Schlagwort-Archiv: Deutscher Taschenbuch Verlag

Rezension

Peter Grant 06 – Der Galgen von Tyburn von Ben Aaronovitch

Der Galgen von TyburnDer Autor: Ben Aaronovitch
Die Übersetzerin: Christine Blum
Originaltitel: The Hanging Tree
Dt. Titel: Der Galgen von Tyburn
Band: 6/7
Dt. Erstausgabe: 05.05.2017
Verlag: dtv
Genre: Kriminalroman | Urban Fantasy

In seinem sechsten Fall muss der fabelhafte Peter Grant:                                                                      – ein verschollenes altes Buch wiederfinden
– einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären
– versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Ty zu verderben
– vermeiden, vom Gesichtslosen ins Jenseits befördert zu werden
– sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben.
Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neue Feinde zu machen. Mal vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.

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Zwölf Wasser 02 – In die Abgründe von E. L. Greiff

© dtv

Autorin: E. L. Greiff
Dt. Reihentitel: Zwölf Wasser
Dt. Titel: In die Abgründe
Dt. Erstausgabe: 10/2013
Verlag: dtv
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 560
ISBN-10: 3423249668
ISBN-13: 978-3423249669
Preis: 16,90 €

Die Leseprobe findet Ihr hier.

Die Undae, hohe Frauen, die dem Wasser verbunden sind und darin lesen
können, brechen ihr jahrhundertelanges Schweigen und warnen die
Menschen: Schwindet das Wasser, schwindet die Menschlichkeit. Drei von
ihnen machen sich auf den Weg zu den zwölf Quellen, um die Katastrophe,
weit grausamer als eine weltweite Dürre, abzuwenden. Drei welsische
Offiziere, ein Hirte und sein Falke begleiten sie. Während die Reisenden
in verschiedenen Weltgegenden versuchen, die Quellen zu erreichen,
bricht unter ihnen der Kontinent auseinander: Erdspalten tun sich auf,
längst verloschene Vulkane erwachen und Beben erschüttern die Städte.
Aber die wahre Katastrophe droht aus der segurischen Hauptstadt Agen:
Dort bereitet die dämonische Asing ihre Rückkehr vor …
 

Inhalt

Die Reisegruppen haben sich getrennt. Jeweils eine Unda und ein Welse versuchen, die Quellen vor dem Versiegen zu bewahren. Während ihrer eh schon beschwerlichen Reise gerät eine Gruppe zwischen die Fronten eins Bruderkrieges, die anderen müssen sich mit den Urgewalten der Natur auseinandersetzen und die dritte Gruppe hat mit inneren Dämonen zu kämpfen, die immer mehr Gestalt anzunehmen drohen…

Eigene Meinung

Zwölf Wasser – In die Abgründe“ von E. L. Greiff ist eine überaus gelungene Fortsetzung, die „Zu den Anfängen“ fast noch übertroffen hat.

Ich konnte mich gar nicht daran erinnern, wie metaphorisch und richtig malerisch Greiffs Schreibstil zwischenzeitlich anmutet. Gleichzeitig liest dieser sich flüssig, obgleich dieser komplex und nicht gerade leichte Kost ist. Ein auktorialer Erzähler gibt das Geschehen wieder.

Die Charaktere sind außergewöhnlich plastisch und tiefgründig. Sie sind die Spiegelbilder des Niedergangs der Menschlichkeit und gleichzeitig des Kampfes darum. Sie repräsentieren die verschiedenen Quellen auf ganz unaufdringliche Weise, sodass das erst in diesem Band vollends klar wird. Auch wenn es mir zu Anfang nicht leicht fiel, mich auf diese komplexen Persönlichkeiten einzulassen, konnte ich schon nach kurzer Zeit gar nicht mehr anders, als mit ihnen fühlen. Wenn man sich fallen lässt, wird man mit bewundernswerten, ausdrucksstarken und vor allem glaubhaften Entwicklungen belohnt.

