Wolfswasser von Sylvie Wolff

Autor(in): Sylvie Wolff
Titel: Wolfswasser
Dt. Erstausgabe: 09/2012
Format: E-Book
Seitenzahl: 214
ASIN: B009JUBCJK
Preis: 3,99 €

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Was würdest du tun, wenn du dich veränderst, wenn ein Teil von dir zu
einem Wolf werden will? Würdest du Gestaltwandlung für möglich halten
und dich den Wölfen anschließen? Oder flüchten und hoffen, dass du „nur“
verrückt bist? – Und wenn du ausgerechnet diese Fähigkeiten brauchst,
um die zu retten, die du liebst?

Inhalt

An Lenas 16. Geburtstag ändert sich ihr Leben. Sie leidet unter seltsamen Träumen, hört Stimmungen und wird paranoid. Da niemand ihr wirklich helfen kann, weist sie sich selbst in die Psychiatrie ein, nur um zu erfahren, dass sie eine Gestaltwandlerin ist. Nachdem sie sich das erste Mal in einen Wolf verwandelt hat, geht es immer weiter bergab. Der Wolf Goran liest sie auf und bringt ihr das Nötigste bei, schnell muss sie aber feststellen, dass seine Absichten nicht ganz so rein sind…

Die Protagonistin

Lena war ein lebensfrohes Mädchen, obwohl sie darunter zu leiden hatte, dass ihr Vater sie verlassen hat. An ihrem 16. Geburtstag änder sich aber so einiges. Nicht nur, dass sie endlich ihre große Liebe findet, sie befürchtet auch noch, psychisch krank zu sein. Jedenfalls wäre ihr das lieber als an etwas Übernatürliches zu denken. So weist sie sich selbst in die Psychiatrie ein, wo sie schnell feststellt, dass sie nicht krank ist. Nur eines weiß sie: die Menschen, die sie liebt, sind in Gefahr solange sie bei ihnen ist, also hält sie sich von ihnen fern. Nach ihrer ersten Verwandlung zum Wolf, erlebt sie eine Achterbahn der Gefühle und selbst am Ende des Buches, weiß sie nicht, was sie will. Nur ein Wunsch dominiert stets ihr Handeln:Freiheit.

Eigene Meinung

Wolfswasser von Sylvie Wolff ist das krasse Kontrastprogramm zu ihrem Roman „Die Stadtwölfin“. In beiden Romanen erlebt der Leser aus erster Sicht die Wandlung in einen Wolf und welche Veränderungen, ihr komplettes Leben betreffend, sie erwarten.
Allerdings ist „Wolfswasser“ keine Komödie, denn eine eher melancholische Stimmung trübt die Geschichte. Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr angenehm und der Roman liest sich flott, aber der gewohnt Witz fehlt. Außerdem geht Wolff in diesem Fall sehr intensiv auf die emotionale Ebene ein und das Wolfsein dominiert die Handlung. 
So erscheint es fast logisch, dass einige Stellen ziemlich vage und verwirrend sind. Allerdings entbehren die Handlungen mancher Charaktere bisweilen jeglicher Logik, was mich dann doch mehr aus der Bahn geworfen hat als andere Ungereimtheiten.
Neben oben genannter Kritikpunkte hat der Roman durchaus seine guten Seiten. Nicht nur, dass er sehr angenehm zu lesen ist, es zeigt auch, vor allem in Kombination mit „Die Stadtwölfin“, ganz neue Seiten der Lykanthropie auf. Wolff stellt die uns bekannte Mythenwelt auf den Kopf und stellt die Gestaltwandlung als etwas völlig Natürliches dar.
Außerdem fördert das Ende die Hoffnung und man kommt nicht umhin, sich zu fragen, ob es vielleicht noch einen zweiten Teil geben wird.

Fazit

Sylvie Wolffs „Wolfswasser“ ist ziemlich speziell und melancholisch. In Kombination mit ihrem Debut „Die Stadtwölfin“ erschafft sie ein glaubhafte, urbane Wolfswelt und zeigt dem Leser sowohl die Licht- als auch die Schattenseite. Dass sie sich auch hier wieder kurz fasst, macht die kleinen Ungereimtheiten wieder wett.

Die Autorin

Ich bediene mich einfach mal ihrer Worte:
Ich bin Sylvie Wolff und schreibe, wie so viele Autoren, seit ich lesen
kann. Ich komme aus Bonn, und auch wenn ich inzwischen nicht mehr dort
lebe, habe ich es immer als meine Heimatstadt betrachtet.
Als jemand,
der Wölfe und Schreiben liebt, blieb es nicht aus, dass ich irgendwann
selbst etwas dazu schreiben würde: Im Mai ist meine Fantasy-Komödie „Die
Stadtwölfin“ als Amazon-E-Book erschienen, die Printausgabe folgt
demnächst. Eine eigene Homepage habe ich (noch) nicht, aber bisschen
mehr über mich und die Geschichte findet ihr hier: http://www.facebook.com/Wolff.Sylvie

2 Gedanken zu „Wolfswasser von Sylvie Wolff

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