Schlagwort-Archiv: 2 Bücher

Rezension

Die Elite 01 – Spark von Vivien Summer

SparkDie Autorin: Vivien Summer
Dt. Reihentitel: Die Elite
Dt. Titel: Spark
Band: 1/4
Dt. Erstausgabe: 02.02.2017
Verlag: Impress
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Dystopie | Jugendbuch

Kurz vor ihrer Volljährigkeit stellt sich heraus, dass Malia zu den Glücklichen der Gesellschaft gehört – den Menschen, denen eine außerordentliche Gabe zuteilgeworden ist. Von einem Tag auf den anderen zählt sie zur High Society des Landes: der ELITE. Aber für die verschlossene, immerzu unsichtbar bleibende Malia geht damit ein Albtraum in Erfüllung. Nicht nur richten sich plötzlich sämtliche Augen der Nation auf sie, auch muss sie sich als Trägerin eines übernatürlichen Elements ausgerechnet von dem bislang unerreichbaren High Society Boy Christopher Collins ausbilden lassen. Dem Jungen, in den sie seit Jahren heimlich verliebt ist und in dessen Augen das gleiche Feuer lodert wie in ihren…

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[Lisas Rezension] Der Mörder und das Mädchen von Sofie Sarenbrant

Der Mörder und das MädchenDie Autorin: Sofie Sarenbrant
Die Übersetzerin: Hanna Granz
Originaltitel: Visning Pagar
Dt. Titel: Der Mörder und das Mädchen
Dt. Erstausgabe: 13. Februar 2017
Verlag: Aufbau Digital
Genre: Schweden-Krimi
Hardcover | 16,99€
eBook | 12,99€

Noch einen Tag noch – dann, glaubt Cornelia, hat ihr Martyrium ein Ende, dann zieht sie mit Astrid, ihrer sechsjährigen Tochter, aus ihrem Haus aus und kann Hans, ihren gewalttätigen Mann, endlich verlassen. Doch am Morgen findet sie Hans tot im Gästezimmer. Emma Sköld, hochschwanger und sehr ehrgeizig, übernimmt den Fall: Für sie ist Cornelia die erste Verdächtige, doch es gibt auch eine andere Spur: Die kleine Astrid will in der Nacht einen Mann neben ihrem Bett gesehen haben, der sie gestreichelt hat.

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Rezension

[Lisa’s Rezension] Kontrolle. Macht. Tod. von Klaus Schuker

Kontrolle. Macht. Tod.Der Autor: Klaus Schuker
Dt. Titel: Kontrolle. Macht. Tod.
Dt. Erstausgabe: 28. September 2016
Verlag: Fabulus
Genre: Psychothriller
Taschenbuch | 16,95€

Eine schöne Frau zu quälen verschafft ihm Befriedigung. Ihren Willen zu brechen ist besser als jeder Sex. Von dieser Erkenntnis führen den Unbekannten nur wenige Schritte bis zum perfide kalkulierten Mord. Das erste Opfer ist eine Jurastudentin, das grausame Spiel beginnt. Es wird sechzehn lange, entsetzliche Tage dauern.
Wer steckt dahinter? Die Polizei tappt im Dunkeln, während der 54-jährige Privatdetektiv Molden mitten in die Ermittlungen gerät. Für seine Auftraggeberin verfolgt er Spuren, die sich als trügerisch erweisen, und verliebt sich leidenschaftlich in eine faszinierende Frau. Dabei merkt er nicht, dass er unaufhaltsam selbst in den Fokus des Mörders rückt. Und mit ihm Greta, deren bezauberndes Lachen seinen wunden Punkt berührt.