Der Einstieg in die Geschichte gelang ausgesprochen gut, dabei hatte ich richtig Angst davor, weil man bei so komplexen High-Fantasy Romanen im Laufe eines Jahres einfach zu viel vergisst. Dadurch, dass sich die Charaktere an strategisch günstigen Stellen immer an die nötigen vorangegangen Ereignissen erinnert haben, hatte auch der Leser keine Probleme. Wer vor allem die Personen nicht mehr zuordnen konnte, kann diese im angefügten Glossar nachschlagen, was in Kombination mit der schönen und detaillierten Karte vieles erleichtert hat. Die Geschichte knüpft nahezu nahtlos an den Vorgängerband an und bleibt ihrem Stil treu. Endlich kriegt man Antworten auf seine vielen Fragen, auch wenn einige wohl erst im finalen Band aufgeklärt werden. „Etwas geht vor.“ – Diese Drohung schwebt auch weiterhin über allem, bleibt dieses „Etwas“ nämlich immer noch lange Zeit unbenannt. Erst zum Schluss nimmt es Gestalt an und die Zusammenhänge werden ersichtlich.

Auch dieser Band ist in viele Abschnitte gegliedert, wird aus den verschiedensten Perspektiven und stellenweise im Briefformat erzählt. Dadurch wird eine immer größer werdende Spannung aufgebaut, die stets zum Lesen animiert. Dennoch muss ich erwähnen, dass sich manche Perspektiven besser und schneller lesen lassen als andere. Schon im ersten Band konnten mich die Ereignisse rund um Felt und dem Szasran Babu am stärksten fesseln.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass auch dieser Band ein Meisterwerk ist, das jeden High-Fantasy Fan begeistern wird. Leser, die diesem Genre nicht so zugetan sind, werden aber vermutlich zu kämpfen haben. So sollte man sich von vornherein darüber im Klaren sein, dass diese Trilogie keine Leicht kost ist und man diese Bücher nicht mal eben runterlesen kann.

Das Cover unterscheidet sich nur von der Hintergrundfarbe von seinem Vorgänger, aber mich persönlich stört das gar nicht. Ich finde, dass diese Farbe genau zu der Geschichte passt und auch die düstere Stimmung einfängt. Der Titel ist Programm und findet immer wieder Erwähnung im Laufe der Geschichte.

Fazit

E. L. Greiffs „Zwölf Wasser – In die Abgründe“ ist eine solide Fortsetzung, die mich genauso begeistern konnte wie der Vorgänger. Der ausdrucksstarke und komplexe Schreibstil ist bildgewaltig und passt perfekt. Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch und stellen Spiegelbilder des Konfliktes dar. Die Geschichte ist spannend und regt zum Nachdenken an. Alles in allem ist es wieder einmal ein perfekter High Fantasy Roman, der allerdings nichts für Zwischendurch ist. 5/5 Bücher und eine klare Empfehlung!

Die Autorin

E. L. Greiff, 1966 in Kapstadt geboren, lebt heute in den
Niederlanden. Studium der Theaterwissenschaften und der Germanistik,
anschließend zahlreiche freie Regiearbeiten. Neben der Autorentätigkeit
freie Mitarbeit in einer Werbeagentur.

Die Reihe

Zwölf Wasser Trilogie

  1. Zu den Anfängen
  2. In die Abgründe
  3. Nach den Fluten (erscheint im Oktober 2014)

Mein Dank geht an…

…den Deutschen Taschenbuch Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares! 

Breathe 01 – Gefangen unter Glas von Sarah Crossan

© dtv Verlag

Autorin: Sarah Crossan
Originaltitel: Breathe
Titel: Breathe – Gefangen unter Glas
Dt. Erstausgabe: 03/2013
Verlag: dtv
Format: Hardcover
Seitenzahl: 432
ISBN-10: 3423760699
ISBN-13: 978-3-423-76069-0
Preis: 16,95€ 

  
Kaufen könnt Ihr dieses Buch gleich hier.

Die Leseprobe findet Ihr hier.

