Schlagwort-Archiv: Historische Fantasy

Rezension

Götterkind 2 (Edda Reloaded) von T. S. Elin

Götterkind 2Die Autorin: T. S. Elin
Dt. Reihentitel: Edda Reloaded
Dt. Titel: Götterkind 2
Band: 2/5
Dt. Erstausgabe: 08.09.2017
Genre: Historische & Urban Fantasy

Annora, die junge Vanengöttin ahnt nicht, dass Odin ihr ein besonderes Schicksal bestimmt hat. Sich ihrer göttlichen Herkunft nicht bewusst, wächst sie arglos und von ihren Eltern behütet in Englands tiefstem Mittelalter auf. Als Odins dunkler Wolfsohn Arawn auf dem Nachbargut auftaucht, verändert eine unerwartete Liebe das Schicksal aller – für immer!

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Rezension

Götterkind 1 (Edda Reloaded) von T. S. Elin

Götterkind 1Die Autorin: T. S. Elin
Dt. Reihentitel: Edda Reloaded
Dt. Titel: Götterkind 1
Band: 1/5
Dt. Erstausgabe: 21.04.2017
Genre: Historische & Urban Fantasy

Annora, die junge Vanengöttin ahnt nicht, dass Odin ihr ein besonderes Schicksal bestimmt hat. Sich ihrer göttlichen Herkunft nicht bewusst, wächst sie arglos und von ihren Eltern behütet in Englands tiefstem Mittelalter auf. Als Odins dunkler Wolfsohn Arawn auf dem Nachbargut auftaucht, verändert eine unerwartete Liebe das Schicksal aller – für immer!

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Feuer & Glas 02 – Die Verschwörung von Brigitte Riebe

© Heyne Verlag
Autorin: Brigitte Riebe
Dt. Reihentitel: Feuer & Glas
Dt. Titel: Die Verschwörung
Dt. Erstausgabe: 04/2014
Verlag: Heyne fliegt
Format: Hardcover
Seitenzahl: 384
ISBN-10: 3453267397
ISBN-13: 978-3453267398
Preis: 16,99 €
Die Leseprobe findet Ihr hier.
Konstantinopel im Jahr 1509: Milla, das Mädchen, das über die Kräfte des Feuers gebietet, und Luca, der Junge, dessen Familie zu den Wasserleuten gehört, suchen in der sagenumwobenen Stadt am Bosporus Millas Vater Leandro. Doch als sie ihn endlich finden, kann er sich an nichts erinnern. Nicht an sein früheres Leben und nicht an Milla. Milla ahnt, dass sie selbst und ihre Liebe zu Luca in höchster Gefahr sind, wenn es ihr nicht gelingt, das dunkle Geheimnis um Leandro zu lüften…

In der uralten Lagunenstadt Venedig sind sie sich das erste Mal begegnet: die sechzehnjährige Milla, die von den Feuerleuten abstammt, und Luca aus dem Geschlecht der Wasserleute. Ihre Liebe zueinander ist seitdem nicht erloschen. Als Milla nach Konstantinopel aufbricht, um ihren Vater Leandro zu suchen, begleitet Luca sie. Über Leandros Leben und Verschwinden liegt ein dunkles Geheimnis, das Milla nun endlich ergründen will. Die so lange herbeigesehnte Begegnung mit ihrem Vater verläuft jedoch anders als erwartet: Leandro scheint sich an nichts aus seiner Vergangenheit zu erinnern, auch nicht an Milla. Während das Feuermädchen verzweifelt herauszufinden versucht, was ihrem Vater das Gedächtnis geraubt hat, wird die Stadt von einem gewaltigen Erdbeben erschüttert. Fast zu spät wird Milla und Luca klar, dass nur der Bund aus Feuer und Wasser die Stadt am Bosporus retten kann. Ausgerechnet in der Stunde der höchsten Not wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt, denn der gut aussehende Baumeister des Sultans scheint alles daranzusetzen, Millas Herz zu gewinnen…

