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[Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern] Tag 19 – The Time Machine

Willkommen zum mittlerweile 19. Tag unserer Aktion „Wir stopfen das Sommerlich mit Klassikern„. Da ich seit vor einigen wenigen Jahren das Genre Science Fiction für mich entdeckt habe und meine Vorliebe dafür seitdem kontinuierlich wächst, habe ich eines der ersten Werke dieser Gattung für Euch herausgesucht.

The Time Machine

The Time Machine

H. G. Wells gilt als Pionier der Science Fiction; seine sogenannten Wissenschaftsromane haben ihren festen Platz im Kanon der Weltliteratur – und das zurecht! In der heutigen Zeit wirken die Themen seiner Werke aktueller denn je; seine kritischen Ansichten lassen sich problemlos auf die heutige Gesellschaft übertragen.

Doch worum geht es überhaupt?

Die Eloi - The Time Machine

Die Eloi über den Morlocks

Ein Untertan Ihrer Majestät Queen Victoria, der namenlose »Zeitreisende«, erzählt seinen Freunden von seiner Erfindung: einer fahrradähnlichen Maschine, die Vor- und Rückwärtsbewegungen auf der Zeitachse, mithin also die Erforschung des Schicksals der menschlichen Spezies ermöglicht. Während einer Demonstration entschwindet der Erfinder und taucht erst acht Tage später wieder auf. Wunderliches hat er zu berichten aus dem Jahr 802701, wo für die kindlich-zutraulichen Eloi alle Menschheitsträume in Erfüllung gegangen zu sein scheinen. Doch die Idylle trügt…


Mit seinen 60 oder auch 160 Seiten (je nach Ausgabe) ist es wirklich schnell gelesen und dabei sehr lesenswert. H. G. Wells schreibt so richtig schön „britisch“ – auf den Punkt, sehr intelligent und irgendwie charmant. Bevor sich „der Zeitreisende“ tatsächlich auf Reisen begibt, wird sein Vorhaben erstmal lang und breit in einer illustren Runde von intellektuellen Herren seiner Zeit ausdiskutiert. Nicht umsonst wird „Die Zeitmaschine“ als Wissenschaftsroman betitelt. Erst auf seiner Reise durch die Zeit wird es „abenteuerlich“, aber das ist gar nicht schlimm. Ich fand es unheimlich faszinierend, wie logisch Wells den Aspekt der Zeitreise beschreibt und empfand seine Erklärung sogar als viel sinnvoller als all die wilden Theorien, die man in heutigen Zeitreise-Geschichten findet.

Ich weiß, der Begriff „Klassiker“ hat zeitgleich eine abschreckende und anziehende Wirkung, doch H. G. Wells (ebenso Jules Vernes) ist absolut empfehlenswert. Gerade Fans von Utopien oder Dystopien sollten ruhig mal eine literarische Reise in die Vergangenheit wagen und sich die Ursprünge ihres Lieblingsgenres ansehen. Die Entwicklung ist unheimlich spannend, erst recht wenn die damals erdachten Zukunftsvisionen bei uns tatsächlich Realität sind. Denn die „Zukunft“ dieser Werke ist meistens genau jetzt – oder sogar für uns schon wieder Vergangenheit. Ist das nicht irre?

The Time Machine - Die Morlocks

Die Morlocks

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4 Gedanken zu „[Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern] Tag 19 – The Time Machine

  1. Jacquy

    Schön, dass du dieses Buch vorstellst. Das möchte ich demnächst auch unbedingt noch lesen und hab es auch schon hier liegen. Ich bin total gespannt, wie es mir gefallen wird 🙂

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    1. Rica Artikelautor

      Ganz viel Spaß! Gerade so „dünne“ Klassiker sind super…da kann man ganz angenehm testen, ob man auch was Schwereres von Autor X lesen würde 🙂

      Antworten

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