Black Blade 02 – Das dunkle Herz der Magie von Jennifer Estep

Das dunkle Herz der MagieDie Autorin: Jennifer Estep
Die Übersetzerin: Vanessa Lamatsch
Originaltitel: Dark Heart of Magic (Black Blade #2)
Dt. Reihentitel: Black Blade
Dt. Titel: Das dunkle Herz der Magie
Band: 2/3
Dt. Erstausgabe: 02.05.2016
Verlag: IVI
Altersempfehlung: 14 – 17 Jahre
Genre: Jugendbuch | Urban Fantasy

Manchen Leuten fehlt einfach jeder Ehrgeiz. Devon Sinclair beispielsweise ist davon überzeugt, dass Lila das »Turnier der Klingen« für sich entscheiden kann – dabei sollte er als ihr Kontrahent lieber daran arbeiten, sie zu besiegen. Doch was der eine nicht hat, hat der andere zu viel: Mysteriöse »Unfälle« sorgen dafür, dass ein Teilnehmer nach dem anderen aus dem Wettkampf scheidet. Irgendjemand möchte gewinnen, um jeden Preis! Als wäre das nicht schon Grund genug zur Sorge, hat Schurke Victor Draconi bereits einen finsteren Plan geschmiedet, um Devon und Lilas Freunden zu schaden. Und dann ist da noch ein Mörder in der Stadt, der es auf die Monster von Cloudburst Falls abgesehen hat. Eins sei damit ein für alle Mal bewiesen: Manchmal sind Menschen die eigentlichen Monster …

Meine Meinung

Das dunkle Herz der Magie“ ist die spannende Fortsetzung der Black Blade Trilogie von Jennifer Estep.

Schon der Reihenauftakt „Das eisige Feuer der Magie“ konnte mich gut unterhalten, hatte aber darunter zu leiden, dass man ihn unweigerlich mit ihren anderen Urban Fantasy Reihen verglichen hat. Das blieb bei „Das dunkle Herz der Magie“ glücklicherweise aus – hier konnte ich mich vollkommen fallen lassen und das Geschriebene vollends genießen.

Im Grunde hat Jennifer Estep bei dieser Fortsetzung fast alles richtig gemacht. Es ist kein typischer zweiter Teil, der nur als Brücke dient, sondern ein Buch, das spannende Unterhaltung liefert. Gemeinsam mit Lila erkunden wir neue Ecken, neue Seiten des magischen Cloudburst Falls, lernen mehr über die Magie und dürfen neue Mitglieder der Mafia-Familien kennenlernen.
Protagonistin Lila entdeckt ganz neue Seiten an sich selbst und an ihrer Magie, bleibt sich aber selbst treu. Ihre Entwicklungen war recht überschaubar, dafür besonders nachvollziehbar. Es hat mir gut gefallen, wie sie sich mit ihren Gefühlen auseinandergesetzt hat, wie respektvoll sie mit den Geheimnissen und Anliegen anderer umgegangen ist und wie sie weiterhin für die Monster eintritt.

Die Liebesgeschichte plätschert weiterhin so nebenher, war für meinen Geschmack allerdings genau richtig dosiert. Vor allem die spätere Entwicklung war sehr schön und überzeugt durch seine abschließende Kürze. Ein Schuss Romantik fürs Herz, mehr aber auch nicht. Perfekt!

Allerdings gab es doch 3 Aspekte, die nicht ganz so geglückt sind. So war „Das dunkle Herz der Magie“ doch sehr vorhersehbar. Mir war ziemlich schnell klar, wer der Bösewicht ist und da hat es mich schon arg gefuchst, dass Lila so übertrieben blind konstruiert wurde, vor allem weil es ihrem aufmerksamen Naturell als Diebin und Kämpferin widerspricht. Ich hatte so gehofft, dass ich mich täuschen würde, dass Estep noch einen anderen Schurken präsentieren wurde, aber dem war nicht so. Schade!

Auch das Turnier war ziemlich verschenktes Potenzial. Sicherlich hat die Autorin es in erster Linie gar nicht nötig, so einen Spannungsträger einzubauen, denn an Action mangelt es ihren Büchern nie. Da sie es dann aber doch getan hat, das so groß angekündigt wurde und es eine so zentrale Rolle eingenommen hat, habe ich mir einfach mehr erhofft. Das Turnier war zwar spannend, sicher, aber es fehlte der Nervenkitzel. Hätte sie dieses Element besser genutzt, wäre meine Bewertung durch die Decke gegangen.

Der letzte Punkt ist ein Estep-Klassiker: ihre Wiederholungen. Zwar hatte ich das Gefühl, dass die allgemeine Wiederholerei nicht so ausgeprägt war, wie bei ihren anderen Büchern, dafür gab es ein paar neue Phrasen oder Wörter, die immer und immer und immer wieder verwendet wurden. Wie zum Beispiel „rumschieben“. Was soll das überhaupt heißen? Soll das ein Synonym für „rumknutschen“, „rummachen“ oder tatsächlich Sex sein? Und wieso konnte man nicht ein paar der Synonyme verwenden? Dann wüsste ich jetzt zumindest, was es bedeutet, und wäre nicht minimal traumatisiert von diesem Wort. Hoffentlich wird das niemand jemals in meiner Gegenwart verwenden.

Fazit

Jennifer Esteps „Black Blade – Das dunkle Herz der Magie“ ist eine starke Fortsetzung, die mir unheimlich gut gefallen hat. Die Autorin hat hier sehr vieles richtig gemacht und einen starken zweiten Band geliefert, ganz ohne Kritikpunkte komme ich aber nicht aus. So war der Bösewicht recht vorhersehbar und das Potenzial des Turniers nicht voll ausgeschöpft. Dafür punktet „Das dunkle Herz der Magie“ mit schönen neuen Einblicken, der genau richtigen Menge Romantik und einer Protagonistin, die nicht nur durch ihre Stärke von sich zu überzeugen weiß, sondern auch mit einer sehr glaubhaften und einfühlsamen Entwicklung punkten kann. 4,5/5 Bücher!

Die Autorin

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© Andre Teague

Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Tennessee. Bei Piper erscheinen ihre Serien um die »Mythos Academy«, »Black Blade« sowie die Urban-Fantasy-Reihen »Elemental Assassin« und »Bigtime«.

Die Reihe

BLACK BLADE TRILOGIE

  1. Das eisige Feuer der Magie | Cold Burn of Magic (Black Blade #1) → IVI, Okt. 2015
  2. Das dunkle Herz der Magie | Dark Heart of Magic (Black Blade #2) → IVI, Mai 2016
  3. Die helle Flamme der Magie | Bright Blaze of Magic (Black Blade #3) → IVI, Okt. 2016

Originalcover

Dark Heart of Magic

3 Gedanken zu „Black Blade 02 – Das dunkle Herz der Magie von Jennifer Estep

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