Schlagwort-Archiv: dtv – Das junge Buch

Rezension

Holmes & ich 02 – Unter Verrätern von Brittany Cavallaro

Die Morde von SherringfordDie Autorin: Brittany Cavallaro
Die Übersetzerin: Anja Galic
Originaltitel: The Last of August (Charlotte Holmes #2)
Dt. Reihentitel: Holmes & ich
Dt. Titel: Unter Verrätern
Band: 2/3
Dt. Erstausgabe: 07.04.2017
Verlag: dtv – Das junge Buch
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Jugendbuch | Kriminalroman

Nachdem sie bei ihrem ersten Fall beinahe umgebracht wurden, kommen die Ferien Charlotte und Jamie ziemlich gelegen. Gemeinsam wollen sie ein paar Tage auf dem englischen Landsitz der Holmes‘ verbringen. Aber Charlotte ist nicht die einzige Holmes mit Geheimnissen, und die Atmosphäre bald sehr angespannt. Zudem knistert es heftig zwischen Charlotte und Jamie. Sind sie wirklich bloß Freunde? Als plötzlich Charlottes Onkel, Detektiv, wie es sich für einen Holmes gehört, verschwindet, ist das eine willkommene Ablenkung. Die beiden stürzen sich sofort in die Ermittlungen. Sein letzter Auftrag führt sie zu einem Kunstfälscherring. Erster Halt: Berlin. Erste Kontaktperson: August Moriarty – ehemaliger Schwarm von Charlotte und von vielen tot geglaubt …

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[Coming soon…] Die Highlights im Februar

Wow! Der Februar in diesem Jahr erschlägt uns geradezu mit fantastischen Neuzugängen. Vom März oder Oktober bin ich es nicht anders gewöhnt, aber Februar? Holla, die Waldfee! Mein Geldbeutel wird bluten…

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[TTT #298] 10 Bücher, deren Titel mit einem C beginnen

Puh, „C“ ist kein guter Anfangsbuchstabe in Deutschland. Namen, Städte und so, ja, aber Buchtitel? Gut, bestimmt gibt es auch da einige, aber so ad hoc fallen mir die doch nicht ein! Also, habe ich mal meine Statistiken durchsucht, meinen SuB und meinen Kopf zum Rauchen gebracht. Ob ich wohl 10 Titel gefunden habe?

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Neuzugänge

Neuzugänge | KW 3/2017

Diese Woche durften wirklich schöne Bücher bei uns einziehen. Durchweg waren es Titel, die Lisa und ich lange Zeit herbei gesehnt haben und über die wir uns oft unterhalten haben. Einzig „Mysterium“ fällt in dem Punkt aus dem Rast, aber deswegen freut man sich ja nicht weniger.

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[Rezension] Witch Hunter von Virginia Boecker

Die Autorin: Virginia Boecker
Die Übersetzerin: Alexandra Ernst
Dt. Titel: Witch Hunter
Band: 1/2
Dt. Erstausgabe: 18.03.2016
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Format: Hardcover
Seitenzahl: 400

ISBN-10: 3423761350
ISBN-13: 978-3423761352

Preis: 17,99 €
Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.

Meine Meinung

Witch Hunter“ von Virginia Boecker ist ein unterhaltsamer Fantasy-Roman, angesiedelt in einer interessanten Alternative des historischen Großbrittanniens. 

Ich weiß nicht genau, was ich erwartet hatte, aber das war es nicht. Gut so, denn dadurch konnte mich Virginia Boecker ein ums andere Mal positiv überraschen. Nach nur wenigen Seiten war ich mittendrin und musste es dann einfach in einem Rutsch lesen – einzige Unterbrechung war dem dazugehörigen eBook „Johns Geschichte“ geschuldet, das ich zufälligerweise genau an der richtigen Stelle eingeschoben habe. Fortuna sei Dank!

So zusätzlich angefixt, war „Witch Hunter“ im Nu verschlungen – und ich habe jede Seite genossen. Es ist unglaublich unterhaltsam und sehr humorvoll, womit ich definitiv nicht gerechnet hätte. Die ganze Aufmachung, die Vermarktung und auch der Klappentext deuten auf ein viel düsteres Szenario hin, was vermutlich zwar mehr Spannung geboten hätte, zugegebenermaßen, aber bestimmt keinen so großen Unterhaltungswert gehabt hätte.

Wo an Action gespart wurde, gab es Raum für die Charaktere und das hat ihnen unheimlich gut getan. Sie alle sind sehr vielseitig und mit viel Liebe zum Detail geschaffen. Ich habe sie allesamt ins Herz geschlossen und ihr Miteinander genossen. Gruppen finde ich generell wesentlich spannender als Paare, doch vor allem diese Gruppe ist außerordentlich gelungen.

