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[Rezension] Verschwundene Seelen 01 – Die Vergessenen der Wirklichkeit von Annika Meyer

Die Autorin: Annika Meyer
Dt. Reihentitel: Verschwundene Seelen
Band: 1/2
Dt. Erstausgabe: 01.03.2016
Verlag: Fabulus
Altersempfehlung: 14 – 17 Jahre
Format: Hardcover
Seitenzahl: 340
Preis: 16,95 €

Alina und weitere sechs Jugendliche gehören zum engeren Kreis der Auserwählten. Sie sollen das Buch des Lebens, das »Zauberbuch«, vor der Vernichtung durch die Schattenmenschen retten. Dazu sind die Aus- erwählten mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet. Im Kampf um das Gute haben sie es jedoch mit einem übermächtigen und verschlagenen Feind zu tun, der mit aller Brutalität vorgeht. Werden die sieben diese Schlacht letztendlich für sich entscheiden und die Schattenmenschen zurückdrängen können? Der Preis ist hoch, den die Auserwählten für ihre Berufung zu zahlen haben: Solange sie sich in ihrer Parallelwelt bewegen, verlieren Freunde, Verwandte und Kameraden in der »normalen« Welt jegliche Erinnerung an sie. Die Auserwählten sind dann die »verschwundenen Seelen«.

Meine Meinung

Verschwundene Seelen – Die Vergessenen der Wirklichkeit“ von Annika Meyer ist ein sehr durchwachsenes Jugendbuch, das vermutlich irgendwo zwischen Dark- und Urban Fantasy einzuordnen ist.

Der Einstieg in die Geschichte ist wie ein Sprung ins kalte Wasser. Die übernatürlichen Geschehnisse treten direkt in Kraft und so geht es auch gleich spannend los. Etwas, was ich normalerweise sehr zu schätzen weiß, sich in diesem Kontext aber doch eher oberflächlich angefühlt hat. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag, aber ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass mich hier nichts Halbes und nichts Ganzes erwarten würde. Und so war es leider auch.

Annika Meyer hat einen angenehmen Schreibstil, der es mir leicht gemacht hat, zügig voranzukommen. Die Beschreibungen sind ansprechend plastisch, aber in ihrem Wortschatz doch noch etwas eingeschränkt. Da hat man der jungen Autorin ihr Alter doch angemerkt.

Davon abgesehen war für mich einfach das Gesamtbild in sich nicht stimmig. In vielerlei Hinsicht ist „Verschwundene Seelen – Die Vergessenen der Wirklichkeit“ ein typisches Jugendbuch – nur viel, viel brutaler. Doch keine Sorge, unter die Haut geht es deshalb keineswegs, stattdessen empfand ich all das Gemetzel eher als lächerlich. Das war ebenso an den Haaren herbeigezogen, wie die eigentliche Idee.

Es kommt wirklich selten vor, dass ich eine Idee bemängel – in der Regel hapert es ja doch eher an der Umsetzung -, doch hier passte einfach beides nicht. Ich habe bis zum Schluss nicht ganz verstanden, wofür genau diese armen Teenager ihr Leben wegwerfen müssen – noch weniger, dass sie es einfach so tun. Es gibt keinerlei Reflektion, die in Büchern nun mal das entscheidende Detail ist. Die Zwergenaufstände seitens Alina zähle ich nicht dazu, vor allem weil sie dann direkt als egoistisch oder als Dramaqueen bezeichnet wird. Ich würde mir auch zweimal überlegen, ob ich mein Leben für irgendwelche Leute wegwerfen würde, mit denen ich NICHTS zu tun habe und die einfach so entschieden habe, dass ich jetzt deren Schutzschild bin.

„Weniger ist manchmal mehr.“ Eine Weisheit, die Annika Meyer sich eindeutig mal zu Herzen nehmen sollte. Diese Aneinanderreihung an an den Haaren herbeigezogenen Ideen hat mich in den Wahnsinn getrieben. Dazu die Mischung aus ganz viel Pink und Mädchenkram und obenauf dann Blut, Gemetzel und grausame Folter.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die junge Autorin mit ihren Werken wachsen wird und dass da noch so einiges an Ideen in ihr drin steckt, aber BITTE nur eine Idee pro Buch und etwas mehr Tiefgang.

Fazit

Annika Meyers „Verschwundene Seelen – Die Vergessenen der Wirklichkeit“ ist mein erster richtiger Flop in diesem Jahr – leider. Obwohl die junge Autorin einen angenehmen Schreibstil hat war dieses Jugendbuch nur selten ein Vergnügen. Eine wirre Anhäufung von unzusammenhängenden Ideen prasselte förmlich auf mich nieder und sorgte dafür, dass ich den Faden nicht verloren, sondern geradezu weggeschleudert habe. Unangebrachte Gewalt trifft auf pink-glitzernde Mädchen-Vorlieben. Leider keine Empfehlung – 1/5 Bücher!

Die Autorin

Jahrgang 1999, ist musisch und künstlerisch hochtalentiert und hat bereits an mehreren Wettbewerben erfolgreich teilgenommen. Ihre wahre Leidenschaft gilt aber der Literatur und dem Schreiben. Neben der Schule widmet sie jede freie Minute diesem Hobby. »Verschwundene Seelen« ist ihr Debütroman.