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[Lisa’s Rezension] Lebensnacht von Will Hofmann

LebensnachtDer Autor: Will Hofmann
Dt. Titel: Lebensnacht
Dt. Erstausgabe: 25. August 2016
Verlag: Fabulus Verlag
Genre: Roman
Hardcover | 19,95€
eBook | 15,99€

Menschen sterben weltweit in großer Zahl, ihre Leichname lösen sich in Pfützen auf, nur Knochen und Kleidungsstücke bleiben übrig. Und der Geruch nach Benzin. Der nicht für möglich gehaltene Super-GAU stellt selbst die Auswirkungen der Atombombe in den Schatten und wird Realität: Die Menschheit steht vor dem Aus.
Professor Harry Kauffmann, Träger des Chemie-Nobelpreises und weltweit anerkannte Koryphäe auf seinem Gebiet, versucht mit seinem Team, den Schaden einzudämmen, der ihm bei seinen Experimenten unterlaufen ist. Er wollte Benzin mithilfe genetisch veränderter Bakterien herstellen. Um die tödlichen Folgen seiner Forschungen zu bekämpfen, fehlen aber die adäquaten Mittel. Ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit beginnt. Wie wird dieser enden?

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[Lisa’s Rezension] Das Feuerzeichen 02 – Rebellion von Francesca Haig

RebellionDie Autorin: Francesca Haig
Die Übersetzerin: Viola Siegemund
Originaltitel:  The Map of Bones (The Fire Sermon #2)
Dt. Reihentitel: Das Feuerzeichen
Dt. Titel: Rebellion
Band: 2/3
Dt. Erstausgabe: 09.05.2016
Verlag: Heyne fliegt
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Dystopie | Jugendbuch
Hardcover | 16,99€
eBook | 13,99€

In der düsteren Welt der Zukunft herrscht eine Zweiklassengesellschaft: Die perfekten Alphas regieren und genießen alle Privililegien, die Omegas – ihre vermeintlich weniger perfekten Zwillinge – werden tagtäglich unterdrückt und gedemütigt. Nachdem die Insel der Omegas zerstört wurde, ist Cass, zusammen mit ihren Freunden Piper und Zoe, auf der Flucht. Irgendwo jenseits des Ozeans, so hoffen sie, gibt es ein Land, in dem das Omega-Brandzeichen auf ihrer Stirn keine Rolle mehr spielt. Doch dazu müssen sie erst einmal an die Küste gelangen, und Cass‘ ruchloser Zwillingsbruder Zach ist ihnen dicht auf den Fersen …

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Peri Reed 01 – Die Zeitagentin von Kim Harrison

Die ZeitagentinDie Autorin: Kim Harrison
Die Übersetzerin: Frauke Meier
Originaltitel: The Drafter (The Peri Reed Chronicles #1)
Dt. Titel: Die Zeitagentin
Band: 1/3
Dt. Erstausgabe: 11.04.2016
Verlag: Heyne
Genre: Zukunftsthriller
Paperback | 14,99 €
eBook | 11,99 €

Peri Reed ist jung, sexy und tough. Doch das ist nicht das Beste an ihr! Was sie einzigartig macht, ist ihre Gabe: Peri kann vierzig Sekunden in der Zeit zurückspringen und die Vergangenheit verändern. Ein unschätzbarer Vorteil, wenn man für eine staatliche Geheimorganisation arbeitet, die Jagd auf die gefährlichsten Kriminellen der USA macht. Bis Peri eines Tages der Korruption verdächtigt wird und fliehen muss. Plötzlich zur Staatsfeindin Nummer eins geworden, ist sie fest entschlossen, ihre Unschuld zu beweisen und die Drahtzieher dieser Verschwörung ausfindig zu machen. Doch Peri kann niemandem mehr vertrauen – nicht einmal dem Mann, den sie liebt …

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[Lisa’s Rezension] Bewahrer der Nacht von Mira Bluhm

Die Autorin: Mira Bluhm
Dt. Titel: Bewahrer der Nacht
Dt. Erstausgabe: 16.01.2016
Format: eBook
Seitenzahl: 129
ASIN: B01A7AMXNE
Preis: 2,99 €


Ein grausamer Pakt bindet Menschen und Giganten bis ans Ende der Zeit. Als Ahasverosh krank wird, steht Livius vor einer schicksalhaften Entscheidung: Soll er versuchen, den Giganten zu retten, oder soll er fliehen? Seine Reise führt ihn auf die Spur eines Geheimnisses, das die Macht hat, die Welt für immer zu verändern.

