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Watersong 03 – Todeslied von Amanda Hocking

© cbt

Autorin: Amanda Hocking
Originaltitel: Tidal (Watersong #3)
Dt. Reihentitel: Watersong
Dt. Titel: Todeslied
Dt. Erstausgabe: 07/2014
Verlag: cbt
Format: Hardcover
Seitenzahl: 416
ISBN-10: 3570161617
ISBN-13: 978-3570161616
Preis: 16,99 €

Die Leseprobe findet Ihr hier.

Gemmas Tage sind gezählt. Denn es ist nur eine Frage der Zeit, bis Penn
sie durch ein anderes Mädchen ersetzen – und töten wird. Gemma hat nur
eine Chance, den Fluch zu brechen: Sie muss das jahrhundertealte
Schriftstück finden, auf dem der Sirenenbann verewigt ist, und es
vernichten – selbst wenn sie damit das Leben von Thea, ihrer einzigen
Freundin unter den Schwestern des Meeres, aufs Spiel setzt. Fieberhaft
macht Gemma sich auf die Suche, ohne etwas von Penns teuflischem Plan zu
ahnen. Und der bringt nicht nur Daniel in Versuchung, sondern auch
Gemma und Harper in höchste Gefahr …

Inhalt

Gemmas Zeit läuft ab – denn obwohl sie ein Abmachung mit den Sirenen getroffen hat, steht außer Frage, dass Penn nach einem Ersatz für sie sucht. Gemeinsam mit Harper und Daniel macht sie sich also auf die Suche nach einem Weg, um dem Fluch zu brechen. Selbst die Sirene Thea möchte ihr helfen, aber nur unter der Bedingung, dass es nicht ihren Tod bedeutet – was wiederum jeden bisherigen Lösungsansatz zunichte macht. Als Penn dann tatsächlich einen Ersatz gefunden hat, spitzt sich die Lage zu…

Eigene Meinung

Watersong – Todeslied“ von Amanda Hocking schwebt irgendwo in der Mitte zwischen einer guten und einer schlechten Fortsetzung.

   Der Einstieg gelang mir relativ problemlos, obwohl man nur mit wenigen Rückblicken versorgt wird. Der Schreibstil ist zwar absolut schnörkellos, aber dafür sehr angenehm zu lesen. Die Geschichte wird weiterhin im personalen Erzählstil von Harper und Gemma erzählt, abgesehen von wenigen Kapiteln, die einen tieferen Blick in die Welt der Sirenen ermöglichen.

   Die Charaktere sind ein schwieriges Thema. Die beiden Schwestern konnten mich mal wieder nicht überzeugen, was ich aber gerne übersehe, weil den Sirenen endlich etwas Persönlichkeit gewährt wurde – zumindest Thea und Penn.

   Thea entpuppt sich als eine wahre Freundin für Gemma. Sie hält Penn regelmäßig davon ab, Gemma zu töten und hilft sogar dabei, den Sirenenfluch zu brechen. Mit ihrer ungebrochenen Liebe fürs Theater hebt sie sich von ihren Schwestern ab und Einblicke in ihre Vergangenheit werfen ein ganz neues Licht auf sie.

   Penn verhält sich den Großteil des Romanes wie immer – egoistisch, aggressiv und kompromisslos. Allerdings zeigt sie sich auch von ihrer verletzlichen Seite, denn in ihrer Besessenheit von Daniel gesteht sie, dass sie einsam ist.

   Daniel steckt in einer ganz schönen Zwickmühle, immerhin ist Penn hinter ihm her. Er muss einen steten Balanceakt hinlegen, denn er darf sie weder verärgern noch zu nah an sich heranlassen. Nebenbei versucht er, auf Gemma aufzupassen und für seine Freundin, Harper, da zu sein.

