The School For Good and Evil 01 – Es kann nur eine geben von Soman Chainani

Es kann nur eine gebenDer Autor: Soman Chainani
Die Übersetzerin: Ilse Rothfuss
Der Illustrator: Iacopo Bruno
Originaltitel: The School For Good and Evil (The School For Good and Evil #1)
Dt. Reihentitel: The School For Good and Evil
Dt. Titel: Es kann nur eine geben
Band: 1/4
Dt. Erstausgabe: 23.09.2015
Verlag: Ravensburger
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Genre: Jugendbuch | Märchen
Hardcover | 16,99 €
eBook | 14,99 €

Auf der Schule der Guten und der Schule der Bösen werden Jugendliche für ihre spätere Karriere in einem Märchen ausgebildet: als Helden und Prinzessinnen oder aber als Schurken und Hexen. Sophie träumt seit Jahren davon, Prinzessin zu werden. Ihre Freundin Agatha dagegen scheint mit ihrem etwas düsteren Wesen für die entgegengesetzte Laufbahn vorbestimmt. Doch das Schicksal entscheidet anders und stellt die Freundschaft der Mädchen auf eine harte Probe …

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Meine Meinung

The School For Good and Evil – Es kann nur eine geben“ von Soman Chainani ist der Auftakt einer modernen Märchen-Reihe über – wie könnte es auch anders sein? – Märchen.

Für mich als absolute Märchen-Liebhaberin führte kein Weg daran vorbei. Eine Schule, in der die Guten und Bösen für ihr jeweiliges Märchen ausgebildet werden – wie genial ist das denn? Allein schon der Idee wegen verdient dieses Jugendbuch einen Platz in den Regalen aller Bücherliebhaber.

Der Weltentwurf ist Soman Chainani perfekt gelungen. Ein düsterer, magischer, gefährlicher Märchenwald, der alles umgibt und verbindet. Schüler, die einer langen Ahnenreihe von Märchenfiguren entspringen, und im Gegensatz dazu die Leserinnen, wie unsere beiden „Heldinnen“, Agatha und Sophie.

Erzählt wird die Geschichte klassisch im Stil eines Märchens, jedoch mit Jugendbuch-Charakter. So wird „Es kann nur eine geben“ zu einem leichten Lesespaß, der sich sehr zügig lesen lässt. Der Märchen-Stil bringt allerdings eine Distanz mit sich, die andere Jugendbücher missen lassen. Chainani kratzt bei allem nur an der Oberfläche – seien es nun die Charaktere oder die Gefühle.

Dabei gelingt es ihm trotzdem, wenn auch auf Umwegen, Stereotypen aufs Korn zu nehmen, Vorurteile zu entkräften und uns zu zeigen, was wahre Schönheit wirklich ausmacht. Zugegeben, ich war mir lange nicht sicher, ob ihm das tatsächlich gelingen würde. Obwohl er mithilfe von Sophie und Agatha relativ kontinuierlich auf die Fehler von Märchen hinweist, hat es eben auch lange den Anschein, als würde seine Moral darauf hinauslaufen, sich diesem Druck zu beugen.

Ehrlich gesagt, fällt es mir ziemlich schwer, diesen Eindruck zu beschreiben. „Es kann nur eine geben“ ist ein kunterbuntes Feuerwerk der Sinne. Ich habe mich zuweilen tierisch aufgeregt, an anderen Stellen wiederum geschmunzelt, zum Teil sogar herzlich gelacht. Ich habe an der Intention des Autors gezweifelt, ließ mich vom Gegenteil überzeugen, nur um dann doch wieder ins Zweifeln zu kommen.

Als Leser erlebt man eine quirlige Achterbahnfahrt, voller Höhen und Tiefen, die bei mir sogar dafür gesorgt hat, dass ich die mehr als 500 Seiten an einem Abend verschlungen habe. Einmal angefangen konnte ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Suchtgefahr ist also groß!
Ob man nun begeistert, enttäuscht oder nur milde unterhalten wild – ein Fehlkauf ist „Es kann nur eine geben“ auf keinen Fall. Die Aufmachung ist ein wahrer Hingucker: ein tolles, individuelles, perfekt auf die Geschichte abgestimmtes Cover; eine qualitative Verarbeitung und eine wunderschöne Karte im Inneren. Was will man mehr?

Fazit

„The School For Good and Evil – Es kann nur eine geben“ von Soman Chainani ist ein modernes Märchen über Märchen, das die Welt der Märchen gezielt aufs Korn nimmt und eben ganz viel Märchen-Kram beinhaltet. Kurzum: wer Märchen liebt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Es wird Euch begeistern, vielleicht auch (mehr oder weniger) enttäuschen – definitiv werdet Ihr die Geschichten Eurer Kindheit danach mit anderen Augen sehen. Gute 4/5 Bücher!

Der Autor

Soman ChainaniSoman Chainani, Schriftsteller und Drehbuchautor, glaubt noch mehr an Märchen als die Bewohner von Galvadon. Deshalb schrieb er seine Doktorarbeit in Harvard über die Frage, warum Frauen im Märchen die besseren Bösewichte sind. Und warum in jeder Prinzessin auch ein bisschen Hexe steckt – und umgekehrt. Aus dieser Idee entstand seine Roman-Trilogie „The School for Good and Evil“, mit der er die New-Times-Bestsellerliste eroberte.

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Die Reihe

The School For Good and Evil Tetralogie

  1. Es kann nur eine geben | The School For Good and Evil (The School For Good and Evil #1)
  2. Eine Welt ohne Prinzen | A World Without Princes (The School For Good and Evil #2)
  3. Und wenn sie nicht gestorben sind | The Last Ever After (The School For Good and Evil #3)
  4. –  –  –  | Quests For Glory (The School For Good and Evil #4)

Originalcover

The School For Good and Evil

5 Gedanken zu „The School For Good and Evil 01 – Es kann nur eine geben von Soman Chainani

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