Schlagwort-Archiv: Maggie Stiefvater

Rezension

Raven Boys 04 – Wo das Dunkel schläft von Maggie Stiefvater

Wo das Dunkel schläftDie Autorin: Maggie Stiefvater
Die Übersetzerin: Sandra Knuffinke & Jessika Komina
Originaltitel: The Raven King (The Raven Cycle #4)
Dt. Titel: Wo das Dunkel schläft
Band: 4/4
Dt. Erstausgabe: 13.03.2017
Verlag: script5
Altersempfehlung: 14 – 17 Jahre
Genre: Jugendbuch | Mystery

Eine beängstigende Dunkelheit hat sich über die Ley-Linien gelegt und droht, den magischen Wald Cabeswater für immer zu zerstören. Für Blue und die Raven Boys beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit auf der Suche nach dem Grab des sagenumwobenen Königs Glendower. Denn wenn sie es nicht finden, wird Blues Kuss für Gansey tödlich sein. Und dieser Kuss wird für beide immer unausweichlicher …

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Rezension

Raven Boys 03 – Was die Spiegel wissen von Maggie Stiefvater

Was die Spiegel wissenDie Autorin: Maggie Stiefvater
Die Übersetzerin: Sandra Knuffinke & Jessika Komina
Originaltitel: Blue Lily, Lily Blue (The Raven Cycle #3)
Dt. Titel: Was die Spiegel wissen
Band: 3/4
Dt. Erstausgabe: 21.09.2015
Verlag: script5
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Jugendbuch | Mystery

Es wird Hebst in Henrietta. Blue und die vier Raven Boys suchen noch immer nach dem Grab des walisischen Königs Glendower. Fast glauben sie sich am Ziel, als Adam eine beunruhigende Vision hat: Im magischen Wald Cabeswater gibt es drei Schlafende. Einer von ihnen darf unter gar keinen Umständen geweckt werden. Die Frage ist allerdings, welcher es ist und was geschieht, wenn er trotz aller Vorsicht aufwachen sollte. Währenddessen hat Blue ganz andere Sorgen: Ihre Mutter ist verschwunden und außer einer mysteriösen Nachricht gibt es keine Spur von ihr. Und dann sind da noch Blues Gefühle für Gansey, gegen die sie vergeblich anzukämpfen versucht. Denn ein Kuss von ihr könnte seinen Tod bedeuten.

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Neuzugänge

Neuzugänge | KW 7 – 9

Tja, mein Plan mit den wöchentlichen Neuzugänge-Posts ging die letzten 3 Wochen ja super auf…NICHT. Aber gut, das war zu erwarten – Rückschläge gibt es ja immer 😉 jedenfalls durften die letzten Wochen wirklich wundervolle Titel bei mir einziehen, die ich Euch keinesfalls verheimlichen möchte.

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Rezension

Pip Bartlett und die magischen Tiere 01 – Die brandgefährlichen Fussels von Jackson Pearce & Maggie Stiefvater

Die brandgefährlichen FusselsDie Autorinnen: Jackson Pearce & Maggie Stiefvater
Die Übersetzerin: Stefanie Frida Lemke
Die Illustratorin: Maggie Stiefvater
Originaltitel: Pip Bartlett’s Guide to Magical Creatures (Pip Bartlett #1)
Dt. Reihentitel: Pip Bartlett und die magischen Tiere
Dt. Titel: Die brandgefährlichen Fussels
Band: 1/3
Dt. Erstausgabe: 28.03.2016
Verlag: Heyne fliegt
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Genre: Kinderbuch

