Schlagwort-Archiv: Gegenwartsliteratur

Rezension

Die Schule der Nacht von Ann A. McDonald

© Randomhouse | Penhaligon Verlag

© Randomhouse | Penhaligon Verlag

Die Autorin: Ann A. McDonald
Der Übersetzer: Christoph Göhler
Originaltitel: The Oxford Inheritance*
Dt. Titel: Die Schule der Nacht*
Dt. Erstausgabe: 22.05.2017
Verlag: Penhaligon
Genre: Gegenwartsliteratur | Urban Fantasy

»Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt …

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Rezension

The Hate U Give von Angie Thomas

Die Autorin: Angie Thomas
Die Übersetzerin: Henriette Zeltner
Originaltitel: The Hate U Give *
Dt. Titel: The Hate U Give *
Dt. Erstausgabe: 24.07.2017
Verlag: cbt
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Gegenwartsliteratur | Jugendbuch

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen…

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[Lisa’s Rezension] Der weite Raum der Zeit von Jeanette Winterson

Der weite Raum der ZeitDie Autorin: Jeanette Winterson
Die Übersetzerin: Sabine Schwenk
Originaltitel: The Gap of Time
Dt. Titel: Der weite Raum der Zeit
Dt. Erstausgabe: 11.04.2016
Verlag: Albrecht Knaus
Genre: Adaption | Gegenwartsliteratur
Hardcover | 19,99 €
eBook | 15,99 €

Der Londoner Investmentbanker Leo verdächtigt seine schwangere Frau MiMi, ihn mit seinem Jugendfreund Xeno zu betrügen. In rasender Eifersucht und blind gegenüber allen gegenteiligen Beweisen verstößt er MiMi und seine neugeborene Tochter Perdita. Durch einen glücklichen Zufall findet der Barpianist Shep das Baby und nimmt es mit nach Hause. Jahre später verliebt sich das Mädchen in einen jungen Mann – Xenos einzigen Sohn. Zusammen machen sie sich auf, das Rätsel ihrer Herkunft zu lösen und alte Wunden zu heilen, damit der Bann der Vergangenheit endlich gebrochen wird.

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[Lisa’s Rezension] Das Haus, das in den Wellen verschwand von Lucy Clarke

Das Haus, das in den Wellen verschwandDie Autorin: Lucy Clarke
Die Übersetzerin: Claudia Franz
Originaltitel: The Blue
Dt. Titel: Das Haus, das in den Wellen verschwand
Dt. Erstausgabe: 01.06.2016
Verlag: Piper
Genre: Gegenwartsliteratur
Paperback | 14,99 €
eBook | 12,99 €

Lana und ihre beste Freundin Kitty wagen das ganz große Abenteuer und verlassen ihre Heimat England, um auf Weltreise zu gehen. Unterwegs treffen sie auf eine Gruppe junger Globetrotter, die mit ihrer Yacht »The Blue« von den Philippinen nach Neuseeland segelt. Schnell werden die beiden jungen Frauen Teil der Crew, und es beginnt eine aufregende Zeit voller neuer Erfahrungen vor der traumhaften Kulisse der Südsee. Doch auch das Paradies hat seine Grenzen. Denn Lana und Kitty merken bald, dass an Bord nichts ist, wie es scheint. Und als ein Crewmitglied mitten auf dem Ozean spurlos verschwindet, kommen nach und nach die Gründe ans Licht, weshalb ihre Mitreisenden die Fahrt wirklich angetreten haben …

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Der-Lavendelgarten

Der Lavendelgarten von Lucinda Riley

© Goldmann Verlag

Autorin: Lucinda Riley
Originaltitel: The Light behind the Window 
Dt. Titel: Der Lavendelgarten 
Dt. Erstausgabe: 05/2013
Verlag: Goldmann
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 512
ISBN-10: 3442477972
ISBN-13: 978-3-442-47797-5
Preis: 8,99 €

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Jahrelang hat Emilie de la Martinières darum gekämpft, sich eine
Existenz jenseits ihrer aristokratischen Herkunft aufzubauen. Doch als
ihre glamouröse, unnahbare Mutter Valérie stirbt, lastet das Erbe der
Familie allein auf Emilies Schultern. Sie kehrt zurück an den Ort ihrer
Kindheit, ein herrschaftliches Château in der Provence. Der Zufall
spielt ihr eine Gedichtsammlung in die Hände, verfasst von ihrer Tante
Sophia, deren Leben von einem düsteren Geheimnis umschattet war – einer
tragischen Liebesgeschichte, die das Schicksal der de la Martinières für
immer bestimmen sollte. Doch schließlich erkennt Emilie, dass es noch
nicht zu spät ist, die Tür zu einer anderen Zukunft aufzustoßen …
 