[Rezension] Darkmouth 03 – Die Legenden schlagen zurück von Shane Hegarty

Der Autor: Shane Hegarty
Die Übersetzerin: Birgit Salzmann
Dt. Reihentitel: Darkmouth
Band: 3/4
Dt. Erstausgabe: 09.05.2016
Verlag: Oetinger
Altersempfehlung: 10 – 12 Jahre
Format: Hardcover
Seitenzahl: 378

ISBN-10: 3789137278
ISBN-13: 978-3789137273

Preis: 16,99 €
Eigentlich könnte Finns Leben ganz normal sein: Sein Vater ist von der verseuchten Seite zurückgekehrt und Darkmouth ist zum ersten Mal seit 1.000 Jahren legendenfrei. Unglücklicherweise steht aber Finns 13. Geburtstag kurz bevor, an dem er offiziell zum Legendenjäger wird. Zu allem überfluss strömen ausserdem allerlei sensationsgierige Halbjäger und drei Mitglieder des Rats der Zwölf nach Darkmouth, um Finn beim Training zu begutachten. Und natürlich lauern dicht hinter den Toren der Stadt bereits die nächsten Legenden, um Finns Traum von einem ruhigen Leben mal wieder gehörig durcheinander zu bringen.


Meine Meinung

Die Legenden schlagen zurück“ von Shane Hegarty ist der dritte Band der wundervollen Darkmouth-Reihe für Kinder ab 10 Jahre.

Bereits die ersten beiden Bände konnten mich absolut überzeugen, dementsprechend groß war die Freude. Auch dieses Mal gab es zu Anfang des Buches eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse, sodass ich direkt durchstarten konnte. Dass auch dieser Band nahtlos an seinen Vorgänger anknüpft, war natürlich ebenfalls wieder hilfreich.

Die Geschichte wird, wie immer, hauptsächlich aus Sicht von Finn erzählt, der sich wirklich gemausert hat. Er ist zwar immer noch ein Tollpatsch, aber wesentlich effizienter, ganz einfach weil er sich nicht mehr selbst im Weg steht. Die andere Seite hat ihn unzweifelhaft verändert – und das zum Guten! Endlich wird die Geschichte nicht mehr durch unnötige Jammerei in die Länge gezogen – auch die Erwachsenen zeigten sich dieses Mal beinahe von ihrer konstruktiven Seite.

An Spannung ist „Die Legenden schlagen zurück“ kaum zu überbieten. Es gibt so viele überraschende Wendungen, dass man kaum hinterherkommt – das macht dann auch den etwas ruhigeren Einstieg wieder wett. Überrascht hat mich der Ernst der Lage und das Thema Tod, das eine entscheidene Rolle spielt. Das hat diesem Kinderbuch eine Ernsthaftigkeit verliehen, die ich so nicht erwartet hätte.

Neben dem Kampf um Darkmouth laufen aber noch so einige Sachen parallel im Hintergrund – unter anderem erhält Legende Broonie endlich seine eigene Perspektive, doch auch von unterwarteter Seite erhalten wir vertiefte Einblicke in die Welt der Legendenjäger – direkt mit einer Verschwörung im Gepäck, die den nächsten Band wieder in eine ganz neue Richtung führen wird. Dies unterstreicht zusätzlich noch der fiese Cliffhanger am Ende. Hoffentlich müssen wir nicht allzu lange auf den 4. Band warten!

Fazit

Shane Hegartys „Darkmouth – Die Legenden schlagen zurück“ ist der fulminante dritte Band der spannenden Kinderbuch-Reihe. Wieder einmal kriegt man actionreiche Unterhaltung geboten, eine gute Prise Humor und einige Überraschungen. Doch überzeugen konnte mich die neu entdeckte Ernsthaftigkeit und die Entwicklung, die die Figuren durchlaufen haben – und vorraussichtlich noch werden. Ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer – 5/5 Bücher!

Der Autor

Shane Hegarty wurde 1974 in Irland geboren. Er ist Vater von vier Kindern, arbeitete schon fürs Radio und Fernsehen und war nach eigener Aussage für kurze Zeit »der schlechteste Stand-up-Komiker der irischen Comedyszene«. Zuletzt war er als Journalist bei der Irish Times tätig, konzentriert sich nun aber voll aufs Schreiben. »Darkmouth – Der Legendenjäger« ist sein Debütroman. 

Die Reihe

Darkmouth-Reihe

  1. Broonie und der Tag vor Darkmouth | — (Darkmouth #0.5)
  2. Der Legendenjäger | The Legends Begin (Darkmouth #1)
  3. Die andere Seite | Worlds Explode (Darmouth #2)
  4. Die Legenden schlagen zurück | Chaos Descends (Darkmouth #3)
  5. — | — (Darkmouth #4)

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[Rezension] Witch Hunter von Virginia Boecker

Die Autorin: Virginia Boecker
Die Übersetzerin: Alexandra Ernst
Dt. Titel: Witch Hunter
Band: 1/2
Dt. Erstausgabe: 18.03.2016
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Format: Hardcover
Seitenzahl: 400

ISBN-10: 3423761350
ISBN-13: 978-3423761352

Preis: 17,99 €
Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.

Meine Meinung

Witch Hunter“ von Virginia Boecker ist ein unterhaltsamer Fantasy-Roman, angesiedelt in einer interessanten Alternative des historischen Großbrittanniens. 