Inhalt

Milla und ihre Freunde haben die beschwerliche Reise nach Konstantinopel bewältigt mit der vagen Hoffnung, ihren Vater zu finden. So komfortabel das Leben in Nikos‘ Haus auch ist, strapaziert die Warterei doch ganz schön Millas Geduld. Kurzerhand begibt sie sich selbst auf die Suche und bringt damit sich und die anderen in größte Gefahr. Immerhin wird das Risiko belohnt: mitten im Palast findet sie ihren Vater, aber er kann sich an nichts mehr erinnern – nicht mal an seine eigene Tochter…

Eigene Meinung

Feuer & Glas – Die Verschwörung“ von Brigitte Riebe ist ein netter Abschluss, der allerdings an einigen Stellen schwächelt und zu viele lose Fäden hat.

Der Schreibstil liest sich gewohnt flüssig, ist aber viel zu stetig für die vielen Erzählperspektiven. Da der Wechsel dazwischen nicht einmal gekennzeichnet ist, war ich mehr als einmal verwirrt, wenn von einer Seite auf die anderen plötzlich ein kompletter Szenenwechsel stattfand. Die Beschreibungen sind zwar auch dieses Mal sehr bildhaft, aber sie schaffen es leider nicht diese tolle Atmosphäre zu kreieren, die den ersten Band ausgemacht hat. Erzählt wird die Geschichte jeweils im personalen Erzählstil.

Die Charaktere entwickeln sich nicht wirklich weiter, abgesehen von Milla, die ein paar neue Fähigkeiten dazu gewinnt.

Millas Tante Ysa wird schmerzlich vermisst, vor allem in ihrer Funktion als Schlichterin.

Die Rolle von Savinia, Millas Mutter, hat sich mir ehrlich gesagt nicht ganz erschlossen. Sie ist zwar Teil der Geschichte, aber trägt absolut nichts dazu bei. Abgesehen von Streitereien mit ihrer Tochter.

Alisar ist noch die gleiche Zicke wie zuvor, nur dass dieses Mal erwartet wird, dass man sie mag. Eine seltsame Kombination, die mir nicht wirklich gefallen hat.

Marco leidet unter seiner Gefangenschaft. Während der Admiral versucht, ihn zu brechen, durchlebt er einen Moment der Schwäche, indem er tatsächlich an seinen Freunden und den zarten Gefühlen für Alisar zweifelt. Leider sind beim ersten Wiedersehen all seine Zweifel und seltsamerweise auch seine Gefühle für Letztere verflogen.

Nikos ist ganz der Alte. Ein reicher Sammler (Menschen bevorzugt), der eine hilfreiche Vaterfigur darstellt.

Luca hätte eindeutig mehr Abschnitte verdient gehabt. Für mich war er so unnahbar wie am Anfang, sodass ich nahezu erschrocken war, wenn er seine Gefühle für Milla ausgelebt hat.

Milla hat leider nicht wirklich dazu gelernt. Auch wenn ihre Impulsivität genau wie das Feuer zu ihr gehört, hätte man auf viele ihrer unbedachten Aktionen gut verzichten können. Das Spannendste, das sie zu bieten hat, ist ihr neuestes Talent zu heilen – allerdings ist das mehr Mittel zum Zweck als eine ausgearbeitete Idee. Nichtsdestotrotz ist sie immer noch so sympathisch, dass man sie einfach gern haben muss.

Die interessanteste Figur ist mit Abstand Enya. Sie ist mysteriös und so hilfsbereit und engagiert, dass man sie einfach lieben muss. Neben Ganesh ist sie auch die Einzige, die tatsächlich hilfreich ist und gute Ideen hat. Schade, dass man nicht mehr über ihre Hintergründe erfährt.