Inhalt

Emilie
de la Martinères genoss ihr Leben in Paris, fernab ihrer Mutter und den
Pflichten, die einem Adelskind nun mal auferlegt werden. Ihre selbst gewählte
Distanz funktionierte aber nur, solange es noch eine Familie gab, der sie sich
fernhalten konnte. So kehrt sie nach dem Tod ihrer Mutter zu ihren Wurzeln
zurück und steht vor einem Erbe, das mehr Last als Sicherheit bedeutet. Genau
in dieser schwierigen Zeit trifft sie Sebastian, der ihr nur zu gerne hilft. Er
erzählt ihr, dass seine Großmutter im zweiten Weltkrieg in dem Chateau der de
la Martinières Schutz gesucht hatte, er aber nicht wisse, wie genau es dazu
kam. So begeben sich die beiden auf die Spuren der Vergangenheit und Emilie
muss erkennen, dass sich diese nicht einfach verdrängen lässt…

Eigene
Meinung

Nachdem
Das Orchideenhaus so gar nichts für
mich war, hatte ich so meine Zweifel, ob Das
Lavendelhaus
von Lucinda Riley
meinem Geschmack entspricht. Der einladende Klappentext und das wunderschöne
Cover sprachen mich jedoch so sehr an, dass ich einfach nicht daran vorbeigehen
konnte als ich es bei Penny (!) gesehen hatte.
Rileys
Schreibstil ist ziemlich ernst, aber schön zu lesen. Sie hat eine sehr feine
und farbenfrohe Ausdrucksweise. Das Setting und die Atmosphäre beschreibt sie
so detailgetreu, dass man sich alles ganz leicht vorstellen kann. Erzählt wird
die Geschichte zum Teil im personalen Erzählstil, zum Teil von einem
auktorialen Erzähler. Es gibt zwei Handlungsstränge: die Hauptgeschichte ab dem
Jahr 1999 und die integrierte Erzählung, die im zweiten Weltkrieg spielt.
Die
Charaktere sind auch dieses Mal nicht so plastisch wie ich es mir wünschen
würde, vor allem im direkten Vergleich mit den unglaublichen
Landschaftsbildern, die Riley uns in
den Kopf setzt. In diesem Band gibt es allerdings viele wichtige Personen, die
auf die ein- oder andere Weise immer wieder eine Rolle spielen – und sei ihr
Beitrag auch noch so klein.
Emilie de la
Martinières
ist
eine von Selbstzweifeln zerrüttete, junge Frau, die im Laufe der Geschichte
eine erstaunliche Wandlung vollzieht. Sie ist sehr ruhig und besonnen, versucht
stets vorurteilsfrei an eine Sache heranzugehen und hört sich am liebsten immer
mehrere Perspektiven an, bevor sie sich eine Meinung bildet. Sie selbst erkennt
nicht, wie schön, stark und intelligent sie ist – doch auch ihr
Selbstbewusstsein soll schon bald wachsen.
Sebastian und Alexander Carruthers könnten nicht unterschiedlicher sein. Alex ist hochintelligent und hat mehr
Begabungen als man sich vorstellen kann. Sein Bruder, der in allem schlechter
war als er, hat ihm daraufhin das Leben zur Hölle gemacht. Was Sebastian an Begabung missen musste, hat
er mit seinen gewieften Tricksereien und Lügen wieder wett gemacht.
Die
Geschichte ist komplex und doch leichtgängig. Die verworrenen Fäden, die die
beiden Familien miteinander verbinden, bieten den perfekten Grundstoff für eine
spannende und durchaus auch romantische Handlung. Die Handlungsstränge werden
munter vermischt, ohne dass dabei der rote Faden aus den Augen verloren geht. Doch
auch dieses Mal hatte ich das Gefühl, dass Riley
die Handlungen in der Vergangenheit besser gelungen sind. Vielleicht sollte sie
sich mal an einem reinen historischen Roman versuchen?
Leider
wirkten die Dialoge oftmals aufgesetzt und emotionslos. Gerade zu Anfang, wurde
ich dadurch so gar nicht warm mit den Figuren. Dafür konnte mich die
französische Perspektive auf den zweiten Weltkrieg, Rileys durchaus nicht durchweg schlechte Meinung über die Deutschen
und die Geschichte der SOE Frauen, die als Spione in den Krieg zogen,
überzeugen. Beschämenderweise kann ich mich nicht daran erinnern, schon einmal
davon gehört zu haben, umso überraschender und spannender waren diese
Abschnitte dann für mich!

