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[BT: „Horatio Harthorn“ | Tag 4] Logik & Unlogik

Willkommen zum vierten Tag unserer Blogtour zu Angela StollsDie Lügen des Horatio Harthorn“ aus dem Verlag in Farbe und Bunt. Heute möchte ich ein wenig über „Logik & Unlogik“ plaudern.

Logik & Unlogik

Logik – die kennen wir doch alle, oder? Logisch! Aber was ist das überhaupt? Und gibt es vielleicht sogar verschiedene Formen?

Mit Logik (von altgriechisch λογικὴ τέχνη logiké téchnē ‚denkende Kunst‘, ‚Vorgehensweise‘) oder auch Folgerichtigkeit wird im Allgemeinen das vernünftige Schlussfolgern und im Besonderen dessen Lehre – die Schlussfolgerungslehre oder auch Denklehre – bezeichnet. In der Logik wird die Struktur von Argumenten im Hinblick auf ihre Gültigkeit untersucht, unabhängig vom Inhalt der Aussagen. Bereits in diesem Sinne spricht man auch von „formaler“ Logik.

Traditionell ist die Logik ein Teil der Philosophie. Ursprünglich hat sich die traditionelle Logik in Nachbarschaft zur Rhetorik entwickelt. Seit dem 20. Jahrhundert versteht man unter Logik überwiegend symbolische Logik, die auch als grundlegende Strukturwissenschaft, z. B. innerhalb der Mathematik und der theoretischen Informatik, behandelt wird.

Die moderne symbolische Logik verwendet statt der natürlichen Sprache eine künstliche Sprache und verwendet streng definierte Schlussregeln. Ein einfaches Beispiel für ein solches formales System ist die Aussagenlogik (dabei werden sogenannte atomare Aussagen durch Buchstaben ersetzt). Die symbolische Logik nennt man auch mathematische Logik oder formale Logik im engeren Sinn. → Quelle

Der Ausdruck „Logik“ steht sowohl in der älteren Stoa wie im älteren Peripatos für eine Lehre vom Argumentieren bzw. Schließen, ist in dieser Bedeutung jedoch nicht vor dem 1. Jh. v. Chr. belegt. Der Begriff wurde bereits von dem antiken Stoiker Zenon von Kition geprägt.

Im Deutschen wird das Wort „Logik“ im 19. Jh. vielfach (etwa bei Immanuel Kant oder Georg Wilhelm Friedrich Hegel) auch im Sinne einer Erkenntnistheorie, Ontologie oder einer allgemeinen Dialektik verwendet. Die Logik im modernen Sinne wurde auf der anderen Seite häufig anders bezeichnet, etwa als Analytik, Dialektik oder Logistik. Auch heute noch sind z. B. in der Soziologie Formulierungen wie Logik des Handelns oder der Literaturwissenschaft wie Logik der Dichtung u. ä. verbreitet, bei denen unter „Logik“ keine Theorie des Folgerns verstanden wird, sondern eine Lehre allgemeiner „Gesetze“ oder Verfahrensweisen, die in einem bestimmten Bereich gelten. Insbesondere in der Tradition der Philosophie der normalen Sprache wurde unter einer „logischen“ Analyse vielfach eine Analyse begrifflicher Zusammenhänge verstanden.

Die einleitend dargestellte Verwendungsweise des Ausdrucks „Logik“ ist dagegen seit Beginn des 20. Jahrhunderts üblich.

In der Umgangssprache werden Ausdrücke wie „Logik“ oder „logisches Denken“ darüber hinaus in einem sehr viel weiteren oder völlig anderen Sinne verstanden und etwa einem „lateralen Denken“ gegenübergestellt. Ebenso gibt es den Begriff der „Frauenlogik“, „Männerlogik“, der „Affektlogik“ und den Begriff der „Alltagslogik“ – bekannt auch als „gesunder Menschenverstand“ (common sense) – in der Umgangssprache. In diesen Bereichen bezieht sich „Logik“ oft auf Formen des Handelns, der Pragmatik. Ein Argument wird umgangssprachlich als „logisch“ bezeichnet, wenn dieses stichhaltig, zwingend, überzeugend, einleuchtend und klar erscheint. In einem logischen Argument soll die Fertigkeit des Denkens zum Ausdruck kommen.