Ganesh ist so ein süßer Schatz, der mich immer wieder zum Lächeln brachte. Er war das Licht am Ende des Tunnels und jedes Mal aufs Neue die Rettung für seine Freunde.

Die Geschichte knüpft relativ nahtlos an den Vorgänger an und erstaunlicherweise fiel mir der Einstieg gar nicht schwer. Dementsprechend schnell hatte ich auch in etwa die Hälfte gelesen bis dann die Handlung stagnierte und nur schwerlich vorwärts kam. Dabei beinhaltete auch der zweite Band so viele gute Ideen und Ansätze, die nur leider so gut wie nie weiter ausgearbeitet wurden. So war schnell klar, dass sich im „großen“ Finale einiges zusammenhäufen wird, von dem nur wenig nicht vorhersehbar war. Viel mehr geärgert hat mich allerdings das Unvermögen beziehungsweise die fehlende Bereitschaft der Protagonisten, sich durchzusetzen. Milla wurde zum Spielball des Padischars und seines Sohnes, obwohl sie doch ihr Feuer hätte, mit dem sie mehr als einmal hätte fliehen können. Jugendbuch schön und gut, aber wenn man seine Figuren mit Fähigkeiten ausstattet, sollten sie diese auch nutzen – und zwar nicht nur für Showeinlagen und Taschenspielertricks.

Die Liebesgeschichte war überraschend unwichtig, was für mich eine der wenigen positiven Überraschungen war. Kein großes Drama und keine Dreiecksgeschichte – was für eine schöne Abwechslung!

Fazit

Brigitte Riebes „Feuer & Glas – Die Verschwörung“ ist eine sehr ruhige Fortsetzung, die ein schönes rundes Ende darstellt, aber doch einige lose Fäden hat. Die Charaktere sind noch ganz die Alten, dafür darf man einige neue, interessante Persönlichkeiten kennenlernen. Die Geschichte ist durchaus lesenswert, Spannung kommt allerdings kaum auf. Vor allem aber musste ich die tolle Atmosphäre vermissen, die uns das historische Venedig im ersten Band beschert hatte. Wer den ersten Teil mochte, sollte sich auch diese Fortsetzung nicht entgehen lassen, aber für mich reicht es dieses Mal leider nur für gute 3/5 Bücher.

Die Autorin

© Schelke Umbach
Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Zu ihren bekanntestenhistorischen Romanen zählen „Pforten der Nacht“, die beiden erfolgreichen Jakobsweg-Romane „Straße der Sterne“ und „Die sieben Monde des Jakobus“ sowie „Die Braut von Assisi“ über das Leben des heiligen Franziskus. Und neu im Diana Verlag: „Die Pestmagd“ über das verheerende Peststerben in Köln um 1540 und „Die geheime Braut“, ein Roman der die spannende Schöpfungsgeschichte der drei weltberühmten Grazien vonLucas Cranach erzählt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

Die Reihe

Feuer & Glas Dilogie
  1. Der Pakt
  2. Die Verschwörung

Mein Dank geht an…

…den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
Zeitgenossen-01-Gemmas-Verwandlung

Zeitgenossen 01 – Gemmas Verwandlung von Hope Cavendish

Autorin: Hope Cavendish
Dt. Reihentitel: Zeitgenossen
Dt. Titel: Gemmas Verwandlung
Dt. Erstausgabe: 08/2013
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 224
ISBN-10: 1491074604
ISBN-13: 978-1491074602
Preis: 8,99 €

1599 in London. Die junge Apothekertochter Gemma Winwood wird im Hafen
von Vampiren überfallen. Der Vampir Viscount Arlington rettet sie, indem
er sie in seinesgleichen verwandelt. Er zeigt ihr, wie sie mit ihrem
neuen Dasein umgehen kann und dass sie keine Menschen töten muss, um zu
überleben.
Doch Arlington scheint ein Verräter zu sein und Gemma
flieht aus London. In einem kleinen Dorf in Südschottland findet sie für
eine Weile Zuflucht – bis die Bewohner sie dort der Hexerei
bezichtigen.