Fazit

Lucinda
Rileys „Der Lavendelgarten“ war es definitiv wert, ihr eine zweite Chance
gegeben zu haben. Der Schreibstil ist immer noch einen Hauch zu ernst, die
Dialoge etwas zu platt, trotzdem konnte mich die Geschichte überzeugen. Das
Thema war durchweg interessant, die Verwicklungen der beiden Familien überaus
gut durchdacht. Meiner Meinung nach ist dieser Roman eine klare Leseempfehlung
– sehr gute 4/5 Bücher!

Die Autorin

© Isabelle Grubert
Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere
Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten
ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und
Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das
Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten
Debüt, „Das Orchideenhaus“, stürmte jeder ihrer Romane die
internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie
in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.

Weitere Cover 

Ein-ganzes-halbes-Jahr-2

Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

© Rowohlt Verlag

Autorin: Jojo Moyes
Originaltitel: Me before you
Dt. Titel: Ein ganzes halbes Jahr
Dt. Erstausgabe: 03/2013
Verlag: Rowohlt
Format: Paperback
Seitenzahl: 512
ISBN-10: 3499267039
ISBN-13: 978-3-499-26703-1
Preis: 14,99 €

Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Die Leseprobe findet Ihr hier.

Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas
schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen
Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt.
Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie
tief das Loch ist, in das sie dann fällt. Will Traynor weiß, dass es nie
wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses
neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou
begegnen wird. Eine Frau und ein Mann. Eine Liebesgeschichte, anders als
alle anderen. Die Liebesgeschichte von Lou und Will.
 

Inhalt

In Zeiten
einer Rezession ist es nicht leicht einen Job zu finden – vor allem nicht als
26-jährige Ex-Kellnerin ohne jegliche Qualifikation. Bei der Wahl zwischen
Poledance, Seniorenpflege und der Arbeit in einem Schlachthof kommt Louisa
Clark die Ausschreibung zur Betreuung eines Tetraplegikers gerade recht. So
trifft sie auf Will, der nach einem Unfall vor 2 Jahren dieses undankbare
Dasein fristen muss. Die beiden kommen nicht gerade gut miteinander aus, aber
Lou kann sich nicht erlauben, auf das Geld zu verzichten. So freundet sie sich
mit dem Gedanken an, dass ihr Vertrag eh nur auf ein halbes Jahr befristet ist
– jedenfalls bis zu dem Tag, an dem sie erfährt, dass nach Ablauf der Frist
Will sein Leben beenden will…

Charaktere

Louisa
Clark
ist außergewöhnlich anders. Sie lebt ohne Plan und akzeptiert, ohne groß
darüber nachzudenken, dass ihre langjährige Beziehung zum
„Marathon-Mann“-Patrick genau an dem Punkt stagniert ist, an dem die meisten
Paare heiraten – oder wenigstens mal zusammen ziehen. Die Wahl ihrer Kleidung
muss ihrer Stimmung entsprechen, nicht der angesagten Mode, wodurch immer mal
wieder skurrile Kreationen zustande kommen. Sie hat eine Lebensfreude, die
ansteckend ist und lässt sich selten wirklich runterziehen. Sie ist chaotisch,
tollpatschig und herrlich selbstironisch. Ihr steter Drang zu quasseln, ist
genauso anstrengend wie erheiternd.
Will
Traynor
hatte alles, was man sich nur wünschen kann. Er war von Geburt an
wohlhabend, sah gut aus, hatte Erfolg im Beruf – und bei den Frauen. Er war der
reinste Abenteurer, wollte alles sehen und erleben. Gleichzeitig war er sehr
gebildet, wusste klassische Musik und ein gutes Buch zu schätzen – und hatte
allgemein zu allem eine Meinung. Umso härter traf ihn der Unfall, der sein
Leben verändern sollte. Denn ein Dasein als Tetraplegiker kam für ihn überhaupt
nicht infrage. Denn wenn die einzige Entscheidung, die er noch selbst treffen
darf, die ist, ob er leben oder sterben will, dann wählt er den Tod…-