Eine Welt ohne Sauerstoff. Alles scheint tot. Unter einer Glaskuppel gibt es nur wenige Überlebende:


Alina,
hat sich schon vor Langem den Rebellen angeschlossen, die gegen die
Allmacht von »Breathe« kämpfen, und wurde nie gefasst. Bis jetzt…



Quinn,
will als Sohn eines ranghohen »Breathe«-Direktors eigentlich nur einen
harmlosen Ausflug ins Ödland machen. Bis er dort auf Alina trifft…



Bea,
Tochter eines Bürgers zweiter Klasse, wollte den Trip raus aus der
Kuppel nutzen, um Quinn endlich für sich zu gewinnen. Doch dann taucht
Alina auf…

Die Begegnung mit Alina verändert für Bea und Quinn alles. 

Inhalt

In einer Welt, in der die Wälder gerodet und das Plankton abgestorben sind, ist der Sauerstoffgehalt so gering, dass die Menschheit gezwungen ist, unter Glaskuppeln zu leben. In diesen werden sie mit künstlichem Sauerstoff versorgt und auf einem existentiellem Niveau von dem Konzern BREATHE kontrolliert.

Charaktere

Bea ist eine sogenannte „Second“. Ihr Bestreben liegt darin, einen Job bei BREATHE zu ergattern – eine der wenigen Möglichkeiten, jemals zum „Premium“ aufzusteigen – um sich un ihrer Familie ein besseres Leben zu bieten.
Ihr bester Freund und heimliche große Liebe, Quinn, ist ein solcher Premium. Ihre Eltern hoffen auf eine Hochzeit – die andere Möglichkeit, ein Premium zu werden – doch Quinn sieht in ihr nie mehr als eine gute Freundin.
Quinn hat es in seinem Leben nie an irgendetwas gemangelt. Im Gegensatz zu anderen Premiums verachtet er die Seconds nicht, aber natürlich begreift er nicht, was es bedeutet, gerade genug Sauerstoff zum Leben zu haben. Allgemein ist er so realitätsfremd, dass er geradezu dümmlich naiv wirkt. Immerhin schafft er es, Bea die ein- oder andere Annehmlichkeit zu bieten, ohne ihr ein Gefühl von Bedürftigkeit zu geben. So hat er zum Beispiel einen Ausflug ins Ödland organisiert – kann ja keiner ahnen, dass Quinn sich ausgerechnet in eine Rebellin verguckt.
Alina ist als ganz normale Second aufgewachsen bis die Rebellen auf sie aufmerksam geworden sind. Seitdem ist ihr erklärtes Ziel, die Welt zu retten, indem sie dabei hilft, Bäume zu pflanzen. So romantisch das auch klingen mag, so gefährlich ist es in Wirklichkeit. Der Konzern BREATHE geht strikt gegen die Rebellen vor – immerhin ist deren Existenzgrundlage eine sauerstoffarme Welt. Je länger Alina dabei ist, desto skrupelloser wird sie. Wie praktisch doch so ein vernarrter Premium ist, wenn man dringend aus der Kuppel raus muss… 

Eigene Meinung

„Breathe – Gefangen unter Glas“ von Sarah Crossan ist die wohl authentischste und erschreckendste Dystopie, die ich jemals gelesen habe.
Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Bea, Quinn und Alina erzählt. Der Schreibstil ist sehr leichtgängig, der Lesefluss wird selten gestört. Beschreibungen konzentrieren sich mehr auf die Umgebung als die Menschen.
Die Charaktere waren für mich ein richtiger Störfaktor. Mit keinem wurde ich so richtig warm, genauso wenig konnte ich mich in sie hinein versetzen. Bea war noch die angenehmste Persönlichkeit, dafür war Quinn ein richtiges Weichei. Alina war schlicht unsympathisch und Jazz war nicht nur nervig, sondern auch gruselig.
Die Geschichte besticht durch ihre Authentizität. Das Gesellschaftskonstrukt kann man sich gut vorstellen und es stimmt den Leser schon nachdenklich. Leider waren dafür manche Szenen umso berechenbarer und unglaubwürdig. Da mich die Charaktere nicht wirklich für sich gewinnen konnten, war mir ihr Schicksal leider auch ziemlich egal.
Die emotionale Ebene war unglaublich schwach. Meinetwegen muss eine Dystopie nicht auf einer Liebesgeschichte aufgebaut werden, dann sollte man das aber bitte ganz rauslassen. Immerhin verlief die Dreiecksgeschichte anders als gewohnt, aber es wäre doch wirklich schön, wenn mal ganz darauf verzichtet werden würde.
Die Einteilung in 5 Teile ist ja schön und gut, aber die Titel wecken leider völlig falsche Vorstellungen. Vor allem „Die Schlacht“ war der reinste Witz.