Ich weiß nicht genau, was ich erwartet hatte, aber das war es nicht. Gut so, denn dadurch konnte mich Virginia Boecker ein ums andere Mal positiv überraschen. Nach nur wenigen Seiten war ich mittendrin und musste es dann einfach in einem Rutsch lesen – einzige Unterbrechung war dem dazugehörigen eBook „Johns Geschichte“ geschuldet, das ich zufälligerweise genau an der richtigen Stelle eingeschoben habe. Fortuna sei Dank!

So zusätzlich angefixt, war „Witch Hunter“ im Nu verschlungen – und ich habe jede Seite genossen. Es ist unglaublich unterhaltsam und sehr humorvoll, womit ich definitiv nicht gerechnet hätte. Die ganze Aufmachung, die Vermarktung und auch der Klappentext deuten auf ein viel düsteres Szenario hin, was vermutlich zwar mehr Spannung geboten hätte, zugegebenermaßen, aber bestimmt keinen so großen Unterhaltungswert gehabt hätte.

Wo an Action gespart wurde, gab es Raum für die Charaktere und das hat ihnen unheimlich gut getan. Sie alle sind sehr vielseitig und mit viel Liebe zum Detail geschaffen. Ich habe sie allesamt ins Herz geschlossen und ihr Miteinander genossen. Gruppen finde ich generell wesentlich spannender als Paare, doch vor allem diese Gruppe ist außerordentlich gelungen.

Während des Lesens war stets spürbar, dass Virginia Boecker eine Affinität zum historischen England hat. Sie hat genau die romantische Vorstellung eingefangen, die man Shakespeare und anderen namhaften Autoren (und wohl auch der BBC) zu verdanken hat. Gespickt mit ordentlich Magie und mysteriösen Begebenheiten war es das perfekte Setting und bot stets die ideale Würze für die mit Bedacht gesetzten Spannungs-Szenen. So hat es mich auch gar nicht gestört, dass der O-Ton dezenter war als erwartet, denn die wenigen Action-Elemente waren wie ein Paukenschlag.

Fazit

Virginia Boeckers „Witch Hunter“ ist der unterhaltsamer Auftakt ihrer historischen Fantasy-Dilogie. Zwar gibt es weniger Spannung als man erwarten würde, auch ist es wesentlich humorvoller, dafür ist es umso spaßiger. Ich hatte viel Freude mit dem Buch und habe es beinahe in einem Rutsch verschlungen. Vor allem die gut ausgearbeiteten und vielseitigen Charaktere haben es mir angetan. Knappe 5/5 Bücher!

Die Autorin

Virginia Boecker hat ihren Abschluss in Englischer Literatur an der University of Texas gemacht. Sie lebte vier Jahre in London, während der sie sich auf jedes kleinste Detail zur mittelalterlichen Geschichte Englands gestürzt hat, die die Grundlage für „Witch Hunter“, ihren ersten Roman, bildet.

Die Reihe

Witch Hunter Dilogie

  1. Johns Geschichte | The Healer (The Witch Hunter #0.5)
  2. Witch Hunter | The Witch Hunter (The Witch Hunter #1)
  3. Herz aus Dunkelheit | The King Slayer (The Witch Hunter #2) (erscheint im November 2016)

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[Rezension] Pandora – Wovon träumst du? von Eva Siegmund

Die Autorin: Eva Siegmund
Dt. Titel: Pandora – Wovon träumst du?
Dt. Erstausgabe: 11.04.2016
Verlag: cbt
Altersempfehlung: ab 13 Jahren
Format: Paperback
Seitenzahl: 496

ISBN-10: 3570310590
ISBN-13: 978-3570310595

Preis: 12,99 €
Sophie lebt in einer Welt, in der alle durch einen Chip im Kopf jederzeit unbeschwert online gehen können. Als sie erfährt, dass sie adoptiert ist und eine Zwillingsschwester hat, erkunden die Mädchen damit ihre Vergangenheit – und stoßen schon bald auf seltsame Geheimnisse. Ihre Recherchen bringen den Sandman auf ihre Spur. Er will die Menschheit mithilfe eines perfekt getarnten Überwachungssystems beherrschen, und nur die Zwillinge können ihn und seine allmächtige NeuroLink Solutions Inc. zu Fall bringen. Doch das bringt sie in höchste Gefahr …

Meine Meinung

Pandora – Wovon träumst du?“ von Eva Siegmund ist ein dystopisch angehauchter Zukunftsthriller, der mir einige schöne Lesestunden beschert hat.

Träume spielen eine große Rolle in diesem Zukunftsszenario, da ist es auch nur passend, dass die Geschichte direkt mit einem Traum beginnt. Dieser weckt sogleich die Neugierde und so verflogen die ersten 100 Seiten im Nu. Der angenehme, flüssige Schreibstil verstärkt diesen Eindruck noch und die wechselnden Perspektiven heizen das Tempo zusätzlich an.

Natürlich sorgt auch der Plot dafür, dass man stets am Ball bleibt. Trotz der ruhigen Stimmung und der nur sporadisch vorhandenen Action konnte ich „Pandora – Wovon träumst du?“ kaum aus der Hand legen. Die unterschwellige Spannung und die stets spürbare Bedrohung nahmen mich gefangen und bescherten mir sogar die ein oder andere Gänsehaut. Und zwar meist in den lichteren Kapiteln, da die Unbedarftheit der Mädchen sie mitten in das Netz ihres Feindes führte.