Eigene
Meinung

Lange habe
ich daran gezweifelt, ob „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes etwas für mich
sein könnte. Wer meinem Blog folgt, hat schnell gemerkt, dass das nicht gerade
mein bevorzugtes Genre ist, also war es wohl nicht weiter verwunderlich, dass
ich es die letzten Wochen geschafft habe, diesen Roman gekonnt zu ignorieren.
Als mich dann die Nachricht erreichte, dass ich es als Wanderbuch erhalten
würde, dachte ich mir, “Jetzt oder nie“.
Dank Moyes
wahrhaft wunderschönem und bildhaftem Schreibstil war ich binnen weniger Minuten
in der Geschichte eingetaucht und jeglicher Zweifel beraubt. Ich habe selten
erlebt, dass jemand gleichzeitig so fröhlich und so ernst, so anspruchsvoll und
doch leichtgängig schreibt. Dass das Geschehen aus Lous Ich-Perspektive
geschildert wird, bietet neben den wichtigen Einblicken vor allem die richtige
Portion Humor.
Die
Charaktere sind so natürlich, dass man das Gefühl hat, ihnen jederzeit auf der
Straße begegnen zu können. Sie haben ihre Ecken und Kanten und wenn man ehrlich
ist, ist keiner davon ein richtiger Sympathieträger (abgesehen vielleicht von
Thomas, Lous Opa und Louisa). Natürlich erobert auch Will mein Herz, aber das
gelingt ihm nicht durch seinen Charme. Besonders gut hat mir gefallen, dass
jede Figur einen anderen Standpunkt zum Thema „Sterbehilfe“ vertritt. Manche
sind strikt pro oder contra, andere wissen nicht, was sie davon halten sollen,
manch einer versteht Wills Wunsch, möchte aber gleichzeitig nicht loslassen. Es
ist ein schwieriges Thema, das hier auf unaufdringliche Weise behandelt wird.
Die
Geschichte ist gleichermaßen wunderschön als auch unglaublich traurig. Ich bin
froh, dass ich dieses Mal eine Ausnahme gemacht und mir vorher eine Rezension
durchgelesen habe, sonst hätte ich anhand des Klappentextes nämlich nicht
ersehen können, worum es wirklich geht und man sollte sich schon darüber im
Klaren sein. So leicht es sich auch lesen lässt, so schwer ist es doch zu
verdauen und das sollte man dann nicht unter Stress oder in der Mittagspause
tun.
Ich hatte
wahrlich Angst, dass die Thematik die Stimmung drücken würde doch das tut es
ganz und gar nicht. Während man Lou und Will auf ihrem beiderseitigen Kampf
begleitet, erlebt man die gesamte Palette der Gefühle; tatsächlich ist Mitleid
dabei noch das Geringste. Moyes zeigt nämlich ganz klar, dass Will zwar ein
furchtbares Schicksal erleidet, er aber immer noch ein Mensch ist und auch so
behandelt werden will. Er will nicht dauerhaft mit Samthandschuhen angefasst
werden, die mitleidigen Blicke oder das Getuschel im Hintergrund ertragen. Er
besitzt keine Bewegungsfreiheit mehr, ist in allem eingeschränkt und hat eine
Lebensqualität, die sich von Jahr zu Jahr verschlechtert – da möchte man doch
wenigstens in dem wenigen, das man noch tun kann, normal behandelt werden. So
ist es nicht weiter verwunderlich, dass es zwischen Will und Lou des Öfteren zu
witzigen Wortgefechten kommt, die den Großteil des Charmes dieses Romanes
ausmachen.
Die
Liebesgeschichte ist mit eine der Schönsten, die ich je gelesen habe. In
Gegenüberstellung eines aktiven, sportlichen Mannes zu einem Tetraplegiker
würden sich wohl die wenigstens für letzteren entscheiden, auch wenn dieser
noch so charmant oder intelligent ist. Louisa tut es, doch nicht auf die
kitschige, klischeehafte Weise, stattdessen auf ganz hohem Niveau mit großem
Gefühl. Es ist die echte wahre Liebe und doch keine klassische
Liebesgeschichte.

Fazit

Jojo Moyes
konnte mich mit „Ein ganzes halbes Jahr“ schnell begeistern und wird mich doch
lange nicht loslassen. Ich habe selten so viel gelacht und geweint gleichzeitig
und war ganz bestimmt noch nie so gefesselt von Gegenwartsliteratur.
Authentische Charaktere und eine Geschichte, die gut unterhält, doch
gleichzeitig zum Nachdenken anregt, ist ein Erfolgsrezept, das ich jedem nur zu
lesen empfehlen kann. Ich muss mich der Reihe der Begeisterungsrufe anschließen
und betitel es mit Freuden als eines meiner Jahreshighlights. 5/5 Bücher!

Die Autorin

© by Phyllis Christopher

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday
Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet.
Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex.

