicht um ein klassisches Buch, sondern um einen Manga geht – und zwar um: My Hero Academia. Falls Ihr mit Mangas nichts anfangen könnt, könnt Ihr natürlich sofort weiterklicken…oder Ihr schaut noch mal bei Vanessa vorbei, die Euch in die Welt der Mangas einführt.

Der heutige Tag ist allerdings gleich doppelt speziell, denn ich überlasse einer richtigen Expertin auf dem Gebiet der Mangakas „die Bühne“. Was hättet Ihr auch davon, wenn ich von etwas SPRECHE, von dem ich nicht mal laienhaft Ahnung habe?

Wie entsteht eigentlich so ein Manga?

Zum Schluss melde ich mich auch kurz zu Wort und heiße euch herzlich zu dem kleinen Grafikspezial Willkommen!

Ich bin Selena von Selenas Kreativ- & Buchblog und möchte euch einen kleinen Einblick in die Arbeit eines Zeichners bzw. im speziellen eines Mangakas geben.

Die Mangazeichner werden in Japan Mangaka genannt und haben verdammt viel zu tun, damit so ein Manga oder gar ein Kapitel entstehen kann. Denn oft erscheint dort wöchentlich in Mangamagazinen immer ein Kapitel ihres laufenden Mangas und eine Woche ist wirklich nicht viel, davon abgesehen, wenn man krank ist oder mal Urlaub machen möchte…

Einen Manga kann man ganz traditionell per Hand erstellen, aber auch am Computer ist das ganze kein Problem. Wobei da manche Schritte oder „Probleme“ nicht vorhanden sind, wie man sie auf dem traditionellen Wege hat.

Ganz am Anfang steht die Idee, ebenso wie bei einem Roman: Worüber möchte ich denn schreiben / zeichnen? Ggf. müssen dafür kleine bis hin zu sehr aufwendigen Recherchen betrieben werden, etwa wenn ein Manga in Osaka spielen soll, immerhin ist Richtigkeit da sehr wichtig, davon abgesehn, dass sich die Leute aus Osaka sehr wunder würden, wenn da so gar nichts mehr stimmen würde.

Dann geht es ans Storyboard, d.h. es wird grob skizziert was sich wo auf der Seite zu befinden hat, ebenso wird hier auch schon der Text eingefügt. Dieser brauch ebenfalls seinen passenden Platz um zur Geltung zu kommen und damit die Schrift dann nicht zu klein ausfällt. Zumal er auch richtig zu den Bildern passen soll.

Bei diesem Schritt spricht man auch vom Paneling, denn die Zeichnung finden sich nicht einfach so auf der Seite, sondern sind oft in „Rahmen“, also Panels eingefügt, damit die einzelnen Bilder voneinander getrennt sind. Natürlich kann es auch vorkommen, dass eine Seite bzw. eine Doppelseite auch nur für ein einziges Bild da ist und dann ganz ohne Panel auskommt bzw. die Seite an sich das Panel ist, doch das ist nicht so häufig der Fall, es sei denn es handelt sich Schlüsselszenen wie beispielsweise die erste Verwandlung, Bosskämpfe oder so etwas in der Richtung.

Das knifflige: man hat meist nur eine gewisse Seitenzahl durch die Vorgaben des Verlages zur Verfügung und das Kapitel muss logisch und schlüssig sein. Gerade bei dieser wöchentlichen, oder auch monatlichen, Erscheinungsweise kann dann auch nichts mehr zurückgenommen werden, wenn man mal einen Fehler gemacht hat. Gute Planung ist hier also wirklich alles und man hat im Idealfall schon alles gut im Voraus geplant.

Je nachdem wie fein man beim Storyboarding gearbeitet hat, wird jetzt die Skizze weiter verfeinert oder es folgt gleich die Reinzeichnung. Wobei dieser Schritt nicht von jedem Künstler ausgeführt wird. Denn waren sie schon recht sauber in der Vorzeichnung überspringen diesen Schritt auch manche und kommen gleich zum Inken.