Durch gelegentliche Einschübe aus Sicht des Sandmannes war man den Schwestern meist ein kleines Stück voraus; die wichtigsten Informationen erfuhr man natürlich trotzdem über Sophie und Liz. Deren Perspektiven waren zwar oft nur schwer auseinanderzuhalten, aber bei Zwillingen drücke ich da gerne ein Auge zu.

Überhaupt war es die Dynamik der Zwillinge, die mich so überzeugen konnte. Die Tatsache, dass ihre Beziehung stets im Vordergrund stand, selbst im Angesicht der Liebe, der beide begegnen. Diese fügt sich zum Glück nahtlos ein und beansprucht nur wenig Raum für sich. Der Fokus liegt eindeutig auf den Schwestern – eine angenehme Abwechslung im Jugendbuch-Bereich.

Einziges Manko an „Pandora – Wovon träumst du?“ ist der Klappentext, der für meinen Geschmack zu viel verrät und gleichzeitig falsche Erwartungen weckt. Auch wenn ich letztlich absolut zufriedengestellt wurde, habe ich einfach MEHR erwartet. Eine Verschwörung im größeren Ausmaße, zum Beispiel.

Fazit

Eva Siegmunds „Pandora – Wovon träumst du?“ ist ein spannender Zukunftsthriller. Obwohl ich mir etwas anderes vorgestellt hatte, wurde ich keineswegs enttäuscht. Ganz im Gegenteil sogar, konnte ich dieses Buch doch kaum aus der Hand legen. Besonders gut gefallen hat mir die Fokussierung auf die Zwillinge und ihre Beziehung zueinander, die selbst im Angesicht junger Liebe nie ihre Bedeutung verlor. Alles in allem ein tolles Jugendbuch, das ich gerne empfehle. 5/5 Bücher!

Die Autorin

Eva Siegmund, geboren 1983 im Taunus, stellte ihr schriftstellerisches Talent bereits in der 6. Klasse bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb unter Beweis. Nach dem Abitur entschied sie sich zunächst für eine Ausbildung zur Kirchenmalerin und studierte dann Jura an der FU Berlin. Nachdem sie im Lektorat eines Berliner Hörverlags gearbeitet hat, lebt sie heute als Autorin mit ihrem Mann in Barcelona.

[Lisa’s Rezension] Die dunklen Mächte 01 – Lady Midnight von Cassandra Clare

Die Autorin: Cassandra Clare
Die Übersetzer: Franca Fritz | Heinrich Koop
Dt. Reihentitel: Die dunklen Mächte
Dt. Titel: Lady Midnight
Band: 1/3
Dt. Erstausgabe: 17.05.2016
Verlag: Goldmann
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Format: Hardcover
Seitenzahl: 832
Preis: 19,99 €
Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt … 

Meine Meinung

Lady Midnight – Die dunklen Mächte“ von Cassandra Clare war das Buch, das mich im Mai am meisten begeistert hat. Von der ersten bis zu letzten Seite war ich gefesselt und ich hatte es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen, obwohl es ein wirklich dicker Schinken ist.
Zuerst war ich skeptisch, da ich bisher keines ihrer Bücher gelesen habe und dachte, dass dies eventuell ein Nachteil für mich sein könnte, doch ich muss sagen, dass ich zu keiner Zeit das Gefühl hatte, dass mir wichtiges Vorwissen fehlt, auch wenn ich natürlich viele Vorgeschichten einiger Personen nur angeschnitten bekommen habe. 
Die spannenden Szenen haben es mir ganz besonders angetan, doch es gab auch die ein oder andere Liebesszene. Beides war gut gemischt und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mich etwas gestört hat, indem es zu stark in den Fokus gerückt wurde.
Die Charaktere waren ebenfalls alle gut gestaltet und präzise durchdacht. Zwar ist das Figurenset ziemlich breit gefächert, doch ich habe nie den Überblick verloren und konnte tatsächlich zu allen Charakteren eine Verbindung aufbauen, sodass ich mit fiebern und fühlen konnte, von der ersten bis zur letzten Seite. Ich war positiv davon überrascht, dass keine einzige Figur jemals zu weinerlich erschien, obwohl jede für sich ein hartes Schicksal erlebt hat oder gerade durchlebt. Cassandra Clare hat es stets geschafft, die Waage zu halten. Neben dem Hauptstrang der Geschichte gab es noch einige Nebenhandlungen, doch auch diese haben mich zu keiner Zeit den roten Faden verlieren lassen.
Am besten gefiel mir der leichtfüßige Schreibstil von Cassandra Clare, denn ich war so schnell mit dem Buch durch, dass ich schon fast überrascht war, als ich die letzte Seite umgeblättert habe. 
Außerdem gefiel mir sehr gut, dass die Autorin das Thema Homosexualität als ganz natürliche Art der Liebe in ihre Geschichte einbaut, ohne dass sie ein großes Bohei darum macht. Liebe ist Liebe, oder nicht?
Und genauso wie sie dieses Thema einbindet, legt sie viel Wert darauf, dass sich die Guten und die Bösen stets die Waage halten. Auch wenn beispielsweise die Nephilim zunächst negativ konnotiert sind, so werdet Ihr selbst erleben, dass es eine Menge guter Charaktere unter ihnen gibt, doch darauf habe ich Euch ja schon in meinem Beitrag zu den Nephilim hingewiesen. Dieses Muster zieht sich durch alle Schichten, die so breit gefächert sind, dass man eine Vielzahl neuer Dinge kennen lernen wird.