Weitere Cover

Mein Dank geht an…

… Gisela M. für die Bereitstellung des Wanderbuches! <3

So nah und doch so fern von Ann Brashares

© Carl’s Books

Autorin: Ann Brashares
Originaltitel: My name is memory
Dt. Titel: So nah und doch so fern
Dt. Erstausgabe: 06/2013
Verlag: Carl’s Books
Format: Paperback
Seitenzahl: 368
ISBN-10: 3570585174
ISBN-13: 978-3-570-58517-7
Preis: 14,99 €

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Nur ganz wenige Menschen verfügen über die Gabe, sich an ihre früheren
Leben zu erinnern. Daniel ist einer von ihnen. Sein Gedächtnis reicht
viele Jahrhunderte, viele Leben zurück – und er erinnert sich an eine
junge Frau, die er einst unglücklich geliebt hat. Nach jeder Rückkehr in
eine neue Existenz begibt er sich auf die Suche nach ihr, bis er im
heutigen Virginia auf Lucy trifft. In ihr erkennt er seine
schicksalhafte Liebe wieder. Für Lucy aber ist Daniel ein völlig
Fremder, auch wenn sie sich auf unheimliche Weise zu ihm hingezogen
fühlt. Und beide ahnen nicht, dass ein dunkler Schatten aus der
Vergangenheit ihre gemeinsame Zukunft bedroht.

Inhalt

Daniel hat, wie beinahe jeder Mensch, schon viele Leben gelebt. Der Unterschied ist der, dass er sich an jedes einzelne erinnert. All seine Leben sind von einer Frau geprägt, die er im Krieg getötet und in all den folgenden Leben geliebt hat, doch nie konnten sie zusammen. In diesem Leben begegnet er ihr als Lucy. Beide sind im selben Alter, in derselben Stadt und Lucy scheint sogar seine Gefühle zu erwidern. Doch er verbockt es, indem er ihr unbedacht von seinem Gedächtnis erzählt, wodurch sie die Flucht ergreift. Wieder muss sich Daniel die Fragen stellen, ob die beiden jemals ihr Glück finden werden, nichtsahnend, dass sein ältester Feind schon auf seiner Spur ist…

Eigene Meinung

So nah und doch so fern von Ann Brashares ist eine wunderschöne und einzigartige Liebesgeschichte, die mich leider nicht vollends überzeugen konnte.

Brashare hat einen wunderschönen Schreibstil. Sie schreibt auf einem sehr hohen Niveau, mit einer sich von der Masse abhebenden Wortwahl. Es gibt drei Erzählstränge; da hätten wir die wechselnden Perspektiven von Lucy und Daniel in der Gegenwart und Daniels Rückblicke in seine vergangenen Leben. Dabei erzählt Daniel aus der Ich-Perspektive und Lucy in der dritten Person.

Die Charaktere machen es dem Leser echt nicht leicht; vor allem Lucy konnte mich bis zum Schluss nicht vollends überzeugen. Dafür lernt man Daniel bis ins kleinste Detail kennen. Seine Selbstdarstellung und seine philosophisch anmutenden Selbsterkenntnisse sind überaus aufschlussreich und regen das ein- oder andere Mal durchaus zum Nachdenken an.

Die Geschichte besticht durch ihre Außergewöhnlichkeit. Die Idee der Wiedergeburt ist nicht neu, aber so ist mir diese noch nie untergekommen. Dasss Daniel sich an all seine Leben erinnert, wohingegen die meisten Menschen nicht mal ahnen, dass sie schon mehrmals gelebt haben, bietet viele Möglichkeiten, die die Autorin für sich zu nutzen weiß. Schlüsselfiguren wie Daniels Bruder Joaquim oder sein schrulliger Freund Ben verdeutlichen Aspekte der Wiedergeburt, die Daniel selbst so noch nicht gekannt hat.

Die Liebesgeschichte bietet alles, was das Leserherz begehrt. Sie ist schicksalhaft, tragisch und unendlich romantisch. Mit ihren beiden Figuren vertritt sie eine klare Message; und zwar die, dass wahre Liebe mehr beinhaltet als eine Beziehung, Äußerlichkeiten oder materielle Güter. Daniel liebt Sophie als Edelfrau, als Bettlerin, als alte Frau, als kleines Kind und sogar als die Frau seines Bruders. Er sorgt uneigennützig dafür, dass sie glücklich ist.

Zum Schluss wird es nochmal richtig spannend und Herzschmerzfanatiker kommen hier auf ihre Kosten. Für mich persönlich war das Ende gar nicht und ich hätte dieses hübsche Buch am liebsten vor Wut gegen die Wand geschmissen, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Das Cover finde ich persönlich einfach schön. Die helle, harmonische Farbgebung passt zum Frühling / Sommer und mir fiele auch kein passendes Motiv zu diesem Thema ein.