Während des Lesens war stets spürbar, dass Virginia Boecker eine Affinität zum historischen England hat. Sie hat genau die romantische Vorstellung eingefangen, die man Shakespeare und anderen namhaften Autoren (und wohl auch der BBC) zu verdanken hat. Gespickt mit ordentlich Magie und mysteriösen Begebenheiten war es das perfekte Setting und bot stets die ideale Würze für die mit Bedacht gesetzten Spannungs-Szenen. So hat es mich auch gar nicht gestört, dass der O-Ton dezenter war als erwartet, denn die wenigen Action-Elemente waren wie ein Paukenschlag.

Fazit

Virginia Boeckers „Witch Hunter“ ist der unterhaltsamer Auftakt ihrer historischen Fantasy-Dilogie. Zwar gibt es weniger Spannung als man erwarten würde, auch ist es wesentlich humorvoller, dafür ist es umso spaßiger. Ich hatte viel Freude mit dem Buch und habe es beinahe in einem Rutsch verschlungen. Vor allem die gut ausgearbeiteten und vielseitigen Charaktere haben es mir angetan. Knappe 5/5 Bücher!

Die Autorin

Virginia Boecker hat ihren Abschluss in Englischer Literatur an der University of Texas gemacht. Sie lebte vier Jahre in London, während der sie sich auf jedes kleinste Detail zur mittelalterlichen Geschichte Englands gestürzt hat, die die Grundlage für „Witch Hunter“, ihren ersten Roman, bildet.

Die Reihe

Witch Hunter Dilogie

  1. Johns Geschichte | The Healer (The Witch Hunter #0.5)
  2. Witch Hunter | The Witch Hunter (The Witch Hunter #1)
  3. Herz aus Dunkelheit | The King Slayer (The Witch Hunter #2) (erscheint im November 2016)

Prefer it in English?

Originalcover

Rezension

Holmes & ich 01 – Die Morde von Sherringford von Brittany Cavallaro

Die Morde von SherringfordDie Autorin: Brittany Cavallaro
Die Übersetzerin: Anja Galic
Originaltitel: A Study in Charlotte (Charlotte Holmes #1)
Dt. Reihentitel: Holmes & ich
Dt. Titel: Die Morde von Sherringford
Band: 1/3
Dt. Erstausgabe: 19.02.2016
Verlag: dtv – Das junge Buch
Altersempfehlung: 14 – 16 Jahre
Genre: Jugendbuch | Kriminalroman

Drei Dinge will Jamie Watson partout vermeiden, als er gegen seinen Willen auf ein Internat an der Ostküste der USA geschickt wird:
1. Dort auf die charismatische Charlotte Holmes zu treffen, Nachfahrin des legendären Sherlock, die allerorten für ihren komplizierten Charakter und ihr detektivisches Genie bekannt ist.
2. Sich in besagte Charlotte zu verlieben – natürlich unglücklich.
3. Gemeinsam mit Charlotte in einen Mordfall verwickelt zu werden.
Doch dann wird Jamie von seinem Zimmergenossen zu einer Party mitgeschleift, auf der er Charlotte begegnet und sofort von ihr fasziniert ist. Kurz darauf geschieht ein Mord. Hauptverdächtige: Jamie Watson und Charlotte Holmes! Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen.

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[Rezension] Young World 01 – Die Clans von New York von Chris Weitz

Autor: Chris Weitz
Dt. Reihentitel: Young World
Band: 1/3
Dt. Erstausgabe: 22.09.2015
Altersempfehlung: 12-14 Jahre
Format: Hardcover
Seitenzahl: 384
ISBN-10: 3423761210
ISBN-13: 978-3423761215
Preis: 18,95 €


Es gab ein Leben davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Clans, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox, das Genie ihres Clans, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes – Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahn-Schächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.