Fazit

Mit Lady Midnight: Die dunklen Mächte hat Cassandra Clare mich definitiv ins Boot geholt und ich werde auf jeden Fall auch noch die anderen Bücher von ihr lesen. Der Abwechslungsreichtum und die immer wieder überraschenden Wendungen, sowie die tollen Elemente lassen mir keine andere Wahl, als diesem Buch 4,5/5 Büchern zu geben, wobei ich die übrigen 0,5 Büchlein lediglich deswegen nicht vergebe, um noch ein wenig Luft nach oben zu lassen, denn wie bei ihren anderen Reihen, wird auch hier noch einiges folgen!

Die Autorin

Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Ihre Reihe Chroniken der Unterwelt sowie die neue Trilogie Chroniken der Schattenjäger wurden auf Anhieb zu einem internationalen Erfolg, ihre Bücher stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Cassandra Clare lebt mit ihrem Mann, ihren Katzen und einer Unmenge an Büchern in einem alten viktorianischen Haus in Massachusetts.

Die Reihe

Die dunklen Mächte Trilogie

  1. Lady Midnight | Lady Midnight (The Dark Artifices #1)
  2. — | Lord of Shadows (The Dark Artifices #2)
  3. — | The Queen of Air and Darkness (The Dark Artifices #3)

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[Rezension] Monday Club 02 – Der zweite Verrat von Krystyna Kuhn

Die Autorin: Krystyna Kuhn
Dt. Reihentitel: Monday Club
Dt. Titel: Der zweite Verrat
Band: 2/3
Dt. Erstausgabe: 09.05.2016
Verlag: Oetinger
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Format: Hardcover
Seitenzahl: 384

ISBN-10: 3789140627
ISBN-13: 978-3789140624

Preis: 16,99 €
Schlaflos in Bluehaven. Fayes Albtraum geht weiter: Ihre Schlaflosigkeit hat ihr schon immer das Gefühl gegeben, anders zu sein. Doch jetzt schwebt Faye in höchster Gefahr.Wichtige Akten sind plötzlich verschwunden. Das Haus der verrückten Missy wird in Brand gesteckt. Und dann bescheinigt Tante Liz Faye auch noch, dass sie an derselben Störung leidet, die schon beim mysteriösen Tod von Zoey Fuller und Fabiana Nunez eine Rolle gespielt hat. Hat der gut aussehende Luke recht, wenn er behauptet, dass der Monday Club hinter allem steckt? Verzweifelt kämpft Faye um die Wahrheit, die nicht nur ihr Leben bedroht.

Meine Meinung

Monday Club – Der zweite Verrat“ von Krystyna Kuhn ist die spannende Fortsetzung der Mystery-Jugendbuch-Trilogie.

Schon der erste Band hatte mir gut gefallen, aber der zündende Funke fehlte mir noch. Blasse Charaktere und ein sehr ruhiges Tempo zeichneten „Das erste Opfer“ aus, weswegen ich dann auch mit eher geringen Erwartungen an diesen zweiten Band herangetreten bin. Ob es nun an der niedrigen Erwartungshaltung lag oder an etwas anderem: „Der zweite Verrat“ konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und der Funke, den ich zuvor so vermisst hatte, sprang hier eindeutig über.

Der Einstieg sollte niemandem schwer fallen, immerhin beginnt das Buch mit einer Zusammenfassung des ersten Bandes. Etwas, was ich mir bei jeder Reihe wünschen würde. Der schnörkellose, pointierte Stil kommt bei dieser Erzählung gut zu tragen und verstärkt die mysteriöse Atmosphäre, die einfach dazugehört und einen Großteil des Lesevergnügens ausmacht. Weiterhin wird die Geschichte hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Faye erzählt, allerdings gibt es auch einige wenige Kapitel im personalen Erzählstil aus Sicht einer unbekannten Person.

Diese steigern die Spannung natürlich ungemein und schon nach wenigen Kapiteln wird deutlich, dass Kuhn in dieser Fortsetzung das Tempo ordentlich anheizen wird. Es ist immer noch kein großer Action-Knaller, was man ja auch gar nicht erwartet, aber es passiert eindeutig mehr. Bedrohung und Angst liegen schwer in der Luft und man weiß nie, wem man noch trauen kann.

Ganz unterschwellig bahnt sich zwischen dem Mysterium und den Todesfällen eine leichte Dreiecksbeziehung an, die aber keinerlei Raum beansprucht. Außerdem trifft es die Bezeichnung „Liebesdreieck“ nicht direkt, weil für mich von Anfang an keine Chemie zwischen Faye und Josh bestand.

Doch all das wird sowieso hinlänglich, wenn man dem Mysterium langsam auf die Schliche kommt. Im ersten Band gab es Andeutungen und auch im zweiten Band noch keine Lösung, aber das, was sich da so langsam herauskristallisiert, verspricht ein spannendes Finale. Nicht zu vergessen der fiese Cliffhanger, der die Wartezeit zur süßen Qual werden lässt.

Fazit

Krystyna Kuhns „Monday Club – Der zweite Verrat“ ist der gelungene zweite Band der spannenden Mystery-Trilogie. Während der erste Band für mich eher seichte Unterhaltung war, sprang dieses Mal schon nach wenigen Kapiteln der Funke über. Das Tempo wurde angezogen, die Atmosphäre verdichtete sich. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen und freue mich ungemein auf Band 3. 5/5 Bücher!