Die Reinzeichnung bedeutet an sich, dass z.B. Details oder Hände und Füße feiner ausgearbeitet werden. Außerdem fällt es mit einem klaren Linienbild beim Inken leichter, die richtigen Linien zu ziehen, falls bei beim Skizzieren viele wirre Linien sind, die der Gestaltungsprozess so mit sich gebracht hat.

Jetzt kommt der meiner Meinung nach wichtigste Schritt: Das Inken. D.h. die ganzen Bleistiftlinien werden mir Fineliner oder bei vielen auch mit Tusche und Feder nachgezogen. Diese Linien sind dann auch die, die wir am Ende im gedruckten Manga sehen. Die Bleistiftlinien werden nach dem Trocknen wegradiert, wobei dies auch nochmal eine ganz knifflige Aufgabe ist: Zerknittert man das Papier, darf man die Seite noch einmal zeichnen.

Doch dies ist, glaube ich, sehr selten geworden, denn viele nutzen für das Inken einen Leuchttisch. Das ist ein kleiner (oder auch großer Kasten), der leuchtet. Auf diesen legt man die Vorlage und darauf sein Blatt Papier auf dem man die Zeichnung haben möchte.

Dann sind wir auch schon beim vorletzten Schritt angelegt, der aber auch nochmal einiges an Zeit kostet. Die Rede ist vom Rastern. Durch diesen Schritt werden die Linien zum Leben erweckt, bekommen Licht und Schatten und ihre Specialeffects. Genutzt werden dafür sogenannte Rasterfolien, die passend zu- bzw. ausgeschnitten werden und dann auf dem Papier aufgebracht werden.

Hier gibt es eine riesige Auswahl, doch sind sie auch nicht gerade günstig… Zumindest in Deutschland kosten sie einiges, wie das Ganze im Heimatland Japan aussieht kann ich euch leider nicht sagen. Doch gerade in Deutschland verzichten dann einige Hobbykünstler darauf und gestalten alles selber, was eben auch noch einiges an Zeit mehr kosten kann. Hier liegt übrigens ein enorm großer Vorteil des digitalen Zeichnens: Man kann virtuellen Folien immer wieder verwenden oder sich gut selber erstellen, sich dadurch eine Menge Geld sparen und vielleicht sogar Zeit.

Zum Schluss kommt noch das Einfügen des Textes und teilweise noch der Sprechblasen, was in Normalfall am PC geschieht, denn so ist es für jeden lesbar, zumal wir mit den Originaltexten ja so und so unsere Schwierigkeiten hätten 😉

Der Manga ist dann soweit fertig, muss er nur noch zum Verlag: Dafür braucht man dann entweder einen richtig guten Scanner oder man schickt es gut verpackt zum Verlag, wobei das glaube ich heute nicht mehr der Fall ist.

Ich hoffe sehr, dass ich euch damit einen Einblick in die Arbeit eines Mangaka geben konnte und ihr vielleicht ein Gespür bekommen habt, wie aufwendig so etwas ist.

Ganz liebe Grüße und viel Spaß bei der weiteren Blogtour,
Selena von Selenas Kreativ- & Buchblog

Das Gewinnspiel

Ihr könnt im Rahmen dieser Blogtour einmal den ersten Band von My Hero Academia als Printexemplar gewinnen.

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Um teilnehmen zu können, müsst ihr am Ende der Tour einen deutschen Satz ins Japanische übersetzen. Bis zum 5. Tag findet ihr in jedem Post ein verstecktes Wort und einen Hinweis, wie der japanische Satz lautet, gibt Sandro euch dann an Tag 6 auf buechertraum.com.

Die Teilnahmebedingungen

*Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab 18 Jahren möglich. Andernfalls ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
*Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz.
*Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
*Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
*Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
*Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf.
*Der Gewinner ist damit einverstanden öffentlich genannt zu werden.
*Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
*Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
*Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
*Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
*Das Gewinnspiel endet am 21.09.2016 um 23:59 Uhr.
*Der Gewinner wird per Mail kontaktiert!

3 Gedanken zu „[BT: „My Hero Academia“ | Tag 2] Special

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