Fazit

Ann Brashares „So nah und doch so fern“ erzählt eine tragische Liebesgeschichte, die durch ihre Außergewöhnlichkeit besticht. Mit den Charakteren muss man sich erstmal anfreunden, dabei lernt man zumindest den Protagonisten auf eine ganz neue Art und Weise kennen. Die Thematik der Wiedergeburt ist geschickt interpretiert und kann mich voll und ganz überzeugen. Leider war das Ende so gar nicht nach meinem Geschmack und hat mich dermaßen wütend zurückgelassen, dass der positive Gesamteindruck ordentlich darunter zu leiden hatte. Daher „nur“ noch 4/5 Bücher!

Die Autorin

© Sigrid Estrada

Ann Brashares wuchs mit drei Brüdern in der Nähe von Washington D.C.
auf. Sie studierte Philosophie an der Columbia University in New York,
unterbrach jedoch das Studium aus finanziellen Gründen und begann, in
einem großen amerikanischen Verlag zu arbeiten. Die Arbeit dort gefiel
ihr so gut, dass sie nicht mehr an die Uni zurückging und stattdessen
einige Jahre als Lektorin tätig war. Seit 2000 widmet sich Ann Brashares
ganz dem Schreiben – ihre Serie »Eine Jeans für vier« über vier
Freundinnen um die 16 ist weltweit ein durchschlagender Erfolg. Ihr
erstes Buch für Erwachsene, »Unser letzter Sommer«, war ein
New-York-Times Bestseller in den USA. Brashares lebt mit ihrem Mann, dem
Porträtmaler Jacob Collins, und ihren drei Kindern in Brooklyn, New
York.

Originalcover 

Mein Dank geht an…

…den Carl’s Books Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Nocona von Britta Strauss

© Sieben Verlag

Autor(in): Britta Strauss
Titel: Nocona
Dt. Erstausgabe: 08/2012
Verlag: Sieben Verlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 528
ISBN-10: 3864430844
ISBN-13: 978-3-864-43084-8
Preis: 14,90 €

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Die Leseprobe findet Ihr hier.

Die junge Fotografin Sara reist durch den mittleren Westen der USA, auf
der Suche nach dem einen, besonderen Foto. Als ihr in einem Museum der
Comanche Makah über den Weg läuft, ist sie hingerissen. Das perfekte
Gesicht für das perfekte Foto.
Doch wie erklärt sich die
Vertrautheit zwischen ihnen? Was haben die intensiven Träume zu
bedeuten, die sie seit ihrem ersten Zusammentreffen immer häufiger
heimsuchen? Träume, die sie in die Vergangenheit reisen lassen, in eine
Welt, die längst untergegangen ist. Immer mehr Fragen tauchen auf, die
mit dem Verstand nicht zu beantworten sind.
Als Pflichten Sara zurück
nach New York zwingen, wird sie von Visionen überwältigt. Sie spürt,
dass nur Makah ihr helfen kann. Verzweifelt versucht sie, ihn
wiederzufinden, doch als es ihr endlich gelingt, bricht Unheil über die
beiden Liebenden herein. Schatten aus ferner Vergangenheit drohen ihr
Leben zu zerstören, auf Sara wird ein Mordanschlag verübt.


Während
Vision und Wirklichkeit zunehmend verschwimmen und eine tragische Liebe
aus längst vergangenen Zeiten ihren Weg in die Gegenwart findet, kämpft
Makah um das Leben der Frau, der sein Herz gehört.

Inhalt 

Sara ist
auf der Suche nach dem perfekten Foto als sie auf Makah trifft. Beide fühlen
sich gleich zueinander hingezogen, verbunden durch den Schmerz über das
Schicksal Quanahs, eines Nunumu Häuptling. Ihr kurzes Aufeinandertreffen bleibt
nicht ohne Folgen, schon kurze Zeit später werden beide von lebensechten
„Träumen“ geplagt. Es stellt sich heraus, dass Makah in seinem früheren Leben
Nocona, Vater von Quanah, und Sarah Naduah, seine Ehefrau, war. Während sie
zwischen den Zeiten pendeln, versuchen sie einander auch in der heutigen Zeit
nahe zu sein, aber immer wieder werden ihnen Steine in den Weg gelegt. Neben
der Gefahr, in der Zeit zu verschwinden, schwebt dann auch noch ein
Mordanschlag über ihrem Glück…