Die Autorin

Krystyna Kuhn, Nummer sieben von acht Kindern, wurde in Würzburg geboren. Sie hat auf dem Dachboden lesen gelernt und sich dort Geschichten ausgedacht. Nach dem Abitur studierte sie Germanistik, Russisch, Polnisch und Kunstgeschichte in Würzburg, Göttingen, Moskau und Krakau. Nach dem Studium schrieb Kuhn zunächst Fachbücher, bis sie im Jahr 2000 beschloss, Schriftstellerin zu werden. 2001 erschien ihr erster Roman „Fische können schweigen“, gefördert durch das Literaturhaus München, der sofort für den Frauenkrimipreis nominiert wurde. Nach sechs Romanen für Erwachsene entdeckte sie ihre wahre Leidenschaft: Bücher über und für Jugendliche. Die Erfolgsserie „Das Tal“ erschien 2012 bis 2014 in acht Bänden und wurde in mehr als zehn Sprachen übersetzt. Krystyna Kuhn lebt zwar jetzt wieder in der Nähe ihrer Großfamilie, aber zu Hause ist sie überall. Nicht nur in ihren Büchern. 

Die Reihe

Monday Club Trilogie

  1. Das erste Opfer
  2. Der zweite Verrat
  3. Die letzte Rache (erscheint im Oktober 2016)

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[Rezension] Falling Kingdoms 03 – Lodernde Macht von Morgan Rhodes

Die Autorin: Morgan Rhodes
Die Übersetzerinnen: Juliane Lochner | Anna Julia Strüh
Dt. Reihentitel: Falling Kingdoms
Dt. Titel: Lodernde Macht
Band: 3/6
Dt. Erstausgabe: 15.02.2016
Verlag: Goldmann
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 480

ISBN-13: 978-3442483419

Preis: 9,99 €
Cleiona von Bellos und ihr Verbündeter, der wagemutige Rebell Jonas, haben eine bittere Niederlage erfahren: Ihr Plan, den Tyrannen Gaius zu stürzen, endete in einem Blutbad – und Cleo wurde gezwungen, dessen Sohn Magnus zu heiraten. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: Cleo ist im Besitz eines Rings, mit dessen Hilfe sie die uralte Magie der Elementia lenken kann – der Schlüssel, um ihren Thron zurückzuerobern. Aber auch Blutkönig Gaius weiß um die Elementia und geht über Leichen, um die übernatürlichen Kräfte für seine Ziele zu nutzen. Und auch zwei skrupellose Neuankömmlinge aus einem fernen Reich streben nach der unendlichen Macht …

Meine Meinung

Falling Kindoms – Lodernde Macht“ von Morgan Rhodes ist der mittlerweile 3. Band des 6-teiligen High Fantasy Epos.

Nach längerer Pause präsentieren sich die deutschen Ausgaben nun im neuem Format und Look, was, zumindest im Bezug aufs Cover, viel besser zur Geschichte passt. Ebenfalls neu ist die Angabe seitens der Autorin, dass die Reihe nun 6 statt 4 Bände umfassen wird. Da allerdings auch der dritte Band bewiesen hat, dass sich die Reihe scheinbar kontinuierlich steigert, freue ich mich über die Verlängerung.

Dank des Personenregisters und des ruhigen Einstiegs gelang es mir gut, mich wieder in die Geschichte hineinzufinden. Die geschickt platzierten Anspielungen und konkreten Bezüge auf vergangene Ereignisse halfen dabei, meine Erinnerungen zwar stockend, aber doch konstant zurückzubringen. Der angenehme, für das Genre High Fantasy sehr einfache, Schreibstil sorgte auch dieses Mal dafür, dass ich sehr schnell vorankam und mich schon bald nicht mehr von den sich überschlagenden Ereignissen abwenden konnte.

Diese Reihe lebt wie keine andere von ihren Protagonisten. Ganz gleich, ob die aktuellen Ereignisse nun aufregend oder doch eher mau sind, der innere Konflikt, auf wessen Seite man nun selber ist, sorgt schon dafür, dass man gar nicht mit dem Lesen aufhören kann. Rhodes hat wahre Antihelden geschaffen, die von verschiedenen Standpunkten aus alle im Recht sein könnten.

Auch die Geschichte kann sich sehen lassen, ist es doch bisher der actionreichste Band der Reihe. Zwar gibt es auch viele ruhigere bzw. intrigantere Abschnitte, dafür sind die Spannungsspitzen enorm. Es werden neue Mitspieler eingeführt, dessen Absichten sich bis zum Ende nur teilweise offenbaren, und Geschehnisse in Gang gesetzt, die sich in verschiedenste Richtungen entwickeln können.

Fazit

Morgan Rhodes „Falling Kingdoms – Lodernde Macht“ ist der bisher spannendste Band der Reihe und macht (zumindest mir) so richtig Lust auf mehr. Überraschende Entwicklungen, neue Feinde und Verbündete, verirrte und verwirrte Liebe, Tragik und mehr – all das findet man in diesem „kleinen“ Buch. Rhodes hat die Karten mal wieder neu gemischt und so darf man gespannt sein, wie der Kampf um Mytica wohl weitergehen wird. Ich bin gespannt! 5/5 Bücher!