Die neunjährige Pip Bartlett hat eine besondere Gabe: Sie kann mit magischen Tieren sprechen – mit Einhörnern, Seidengreifen und Hopp-Grackeln. Mit Eltern und Lehrern klappt die Verständigung allerdings manchmal nicht so gut. Weshalb Pip in den Sommerferien wegen des Einhorn-Vorfalls (wer denkt denn auch, dass die so doof sind!) zu ihrer Tante Emma verbannt wird. Emma leitet eine Praxis für magische Tiere, und begeistert plaudert Pip den ganzen Tag mit den verrücktesten Geschöpfen, die man je gesehen hat. Doch dann taucht ein abenteuerliches Problem auf, nämlich Unmengen von Fussels. Das Schlimme an diesen kleinen pelzigen Wesen: Wenn sie sich aufregen, gehen sie in Flammen auf … Hier können nur Pip und ihr neuer Freund Thomas helfen.

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Rezension

Raven Boys 02 – Wer die Lilie träumt von Maggie Stiefvater

Wer die Lilie träumtDie Autorin: Maggie Stiefvater
Die Übersetzerinnen: Sandra Knuffinke & Jessika Komina
Die Illustratorin: Larissa Kulik
Originaltitel: The Dream Thieves (The Raven Cycle #2)
Dt. Titel: Wer die Lilie träumt
Band: 2/4
Dt. Erstausgabe: 15.09.2014
Verlag: script5
Altersempfehlung: 16 – 17 Jahre
Genre: Jugendbuch | Mystery

Mit jedem Tag, den Blue mit Gansey verbringt, fällt es ihr schwerer, sich nicht in ihn zu verlieben – obwohl sie weiß, dass ein Kuss von ihr der Grund für seinen nahen Tod sein könnte. Sie ist fasziniert von seiner leidenschaftlichen Suche nach dem verschwundenen König Glendower, und in der knisternden Hitze des Sommers kommen Blue, Gansey und die Raven Boys diesem Ziel immer näher. Vor allem Ronans Fähigkeit, Gegenstände aus seinen Träumen in die reale Welt zu bringen, lässt die Lösung greifbar werden. Doch das Spiel mit der Traumwelt ist gefährlich und Blue und ihre Freunde sind nicht die Einzigen, die sich ihre Wünsche herbeiträumen wollen …

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Rezension

Raven Boys 01 – Wen der Rabe ruft von Maggie Stiefvater

Wen der Rabe ruftDie Autorin: Maggie Stiefvater
Die Übersetzerinnen: Sandra Knuffinke & Jessika Komina
Originaltitel: The Raven Boys (The Raven Cycle #1)
Dt. Titel: Wen der Rabe ruft
Band: 1/4
Dt. Erstausgabe: 09.10.2013
Verlag: script5
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Jugendbuch | Mystery

Jedes Jahr im April empfängt Blue die Seelen derer, die bald sterben werden, auf dem verwitterten Kirchhof außerhalb ihrer Stadt. Bisher konnte sie sie nur spüren, nie sehen – bis in diesem Jahr plötzlich der Geist eines Jungen aus dem Dunkel auftaucht. Sein Name lautet Gansey, und dass Blue ihn sieht, bedeutet, dass sie der Grund für seinen nahen Tod sein wird. Seit Blue sich erinnern kann, lebt sie mit der Weissagung, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird. Ist damit etwa Gansey gemeint?

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Books of Faerie 02 – Ballade – Der Tanz der Feen von Maggie Stiefvater

Autorin: Maggie Stiefvater
Originaltitel: Ballad
Titel: Ballade – Der Tanz der Feen
Dt. Erstausgabe: 06/2012
Verlag: Droemer Knaur (ehemals PAN) 
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 359
ISBN-10: 3426283727
ISBN-13: 978-3-426-28372-1
Preis: 9,99 €

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Die Leseprobe findet Ihr hier.

James hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, aber hinter der
coolen Fassade verbirgt sich ein sensibler Teenager. Obwohl er es nie
zugeben würde, träumt er von der großen Liebe. Als er einem ebenso
schönen wie geheimnisvollen Mädchen begegnet, schlägt sein Herz
schneller – doch Nuala ist kein Mensch. Sie gehört zum Feenvolk und ist
zu James gekommen, um ihm ein Angebot zu unterbreiten: Sie kann aus
ihm einen berühmten Musiker machen. Aber natürlich hat der Musenkuss
einen hohen Preis … 

Inhalt

James und
Deirdre wechseln an die Thornking Ash Highschool, wo sie so mit ihrer Musik
beschäftigt sind, dass sie kaum noch Zeit füreinander haben. Nebenbei müssen
sie aber auch noch einiges von dem verarbeiten, was sie so im Sommer erlebt
haben. Währenddessen trifft James auf Nuala, einer Muse, die ihm Brillanz im
Austausch einiger seiner Lebensjahre anbietet. Trotz des verlockenden Angebotes
bleibt er standhaft, allerdings schützt ihn das nicht vor der Liebe…

Der
Protagonist

James ist
ein brillanter Dudelsackspieler, der Beste im ganzen Staat. Dennoch ist er mit
seinem Können unzufrieden und will immer MEHR. An der Schule fühlt er sich wie
der größte Außenseiter, allein schon deshalb, weil er der einzige Sackbläser
ist. Seine Liebe zu Deirdre bleibt weiterhin unerwidert, was seiner
Zwangsneurose, sich alles Mögliche auf die Hand zu schreiben, nicht gerade
förderlich ist. Er ist charmant, mutig und der Witzbold vom Dienst – nie ist er
sich für einen Gag zu schade und sein Sarkasmus ist unübertroffen.

Eigene
Meinung

Ballade –
der Tanz der Feen
“ von Maggie Stiefvater ist so anders als sein Vorgänger und
auch besser.

Der Einstieg
fiel mir zu Anfang nicht leicht, wurde man doch gleich mit zwei neuen Perspektiven
konfrontiert. Zum einen wird die Geschichte in der Ich-Form von James erzählt,
zum anderen von Nuala. Diese sich immer wieder kreuzenden Handlungsstränge
bieten viel Potential und bauen eine ganz eigene Art von Spannung auf, außerdem
bleibt so James Gegenstück nicht so flach wie damals Deirdres. Schade nur, dass
Dee dafür viel zu kurz kommt. Die einzige ihr zugedachte Rolle manifestiert
sich durch SMS-Entwürfe ihrerseits und einige kurze Gastauftritte. Dass man
sogar nichts darüber erfährt, was in den letzten zwei Monaten nach „Lamento“
passiert ist und wie die vorher liebgewonnene Protagonistin mit der Situation
klar kommt, ist ziemlich schade – spielt aber zum Schluss eine große Rolle für
den Showdown.

Ich würde
nicht sagen, dass die Charaktere besser gelungen sind. Der doppelten
Perspektive haben wir es zu verdanken, dass diese mehr Tiefgang entwickeln
können. James humorvolle Art und Nualas Kratzbürstigkeit muss man aber einfach
gern haben – zusammen ergeben sie (leider) ein viel schöneres Ensemble als Luke
und Deirdre. Immerhin gibt es einige interessante Nebenrollen, vor allem
Sullivan hat es mir angetan. Wer wünscht sich nicht so einen Lehrer? Dennoch
bleiben auch im zweiten Band viele Fragen bezüglich der Motive und Hintergründe
offen.

Die
Geschichte ist dafür umso spannender. Es passiert so viel, dass man leicht den
Überblick verlieren könnte. Dabei wird die Spannung nur langsam und
kontinuierlich gesteigert.  Die Feenwelt
entpuppt sich als verwirrender als zuvor, dafür konnte Nualas Wissen ganz neue
Perspektiven ermöglichen. Einige Zusammenhänge versteht man sogar ein bisschen
besser.

Die Musik
stand ironischerweise nicht ganz so extrem im Vordergrund. Sie war zwar
allgegenwärtig und relevant, aber drum herum gab es genug anderes zu bestaunen.
Da ich aber eine Dudelsackliebhaberin bin, wünschte ich mir umso mehr, die
Musik wirklich zu HÖREN.