Dies soll indes nicht die letzte Bedrohung
bleiben, der Gemma ins Auge blicken muss. Sie trifft auf gefährliche
Feinde und findet dennoch auch echte Freunde, die allesamt ihre
Wegbegleiter werden.
Ihre Zeitgenossen.
 

Inhalt 

Gemma strebt ein Leben als Apothekerin an – nahezu ein Ding der Unmöglichkeit zu ihrer Zeit. So weit soll es aber auch nie kommen, denn eines Abends wird sie von Vampiren überfallen und tödlich verwundet. Der Viscount Arlington findet sie und sieht nur eine Möglichkeit, sie zu retten: er verwandelt sie ebenfalls in einen Vampir. Er ist es auch, der ihr zeigt, wie man als Vampir zurechtkommt und vor allem wie man auf Menschenblut verzichten kann. Nach anfänglichen Schwierigkeiten beginnt sie, das Leben als Vampirin zu genießen und verliebt sich in ihren Retter. Doch dann erfährt sie, dass er ein Verräter ist und Gemma sucht ihr Heil in der Flucht…

Eigene Meinung

Zeitgenossen – Gemmas Verwandlung“ von Hope Cavendish ist eine einzigartige Geschichte, die jeden Vampir-Fan begeistern wird.
Das Einzigartige an diesem Reihenauftakt ist Cavendishs Schreibstil, zeichnet sich dieser doch vor allem dadurch aus, dass es einem Bericht oder Protokoll gleicht. Eine Erzählform, die so trocken klingt und durch die gewählte Ich-Perspektive und die einnehmende Art der Protagonistin trotzdem fesselnd und flüssig zu lesen ist. 
Wie bereits angedeutet, ist die Protagonistin Gemma einfach ein entzückender Charakter, der jedes Leserherz im Sturm erobern wird. Sie ist bodenständig und erwachsen, warmherzig und loyal. Sie ist anpassungsfähig und scheut keine Risiken. Auch wenn sie die Vorzüge des Vampir-Daseins zu schätzen weiß, wirkt sie weder machthungrig noch abgehoben, stattdessen denkt sie immer noch an diejenigen, die es schlechter getroffen haben.
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der mir direkt ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Mit einer wundervoll ironischen Note räumt Cavendish mit Vampirklischees auf und führt den Leser in die Geschichte ein. Danach geht es, wie der Titel schon verrät, mit Gemmas Verwandlung weiter und man begleitet die junge Vampirin die ersten durch die ersten Jahrhunderte ihres neuen Lebens. Dabei bekommt der Roman unweigerlich eine historische Note, was mir sehr gut gefallen hat. So erlebt man zum Beispiel die Pestepidemie oder den großen Brand von London aus Gemmas Sicht. Man erfährt quasi am eigenen Leib, wie schwer es ist, als Frau in dieser Zeit zu leben und gleichzeitig wie leicht es ist, eine neue Identität anzunehmen.
Im Laufe ihres langen Lebens verliebt sich Gemma natürlich auch mal, aber das spielt nur eine sehr dezente Rolle. Viel wichtiger ist die Sekte Sybarites, was eine tolle Neuinterpretation des Vampirmythos ist. Auch wenn Cavendish selbst von ihren „Kuschelvampiren“ spricht, scheut sie keine Grausamkeit und das muss bei einem richtigen Vampirroman auch sein. Gerade die Ereignisse zum Ende hin gestalten sich sehr schonungslos und legen damit ein super Fundament für die Fortsetzung – ich freu mich drauf!

