Schlagwort-Archiv: Sophie Jordan

Rezension

Infernale 02 – Rhapsodie in Schwarz von Sophie Jordan

Rhapsodie in SchwarzDie Autorin: Sophie Jordan
Die Übersetzerin: Ulrike Brauns
Originaltitel: Unleashed (Uninvited #2)
Dt. Reihentitel: Infernale
Dt. Titel: Rhapsodie in Schwarz
Band: 2/2
Dt. Erstausgabe: 13.03.2017
Verlag: Loewe
Altersempfehlung: 14 – 17 Jahre
Genre: Dystopie | Jugendbuch

Seit Davy positiv auf das Mördergen (HTS) getestet wurde, hat sie alles verloren: ihre Familie, ihre Freunde, ihre Zukunft – und was am schlimmsten ist, sich selbst. Denn obwohl sie verzweifelt dagegen angekämpft hat, ist sie doch zu dem geworden, was sie nie sein wollte: eine Mörderin.
Eine Widerstandsgruppe und ihr Anführer Caden geben ihr ein neues Ziel. Und Caden weckt Gefühle in ihr, zu denen sie glaubte, nie mehr fähig zu sein. Aber die Schuldgefühle lassen Davy einfach nicht los …

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Königreich der Schatten 01 – Die wahre Königin von Sophie Jordan

Die wahre KöniginDie Autorin: Sophie Jordan
Die Übersetzerin: Barbara Imgrund
Originaltitel: Reign of Shadows (Reign of Shadows #1)
Dt. Reihentitel: Königreich der Schatten
Dt. Titel: Die wahre Königin
Band: 1/2
Dt. Erstausgabe: 06.03.2017
Verlag: HarperCollins
Genre: High Fantasy

Schwarze Finsternis, die seit siebzehn Jahren über dem Reich Relhok liegt, und die dicken Mauern ihres Turms – etwas anderes kennt Luna nicht. Die Welt muss sie für tot halten, nachdem ein Verräter bereits ihre Eltern ermordete, um sich der Krone zu bemächtigen. Als sie jedoch fliehen muss, weil ihr Leben in Gefahr ist, hilft ihr der Waldläufer Fowler, der ihre dunkle Welt mit Licht erfüllt … Doch nicht einmal ihm darf sie sagen, dass sie die wahre Königin Relhoks ist. Denn der neue König sucht weiter nach ihr, um sicherzustellen, dass sie niemals ihren Thron besteigt.

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Neuzugänge

Neuzugänge | KW 7 – 9

Tja, mein Plan mit den wöchentlichen Neuzugänge-Posts ging die letzten 3 Wochen ja super auf…NICHT. Aber gut, das war zu erwarten – Rückschläge gibt es ja immer 😉 jedenfalls durften die letzten Wochen wirklich wundervolle Titel bei mir einziehen, die ich Euch keinesfalls verheimlichen möchte.

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Rezension

Infernale von Sophie Jordan

InfernaleDie Autorin: Sophie Jordan
Die Übersetzerin: Ulrike Brauns
Originaltitel: Uninvited (Uninvited #1)
Dt. Titel: Infernale
Band: 1/2
Dt. Erstausgabe: 15.02.2016
Verlag: Loewe
Altersempfehlung: 14 – 17 Jahre
Genre: Dystopie | Jugendbuch

Als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet – eine Mörderin? Sophie Jordan spinnt aus der Frage, wie stark Gene unseren freien Willen beeinflussen, eine actionreiche Jugendbuch-Reihe über den Versuch, sich seiner Vorherbestimmung zu entziehen.

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Firelight 02 – Flammende Träne von Sophie Jordan

© Loewe Verlag

Autorin: Sophie Jordan
Originaltitel: Vanish
Dt. Reihentitel: Firelight
Dt. Titel: Flammende Träne
Dt. Erstausgabe: 11/2012
Verlag: Loewe
Format: Hardcover
Seitenzahl: 334
ISBN-10: 3785570465
ISBN-13: 978-3-785-57046-3
Preis: 17,95 €

Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Die Leseprobe findet Ihr gleich hier.