Eigene
Meinung 

Nocona von
Britta Strauss ist ein Buch, das ich so schnell nicht vergessen werde und das
definiv verschiedenste Gefühle in mir weckt.
Der
Schreibstil ist zwar angenehm, aber nicht annähernd so leichtgängig wie bei
einem Jugendroman. Ein komplexer Satzbau dominiert die Erzählung, die allgemein
von einem auktorialen Erzähler geschildert wird. Historische Fakten und
zeitgemäße Ausdrucksweisen machen das Verständnis zu Anfang nicht leicht.
Die
Charaktere sind gut durchdacht. Man spürt wie viel Mühe Frau Strauss sich
gemacht haben muss, um historischen Persönlichkeiten so viel Leben
einzuhauchen. Im Fokus stehen ganz klar Makah/Nocona und Sara/Naduah, aber auch
einige andere Figuren wachsen dem Leser ans Herz. Leider lernt man die
Vergangenheit besser kennen als die Zukunft, sodass Sara und Makah eigentlich
kaum eine Chance haben, eine eigene Persönlichkeit zu bilden – sie verkommen zu
Schatten ihrer früheren Leben, die im Tode weitaus lebendiger sind als die
atmenden Visionäre.
Wie bereits
angedeutet, fällt einem der Einstieg nicht leicht. Wenn man sich nicht mit den
historischen Fakten auskennt, auf denen die Handlung beruht, wird man mit Namen
von Gegenständen und Menschen überhäuft. Es hat ganz schön lange gedauert, bis
ich dahinter kam, dass Sara sowohl Cynthia Ann als auch Naduah ist.
Ist man
aber einmal in der Geschichte drin, wird man mitgerissen von der Leidenschaft
und der Liebe, die diesen Roman zu etwas ganz Besonderem machen. Man erlebt die
Geschichte aus einem Blickwinkel, der mein Herz bluten lässt und mich dazu
bringt, für meine Hautfarbe zu schämen. Man verliebt sich in das Land, die
Philosophie der indigenen Völker und in die Liebe selbst. Für mich war es eine
emotionale Achterbahnfahrt – ich habe gelacht und geweint, mich verliebt und
geärgert. Ich war einfach verzaubert.
Doch
irgendwann hat man den Punkt erreicht, an dem es einfach genug ist. Man weiß
von Anfang an wie es mit Nadua und Nocona endet, dennoch nehmen die Visionen
Überhand. Die Kapitel, die im Jahre 2011 spielen, werden immer kürzer,
teilweise sind sie nur noch eine halbe Seite lang! Ich persönlich war
irgendwann an dem Punkt, an dem ich mir gewünscht habe, dass es mit Sara und
Makah weitergeht und nicht mit den Toten! Das Ende war dann noch dramatisch
überspitzt und ich war froh als es vorbei war. Dabei kann ich aber nicht
verschweigen, dass ich richtig geflennt habe. Denn auch wenn man weiß wie es
endet, hat mich das Schicksal der beiden leidgeplagten Protagonisten berührt.
Wenn ich nur daran denke, kommen mir die Tränen.

Fazit

Britta
Strauss’ „Nocona“ ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Kein Buch konnte mich
emotional je so berühren und gleichzeitig so langweilen. Es ist eine tolle
Geschichte, deren Schwerpunkt leider falsch gesetzt wurde. Dennoch bereue ich es
nicht, dieses emotionale „Abenteuer“ erlebt zu haben und bin für diese ganz
neue Perspektive mehr als dankbar.
Nocona ist
ein Muss für jeden Hobbyhistoriker, Dramatiker oder Romantiker – und hat sich
doch noch seine 4/5 Bücher verdient!

Die Autorin

Geboren 1978 in
Sachsen-Anhalt, habe ich meine metaphorischen Zweige und Äste seit 2001 zum
bergischen Land ausgestreckt. Ich schreibe, um mich selbst zu entführen – um
durch nächtliche Wälder zu rennen, in die Tiefen des Universums einzutauchen,
auf fremden Planeten Urlaub zu machen oder mit Walen zu tauchen. Und ich
schreibe, um meine Leser zu entführen. Für eine Weile die Realität vergessen.
Abtauchen. Eintauchen. Verführt werden.

