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[TTT #302] 10 Bücher, deren Titel mit einem E beginnen

E ist der Buchstabe, der im deutschen Sprachgebrauch am häufigsten verwendet wird. Wusstet Ihr das? Gleich darauf folgt das A, falls Ihr also mal über einem Kreuzworträtsel oder Ähnlichem brütet ist es in den meisten Fällen ein E oder ein A, das Ihr sucht 😉 dementsprechend einfach war es jedenfalls auch, 10 Buchtitel zu finden, die mit diesem Buchstaben beginnen. 3 davon habe ich sogar erst letzten Monat gelesen…

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Grischa 02 – Eisige Wellen von Leigh Bardugo

© CARLSEN Verlag
Autorin: Leigh Bardugo
Übersetzer: Henning Ahrens
Dt. Reihentitel: Grischa-Trilogie
Dt. Titel: Eisige Wellen
Dt. Erstausgabe: 07/2013
Verlag: Carlsen
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Format: Hardcover
Seitenzahl: 448
ISBN-10: 3551582963
ISBN-13: 978-3551582966
Preis: 18,90 €
Nur weg aus Rawka – das ist Alinas und Maljens einziger Gedanke nach dem furchtbaren Kampf gegen den Dunklen. Doch selbst an ihrem Zufluchtsort jenseits der Wahren See erreichen sie die Gerüchte: Der Dunkle habe das Gefecht auf der Schattenflur überlebt und strebe nach dem Zarenthron. Und er wird nicht ruhen, bis er Alina gefunden hat. Denn um seine Macht ins Unermessliche zu vergrößern, braucht er ihre Hilfe – ob freiwillig oder nicht.


Inhalt

Alina und Maljen ist es gelungen, über die Wahre See zu fliehen. In Kofton leben sie ein bescheidenes Leben und arbeiten hart daran, Geld für die Weiterreise zu verdienen. Kurz bevor es soweit ist, taucht der Dunkle auf und entführt die beiden auf ein Schiff, wo sie den Eisdrachen suchen. Eine weitere Märchengestalt, ein weiterer Kräftemehrer? Alina ist sich sicher, dass keine Grischa jemals mehr als einen Kräftemehrer tragen darf, doch gleichzeitig ruft etwas in ihr noch nach viel mehr…

Meine Meinung

Grischa – Eisige Wellen“ von Leigh Bardugo erfüllte nicht nur meine Erwartungen, es hat diese und seinen Vorgänger bei weitem übertroffen!
Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das eingebildet habe, aber dieser Band hat sich noch flüssiger gelesen als Goldene Flammen. Weiterhin erzählt Alina aus der Ich-Perspektive ihre Geschichte und tut dies mit einem trockenen Humor, an den ich mich nicht erinnern kann. Mir persönlich gefällt das natürlich, ich bin immer für ein paar Lacher!
Die Charaktere erreichten mehr Tiefgang und waren doch im steten Wandel:
Alina Starkova hat nichts mehr mit dem schwachen, schüchternen Mädchen gemein, das man in Goldene Flammen kennengelernt hat. Während sie sich Maljen zuliebe von Rawka fernhält, leidet sie im Stillen darunter, dass sie ihre Macht nicht mehr einsetzen darf. Außerdem fühlt sie sich, als würde sie ihr Land im Stich lassen, ist sie doch die Einzige, die den Dunklen besiegen und die Schattenflur zerstören kann. Im Laufe der Geschichte entdeckt sie, dass sie dem Dunklen gar nicht so unähnlich ist beginnt, an sich selbst zu zweifeln. So ehrenhaft ihre Absichten zurzeit noch sein mögen, wird sie standhaft genug sein, der Macht zu widerstehen?
Maljen klammert sich krampfhaft an den Gedanken, die alte Alina zurückzubekommen. Die Alina, die keine Grischa ist – doch wie soll das gehen? Er begreift nicht, was es bedeutet, seine Macht versiegen zu lassen, überhaupt was es bedeutet, eine Grischa zu sein. Er verhält sich genau so, wie u. a. der Dunkle prophezeit hat und treibt so einen immer größer werdenden Keil zwischen sich und Alina. Dabei grämt es ihn, dass er ein Fahnenflüchtiger ist, der ehrlos aus der Armee entlassen wurde. Er fühlt sich unnütz und Alina nicht würdig.
Man erlebt als Leser ein stetes Auf- und Ab der Gefühle. So sehr ich mir auch Mühe gegeben habe, Maljen zu verstehen, so unsympathisch wurde er mir. Vor allem durch eine neue Person, die mein Herz im Sturm erobert. Innerhalb weniger Seiten war der fragwürdige Freibeuter Sturmhond plastischer als Maljen in 1 ½ Bänden, was ich doch schon irgendwie arg schlimm fand.
Die Geschichte geht rasant los. Die Ereignisse überschlagen sich und man kann nie vorhersehen, in welche Richtung sich das Geschehen entwickeln wird. Das geht aber nur die erste Hälfte so, denn danach widmet Bardugo sich erst einmal ausgiebig den zwischenmenschlichen Beziehungen und Kriegsstrategien. Etwas, wogegen ein echter Fantasyleser nie was einzuwenden hat, aber oftmals wünschte ich mir, dass sie endlich handeln würden anstatt sich dauerhaft im Kreis zu drehen.