Fazit

Sarah Crossans „Breathe – Gefangen unter Glas“ war für mich eine ziemliche Enttäuschung. Vom Spannungsbogen her kann sie sich nicht mit anderen messen, dafür überzeugt Crossan mit der wohl glaubhaftesten dystopischen Gesellschaft. Dieses Buch lässt den Leser nachdenklich zurück und hätte dafür die Höchstpunktzahl verdient. Leider sind die Charaktere so unsympathisch, dass mich ihr Schicksal kalt ließ. Somit verbleibe ich mit 4/5 Büchern – es wäre einfach nicht fair, diese Idee nicht zu würdigen.

Die Autorin

© Andreas Michalitsianos

Sarah Crossan wurde in Irland geboren und verbrachte den größten Teil
ihrer Kindheit und Jugend in England, wo sie u. a. an der Cambridge
University unterrichtete. Mittlerweile lebt sie in den USA, hat ihren
Job als Englischlehrerin aufgegeben und widmet sich ganz dem Schreiben.

Die Reihe

  1. Breathe – Gefangen unter Glas / Breathe
  2. ??? / Resist

Mein Dank geht an… 

 
… den dtv Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares! 

Zwölf Wasser 01 – Zu den Anfängen von E. L. Greiff

© dtv
Autorin: E. L. Greiff
Dt. Reihentitel: Zwölf Wasser
Dt. Titel: Zu den Anfängen
Dt. Erstausgabe: 08/2012
Verlag: dtv
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 608
ISBN-10: 3423249145
ISBN-13: 978-3-423-249149-0
Preis: 16,90 €
Wasserstände sinken, Quellen versiegen. Noch ist die
Bedrohung des Kontinents kaum spürbar, die Völker leben in Frieden. Aber
die dunklen Vorzeichen einer Katastrophe, weit grausamer als eine
weltweite Dürre, häufen sich. Denn die Quellen spenden mehr als nur
Wasser …

Die Undae, eine Gemeinschaft von Frauen, die dem Wasser
verbunden sind und darin lesen können, brechen ihr jahrhundertelanges
Schweigen und warnen die Menschen. Drei von ihnen machen sich auf den
langen Weg zu den zwölf Quellen mit dem Ziel, die Katastrophe vom
Kontinent abzuwenden. Sie gehen nicht allein. Ein Schwertkämpfer, der
sich gegen seine Bestimmung wehrt, ein junger Hirte auf der Suche nach
Rache und sein Falke begleiten sie. Aber wie soll man eine ganze Welt
retten, wenn es unmöglich scheint, sich selbst zu retten?

Inhalt

In einer Welt, in der das Wasser mehr ist als der Quell des Lebens, kann es nichts Gutes bedeuten, wenn die sagenumwobenen 12 Quellen versiegen. Das wird sogar einigen wenigen Menschen klar als die schweigenden Undae ihre Stimmen erheben und zu einem sofortigen Aufbruch aufrufen. 
So begeben sich 3 Undae gemeinsam mit 3 welsischen Offizieren und einem Falkner auf eine Reise, dessen Ziel ungewiss ist…