In meinem Leben erlaube
ich mir so viele Freiheiten wie möglich und gehöre zu den glücklichen
Wesenheiten, die ihre wahre Liebe gefunden haben. Meinereiner glänzt durch
Chaos, Unordnung, Zerstreutheit, Naturvernarrtheit, Vorliebe für Dresdner
Stollen, Kaffee und sonstige Leckereien, sowie durch exorbitanten Hang zum Träumen
und Fabulieren, dem sehnsüchtigen Streben nach Erfüllung und Freiheitsdrang in
manchmal ungesundem Maße. Wo derselbe in der Realität an seine Grenzen stößt,
muss mein Laptop ran. Denn im Geiste ist die Freiheit grenzenlos.

Motto: Die Wahrheit ist
irgendwo da draußen. Oder woanders. 

Muse: Mein Liebster. 
Die Erde, der Himmel und das Universum.

Das Orchideenhaus von Lucinda Riley

© Goldmann Verlag

Autor(in): Lucinda Riley
Originaltitel: Hothouse Flower
Titel: Das Orchideenhaus
Dt. Erstausgabe: 05/2011
Verlag: Goldmann Verlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 544
ISBN-10: 3442475546
ISBN-13: 978-3-442-47554-4
Preis: 9,99 €

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Die Leseprobe findet Ihr hier.

Jedes Haus hat sein Geheimnis. Und jede Liebe ihren Preis
Als
junges Mädchen verbrachte Julia Forrester jede freie Minute bei ihrem
Großvater, einem bekannten Orchideenzüchter, im Gewächshaus von Wharton
Park. Nach einem schweren Schicksalsschlag führt der Zufall Julia Jahre
später noch einmal zu dem Anwesen zurück. Der jetzige Besitzer Kit
Crawford überreicht ihr ein altes Tagebuch, das bei den
Renovierungsarbeiten gefunden wurde und womöglich Julias Großvater
gehörte. Als Julia ihre Großmutter Elsie mit dem Tagebuch konfrontiert,
drängt ein jahrelang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht, das auch
Julias Leben komplett verändern wird …

Quelle: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Orchideenhaus-Roman-Hochwertig-veredelte-Geschenkausgabe/Lucinda-Riley/e397744.rhd?mid=1&serviceAvailable=false#tabbox

Inhalt

Nach einem tragischen Unfall kehrt Julia in den Schoß der Familie zurück. Als das alte Anwesen Wharton Park verkauft werden soll, taucht ein Tagebuch auf, das ein Geheimnis enthält, das nicht nur Wharton Park, sondern auch Julias Familie betrifft…

Eigene Meinung

„Das Orchideenhaus“ von Lucinda Riley ist ein überaus schwieriger Roman, der ambivalente Gefühle in mir hervorruft.
Wie Euch vielleicht aufgefallen ist, ist dies seit langem meine erste Rezension, bei der ich auf eine Charakterbeschreibung verzichtet habe. Meiner Meinung nach geht das bei diesem Roman aber gar nicht anders, denn bei dieser Liebesgeschichte kommen die einzigen Gefühle bei dem Anwesen auf, nicht bei den Figuren, um die es doch eigentlich geht.
Der Schreibstil ist sehr trocken, bildgewaltig ausschließlich beim Setting und anspruchsvoll. Die über 500 Seiten ziehen sich, dabei ist die Geschichte wirklich schön. 
Wie bereits erwähnt, ist die Geschichte schön, aber kompliziert. Viele Handlungsstränge werden miteinander verknüpft und dabei setzt die Zeit keine Grenzen. So werden 200 Seiten komplett aus der Sicht von vor 50 Jahren erzählt, wodurch man den Draht zu den Charakteren verliert. Die Dialoge haben dabei auch nicht zur Besserung beigetragen, diese waren nämlich emotionslos und platt. Das wird im Laufe der Geschichte auch nicht besser, da es immer wieder solche Zeitsprünge gibt und jeder Abschnitt seinen eigenen, kleinen Cliffhanger hat. Doch letztlich waren eben diese Cliffhanger der Grund, warum ich das Buch nicht abgebrochen haben.
Das Ende ist romantisch kitschig, leider waren die vorigen Kapitel so unnachvollziehbar, dass ich genervt und einfach froh war, dass es vorbei ist.

Fazit

Eine wunderschöne Geschichte in einer ungünstig, langweiligen Verpackung, die als Film besser rüberkommen würde. Empfehlen kann ich diesen Roman nur für diejenigen, die sich Zeit zu nehmen bereit und gewillt sind, langweilige Textpassagen durchzustehen.

Die Autorin

© Isabelle Grubert
Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere
Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten
ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und
Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das
Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten
Debüt, „Das Orchideenhaus“, stürmte jeder ihrer Romane die
internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie
in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence. 
Quelle:  http://www.randomhouse.de/Autor/Lucinda_Riley/p411595.rhd