Fazit

Leigh Bardugos „Grischa – Eisige Wellen“ ist eine überaus gelungene Fortsetzung, die mir noch besser gefiel als Band 1. Die Charaktere entwickeln sich kontinuierlich und unübersehbar weiter und bis auf eine leichte Durststrecke verläuft die Geschichte rasant und unvorhersehbar. Das Ende ist zwar passend, hat mich persönlich aber nicht wirklich zufriedengestellt, weswegen ich inständig hoffe, nicht allzu lange auf Band 3 warten zu müssen. Ein klares Muss für Fans der Reihe und all jene, die mal Lust auf etwas andere High Fantasy haben – 5/5 Bücher!

Die Autorin

© CARLSEN Verlag

Leigh Bardugo wurde 1975 in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf. Sie studierte an der Yale University. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Make-up-Artist. Grischa – Goldene Flammen ist ihr erster Roman, danach folgten zwei weitere Bände der Saga um die Sonnenkriegerin Alina.

Die Reihe

Grischa Trilogie

  1. ??? / Six of Crows (The Dregs #1)
  2. ??? / ??? (The Dregs #2)

Prefer it in English?


Originalcover

© Macmillan Publishers

Grischa 01 – Goldene Flammen von Leigh Bardugo

© CARLSEN Verlag
Autorin: Leigh Bardugo
Übersetzerin: Henning Ahrens
Dt. Reihentitel: Grischa-Trilogie
Dt. Titel: Goldene Flammen
Dt. Erstausgabe: 08/2012
Verlag: Carlsen
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Format: Hardcover
Seitenzahl: 352
ISBN-10: 3551582858
ISBN-13: 978-3551582850
Preis: 17,90 €
Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich angezogen? Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen?

Inhalt

Alina Starkowa ist Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Gemeinsam mit ihrem Freund Maljen, der zu den besten Fährtenlesern gehört, ist sie als Waisenkind aufgewachsen und so an Armut gewöhnt, dass ihr das Leben in der Armee als richtiggehend angenehm erscheint.