Fazit

Maggie
Stiefvaters „Ballade – Der Tanz der Feen“ ist ganz anders als „Lamento“ und
auch viel besser. Die Geschichte ist temporeicher und spannender. Neue
Perspektiven lassen die Charaktere plastischer erscheinen als zuvor, leider
ging die Protagonistin des ersten Bandes irgendwie unter. Anstatt die noch
offenen Fragen zu beantworten, wurden weitere aufgehäuft. Gleichzeitig durfte
man die Feenwelt ganz neu erleben. Schwache 5/5 Bücher mit der Hoffnung auf
Band 3!

Die Autorin

© Robert Severi

Maggie Stiefvater, geboren 1981, hatte glücklicherweise immer
Schwierigkeiten, ihren Hang zu Tagträumereien und Selbstgesprächen mit
ihren Jobs zu vereinbaren. Anstatt also als Kellnerin,
Kalligraphielehrerin oder technische Redakteurin zu arbeiten, versuchte
sie es mit der Kunst. Heute lebt die New York Times-Bestsellerautorin in
den Bergen Virginias, ist verheiratet, hütet zwei kleine Kinder sowie
zwei neurotische Hunde und hofiert eine verrückte Katze. 

Die Reihe

  1. Lamento – Im Bann der Feenkönigin
  2. Ballade – Der Tanz der Feen


Books of Faerie 01 – Lamento – Im Bann der Feenkönigin von Maggie Stiefvater

Autorin: Maggie Stiefvater
Originaltitel: Lament
Titel: Lamento – Im Bann der Feenkönigin
Dt. Erstausgabe: 09/2009
Verlag: Droemer Knaur (ehemals PAN) 
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 352
ISBN-10: 3426283719
ISBN-13: 978-3-426-28371-4
Preis: 9,99 €

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Eigentlich ist Deirdre eine ganz normale Sechzehnjährige. Ganz ehrlich:
Sie findet ihr Leben gerade ein bisschen langweilig. Doch dann hat sie
immer öfter seltsame Träume, in denen ein Junge auftaucht, dessen
geheimnisvolle Augen sie verzaubern. Als er eines Tages auf einmal
leibhaftig vor ihr steht, wird Deirdres Leben alles andere als
lang­weilig und höchst gefährlich. Aber hat sie wirklich den Mut, gegen
einen uralten Fluch anzukämpfen?



Inhalt

Deirdre ist eine talentierte Musikerin. So talentiert, dass sie das Feenvolk auf sich aufmerksam macht. Allerdings ist diese Art von Aufmerksamkeit etwas, das sich niemand wünschen würde. Das „schöne Volk“ sendet nämlich ihren Meuchelmörder aus, um Dee zu töten. Aber was passiert, wenn dieser sich in sein Opfer verliebt?

Die Protagonistin

Deirdre ist Harfenistin und dabei so talentiert, dass ihr Leben nur aus, von der Mutter organisierten, Auftritten besteht. Allerdings ist jeder Auftritt für Dee die reinste Qual, denn ihr Lampenfieber zwingt sie jedes Mal dazu, sich vorher zu übergeben. Dass das allgemein bekannt ist, macht die Demütigung nicht besser. 
Sie ist eine natürliche Schönheit, die sich selbst als unscheinbar erachtet und es genießt, in der Masse unterzugehen. Durch diese „Unsichtbarkeit“ hat sie gelernt, ihre Umgebung aufmerksam zu beobachten und hat auf diese Weise viel über andere und allgemeine Fertigkeiten erfahren. Sie hört genau zu und überlegt sich zweimal, was sie sagt.  