   Gemma und Harper drehen sich einfach beide im Kreis. Gemma würde zwar lieber sterben, als weiterhin eine Sirene zu sein, aber die tatsächliche Todesdrohung versetzt sie dann doch in Panik. Was ihre Suche betrifft, tritt sie meistens auf der Stelle oder kommt ganz knapp zu spät. Harper hadert die ganze Zeit mit sich, wenn es um ihr Studium geht. Einerseits hat sie all die Jahre hart dafür gearbeitet, aber andererseits möchte sie Gemma jetzt nicht alleine lassen. Natürlich kann ich ihre Bedenken verstehen, aber leider wird sie so wieder zu der Glucke aus Band 1. Außerdem kann sie nicht wirklich etwas gegen die Sirenen ausrichten.

   Meine persönliche Heldin war Marcy, die mit ihrer trockenen Art jede Situation aufgelockert hat.

   Der Roman mag sich zwar wieder schnell lesen lassen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass im Grunde nichts passiert. Keine Frage, die Autorin legt hier den Grundstein für ein (hoffentlich) großes Finale, aber ansonsten dümpelte die Geschichte so vor sich hin. Natürlich gibt es zum Ende hin wieder einen Kampf, bei dem Gemma ihre absolute Unfähigkeit unter Beweis stellen kann, der letztlich immerhin ein paar wichtige Entscheidungen nach sieh zieht. Was im Grunde zur Folge hat, dass auf der allerletzten Seite mehr interessantes passiert als auf den 400 Seiten davor.

   Liebe ist zwar ein großes Thema, aber die ursprünglichen Liebesgeschichten haben ganz schön unter den Geschehnissen zu leiden. Daniel wird so von Penn bedrängt, dass er so gut wie keine Zeit für Harper hat, die im Grunde eh von ihrer Gluckennatur beansprucht wird. Gemma hat zwar ein paar Dates, aber sie hat ihre Lektion gelernt und Alex hat sowieso mit den Auswirkungen des Sirenengesangs zu kämpfen.

   Die Mythologie wird endlich weiter in den Vordergrund gerückt, obwohl mir das immer noch zu wenig ist. Hockings Konzept scheint zwar interessant zu sein, aber die Informationshäppchen sind so klein, dass man das nur kaum beurteilen kann.

   Das Cover ist zwar schön, aber hat im Grunde keinerlei Bezug zur tatsächlichen Geschichte. Schade, dass nicht auch dieses Mal das englische Cover übernommen wurde, denn das hätte richtig gut gepasst!

Fazit

Amanda Hockings „Watersong – Todeslied“ zeichnet sich dadurch aus, dass leider so gut wie nichts passiert. Natürlich ist das Buch wieder schnell gelesen und die Autorin legt ein solides Fundament für das kommende Finale, aber 400 Seiten hätten echt nicht sein müssen. Immerhin dürfen die Sirenen beweisen, dass sie doch eine Persönlichkeit besitzen, während die Schwestern bedauerlicherweise wieder in alte Muster verfallen. Ich hatte mir einfach mehr erwartet und kann deshalb nur 3/5 Bücher vergeben.

Die Autorin

© Mariah Paaverud Chimera Studios
Amanda Hocking, geboren 1984, lebt in Austin, Minnesota. Sie wurde im
Zeitraum von Dezember 2010 bis März 2011 mit ihren selbst verlegten
Romanen überraschend zur Auflagen- und Dollar-Millionärin. Inzwischen
hat die ehemalige Altenpflegerin Filmrechte für eine ihrer Trilogien
verkauft und mit dem US-Verlag St Martin’s Press Verträge über
mehrbändige Jugendbuchreihen abgeschlossen. Hocking gilt als derzeit
erfolgreichste selbst verlegte Schriftstellerin der Welt.

Die Reihe

Watersong Tetralogie

  1. ??? / Forgotten Lyrics (Watersong #0.5)
  2. Sternenlied / Wake (Watersong #1)
  3. Wiegenlied / Lullaby (Watersong #2)
  4. Todeslied / Tidal (Watersong #3)
  5. ??? / Elegy (Watersong #4)

Originalcover

Mein Dank geht an…

…den cbt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

3 Gedanken zu „Watersong 03 – Todeslied von Amanda Hocking

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