Fazit

Hope Cavendishs „Zeitgenossen – Gemmas Verwandlung“ ist ein toller Serienauftakt, der jeden Vampirfan begeistern wird. Doch auch diejenigen, die die Nase voll haben, kommen auf ihre Kosten, denn Klischees sucht man hier vergeblich! Es ist eine tolle Neuinterpretation mit dem Charme eines historischen Romans mit dem Potential zu begeistern. Ich kann diesen Reihenauftakt nur empfehlen und vergebe gerne 5/5 Bücher! 

Die Autorin

In Braunschweig geboren und aufgewachsen ist Hope Cavendish
mittlerweile seit 20 Jahren im Ruhrgebiet verwurzelt. Dort arbeitete sie
unter anderem als freie Autorin, Webdesignerin, Bildbearbeiterin und
Photoshop-Dozentin – viele Leidenschaften und Interessen führten zu
vielen Berufen.
Im Sommer 2013 entschied sich Hope, eine weitere
ihrer Leidenschaften zum Beruf zu machen, und veröffentlichte einen Band
mit phantastischen Kurzgeschichten sowie mit »Gemmas Verwandlung« den
Auftakt ihrer Vampirroman-Serie »Zeitgenossen«.

Die Reihe

Zeitgenossen
  1. Gemmas Verwandlung
  2. ??? 

Mein Dank geht an…

Hope Cavendish für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
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His Fair Assassin 02 – Dark Triumph – Die Tochter des Verräters von Robin L. LaFevers

© cbj
Übersetzerin: Michaela Link
Dt. Erstausgabe: 06/2013
Verlag: cbj
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Format: Paperback
Seitenzahl: 544
ISBN-10: 3570401790
ISBN-13: 978-3570401798
Preis: 14,99 €
Zerrissen von Trauer und Verzweiflung, findet Sybella, die Tochter des skrupellosen Verräters d’Albret, Zuflucht im Kloster St Mortain. Ausgebildet in den Künsten des Todes, machen ihre Wut und ihre Schönheit sie zu einer gefährlichen Waffe. Doch der Auftrag, an den schrecklichen Ort ihrer Herkunft zurückzukehren, verlangt ihr alles ab. Ist Rache ihr einziges, düsteres Schicksal? Sybella braucht Hoffnung, um in diesem bitteren Spiel zu überleben. Da trifft sie auf einen verletzten Krieger, dem sie helfen soll …


Inhalt

Sybella kriegt vom Kloster St. Mortains den Auftrag, in den Schoß der Familie zurück zu kehren. Dass ausgerechnet der verräterische d’Albret ihr Vater ist, macht ihre Aufgabe nicht gerade leichter. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als ihn endlich töten zu dürfen, doch es will einfach kein Mal erscheinen und noch ist sie nicht soweit, sich von Mortain abzuwenden. Der nächste Auftrag, die „Bestie“, de Waroch, aus dem Kerker zu befreien und nach Rennes zu bringen, ist Segen und Fluch zugleich. Zwar entrinnt sie d’Albrets Klauen, allerdings hat sie ihr Hauptziel nicht erreichen können. Doch schneller als ihr lieb ist, wird de Waroch zu mehr als einem Auftrag, aber Sybella weiß, dass er ihr niemals all ihre Taten verzeihen kann…

Die Protagonistin

Sybella ist ein wahrhaft leidgeplagtes Wesen. Als eine d’Albret ist sie Elend und Grausamkeit von Kindesbeinen an gewöhnt. Ihr Vater macht keinen Unterschied zwischen Freund, Feind und Familie – wer ihm im Wege steht, muss sterben. Ihr größtes Glück war es bisher, zu erfahren, dass Mortain ihr leiblicher Vater ist, doch auch dieser Glaube wird in all den Jahren erschüttert. In ihrer Verzweiflung begeht sie sogar Selbstmord, aber der Tod, ihr Vater, weist sie ab. So hat sie die Wahl, daran zu glauben, dass ihr Vater sie nicht will oder dass er nicht existiert. Vom Regen in die Traufe, scheint ihr Lebensmotto zu sein…