Eigene Meinung 

„Lamento – Im Bann der Feenkönigin“ von Maggie Stiefvater bietet alles, was eine Geschichte über Feen benötigt.
Nachdem mich „Rot wie das Meer“ so für sich begeistern konnte, lag meine Messlatte ziemlich hoch. Wie erhofft / erwartet hatte Stiefvater kein Problem damit, diese zu erreichen. 
Ihr fesselnder Schreibstil schlug mich sofort in seinen Bann, auch wenn dieser doch ganz anders als gewohnt war. Die Ausdrucksweise ist jugendlicher und vor allem viel direkter. Die Gefühle sind nicht impliziert, sondern offensichtlich. Aus Sicht der Protagonistin, Deirde, erlebt man das Drama einer Teenagerliebe, im Zusammenhang mit dem verqueren Verhalten der Feen, hautnah.
Die Charaktere sind ihr gut gelungen, allerdings konzentriert sich Stiefvater extrem auf die Protagonistin. Selbst die wichtigeren Nebencharaktere erscheinen recht undurchsichtig und handeln oft unerklärt. Das war ein bisschen schade, denn viele Charaktere waren recht liebenswert oder einfach interessant. Bei anderen wiederum wären meiner Meinung nach einige Erklärungen wirklich nötig gewesen!

Die Geschichte ist überraschend anders und doch dem Feenmythos angemessen. Wieder einmal verknüpft Stiefvater Gegenwart und Mythos auf eine einzigartige Weise und lässt ihrer Fantasie freien Lauf. 
Es gibt eine leicht erkennbare Spannungskurve, auch wenn der Grundtenor eher seicht ist. Dass die Musik eines der Hauptthemen ist, ist nicht weiter überraschend. Für mich ist es nur nicht leicht, mich darauf einzulassen. Ich kann selbst kein Instrument spielen, noch Noten lesen und war in meiner Vorstellungskraft dann doch stark eingeschränkt. Gleichzeitig habe ich mir nichts sehnlicher gewünscht als die Musik hören zu können, die die ganze Zeit beschrieben wird. Ein Soundtrack zum Buch wäre schön!

Die Liebesgeschichte ist nichts Neues, aber angenehm zu lesen. Umso überraschender dann das Ende, das mich zutiefst berührt hat!

Die Cover der zweiten Auflage finde ich ganz toll – so schlicht und doch so passend! Auch der Titel, der sich buchstäblich im Roman wieder findet, ist sehr gelungen.

Fazit 

Maggie Stiefvaters „Lamento – Im Bann der Feenkönigin“ war vielleicht nicht perfekt oder annähernd so umwerfend wie „Rot wie das Meer, dafür aber unterhaltsam. Es ist eine ruhige Geschichte, voller Poesie und doch soviel jugendlicher als ich erwartet habe. Ein paar Erklärungen hinsichtlich einiger Charaktere fehlten mir, dafür war der Mythos umso logischer. Eine gute Leistung mit einem erstaunlichen Ende – 4/5 Bücher!

Die Autorin

© Robert Severi

Maggie Stiefvater, geboren 1981, hatte glücklicherweise immer
Schwierigkeiten, ihren Hang zu Tagträumereien und Selbstgesprächen mit
ihren Jobs zu vereinbaren. Anstatt also als Kellnerin,
Kalligraphielehrerin oder technische Redakteurin zu arbeiten, versuchte
sie es mit der Kunst. Heute lebt die New York Times-Bestsellerautorin in
den Bergen Virginias, ist verheiratet, hütet zwei kleine Kinder sowie
zwei neurotische Hunde und hofiert eine verrückte Katze. 

Die Reihe

  1. Lamento – Im Bann der Feenkönigin
  2. Ballade – Der Tanz der Feen

 

Rot wie das Meer von Maggie Stiefvater

© Script 5

Autor(in): Maggie Stiefvater
Titel: Rot wie das Meer
Dt. Erstausgabe: 11/2012
Verlag: Script 5
Format: Hardcover
Seitenzahl: 430
ISBN-10: 3839001471
ISBN-13: 978-3-839-00147-9
Preis: 18,95 €

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Die Leseprobe findet Ihr hier.