Klappentext

Um das Leben des Jungen zu retten, den sie über alles liebt, hat Jacinda
das Unvorstellbare getan: Sie hat sich vor den Augen von Menschen in
einen Draki verwandelt. Nun wird sie in die nebelverhüllte Siedlung in
den Bergen zurückgebracht, wo sie nicht nur lernen muss, sich den
Gesetzen des Rudels unterzuordnen, sondern auch Will zu vergessen.
Während
die Tage vergehen, fühlt sie sich widerwillig zu Cassian hingezogen,
dem Drakiprinzen, der schon immer in sie verliebt war. Und doch klammert
sie sich an die Hoffnung, dass sie eines Tages wieder mit Will zusammen
sein wird.
Als dieser Wunsch zum Greifen nah erscheint, muss Jacinda
sich entscheiden: Wird sie alles aufs Spiel setzen, um ihrer großen
Liebe zu folgen?

Inhalt

Jacinda befindet sich wieder mal auf der Flucht. Nachdem sie
sich den Jägern offenbart hatte, um Will zu retten, muss sie mit ihrer Familie
zurück zum Rudel. Wie zu erwarten war, ist der Empfang nicht der Freundlichste
und durch ein nicht vorhersehbares Ereignis haben sich auch die
Machtverhältnisse verändert. Auch wenn es sie Überwindung kostet, versucht sie
alles, um sich dem Rudelleben anzupassen und das gefügige Weibchen zu spielen,
aber sie kann einfach nicht aufhören, an Will zu denken…

Charaktere

Jacinda ist die Protagonistin und dabei etwas ganz besonderes: eine
feuerspeiende Draki. Aufgewachsen in ihrem Rudel, kann sie sich ein
anderes Leben gar nicht mehr vorstellen. Und das, obwohl sie gegen ihren
Willen dem Sohn ihres Anführers versprochen wurde. Ihre rebellische
Ader veranlasst sie jedoch dazu, einen Flug im Tageslicht zu
unternehmen, bei dem sie fast getötet wird. Daraufhin sollen ihr zur
Strafe die Flügel gestutzt werden, was gleichzeitig dem Schutz ihrer
kostbaren Gene dienen soll. Um ihre Tochter  zu schützen, zieht Jacindas
Mutter mit ihren beiden Mädchen in die Wüste. Dort leidet Jacinda’s
Draki so sehr unter der Trockenheit und der Hitze, dass er langsam aber
sicher stirbt. Jacinda leidet darunter so stark, dass sie freiwillig
jede Strafe über sich ergehen lassen würde, um ihren Draki zu retten,
denn nichts bedeutet ihr mehr als das.

Tamra ist Jacinda’s Zwilling und im Gegensatz zu ihrer Schwester eher
vom Schicksal bestraft als beschenkt. Sie stammt zwar aus derselben
Blutlinie, aber  kann sich nicht verwandeln. Dadurch ist sie nicht mehr
als ein Mensch und somit die völlige Außenseiterin ihres Rudels. Zu
allem Überfluss wurde ihre Schwester auch noch dem Draki versprochen,
den Tamra von klein an liebt.
Ihr Leben ist geprägt von Missachtung und Neid – bis zu dem Tag, an dem
sie das Rudel verlassen. Anders als bei Jacinda, ist es für Tamra die
perfekte Chance, um glücklich zu sein. Sie gliedert sich auch sofort in
der Gesellschaft ein und hat keinerlei Verständnis für ihre Schwester,
die langsam aber sicher zugrunde geht.
So scheint es, dass das Glück der einen Schwester nur im Austausch für das Leid der anderen möglich ist..

Jacindas Mutter hat eine ganz schwierige Rolle. Der Leser versteht zwar
die Motive, aber nichtsdestotrotz wird sie einem unsympathisch.
Sie liebt ihre Kinder und ist durchaus bereit, Risiken für ihre Mädchen
einzugehen, doch ist sie diejenige, die die Entscheidung fällt, in die
Wüste zu ziehen, um Jacindas Draki sterben zu lassen. Auch wenn sie das
nur tut, damit Jacinda ein normales und vor allem gefahrloses Leben
führen kann, so ist es doch eine radikale Entscheidung. Bedenkt man den
Freiheitsdrang und die hingebungsvolle Liebe zu ihrem Draki, ist es die
reinste Folter für unsere Protagonistin.