Charaktere

Babu, eigentlich Badak-An-Bughar Bator, gehört zum Volk der Merzer. Ursprünglich lebten diese als umherwanderndes Volk in der Steppe, doch der amtierende Thon baut sich eine Stadt.
In dieser Zeit weiß Babu nicht so recht, wo er hingehört. Er ist ein sehr ehrgeiziger Hirte, der allen Erwartungen zum Trotz die veraltete Prüfung absolviert hat, und in jungen Jahren schon eine sehr große Herde angezüchtet hat. Er ist bei den Frauen begehrt und nimmt das selbst nicht richtig wahr, weshalb er sich die Chance auf seine Jugendliebe verdirbt. Neben seinem Erfolg plagt ihn allerdings auch die Sehnsucht nach Freiheit. Mit Erhalt des Falkeneis wird sein Freiheitsdrang noch verstärt und auch wenn sein Abschied vom Dorf mehr als unangenehm ist, wird er diesen niemals bereuen.
Felt ist ein Fels in der Brandung. Er ist ein Welse, das heißt, dass er zu einem beinahe ausgestorbenem Volk gehört. Nach einem großen Krieg bleibt ihnen nur noch eine Stadt am Rand der Welt, in der die Menschen stets unter Kälte und Hunger zu leiden haben. Doch dieses Leben hat sie stark gemacht. Stark und stolz. Auch wenn die anderen Völker ihren Stolz oft mit Unfreundlichkeit verwechseln, so stehen die Welsen doch zu ihren Prinzipien und ihrer Meinung. 
Felt ist das Musterbeispiel eines jeden Welsen und eines Königs würdig. Er ist ein guter und aufrichtiger Anführer, dem die Menschen in seiner Umgebung am Herzen liegen. Er setzt sich für die Seinen ein und liebt seine Familie mit einer Inbrunst, die bewundernswert ist. Wenn er eine Aufgabe hat, führt er sie bedingungslos durch.

Eigene Meinung

Mit ihrem Auftakt „Zwölf Wasser – Zu den Anfängen“ ist E. L. Greiff ein meisterhaftes Debut gelungen. Dabei ist es definitiv keine leichte Kost.
Der Roman ist in 5 Teile und zig betitelte Kapitel gegliedert. Jeder Abschnitt ist in sich abgeschlossen und fließt doch in den anderen ein. Der Schreibstil ist sehr komplex. Greiff wartet mit vielen verschachtelten Sätzen auf, sodass man alle seine Sinne beisammen haben muss, um dem Roman folgen zu können. Er ist wortgewandt und bildgewaltig.
Das Cover ist schlicht und doch auffällig. Die Farben sind gut aufeinander abgestimmt und einfach schön anzusehen. Es passt einfach zum Buch.
Die Charaktere sind definitiv einzigartig und ebenso komplex wie das ganze Werk. Man freundet sich nicht sofort mit ihnen an oder fühlt sich mit ihnen verbunden, aber das macht sie nicht unsympathisch. Ganz im Gegenteil lernt man sie auf Dauer ausführlich kennen und leidet und lebt dann auch mit ihnen.
Die ganze Geschichte ist definitiv High Fantasy. Greiff hat eine faszinierende und komplexe Welt erschaffen, ohne sich irgendwelcher bisher bekannten magischen Wesen zu bedienen. Selbst die Magie wirkt neuartig und doch vertraut. Es ist tiefgründig und nichts für Zartbesaitete, denn blutige Szenen werden keinesfalls verschönert.
Der erste Teil war nicht so meins, weil ich zu Anfang gar nicht wusste, um wen es denn jetzt geht. Außerdem waren einige Szenen so fremd und vage, dass ich völlig verwirrt war. Die weitere Geschichte hat aber alles wieder rausgeholt.
Der Roman ist so vielseitig, dass man sich am Besten selbst ein Bild macht. Ich für meinen Teil bin begeistert und irgendwie wurde eine Saite in mir angeschlagen. 

Fazit

High Fantasy wie sie im Buche steht! E. L. Greiff geht definitiv nicht im Schatten Tolkiens unter und zeigt mit seinem Debut die reife Seite dieses polarisierendem Genres. Ganz klare Leseempfehlung für jeden, der sich die Zeit nimmt und sich darüber im Klaren ist, dass man dieses Roman nicht einfach „runterlesen“ kann.

Die Autorin

E. L. Greiff, 1966 in Kapstadt geboren, lebt heute in den
Niederlanden. Studium der Theaterwissenschaften und der Germanistik,
anschließend zahlreiche freie Regiearbeiten. Neben der Autorentätigkeit
freie Mitarbeit in einer Werbeagentur.

Die Reihe

Zwölf Wasser Trilogie

  1. Zu den Anfängen
  2. In die Abgründe
  3. Nach den Fluten (erscheint im Oktober 2014)