Klappentext

Jedes Jahr im November wird die Insel Thisby von Capaill Uisce
heimgesucht, Meereswesen, die in Gestalt wunderschöner Pferde Tod und
Verderben bringen. Schnell wie der Seewind und tückisch wie das Meer,
ziehen sie die Menschen in ihren Bann.
Wie viele junge Männer der
Insel fiebert auch Sean Kendrick dem Skorpio-Rennen entgegen, bei dem
sie auf Capaill Uisce gegeneinander antreten. Nicht wenige bezahlen
dafür mit ihrem Leben.
Das diesjährige Rennen aber wird sein wie
keines zuvor: Als erste Frau wagt Puck Connolly, sich einen Platz in
dieser Männerwelt zu erkämpfen. Sie gewinnt den Respekt von Sean
Kendrick, der ihr anfangs widerwillig, dann selbstlos hilft. Schließlich
fällt der Startschuss und auch diesmal erreichen viele Reiter nicht das
Ziel.
Ihr Blut und das ihrer Capaill Uisce färben die Wellen des Meeres rot …

Inhalt & Charaktere

Auf einer Insel namens Thisby findet einmal im Jahr ein ganz
besonderes Rennen statt – das Scorpio-Rennen. Das Besondere daran ist, dass
dort keine gewöhnlichen Pferde geritten werden, sondern Wasserpferde. Diese Capall
Uisce werden im Oktober und November von der starken Flut ans Land gespült, wo
sie hungrig und verwirrt Jagd auf alles machen, was sich bewegt. Irgendwann
haben die Männer, wohl um sich etwas zu beweisen, angefangen, diese Pferde zu
fangen und zu trainieren. In einem blutigen Wettstreit kämpfen sie darum, ihre
Capaill vom Wasser und den anderen Mitstreitern fernzuhalten und dabei noch der
Schnellste zu sein.
Wie jedes Jahr nimmt auch Sean Kendrick an diesem Rennen teil.
Er führt die Traditon fort und hat es sogar geschafft, das Capall seines
verstorbenen Vaters erneut einzufangen. Dieses trainiert er nun auch schon seit
vielen Jahren und hat eine starke Bindung zu diesem. Sein größter Wunsch ist
es, Corr zu kaufen, aber das wird ihm nur gewährt, wenn er auch dieses Rennen
gewinnt.
Kate Connolly ist ein Waisenkind. Gemeinsam mit ihren beiden
Brüdern lebt sie in dem heruntergekommenen Haus ihrer verstorbenen Eltern.
Diese sind bei einem Bootstrip von Capaill erwischt und gefressen worden,
sodass ihre Kinder nicht nur große Angst vor den Wasserpferden haben, sondern
alle Traditionen rund um das Scorpiorennen geradezu verabscheuen.
Als in diesem Jahr Kates ältester Bruder Gabriel beschließt,
aufs Festland zu ziehen, meldet sich Kate für das Rennen an, um ihn zum Bleiben
zu bewegen. Da sie ihre Angst nicht zu überwinden vermag, meldet sie sich mit
ihrer Stute Dove an. Dabei ahnt sie nicht, was es bedeutet mit einem Pferd
gegen ein Wasserpferd anzutreten und was sonst noch für Komplikationen und
Hürden auf sie warten…