Die Autorin

Morgan Rhodes ist das Pseudonym einer beliebten Urban-Fantasy-Autorin. Mit ihrer High-Fantasy-Reihe »Falling Kingdoms« ist ihr auf Anhieb ein großer Erfolg gelungen. Momentan schreibt sie an weiteren Bänden der Serie. Morgan Rhodes lebt in Ontario, Kanada.

Die Reihe

Falling Kingdoms Hexalogie

  1. Flammendes Erwachen | Falling Kingdoms (Falling Kingdoms #1)
  2. Brennende Schwerter | Rebel Spring (Falling Kingdoms #2)
  3. Lodernde Macht | Gathering Darkness (Falling Kingdoms #3)
  4. — | Frozen Tides (Falling Kingdoms #4)
  5. — | Crystal Storm (Falling Kingdoms #5)
  6. — | — (Falling Kingdoms #6)

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[Lisa’s Rezension] Der Parasit von Karin Slaughter

Die Autorin: Karin Slaughter
Die Übersetzerin: Teresa Hein
Originaltitel: Thorn in My Side
Dt. Titel: Der Parasit
Dt. Erstausgabe: 31.07.2012
Verlag: Amazon Crossing
Format: eBook
Seitenzahl: 43

ASIN: B008MCYY82

Preis: 1,99 €

Es hätte jede Nacht sein können, und sie könnten zwei beliebige Brüder sein – doch so war es nicht. Die Szene spielt in einer Bar in Atlanta. Die Musik ist laut, und die Tanzfläche voll. Der gut aussehende Bruder nimmt ein Mädchen mit vor die Tür.

Was passiert, nachdem sich schlimme Taten auf dem Parkplatz ereignen, kann nur mit zwei Worten beschrieben werden: Typisch Slaughter.

Von der ersten bis zur letzten Zeile, ist Der Parasit so böse wie unterhaltsam – ein unvergessliches Stück einer der beliebtesten Erzählerinnen der Gegenwart.


Meine Meinung

Mit „Der Parasit“ von Karin Slaughter habe ich zum ersten Mal eine spannende Kurzgeschichte der Autorin gelesen. Bisher war ich von ihren Büchern immer begeistert und habe auch diesen Thriller gern gelesen. Es gab durchaus einen Gänsehautfaktor, allein durch die gefährliche Symbiose der beiden Brüder kam ich nicht umhin, mich zu gruseln. Hier zeigt sich ein Kampf zwischen Gut und Böse, auch wenn beide Brüder am Ende für eine Tat büßen müssen. Auf die Dauer war das ständige Kräftemessen zwischen den beiden jedoch ein wenig anstrengend und hat mich beim Lesen letztlich doch etwas gestört. Dadurch, dass die Geschichte allerdings so kurz war, konnte ich sie trotzdem gut zu Ende lesen. 

Fazit

Da Karin Slaughters „Der Parasit“ aber insgesamt etwas vorhersehbar war, ich aber trotzdem fasziniert von den beiden absolut gegensätzlichen Hauptcharakteren und ihrer besonderen Verbindung war, möchte ich diesem eShort 3,5/5 Punkten geben.

Die Autorin

Bestsellerautorin Karin Slaughter schreibt beliebte, puls-beschleunigende Thriller, inklusive der populären „Grant-County“-Serie. Als langjährige Einwohnerin Atlantas, Georgia, pendelt sie … zwischen Küche und Wohnzimmer.
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[Lisa’s Rezension] Abseits des Pfades von Emmanuel Zeca

Der Autor: Emmanuel Zeca
Dt. Titel: Abseits des Pfades
Dt. Erstausgabe: 23.11.2015
Verlag: NEPA
Format: Broschur
Seitenzahl: 216

ISBN-10: 3944176812
ISBN-13: 978-3944176819

Preis: 12,95 €

Lissabon: Maximilian steht kurz vor seiner Promotion und lebt in vollen Zügen sein Lotterleben aus, als seine Welt auf den Kopf gestellt wird: Erst verfällt er den Reizen einer charmanten Dänin, die völlig unverhofft in sein Leben tritt. Dann unterbreitet ihm sein Professor auch noch ein unmoralisches Angebot, dem er nicht widerstehen kann. Er soll eine geheime Formel nach Afrika schmuggeln und dafür großzügig entlohnt werden. Als ihm erste Zweifel kommen, ist es bereits zu spät: Plötzlich wird die junge Dänin entführt, um ihn damit zu erpressen, und es stellt sich heraus, dass auch der Professor nicht ganz freiwillig mit von der Partie ist. 
Im Zustand einer Mischung aus Selbstzweifeln, Heldenmut und Todessehnsucht fasst Maximilian den Entschluss, seine Angebetete zu befreien und den Plan der Entführer zu vereiteln. Denn womöglich hängt das Schicksal eines ganzen Landes vom Gelingen seiner Mission ab. 
Der Protagonist dieses Buches gibt sich als weltoffener junger Mann, der den genussvollen Versuchungen des Lebens selten widerstehen kann. Wie der Autor dieses Romans, leidet auch Maximilian an einer bipolaren Störung. Auf seiner gefährlichen Reise durchlebt er Höhen und Tiefen, die symptomatisch für diese Krankheit sind. 
In diesem spannenden und mitreißenden Roman werden Sie entführt auf eine abenteuerliche Reise durch die schönsten Regionen und Städte der iberischen Halbinsel sowie Marokkos. Dabei tauchen Sie ein in das Leben eines Mannes mit einer manisch-depressiven Erkrankung.