Will ist der Protagonist in Firelight. Neben der Tatsache, dass er der
Romeo für unsere Julia ist, ist er ein Drachenjäger – und zwar nicht
irgendwer, sondern der beste Fährtenleser seit Generationen. Da ist der
Vergleich mit Romeo doch recht passend, nicht wahr?
Jacinda und Will fühlen sich seit ihrer ersten Begegnung zueinander
hingezogen. Kein Wunder: immerhin hat er sie vor seiner Familie bewahrt,
indem er die Jäger auf eine andere Fährte gebracht hat. Außerdem hat er
sie als „wunderschön“ bezeichnet – wieso sollte ein Jäger wohl so was
tun?
Alles in allem bringt er alles mit, was ein guter Protagonist braucht.
Er sieht gut aus, hat definitiv den nötigen Sexappeal, ist dabei aber
maskulin und hat eine düstere, geheimnisvolle Seite, die ihn unnahbar
erscheinen lässt. Genau genommen ist  das alles aber ziemlich
nebensächlich. Er könnte wohl auch aussehen wie ein Fisch, denn er
schafft etwas, das keiner sonst kann: er erweckt Jacindas Draki immer
wieder zum Leben. Er vitalisiert sie mehr als jeder Edelstein und wird
somit zu ihrer Oase in dieser trostlosen Wüste.

Eigene Meinung

Firelight – Flammende Träne“ ist eine Fortsetzung, die sich
sehen lassen kann. Von der ersten bis zur letzten Seite wartet Jordan mit
spannungsgeladenen Szenen auf.
Die Charaktere entwickeln sich weiter und haben die
Möglichkeit, sich von einer ganz neuen Seite zu zeigen. Während alte Konflikte
gelöst werden, tauchen dafür aber genügend neue auf. Leider lässt die
zwischenmenschliche Interaktion ziemlich zu wünschen übrig und die Handlung
wird von Misstrauen, Neid und Ungerechtigkeiten geprägt.
Abwechselnd erlebt man filmreiche Action und aus falschen
Entscheidungen entstandenes Familiendrama. Für viele wird der zweite Band eine
Verbesserung zum Ersten darstellen, da er objektiv betrachtet einfach
spannender ist.
Ich persönlich hätte mich über etwas Ruhe gefreut. Das ewige
hin- und her ging mir gehörig auf die Nerven und auch wenn ich den Zwiespalt
verstanden habe, in dem Jacinda steckt, wollte ich sie dennoch mehr als einmal
rütteln. Der Großteil ihrer Entscheidungen waren schlichtweg ein Griff ins Klo
und die Folgen daraus absehbar und nervig. Gleichzeitig hat es mich total
aufgeregt, dass sie so missverstanden und schlecht behandelt wird.
Zusammengefasst war es für mich einfach das reinste Gefühlschaos und ich war
lange nicht mehr so emotional berührt bei einem Buch. Um Missverständnissen
vorzubeugen: meine Gefühle bestanden aus Wut, Scham und Verzweiflung. Keine
sehr angenehme Kombination, wenn man ein Buch genießen will.
Vor allem die männlichen Protagonisten haben in diesem Band
stark gelitten. Auf der einen Seite beweisen sie ihr Stärke und Männlichkeit,
auf der Anderen akzeptieren sie Jacindas Entscheidungen und verhalten sich wie
Waschlappen. Natürlich bin ich froh, dass es an gewissen Stellen nicht zu noch
mehr ausufernden und weltbewegenden Konflikten gekommen ist, weil ich mir so
sehr wünsche, dass Jacinda und Will ihr Happy End kriegen…aber wenn man schon
einen Streitpunkt anspricht, sollte der auch glaubhaft ausgebaut werden.
Trotz allem war es ein gutes Buch, das dank des nächsten
Cliffhangers wieder Lust auf mehr macht.

Fazit

Sophie Jordans „Firelight – Flammende Träne“ ist
spannungsgeladen und temporeich. Die Gefühle kochen hoch und Verzweiflung ist
ein steter Beigeschmack bei all den Konflikten, die schier unlösbar erscheinen.
Mir persönlich war etwas zu viel und an manchen Stellen gerade von Seiten der
Herren unglaubwürdig, trotzdem ist es für Fans ein Muss. Das Ende weckt
Hoffnung und der Cliffhanger tut sein Übrigens, um einen gespannt auf den
drittel Teil warten zu lassen.

