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[Releaseparty Götterkind 2] Wölfe in der nordischen Mythologie

Hallo, Ihr Lieben!

Seid Ihr fleißig bei unserer Releaseparty dabei? Nein? Worauf wartet Ihr denn noch?

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Vielleicht kann ich ja heute noch ein wenig Eure Neugierde anfachen! Zumindest werde ich es probieren 😉 wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt, geht es in „Götterkind 1 + 2“ um die Söhne von Odin und dem Fenriswolf. Diese sogenannten Halbwölfe – halb Jötunn, halb Asen – sorgen für ganz schön Furore. Damit Ihr überhaupt wisst, was Sache ist, werde ich Euch heute etwas über Wölfe in der Edda erzählen. Die schmucken Odinssöhne gehören zwar da nicht dazu, dafür könnt Ihr sie bald in ganz privaten Interviews näher kennenlernen…das ist doch auch viel besser, gell?

Wölfe in der nordischen Mythologie

Der Fenriswolf

Beginnen wir mal mit dem Klassiker – von dem tyrannischen Kerlchen habt Ihr ja sicherlich alle schon gehört! Etwa nicht? Ich bin schockiert! Dann passt jetzt gut auf:

Im Gegensatz zur griechisch-römischen Mythologie ist es in der Edda weniger der Göttervater Odin, der die Geschicke lenkt, sondern vielmehr der tückische Feuergott Loki. Mit seinen Intrigen und hinterhältigen Taten bringt er die Geschichten über die Götter auf Touren. Obwohl mit der Göttin Sigyn (die Siegesbringerin) vermählt, zeugte Loki mit der schaurigen Riesin Angurboda (auch Angurbodha oder Angrboda – Kummerbringerin / Botin der Angst) drei Kinder, die eine größere Rolle in den Sagen spielen: den Fenriswolf, die Schlange Jörmungand und Hel, die Göttin der Unterwelt.

Sein Name leitet sich vermutlich von altnordisch Fen (= Sumpf ab). Als seine Gattin gilt die Riesin Gyge die im Wald Jarnwid haust, wo sie ihm auch seine Wolfssöhne, Hati und Skalli gebiert. Die Nornen weissagten Odin, dass dieser Höllenwolf ein „Zeitalter der Axt, des Schwertes, des Windes und schließlich des Wolfes“ einleiten würde, das die Welt vollständig zerstört. Die Nornen warnten auch davor, dass der Fenriswolf Odin einst den Tod bringen werde. So brachten die Götter den Wolf nach Asgard, um ihn im Blick behalten zu können. Da der Fenriswolf jedoch jeden Tag stark wuchs, beschlossen sie, ihn zu fesseln, was schließlich auch mit List gelang.

Es gab aber keine Kette, die stark genug war, ihn zu bändigen. Die Götter versuchten es erst mit den Schlingen Läding und später auch Droma, diese zerriss der Wolf aber spielend. Dann fertigten die Zwerge schließlich eine magische Fessel „Gleipnir“. Diese Kette bestand aus den folgenden Zutaten:

Das Geräusch einer sich bewegenden Katze, der Bart einer Frau, die Wurzeln von Bergen, die Stimmen von Fischen, den Sehnen der Bären (vermutlich sind hiermit allerdings nicht die Sehnen sondern die Nerven bzw. die Schmerzempfindung der Bären gemeint), und die Spucke von Vögeln.

Als die Götter dieses Band dem Wolf unter dem Vorwand, seine Kraft zu prüfen, anlegen wollen, wird er misstrauisch. Erst als der Kriegsgott Tyr bereit ist, seine Hand als Pfand in den Rachen des Wolfs zu halten, lässt dieser sich binden. Schnell merkt er, dass er hereingelegt worden ist! Das Band kann er nicht zerreißen und bleibt gefesselt. Tyr aber verliert seine Hand im Wolfsrachen.

„Gefesselt liegt Fenrir
an der Flußmündung,
bis die Götter vergehn;“
Lokasenna, 41, übers. v. GENZMER, 1997, S. 37

Zu Ragnarök wird Fenrir sich losreißen und im Zweikampf Odin auffressen.

Seine Söhne, Hati und Skalli, werden zur Ragnarök die Sonne (Sol) und den Mond (Mani) verschlingen.
In andern Überlieferungen gibt es diese Kinder nicht und der Fenrir wird die Sonne und den Mond selbst verschlingen. Vermutlich sind Hati und Skalli auch nur Abwandlungen des Fenrir.

Hati & Skalli

http://pin.it/OY6gSfW

Hati (auch Hate, nord. „Verächter”) und Skalli (auch Skoll, Sköll, Skall, nord. „Spötter”) sind zwei Wölfe, die den Mond und die Sonne über den Himmel jagen. Hati verfolgt den von Pferden gezogenen Wagen des Mondes Mani, Skalli verfolgt den Wagen der Sonne Sol. Zu Ragnarök werden Hati und Skalli die Verfolgten einholen und verschlingen.

Sie sind beide Söhne des Fenrir und der Riesin Gyge. Welche sie im Wald Jarnwid zur Welt brachte. Aber manchmal gelten Hati und Skalli auch als Fenrir.

Geri & Freki

Bei Bratuscheck heißt es, dass sich Odin mit den anderen Göttern zum Eisenwald begab. Hier fanden sie ein altes Riesenweib, welches an einem Feuer zwei Wölfe fütterte. Die Tiere rannten auf die Götter zu, legten sich dann aber demütig zu Odins Füßen. Wütend verfluchte das Weib die Wölfe und wollte herausschreien, dass ihnen und den Göttern bald durch Fenrirs Vater Schlimmes geschehen würde, da wurde die Riesin von den Flammen ihres Feuers ergriffen und verbrannte. So verhinderte der Feuergott Loki, dass die Riesin den Göttern verriet, dass er der Vater des Fenriswolfes ist. In Wolfsgestalt näherte Loki sich später der Stätte, wo das Weib verbrannt war, kratzte aus der Asche das gesottene Herz der Alten hervor und verschlang es.

Die beiden Wölfe aber blieben bei Odin. Er nannte sie Geri und Freki, der Gierige und der Gefräßige. In der Edda heißt es, Odin bedürfe keiner Speise. In Walhall trinkt er nur Wein und verfüttert seine Portion von den Speisen, die gereicht werden, an Geri und Freki.


So, ich hoffe, Euch hat diese kleine Exkursion gefallen. Wenn Ihr mehr wissen wollt, schaut bei unserer Releaseparty vorbei oder kauft Euch direkt die tollen Bücher von T. S. Elin!

Quellen

www.lokis-mythologie.de

www.wikipedia.de

www.germanen-plakat.de

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Über Rica

Jahrgang '91. Leidenschaftlich Leserin & Bloggerin; Serienjunkie & Puzzle-Fan. Meine Stärken sind Sprachen und Zahlen. Ich hasse den Sommer, dafür liebe ich Regen - und kriege einfach nicht genug von süßen Tierbabys.

2 Gedanken zu „[Releaseparty Götterkind 2] Wölfe in der nordischen Mythologie

  1. Pingback: Anima Libri | » Rezension zu Edda Reloaded: Götterkind 2 von T.S. Elin

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