Meine Meinung

Abseits des Pfades“ von Emmanuel Zeca ist ein sehr vielseitiger Roman über einen Mann mit einer manisch depressiven Störung. Diese Thematik hat mich sofort angesprochen und ich war sehr gespannt, dieses Buch zu lesen.
Es ist insgesamt spannend und einfallsreich geschrieben, man kann der Geschichte jeder Zeit sehr gut folgen. Die zahlreichen Ortschaften, die Maximilian auf seiner teils sehr gefährlichen Reise durch die Welt besichtigt, werden sehr ausführlich und bildhaft beschrieben. Dadurch konnte ich mich zu jeder Zeit sehr gut in die Szenerie hineinversetzen und mir vor meinem inneren Auge vorstellen.
Leider fand ich den Schreibstil im allgemeinen zu distanziert und an vielen Stellen auch zu fein ausgedrückt. Auf diese Weise wurde für mich wiederum eine große Distanz geschaffen, sodass ich mich nicht hundert Prozent auf das Buch einlassen konnte. Auch Maximilian blieb mir dadurch zu fern, als dass ich eine Verbindung zu ihm aufbauen konnte. An vielen Stellen habe ich mich sogar dabei erwischt, dass ich mich nicht mehr richtig auf das Lesen konzentrieren konnte.
Hätte ich nicht im Vorfeld gewusst, dass die Hauptfigur an einer manisch depressiven Störung leidet, hätte ich außerdem vermutlich auch nicht bemerkt, dass eben diese Störung vorliegt. Ich hätte mir gewünscht, dass die jeweiligen Phasen intensiver beleuchtet worden wären und so mehr im Fokus gestanden hätten. Die Verzweiflung bzw. der abwechselnde Mut, der Maximilian erfasst, könnten auch einfach der Situation geschuldet sein, in der er sich befindet, anstatt von einer Depression herzurühren.

Fazit

Ich denke, dass „Abseits des Pfades“ viel Potenzial birgt und Emmanuel Zeca durchaus in der Lage dazu ist, den Leser auf eine spannende Reise mitzunehmen. Da mir die Geschichte als solche gut gefiel, die Umsetzung jedoch an manchen Stellen ein wenig holprig war, möchte ich diesem Buch 2,5/5 Sternen geben. Ich hoffe sehr, dass wir in Zukunft noch etwas aus der Feder dieses aufstrebenden Autors hören werden und er seiner Phantasie weiterhin viel Raum schenkt!

Der Autor

Emmanuel Zeca – ein neugieriger und unternehmungslustiger Kosmopolit. So beschreibt man den Autor wohl am ehesten. Schon immer bereitete ihm das Schreiben viel Freude. Dabei legt er großen Wert auf Detailgenauigkeit und nachdem er einige Kurzgeschichten verfasste, hat er nun mit „Abseits des Pfades“ sein erstes Werk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
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[Lisa’s Rezension] Berlin blutrot: 14 Autoren. 30 Tote. Eine Stadt. von Sebastian Fitzek und Weiteren

Der Herausgeber: Sebastian Fitzek
Dt. Titel: Berlin blutrot: 14 Autoren. 30 Tote. Eine Stadt.
Dt. Erstausgabe: 21.01.2015
Verlag: 110th
Format: eBook
Seitenzahl: 166
ASIN: B00SL6WG4S
Preis: 3,99 €
Wieder haben Deutschlands beste Krimiautoren zugeschlagen: Am Bahnhof Zoo, am Brandenburger Tor oder am Alex. Einfach überall. In der Hauptstadt türmen sich die Leichen. Die Bestsellerautoren Sebastian Fitzek und Michel Birbæk haben die Messer gewetzt, der Friedrich-Glauser-Preisträger Christoph Spielberg und der Deutsche Krimipreisträger Oliver Bottini die Lunten gelegt. Tatort-Kommissar Jochen Senf und Tatort-Autorin Ulrike Bliefert haben die Pumpgun geladen. Die Thrillerspezialisten Stephan Hähnel, Andrea Vanoni und Viktor Iro die Axt geschwungen. Krimi-Shootingstar Vincent Kliesch und Altmeister -ky im Giftschränkchen gewühlt. Die Auftragsmörder Lena Blaudez und Kai Hensel die Schlingen geknüpft. Und zum Schluss hat der Cleaner Lothar Berg sie alle beerdigt.

Meine Meinung

Zusammen mit 15 weiteren Autoren hat Sebastian Fitzek Berlin in dieser Geschichtensammlung wirklich in ein blutiges Pflaster verwandelt. Eine Vielzahl verschiedener Geschichte, bei denen sicher für jeden Leser etwas dabei ist.
Auch wenn jede Geschichte für sich und ihren jeweiligen Autor steht, so haben sie doch insgesamt eine stimmige Einheit ergeben. Die Geschichten waren dabei sehr verschieden und einige haben mich mehr überzeugt als andere, wobei ich gerade diese Abwechslung sehr erfrischend finde.
Wer gern mehr von einem bestimmten der Autoren lesen möchte, kann den Namen ganz simpel in der beigefügten Autorenliste heraussuchen und sich auf die Suche nach weiteren spannenden Geschichten begeben.

Fazit

Eine schöne Sammlung von Kurzgeschichten, die man wunderbar zwischendurch lesen kann und der ich 3,5/5 Büchern geben möchte.