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[BT: „Der weite Raum der Zeit“ | Tag 1] Shakespeares „Das Wintermärchen“

Am heutigen Tag macht die Blogtour bei uns Halt und ich möchte Euch „Das Wintermärchen“ (eng. The Winter’s Tale) von William Shakespeare vorstellen, das die Grundlage für Jeanette Wintersons Adaption „Der weite Raum der Zeit“ bildet.

Das Wintermärchen

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Worum geht es nun im erstmals 1611 aufgeführten Theaterstück? Grob gesagt geht es um die rasende Eifersucht des Königs Leontes, der seine Ehefrau Hermione der Untreue verdächtigt. Insgesamt umfasst das Theaterstück eine Erzählzeit von ca. 16 Jahren. Schauplatz ist Sizilien, in einer Phantasiewelt, die im Stück Böhmen genannt wird. Eine Hauptquelle Shakespeares für dieses Stück stellte vermutlich Robert Greenes Roman „Pandosto, or the Triumph of Time“ von 1588 dar. Da das Stück einen glücklichen Ausgang hat, wurde es den Komödie zugeordnet, heute jedoch ordnet man es eher in die Kategorie der Romanzen ein, was auf den Grundkonflikten des Stückes basiert. Auf Grund stilistischer Gemeinsamkeiten geht man davon aus, dass „Cymbeline“ der Vorgänger und „Der Sturm“ die Fortsetzung des Stückes ist.

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Leontes ist der König von Sizilien und geht davon aus, dass seine Ehefrau Hermione ihn mit dem gemeinsamen Freund Polixenes betrügt. Leontes beauftragt Lord Camillo mit dem Mord an Polixenes, natürlich durch Vergiftung, ganz in Shakespeares Manier. Doch Camillo kann die Tat nicht vollbringen und warnt Polixenes vor dem eifersüchtigen König und die beiden fliehen aus Sizilien. Hermione wird derweil von ihrem Ehemann in ein Verließ geworfen. Leontes will sich mit Hilfe des Orakels von Delphie der Richtigkeit seiner Verdächtigungen überzeugen. Währenddessen bringt seine Frau ein kleines Mädchen zur Welt, doch Leontes will es nicht als seine Tochter anerkennen, stattdessen will er das Kind in der Wildnis aussetzen lassen. Leontes klagt seine Frau vor Gericht der Untreue an und verhängt die Todesstrafe, doch dann trifft die Antwort des Orakels ein, die Hermione und Polixenes atypischerweise ganz klar als Unschuldig darstellt. Das Orakel stellt jedoch Leontes als eifersüchtigen Tyrannen dar, der ohne Erbe bleiben wird, wenn er nicht das wieder findet was er verloren hat. Unmittelbar nach der Aussage des Orakels erreicht den König die Nachricht vom Tod seines kleinen Sohnes Mamilius, woraufhin Hermione ebenfalls Tod zusammenbricht. Unterdessen wird das ausgesetzte Baby der Hermione von einem Hirten und seinem Sohn gefunden und wächst unter dem Namen Perdita bei ihnen auf. Es vergehen 16 Jahre – Perdita und Polixenes Sohn Florizel verlieben sich ineinander, halten ihre Liebe jedoch geheim, da sie von verschiedenem Stand sind. Jedoch fliegt ihre geheime Verbindung auf und die beiden beschließen gemeinsam nach Sizilien zu fliehen. Am Königshof von Leontes kommt es zu einem Wiedersehen und auch Wiedererkennen der verloren geglaubten Tochter durch den König. Leontes versöhnt sich mit Polixenes. Gemeinsam besuchen sie eine Marmorstatue der Hermione, die plötzlich zum Leben erwacht und von ihrem Sockel steigt – das Königspaar ist wieder vereint und die Geschichte nimmt ein glückliches Ende.

William_shakespeareIn seinem Stück thematisiert William Shakespeare uns einen vor rasender Eifersucht wütenden König, der die klare Sicht auf die Realität gänzlich verloren hat und so alle um sich ins Unglück stürzt. Doch es kommt zu einem guten Ende der Geschichte, alle Wirrungen lösen sich auf, es geht nun um Vergebung und Liebe. Eine breite Palette von Emotionen, die dem Leser dort präsentiert werden und die auch noch heute von der Thematik gut anwendbar sind. Genau das hat Jeanette Winterson in ihrem Roman „Der weite Raum der Zeit“ gemacht. Eine moderne Version des „Wintermärchens“, in der sie uns ebenso wie Shakespeare eine wichtige Sache vermittelt: die Gefahr kommt nicht immer von außen, sondern allzu oft können wir die Gefahr viel näher verorten, nämlich in uns selbst, in unserem Innersten verborgen. Es zeigt uns, dass unsere Vergangenheit die Gegenwart und somit auch unsere Zukunft beeinflusst, dass alles jedoch im Grunde nur von der Fähigkeit des Vergebens abhängt.


Morgen geht es mit dem Mythos Shakespeare bei Martina vom Bücherkessel weiter. Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas…

Das Gewinnspiel

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Sammle in jedem Beitrag die Federn und verrate uns am Ende der Blogtour die Anzahl der Federn. Dafür schick bitte eine Mail an info@buchreisender.de Betreff: Der weite Raum der Zeit.

Die Teilnahmebedingungen

*Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab 18 Jahren möglich. Andernfalls ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
*Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz.
*Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
*Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
*Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
*Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf.
*Der Gewinner ist damit einverstanden öffentlich genannt zu werden.
*Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
*Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
*Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
*Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
*Das Gewinnspiel endet am 17.08.2016 um 23:59 Uhr.
*Der Gewinner wird per Mail kontaktiert!
*Der Beitrag der Gewinnernennung wird jeweils in der ersten Woche des Folgemonats veröffentlicht

Die Tour auf einen Blick

15.08. – Shakespeares „Das Wintermärchen“

http://die-fantastische-buecherwelt.de/

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16.08. – Mythos Shakespeare

http://derbuecherkessel.blogspot.de/

17.08. – Leo, MiMi und Xeno

http://buchreisender.de/

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18.08. – Der weite Raum der Zeit

http://bookwormdreamers.blogspot.de/

19.08. – Perdita & Xenos einzigen Sohn

http://diebuecherfreaks.blogspot.de/

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20.08. – Die Zeit heilt alle Wunden

http://www.schattenwege.net/

21.08. – Die tiefe Sehnsucht in uns, die Fehler der Vergangenheit wieder gut zu machen

http://katis-buecherwelt.blogspot.de/

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3 Gedanken zu „[BT: „Der weite Raum der Zeit“ | Tag 1] Shakespeares „Das Wintermärchen“

  1. Jenny Siebentaler

    Ein toller Beitrag zu einer schönen Tour bei der ich gerne dabei bin und mich auf mehr freue!
    VLG Jenny

    Antworten
  2. karin,

    Hallo und guten Tag,

    Danke für die interessante Erklärung zu dem Theaterstück.

    Kleine Frage…Zählen die Federn auch welche sich am Ende bzw. Aufzählung der Blogtour befinden?

    Würde mich über eine kleine Info dazu..freuen.

    Danke..LG..Karin..

    Antworten
  3. Margareta Gebhardt

    Hallo ,

    vielen Dank für Deinen Beitrag und ich
    bin gespannt wie es weiter geht.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt ( Stern44 )

    Antworten

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