Meine Meinung

Dark Triumph – Die Tochter des Verräters“ von Robin LaFevers ist kaum mit seinem Vorgänger zu vergleichen.
Der Einstieg fiel mir wahrlich nicht leicht. Dieses Mal wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Sybella erzählt und knüpft dabei nahtlos an seinen Vorgänger an. Genaugenommen beginnt der zweite Teil der „His Fair Assassin“-Trilogie mit einer der Endszenen aus „Grave Mercy“. So neugierig ich auch auf die undurchsichtige Sybella war, so sehr fehlte mir doch die barmherzige Ismae, die so viel sanfter und zugänglicher war. Die komlexe Hierarchie, das Setting im 15. Jahrhundert und die unzähligen Namen, machten es dem Leser nicht gerade leichter.
Doch gerade diese schwierigen Charaktere sind eine Meisterleistung. Selten sind mir so komplexe und authentische Figuren über den Weg gelaufen. Weitab davon entfernt, auch nur den Hauch eines Klischees zu benutzen, schafft LaFevers Persönlichkeiten, die nicht nur interessant, sondern auch moralisch wertvoll sind.
Die Geschichte ist ebenso einzigartig wie sein Vorgänger. Weiterhin begleitet man die junge Herzogin auf ihrem Kampf um die Freiheit, sodass es nicht nur um eine typisch historisch-fantastische (was ist daran typisch?!) Liebesgeschichte geht. Es wäre vielleicht geschickter gewesen, dem Leser Sybellas Vergangenheit nicht zu lange vorzuenthalten, weil man dann auch im ersten Drittel mehr mit ihr mitgefiebert hätte, aber so gab es zum Schluss natürlich den größeren Aha-Effekt.
Die Liebesgeschichte ist einfach klasse. Entgegen der Norm hat man es diesmal mit einem „hässlichen“ Mann zu tun, jedenfalls wird das so immer und immer wieder erwähnt. Ein Mann, der von außen hässlich, doch von innen wunderschön ist. Die aufkeimende Beziehung der Bestie und Sybellas gliedert sich unauffällig in das Geschehen ein, sodass diese völlig unaufdringlich ist. Die beiden haben aber auch weitaus größere Sorgen, als unentwegt füreinander zu schwärmen oder sich wegen sinnloser Dinge zu streiten.

Fazit

Robin LaFevers „Dar Triumph – Die Tochter des Verräter“ macht es dem Leser vielleicht am Anfang schwer, kann aber im Gesamten vollkommen überzeugen. Die Stimmung ist noch viel düsterer als bei seinem Vorgänger und es gibt einige Szenen, bei denen man an einer Jugendfreigabe ab 12 Jahren doch stark zweifeln muss. Überaus gelungene Charaktere in Kombination mit einer einzigartigen und interessanten Story machen dieses Buch aus. Durch die grandiosen Charaktere und die etwas andere Lovestory ist dieser Band sogar ein bisschen besser als der Erste und natürlich wieder eine klare Empfehlung – 5/5 Bücher!

Buchtrailer

Die Autorin

© Rick Carter
Robin LaFevers wuchs auf mit Märchen, Bulfinchs Mythologie und der Dichtung des 19. Jahrhunderts. Kein Wunder, dass aus ihr eine hoffnungslose Romantikerin wurde. Sie hatte das Glück, ihre große Liebe zu finden, und lebt heute mit ihrem Mann in Südkalifornien.

Die Reihe

His Fair Assassin Trilogie

  1. Grave Mercy – Die Novizin des Todes / Grave Mercy (His Fair Assassin #1)
  2. Dark Triumph – Die Tochter des Verräters / Dark Triumph (His Fair Assassin #2)
  3. Mortal Heart – Das Erbe der Seherin / Mortal Heart (His Fair Assassin #3)

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Originalcover

Mein Dank geht an…

…den cbj-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!