Die Autorin

Sophie Jordan wuchs auf einer Farm in Texas auf. Die geheimnisvollen
Höhlen in den Bergen inspirierten sie schon früh zu Geschichten über
Drachen und Jäger. Bevor sie das Schreiben zum Beruf machte, arbeitete
sie viele Jahre als Englischlehrerin. Heut lebt die New-York-Times
Bestsellerautorin mit ihrer Familie in Houston. Firelight ist ihr
Jugenbuch-Debüt.

Die Reihe

Firelight Trilogie
  1. Brennender Kuss
  2. Flammende Träne 

Originalcover

Firelight 01 – Brennender Kuss von Sophie Jordan

© Loewe Verlag
Autorin: Sophie Jordan
Originaltitel: Firelight (Firelight #1)
Dt. Reihentitel: Firelight Trilogie
Dt. Titel: Brennender Kuss
Dt. Erstausgabe: 08/2011

Verlag: Loewe
Format: Hardcover
Seitenzahl: 375
ISBN-10: 3785570457
ISBN-13: 9783785570456
Preis: 17,95 €

Die Leseprobe findet Ihr hier.

Als sie Will zum ersten Mal sieht, flieht Jacinda vor dem Jungen mit den haselnussbraunen Augen. Denn sie hat ein Geheimnis: Sie ist eine Draki, ein Mädchen, das sich in einen Drachen verwandeln kann. Nur in ihrem Rudel, hoch oben in den Bergen, glaubt sich Jacinda sicher. Sicher vor den Drachenjägern, die es auf ihre schillernde Haut und ihr purpurfarbenes Blut abgesehen haben. Doch im Rudel braut sich Unheil zusammen. Hat es damit zu tun, dass Jacinda den gut aussehenden Cassian, den zukünftigen Leitdrachen, heiraten soll? Ihre Mutter verschweigt ihr etwas, als sie bei Nacht und Nebel das Dorf verlassen. Todunglücklich beginnt Jacinda ein neues Leben. Da trifft sie Will wieder und Hals über Kopf verliebt sie sich in ihn. Aber ihre Liebe darf nicht sein – denn Will ist ein Drachenjäger.

Inhalt

Sophie Jordan’s „Firelight – Brennender Kuss“ handelt von einem jungen Mädchen namens Jacinda. Doch sie ist kein gewöhnliches Mädchen, sondern eine Draki.
Draki sind entfernte Verwandte der Drachen, was ihnen die Möglichkeit gibt, sich in ein dem Drachen ähnlichem Wesen zu verwandeln.
Doch Jacinda ist sogar innerhalb ihres Rudels etwas besonderes, denn sie ist seit Jahrhunderten die erste Feuerspeierin. Als solche wird sie dem Sohn ihres Anführers versprochen, um ihre Gene möglichst sinnvoll zu nutzen..
Als sie eines Tages beinahe von menschlichen Jägern gefangen wird, wird sie ausgerechnet von einem der ihren gerettet – von einem Jungen namens Will.
Dieser geht ihr nicht mehr aus dem Kopf, obwohl sie doch gerade ganz andere Sorgen hat:
nicht nur, dass sie soeben fast getötet worden wäre, jetzt muss sie auch noch vor ihrem eigenen Rudel fliehen, da diese ihr buchstäblich die Flügel stutzen wollen.
Sie flieht mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Tamra in eine Stadt mitten in der Wüste. Dort sollen die anderen Drachen sie nicht finden können, aber eigentlich geht es darum, dass Jacindas Draki in dieser unwirtlichen Gegend sterben soll, sodass sie ganz Mensch und somit uninteressantfür das Rudel wird. Als alle Hoffnung vergebens scheint, trifft sie Will und verliebt sich auf der Stelle in ihn. Dabei ist er doch der Feind, oder nicht?