Meine Meinung

Young World – Die Clans von New York“ von Chris Weitz ist ein spannender Trilogie-Auftakt, der nicht ganz ohne ist.
Der Einstieg gestaltet sich wie ein Sprung ins kalte Wasser. Man ist gleich mitten im Geschehen und kriegt einen starken Einblick in die verseuchte Welt ohne Erwachsene. Das Spannungslevel wird somit von Beginn an hoch angesetzt und nahezu kontinuierlich dort gehalten. Abflauen tut dieses nur, um uns eine kurze Einführung in die Welt, den Clan und die Figuren zu geben und später dann um der Romantik einen kleinen Platz einzuräumen.
So wird allein schon durch die temporeiche Story das Lesetempo stetig angeheizt; die kurzen Kapitel und der einfache Schreibstil unterstützen das noch. Chris Weitz ist bekannt als Drehbuchautor (unter anderem für New Moon) und das merkt man deutlich bei diesem Buch. Es liest sich wie ein Actionfilm und gerade bei den Dialogen fühlt es sich auch manchmal wie ein Drehbuch an.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive der Protagonisten, Jefferson und Donna. Unterstützt werden die wechselnden Perspektiven durch verschiedene Schrifttypen und sogar Schreibstilen. Das gelingt Weitz zwar nicht immer, aber die meiste Zeit merkt man schon allein an der Redensart, wer gerade erzählt. 
So bekommt man natürlich ziemlich schnell einen guten Eindruck von den beiden. Es sind sympathische Figuren, die recht unterschiedlich sind. Eine Kombination aus den beiden wäre wahrscheinlich ein Charakter, in den ich mich besser hätte hineinversetzen können, so hatten beide Charakterzüge, mit denen ich mich identifizieren, aber auch viele andere, mit denen ich so gar nichts anfangen konnte. Dadurch ging leider hin und wieder der Kontakt verloren, vor allem im Bezug auf die Beziehung der beiden.
Diese gestaltet sich im Grunde zwar als sehr angenehm, wird aber durch unglückliche Missverständnisse oder schlichtweg unmöglichen Aktionen einer oder beider Parteien etwas kaputt gemacht. Was mir hingegen wirklich gut gefallen hat, war die jugendliche Herangehensweise an die Liebe und vor allem die Gedanken, die sich Donna zum Thema Sex gemacht hat. Außerdem gestaltet sich das ganze Szenario als erfrischend unaufdringlich.
Auch bei den anderen Figuren ist die Liebe hin und wieder ein Thema, leider kommen diese in so ziemlich allen Belangen zu kurz. Da es eine recht überschaubare Gruppe ist, hätte ich es gar nicht schlecht gefunden, wenn man wenigstens zwischenzeitlich das Geschehen auch durch ihre Augen hätten betrachten können. Weitz hat versucht eine diverse Gruppe zu erschaffen, vor allem im Hinblick auf ethnische oder religiöse Hintergründe. Der Ansatz war dabei wirklich gut, aber in der Umsetzung verkümmerten die Nebenfiguren leider stellenweise zu wandelnde Klischees. Vor allem der christliche, homosexuelle Afroamerikaner tat einem in dieser Hinsicht ziemlich leid.
Abgesehen von den kleineren Schwächen ist die Geschichte allemal eine Empfehlung wert – schlicht und ergreifend wegen dem hohen Unterhaltungswert. Es ist nicht alles hundertprozentig stimmig, aber dafür kriegt man großes Kino geboten. Es ist ein Buch, das sich schnell lesen und dabei durchweg spannend ist. Man fiebert mal mehr mal weniger mit, aber verliert an keinem Punkt das Interesse an der Auflösung. Dabei taucht der rote Faden durchaus mal kurz ab, wenn man mal wieder in einem neuen Gesellschaftskonstrukt verstrickt ist. 
Auf der Suche nach dem Heilmittel muss die Gruppe nämlich so einige Clanreviere durchqueren und jedes Einzelne ist ein kleines eigenes Reich mit eigenen Spielregeln und neuen Schrecken. Was mich zu meinem letzten Kritikpunkt führt:
Für ein Jugendbuch schneidet Weitz wirklich harte Themen an. Es geht nicht nur ziemlich blutig zu, sondern kratzt auch an der Psyche. Dabei sind die Kannibalen nichts im Vergleich zu den missbrauchten Mädchen, die unterschwellig irgendwie immer eine Rolle spielen. Er hat es wirklich gut dargestellt, was solche Misshandlungen für Auswirkungen haben, aber ich bin mir nicht sicher, inwiefern ein richtiger Jugendlicher damit etwas anfangen kann. Mir ging das schon ziemlich an die Nieren, aber für eine Frau ist das natürlich auch noch eine Spur schlimmer.

Fazit

Chris Weitz‘ „Young World – Die Clans von New York“ ist ein spannender Trilogie-Auftakt, der Lust auf mehr macht. Wer gute Unterhaltung im Stil eines Actionfilms sucht, ist hier gut beraten, große Emotionen und tiefgründige Poesie sollte man allerdings nicht erwarten. Nichtsdestotrotz scheut der Autor nicht vor schwierigen Themen zurück, wobei mir so manches für die Zielgruppe nicht angemessen erscheint. Alles in allem bot dieses Buch tolle Lesestunden und macht definitiv Lust auf die Fortsetzung. 4/5 Bücher!

Der Autor

Chris Weitz, geboren 1969 in New York, hat Englische Literatur studiert, landete dann aber in der Filmbranche. Er ist der Oscar®-nominierte Drehbuchautor und Regisseur von ›About a Boy‹, ›Twilight‹, ›Cinderella‹ und anderen Kino-Hits der letzten Jahre. ›Young World – Die Clans von New York‹ ist sein Romandebüt.

Die Reihe

Young World Trilogie

  1. Die Clans von New York | The Young World (The Young World #1)
  2. Nach dem Ende | The New Order (The Young World #2) (erscheint im Mai 2016)
  3. — | — (The Young World #3)

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Originalcover