Meine Meinung

Die Welt scheint in Schatten zu versinken, Schatten in denen nichts länger als vierzehn Tage existieren kann, ohne dann zu Staub zu zerfallen. Für die Menschen eine Welt, in denen es kein Überleben zu geben scheint. Doch es gibt eine Möglichkeit. Sie schließen einen Pakt mit den Giganten, denn diese können in einem sehr großen Radius um sich herum die Schatten abhalten, sodass ein Leben innerhalb ihres Kreises möglich ist. Im Gegenzug versorgen die Menschen diese mit Nahrung und opfern dafür auch die eigenen Leute. Als einer der Giganten jedoch krank wird und droht zu sterben, ist das Dorf in Gefahr. Livius macht sich auf die Suche nach einer Lösung und kommt dabei einem dunklen Geheimnis auf die Spur, das alles verändert…
Das Cover des Buches gefiel mir auf Anhieb, denn es ist dezent und trotzdem verspricht es durch die dunklen Farben und die Sternzeichen bzw Symbole einen mystischen Inhalt, den Mira Bluhm dann auch in ihrer Kurzgeschichte bietet. Die Idee eines Paktes zwischen Menschen und Giganten gefiel mir sofort, sodass ich mich schnell ans Lesen machte. Ihr Schreibstil ist dabei sehr angenehm, sodass ich zügig vorankam.
Innerhalb der Kapitel wechseln wir immer wieder die Perspektive zwischen den wichtigsten Charakteren, was mir an sich sehr gut gefiel, denn so hoffte ich, jede einzelne Person etwas näher kennen lernen zu können. Leider war die Ausarbeitung insgesamt jedoch eher blass, sodass ich zu keiner Figur eine wirkliche Bindung aufbauen konnte, oder sie teils sogar recht unsympathisch fand. Insgesamt tauchten mir einfach viel zu viele verschiedene Namen auf, die ich irgendwann gar nicht mehr zuordnen konnte. Etwas weniger Charaktere und eine dafür intensivere Ausarbeitung hätten dem Verlauf der Geschichte gut getan.
Auch wenn es in der Geschichte immer wieder sehr spannende Elemente gab, konnte sie mich leider nicht vollkommen fesseln, was vielleicht auch an der Verwirrung durch die vielen Namen lag. Trotzdem erkennt man die große Phantasie, die hinter dem Buch steckt und ich könnte mir wunderbar eine Fortsetzung vorstellen, die insgesamt einfach etwas spannender gestalten werden müsste und dann durchaus eine ganze Menge an Potenzial bietet.

Fazit

Mira Bluhms „Bewahrer der Nacht“ ist eine nette Geschichte für Zwischendurch, die vor allem bei Fantasyliebhabern Anklang finden wird, die in der Umsetzung aber noch einige Ecken und Kanten aufweist, die das Buch aber insgesamt doch sympathisch machen. Insgesamt möchte ich diesem Buch 2/5 Büchern geben.