Charaktere

Jacinda ist die Protagonistin und dabei etwas ganz besonderes: eine feuerspeiende Draki. Aufgewachsen in ihrem Rudel, kann sie sich ein anderes Leben gar nicht mehr vorstellen. Und das, obwohl sie gegen ihren Willen dem Sohn ihres Anführers versprochen wurde. Ihre rebellische Ader veranlasst sie jedoch dazu, einen Flug im Tageslicht zu unternehmen, bei dem sie fast getötet wird. Daraufhin sollen ihr zur Strafe die Flügel gestutzt werden, was gleichzeitig dem Schutz ihrer kostbaren Gene dienen soll. Um ihre Tochter  zu schützen, zieht Jacindas Mutter mit ihren beiden Mädchen in die Wüste. Dort leidet Jacinda’s Draki so sehr unter der Trockenheit und der Hitze, dass er langsam aber sicher stirbt. Jacinda leidet darunter so stark, dass sie freiwillig jede Strafe über sich ergehen lassen würde, um ihren Draki zu retten, denn nichts bedeutet ihr mehr als das.
Tamra ist Jacinda’s Zwilling und im Gegensatz zu ihrer Schwester eher vom Schicksal bestraft als beschenkt. Sie stammt zwar aus derselben Blutlinie, aber  kann sich nicht verwandeln. Dadurch ist sie nicht mehr als ein Mensch und somit die völlige Außenseiterin ihres Rudels. Zu allem Überfluss wurde ihre Schwester auch noch dem Draki versprochen, den Tamra von klein an liebt.
Ihr Leben ist geprägt von Missachtung und Neid – bis zu dem Tag, an dem sie das Rudel verlassen. Anders als bei Jacinda, ist es für Tamra die perfekte Chance, um glücklich zu sein. Sie gliedert sich auch sofort in der Gesellschaft ein und hat keinerlei Verständnis für ihre Schwester, die langsam aber sicher zugrunde geht.
So scheint es, dass das Glück der einen Schwester nur im Austausch für das Leid der anderen möglich ist..
Jacindas Mutter hat eine ganz schwierige Rolle. Der Leser versteht zwar die Motive, aber nichtsdestotrotz wird sie einem unsympathisch.
Sie liebt ihre Kinder und ist durchaus bereit, Risiken für ihre Mädchen einzugehen, doch ist sie diejenige, die die Entscheidung fällt, in die Wüste zu ziehen, um Jacindas Draki sterben zu lassen. Auch wenn sie das nur tut, damit Jacinda ein normales und vor allem gefahrloses Leben führen kann, so ist es doch eine radikale Entscheidung. Bedenkt man den Freiheitsdrang und die hingebungsvolle Liebe zu ihrem Draki, ist es die reinste Folter für unsere Protagonistin.
Will ist der Protagonist in Firelight. Neben der Tatsache, dass er der Romeo für unsere Julia ist, ist er ein Drachenjäger – und zwar nicht irgendwer, sondern der beste Fährtenleser seit Generationen. Da ist der Vergleich mit Romeo doch recht passend, nicht wahr?
Jacinda und Will fühlen sich seit ihrer ersten Begegnung zueinander hingezogen. Kein Wunder: immerhin hat er sie vor seiner Familie bewahrt, indem er die Jäger auf eine andere Fährte gebracht hat. Außerdem hat er sie als „wunderschön“ bezeichnet – wieso sollte ein Jäger wohl so was tun?
Alles in allem bringt er alles mit, was ein guter Protagonist braucht. Er sieht gut aus, hat definitiv den nötigen Sexappeal, ist dabei aber maskulin und hat eine düstere, geheimnisvolle Seite, die ihn unnahbar erscheinen lässt. Genau genommen ist  das alles aber ziemlich nebensächlich. Er könnte wohl auch aussehen wie ein Fisch, denn er schafft etwas, das keiner sonst kann: er erweckt Jacindas Draki immer wieder zum Leben. Er vitalisiert sie mehr als jeder Edelstein und wird somit zu ihrer Oase in dieser trostlosen Wüste.