Eigene Meinung

Rot wie das Meer von Maggie Stiefvater ist für mich nicht
nur mein Highlight im November, es ist mit Abstand mein Highlight des Jahres.
Der Schreibstil ist einzigartig. Bildreich, markant und minimalistisch.
Jedes Kapitel, jede Szene ist gut durchdacht und trägt zum Gesamtbild bei.
Die Pferde stehen ganz klar im Vordergrund. Selbst die
Protagonisten verblassen neben den Capaill Uisce. Stiefvater hat eine ganz
eigene Version der Kelpie Legenden entstehen und spürbar Herzblut mit
einfließen lassen.
Auch hier darf eine Lovestory nicht fehlen, doch die ist so
dezent, dass man sie zu Anfang leicht übersehen kann. Zwischen den Zeilen
verstecken sich tiefe Emotionen und auf der zwischenmenschlichen Ebene zählen Taten
viel mehr als Worte.
Die Charaktere sind einzigartig, ein wenig verschroben und
einfach passend. Sie verkörpern die Ideale und Werte, die dem Leser vermittelt
werden sollen. Bestes Beispiel hierfür geben die Protagonisten ab:
Da haben wir zum Einen den passionierten Reiter, der die
Wasserpferde und das Scorpio-Rennen liebt. Zum Anderen das Waisenkind, das sich
der Insel, ihrer Familie und ihrem Pferd verbunden fühlt, aber einen großen
Verlust erlitten hat und so von Kindesbeinen an der blutigen Tradition
furchtsam gegenüber stand.
Beide könnten nicht unterschiedlicher sein und gemeinsam
wachsen sie über sich hinaus. Allgemein sind die Figuren in diesem Roman
unglaublich vielschichtig, interessant und vor allem glaubwürdig. Sie haben
Fehler, sind nicht perfekt weder äußerlich noch von ihrer Persönlichkeit her.
Maggie Stiefvater hat eine ganz eigene Welt erschaffen. Das
Inselleben ist nicht leicht und manchmal hat man das Gefühl, die Bewohner
würden eine Art Symbiose mit diesem Ort eingehen. Wem das nicht gelingt, wird
verstoßen und zieht früher oder später freiwillig ans Festland.
Die Geschichte als solche ist ebenso einzigartig und
verschroben wie die Charaktere. Es ist bestimmt nichts für jedermann, aber wenn
man sich auf das Abenteuer einlässt, wird man verzaubert. Es ist
unvergleichlich und schwer zu beschreiben, aber ich glaube, ich habe einen Teil
meines Herzens an Thisby und die Capaill verloren.
Als bekennender Pferdeliebhaber war es für mich ein ganz
besonderes Abenteuer. Es ist nicht leicht, sich ein Pferd als Raubtier
vorzustellen, aber auch hier gilt: spielt man mit und lässt seiner Fantasie
freien Lauf, funktioniert der Rest von selbst.
Abgesehen von der eigentümlichen Spannung, die diesem Roman
anhaftet, kann die Liebesgeschichte voll und ganz überzeugen. Weiter oben habe
ich ja schon erwähnt, dass sie eher zwischen den Zeilen zu finden ist und das
ist genau richtig. Es ist weder kitschig noch klischeehaft. Die Gefühle sind
nicht nur glaubhaft, sondern wirklich tiefgreifend und ich war durchaus zu
Tränen gerührt.

Fazit

Maggie Stiefvaters „Rot wie das Meer“ ist ein Must-Read für
jeden Fan von neu verpackten Mythen und Legenden, anspruchsvollen Charakteren
und eigentümlichen Traditionen. Wer den ewigen Kitsch satt hat und ein wenig
Blut vertragen kann, ist auf Thisby genau richtig. Für mich ist es DAS Buch im
Jahr 2012.

Die Autorin

© Robert Severi
Maggie Stiefvater, geboren 1981, hatte glücklicherweise immer
Schwierigkeiten, ihren Hang zu Tagträumereien und Selbstgesprächen mit
ihren Jobs zu vereinbaren. Anstatt also als Kellnerin,
Kalligraphielehrerin oder technische Redakteurin zu arbeiten, versuchte
sie es mit der Kunst. Heute lebt die New York Times-Bestsellerautorin in
den Bergen Virginias, ist verheiratet, hütet zwei kleine Kinder sowie
zwei neurotische Hunde und hofiert eine verrückte Katze.