Zum Abschluss habe ich noch eine kurze Geschichte für Euch, die ganz schön zum Nachdenken anregen kann:

Es war einmal eine Mutter, die ging mit ihrem Kind am Nil spazieren. Und eh‘ sie sich’s versah, hatte ein Krokodil ihr Kleines gepackt und wollte es verschlingen. Oh, wie die Mutter da weinte und jammerte! Schliesslich war das Krokodil ganz gerührt und, indem es ein paar Krokodilstränen zerdrückte, sprach es: »Liebe Mutter, ich habe zwar schrecklichen Hunger und würde dein Baby gar zu gerne fressen, aber du sollst es wieder haben, wenn du erraten kannst, was ich tun werde: fressen oder zurückgeben.«

Da besann sich die Mutter lange und sagte schliesslich: »Du wirst mein Kind auffressen.« Denn sie dachte: Dann muss mir das Krokodil mein Kind zurückgeben – denn: Habe ich seine Absicht erraten, so bekomme ich es sowieso zurück, nach der Verabredung. Habe ich aber falsch geraten, so wird es mir also das Kind nicht fressen, sondern zurückgeben. Das Krokodil aber sagte: »Du magst meine Absicht erraten haben oder nicht – ich werde dein Kind auf jeden Fall fressen. Hast du falsch geraten, so fresse ich es ebenfalls, entsprechend der Vereinbarung.

Und so streiten sich die beiden noch heute… → Quelle

Das Gewinnspiel

gewinn

Wir verlosen 1 Printexemplar von „Die Lügen des Horatio Harthorn„. Um in den Lostopf zu hüpfen, müsst Ihr nur die folgende Frage beantworten:

Was meint Ihr? Wer ist im Recht – die Mutter oder das Krokodil?

Die Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab 18 Jahren möglich. Andernfalls ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf.
Der Gewinner ist damit einverstanden öffentlich genannt zu werden.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 16.09.2016 um 23:59 Uhr.
Der Gewinner wird per Mail kontaktiert!
Der Beitrag der Gewinnernennung wird jeweils in der ersten Woche des Folgemonats veröffentlicht

Die Tour auf einen Blick

06.09. – Die Lügen des Horatio Harthorn

-Alle Blogs-

07.09. – Realität vs. Steampunkwelt

http://www.vielleserin.de/

08.09. – Das ungeliebte Kind

http://www.buechertraum.com/

09.09. – Logik & Unlogik

http://www.die-fantastische-buecherwelt.de/

10.10. – Luftschiffe

http://www.lesemappe.blogspot.de/

11.09. – Wunschbild Vater

http://www.bookwormdreamers.blogspot.de/

12.09. – Magie vs. Wissenschaft

http://www.die-fantastische-buecherwelt.de/

13.09. – Gewaltbereitschaft / Aggressionen

http://www.buchreisender.de/

14.09. – Angela Stoll

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9 Gedanken zu „[BT: „Horatio Harthorn“ | Tag 4] Logik & Unlogik

  1. SaBine K.

    Hallo,

    sehr schwer zu sagen wer da Recht hat, aber solange sie dies immer noch diskutieren wird das Kind immerhin nicht gefressen. 🙂

    LG
    SaBine

    Antworten
  2. Bettina Hertz

    Hallo,
    Danke für deinen Beitrag und deine ungewöhnliche Geschichte ☺. Es klingt bei beiden etwas verworren und jeder denkt er ist im Recht und handelt logisch. Solange sie darüber streiten und das Kind nicht gefressen wird, ist es egal, wer Rechg hat, Hauptsache das Kind lebt weiter.
    Liebe Grüße Bettina Hertz

    Antworten
  3. Michelle

    Huhu

    vielen dank für den interessanten Beitrag 🙂

    Uii schwer aber ich denke die Mutter weil ich glaube das Krokodil frisst das kleine Kind sowieso egal was die Mutter sagt.

    Liebe Grüße Michelle

    Antworten
  4. Jutta

    Hallo,
    schwere Entscheidung, die aber möglichst lange herausgezögert werden sollte. Letztendlich entscheide ich dann aber zugunsten der Mutter.

    lg, Jutta

    Antworten
  5. Pingback: [Statistik] September 2016 - Die fantastische Bücherwelt

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