Für die Grischa, die Zauberer, hat sie nichts als verächtliche Blicke übrig, vor allem wenn diese außergewöhnlich schönen Frauen ein Auge auf ihren besten Freund geworfen haben. Der beste Freund, der sich zu einem Weiberheld entwickelt hat und für den sie mehr empfindet als eine gute Freundin sollte.
Das Einzige, was ihr mehr Angst macht als der Verlust Maljens, ist die Furcht vor der Durchquerung der Schattenflur – einer schwarzen Nebelbank, die jegliches Licht verschluckt und voller Monster ist. Offensichtlich steht ihr an diesem Tag gleich beides bevor, denn während der Reise durch die Schattenflur werden sie angegriffen und sowohl Maljen als auch Alina werden schwer verletzt. Kurz bevor eines der Ungeheuer Maljen töten kann, wirft sich Alina auf ihn, um ihn zu schützen und das Letzte, woran sie sich erinnert ist ein gleißendes Licht…
Wieder bei Bewusstsein wird sie von Soldaten vor den Dunklen, den Anführer der Grischa geführt, der ihr erklärt, dass sie die Quelle dieses Lichtes gewesen sei. Als solche muss sie unverzüglich in die Hauptstadt gebracht und ausgebildet werden da sie die einzige Hoffnung auf das Ende der Schattenflur ist…

Charaktere

Alina Starkowa ist in jeder Lebenslage weniger als Durchschnitt. Von Kindesbeinen an hat sie dunkle Augenringe, wirkt stets ausgemergelt und ist schnell erschöpft. Sie vermag so gut zu zeichnen, dass sie als Kartografin arbeiten darf, aber nicht gut genug, um eines Lobes würdig zu sein. Die meiste Zeit über neigt sie zur Lethargie – lieber im Stillen jammern, als irgendetwas gegen die Situation zu unternehmen.

Im Laufe des Romanes entwickelt sie sich jedoch weiter und erstrahlt gemeinsam mit ihrer Gabe. Als Sonnenkriegerin wird ihr mehr Aufmerksamkeit zuteil als jemals zuvor, doch sie übt sich in Demut und Bescheidenheit. Natürlich geht der Glanz der Grischas nicht spurlos an ihr vorüber, aber sie ist meilenweit davon entfernt, eine der versnobten Zauberinnen zu werden.
Maljen ist ebenfalls Waise und für ihn ist Alina seine Familie. Er gab ihr einst das Versprechen, sie immer und überall zu finden, und hält eisern Wort. Aus dem kleinen, pummeligen Jungen wurde ein stattlicher Mann, der eine große Begabung zum Spurenlesen hat. Von allen Frauen begehrt, hat er sich zu einem Weiberheld entwickelt, darüber jedoch nie Alina vergessen, auch wenn sie das nicht sieht. Er ist ein Spaßvogel, kann aber auch ernst sein.

Meine Meinung

Grischa – Goldene Flammen“ von Leigh Bardugo war wohl mit die größte Überraschung für mich. Nach der Leseprobe hatte ich eine gewisse Vorstellung von dem Roman, die sich immer weiter ausgebaut hat, je länger ich darauf warten musste, diesen zu lesen.