Eigene Meinung

Anhand der Zeit, die ich für ein Buch brauche, sieht man immer am besten, ob es mir gefallen hat oder nicht. Dass ich Firelight innerhalb eines Tages durchhatte, spricht jawohl für sich – und das, obwohl ich am Anfang des Buches noch was ganz anderes gedacht habe.
Aber ich überspringe einen Schritt, fangen wir also beim Cover an:
Der Buchumschlag zeigt einen Ausschnitt von dem Gesicht einer wunderschönen Rothaarigen (ich bin mir ziemlich sicher, dass das Jacinda darstellt), die dabei ist, sich in einen Draki zu verwandeln. Dies erkennt man daran, dass sich ihre Pupillen zu vertikalen Schlitzen verengt haben und ihre Haut um die Augen herum einen rotgoldenen Glanz bekommt, weil sich langsam die Schuppen bilden.
Ich liebe dieses Bild. Meiner Meinung nach ist es eines der wunderschönsten Cover, die ich je gesehen habe und selbst wenn die Handlung für mich uninteressant gewesen wäre, hätte ich es mir vermutlich gekauft.
Zum Glück ist auch die Handlung alles andere als lahm. Wenn auch nicht völlig unbekannt, so fesselt einen das Buch und man liest es schnell weg. Genug Probleme gibt es ja zu lösen: ein Rudel, das einen bestraft, wenn man zurückkehren würde, das sie aber auch gleichzeitig verfolgt; eine Umgebung, die ein Teil ihres Wesens tötet;in einer Stadt, die voll von Jägern ist, die aber gleichzeitig die womöglich einzige Chance zu überleben sind.
Als wäre das nicht genug, hängt der Haussegen schief. Die Beziehung der Zwillinge, die dadurch zerstört wurde, dass Jacinda ein Feuerdraki ist, wohingegen sich Tamra gar nicht verwandeln kann und zu allem Überfluss noch die Mutter, die sich entscheiden muss, welchem Kind sie helfen soll.
Alle Familienmitglieder leiden auf irgendeine Art in diesem Buch, was sie zu Handlungen zwingt, die polarisieren. Jeder von ihnen ist sowohl sympathisch als auch unsympathisch und der subjektive Betrachter muss entscheiden, für wen sein Herz schlägt. Dabei ist es nicht ausgeschlossen, dass die Protagonistin tatsächlich nicht automatisch den Leser für sich gewinnt.
Die Romanze zwischen Will und Jacinda, die, typisch für einen Jugendroman, sehr flach ausfällt, entwickelt sich viel zu schnell. Natürlich ist es auch nichts neues, das sich der Jäger in das Opfer verliebt und magische Anziehungen kennen wir ja auch schon. Nichtsdestotrotz hab ich auch schon schlechtere Liebesgeschichten gelesen und altbekannte Dinge sind ja nicht automatisch schlecht.
Das einzige, was mich wirklich gestört hat, war die Tatsache, dass ich mir nicht vorstellen konnte, wie die Drakis aussehen. Das hat mich in den Wahnsinn getrieben! Wenn ich ein Buch lese, läuft in meinem Kopf ein Film ab und wenn ich einen Autor erwische, der nicht sonderlich bildhaft schreibt, dann lass ich meiner Fantasie eben freien Lauf, aber hier funktionierte das absolut nicht. Ich will nicht den Schreibstil von Sophie Jordan kritisieren – er ist sehr angenehm und auch bildhaft, aber irgendwie hatte man das Gefühl, sie wisse selbst nicht genau, wie die Wesen aussehen, die sie selbst erschaffen hat. Oder sie hat einfach nicht darüber nachgedacht, dass die Leser nicht automatisch das sehen, was sie sieht.
In meiner Vorstellung habe ich einen Menschen mit Fledermausflügeln, schillender Haut, Krallen und Höcker auf der Nase vor Augen – doch dann kommt die Aussage, dass das größte Geheimnis der Draki die Wandlung zum Menschen ist. Aber laut der Beschreibung müsste das doch offensichtlich sein, oder nicht?

Fazit

Alles in allem hat mich der Roman schon überzeugt. Ich war auch der festen Überzeugung, ich würde 5 Bücher vergeben, da ich so zufrieden und voller Endorphine war, nachdem ich es durch hatte. Doch jetzt mit all den Fakten vor Augen muss ich wenigstens ein Buch abziehen, so schwer mir das auch fällt. Ich weiß selbst, wie paradox das klingt, aber ich kann es trotz der Mängel absolut weiterempfehlen und ich freue mich schon überdimaßen auf die Fortsetzung.

Die Autorin

© Country Park Portraits

Sophie Jordan wuchs auf einer Farm in Texas auf. Die geheimnisvollen Höhlen in den Bergen inspirierten sie schon früh zu Geschichten über Drachen und Jäger. Bevor sie das Schreiben zum Beruf machte, arbeitete sie viele Jahre als Englischlehrerin. Heute lebt die New York Times-Bestsellerautorin mit ihrer Familie in Houston.

Die Reihe

Firelight Trilogie

  1. Brennender Kuss / Firelight (Firelight #1)
  2. Flammende Träne / Vanish (Firelight #2)
  3. Leuchtendes Herz / Hidden (Firelight #3)
  4. ??? / Breathless (Firelight #3.5)

Originalcover