Einmal angefangen war ich recht schnell gefesselt. Der Prolog war eine freudige Überraschung, hatte ich doch damit gerechnet, noch einmal die Leseprobe zu durchleben, bevor es etwas Neues für mich gibt. Die ersten Kapitel hatten erneut dieselbe Wirkung auf mich und ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht. Die Grundidee ist nicht neu; mittelloses, schwaches Mädchen entdeckt magische Kräfte und ist die Rettung der Welt, aber mich spricht es doch immer wieder an. Ich neige halt selbst zu Wiederholungstaten…
Das Setting ist überaus gelungen. Russland als Basis für eine Fantasygeschichte zu nehmen, ist noch unverbraucht und vielversprechend. Dieses Land hat seine ganz eigene Magie und alles ist ein wenig ernster und düsterer.
Die Geschichte wird aus Sicht von Alina in der 1. Person erzählt. Das ist vor allem wichtig, um den Zusammenhang zwischen ihrer Gefühlswelt und ihrer Magie zu verstehen. Der Schreibstil lädt zum Lesen ein und man kriegt genug Inspiration, um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.
Die Charaktere sind gut gelungen. Auf den ersten Blick wirken sie farblos und flach, aber je besser man sie kennen lernt, desto realer und vielschichtiger werden sie. Sie stecken voller Überraschungen, machen Fehler und sind nicht perfekt.
Die Geschichte ist ein Weg voller unerwarteter Wendungen, Hindernissen und Gefahren. Manche Passagen sind leicht begehbar, andere steinig, aber das Ziel ist noch lange nicht in Sicht. Einigen wird es wohl an Spannung mangeln, denn Action wird nicht gut verpackt. In der Regel ist es vorhersehbar, falsch beschrieben und viel zu schnell und leicht zu Ende. Mich hat am Meisten gestört, dass die Akteure ziemlich lange Leitungen haben.
Dafür sind der Autorin andere Szenen umso besser gelungen. Einer meiner absoluten Highlights ist ja die Stelle, an der sie erkennt, warum sie ihre Gabe nicht voll nutzen kann. Für solche eher stilleren Szenen, die dennoch bedeutsam sind, hat Bardugo ein richtiges Händchen. Spannende Kämpfe sollte sie noch mal recherchieren.
Auf der Gefühlsebene herrscht das reinste Chaos und als Leser habe ich darunter ziemlich gelitten. Gelitten im positiven Sinne, denn spätestens nach dem „Ball“ konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Viele emotionalen Regungen erschienen mir am Anfang sprunghaft und nicht nachvollziehbar, aber in der Regel hat sich das später noch geklärt.
Die Aufmachung des Romanes ist wirklich schön, auch wenn ich davon abrate, den Schutzumschlag abzunehmen. Das eigentliche Buch ist nicht schön und ich weiß auch nicht genau, inwiefern das zu der Geschichte passen soll… na ja, dafür ist das Cover ansprechend, schlicht und schön. Jeder Kapitelanfang wurde verziert, teilweise sogar passend zum Inhalt.

Fazit

Leigh Bardugos „Grischa – Goldene Flammen“ ist der Auftakt zu einer vielversprechenden Reihe, die auf ihre eigene Art etwas ganz Besonderes ist. Ansprechendes, neues Setting, vielversprechende Charaktere und eine Heldin, die als solche nichts Besonderes wäre, wenn ihre Gabe nicht gebraucht werden würde. Das Buch mag nicht für jedermann etwas sein, aber ich freue mich schon auf Band 2 und kann durchaus eine Leseempfehlung aussprechend. Gute 4/5 Bücher.

Buchtrailer

Die Autorin

© CARLSEN Verlag

Leigh Bardugo wurde 1975 in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf. Sie studierte an der Yale University. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Make-up-Artist. Grischa – Goldene Flammen ist ihr erster Roman, danach folgten zwei weitere Bände der Saga um die Sonnenkriegerin Alina.

Verfilmung – ja oder nein?

Dreamworks hat sich die Rechte für die Grische-Trilogie gesichert und der Producer der Harry Potter Filme, David Heyman, möchte sich an dieser Reihe versuchen. Weitere Infos findet Ihr hier:

Die Reihe

Grischa Trilogie

  1. Die Hexe von Duwa / The Witch of Duva (The Grisha #0.5)
  2. Goldene Flammen / Shadow and Bone (The Grisha #1)
  3. ??? / The Tailor (The Grisha #1.5)
  4. Eisige Wellen / Siege and Storm (The Grisha #2)
  5. Der allzu schlaue Fuchs / The Too-Clever Fox (The Grisha #2.5)
  6. ??? / Little Knife (The Grisha #2.6)
  7. Lodernde Schwingen / Ruin and Rising (The Grisha #3)

Grischa Spin-Off: The Dregs

  1. ??? / Six of Crows (The Dregs #1)
  2. ??? / ??? (The Dregs #2)

Prefer it in English?


Originalcover

© Macmillan Publishers