Die Autorin

Mira Bluhm wurde 1989 in Wiener Neustadt geboren, wo sie auch heute noch lebt. Wenn sie nicht gerade liest oder ihren Blog füttert, schreibt sie Romane. Sie ist verheiratet und hat eine Tochter.
http://mirasbuecher.blogspot.com/
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[Rezension] Die Clans der Seeker 01 – Die Stunde des Fuchses von Arwen Elys Dayton

Übersetzerin: Sonja Häußler
Originaltitel: Seeker (Seeker #1)
Dt. Reihentitel: Die Clans der Seeker
Band: 1/2
Dt. Erstausgabe: 30.04.2015
Verlag: Arena
Altersempfehlung: 14 – 17 Jahre
Format: Hardcover
Seitenzahl: 472
ISBN-10: 3401069683
ISBN-13: 978-3401069685
Preis: 16,99 €


Eine epische Saga von Freundschaft, Macht, Verrat und wahrer Liebe. In der Nacht, in der Quin ihren Eid ablegt, wird sie endlich werden, was all ihre Vorfahren vor ihr waren. Ein Seeker. Eine ehrenvolle Kämpferin für die Schwachen und Unterdrückten. Seite an Seite mit ihren engsten Gefährten John und Shinobu. Ihre große Liebe. Ihr bester Freund. Doch in der Nacht, in der Quin ihren Eid ablegt, verändert sich alles. Ein Seeker zu sein, ist nicht, was sie dachte. Ihre Familie ist nicht, was sie dachte. Selbst der Junge, den sie liebt, ist nicht, was sie dachte. Und nun ist es zu spät, davonzulaufen.

Meine Meinung

Die Stunde des Fuchses“ von Arwen Elys Dayton ist der erste Band der (bisher) zwei Bände umfassenden „Die Clans der Seeker„-Reihe.
Orientiert man sich am Cover und am Klappentext erwartet man einen High Fantasy Roman mit einer epischen Quest, Intrigen und einem Hauch von Politik. Doch schnell wird klar, dass dieser Roman nichts von dem erfüllt, was die Werbung verspricht. Das ist natürlich nicht grundsätzlich schlecht, aber da ich selbst nach dem Lesen noch nicht weiß, was die Geschichte eigentlich ausdrücken will oder in welchem Genre sie sich bewegen soll, ist dieser Aspekt doch sehr unbefriedigend. 
Es hat mich schier in den Wahnsinn getrieben, nicht zu wissen, in welcher Zeit der Roman spielt und ob das Setting nun eine futuristische Version unserer Welt oder eine verquere Parallelwelt darstellen soll. Vor allem weil die Geschichte im Grunde genau so anfängt, wie man es von einem (High) Fantasy Buch erwarten würde bis dann plötzlich von „Peitschenschwertern“ und „Disruptoren“ die Rede ist, die uns brutal in die Welt der Science-Fiction katapultieren. Ich mag mit meiner Meinung allein dastehen, aber für mich passt dieses Buch nicht einmal in die Kategorie „Urban Fantasy“, auf die sich die breite Masse dann geeinigt hat. All die Technik spricht dagegen und auch die auf den ersten Blick magisch erscheinenden Reisen sind im Grunde nur Sprünge durch die Dimensionen – und das ist in der heutigen Zeit kein magisches Prinzip mehr. Nur weil wir nicht dazu in der Lage sind, heißt das nicht, dass das nicht möglich ist. Man könnte das auch mit einem Mini-Wurmloch vergleichen. Jedenfalls musste ich immer daran denken.
Die Geschichte selbst ist genauso verquer und konfus. Dabei ist die Grundidee wirklich gut! Dieses verschwendete Potenzial bricht mir schier das Herz. 
Wie kann es sein, dass ich nach Beenden des Buches immer noch nicht weiß, was die eigentliche Story ist? Sicher, es passiert so einiges – und das macht zum Teil auch Sinn – aber es gibt keinen roten Faden, keinen zentralen Konflikt oder Ziel. Zugegeben, eine von den 4 Hauptfiguren hat ein Ziel, eine Aufgabe, aber leider kollidiert diese Figur immer wieder mit den planlosen „Gegenspielern“, die nicht einmal selbst wissen, ob sie gegen ihn sind oder nicht. Die ganze Handlung dreht sich im Kreis und offenbart uns mit jedem Kapitel nur neue Abgründe der Menschheit. Dieser düstere und frustrierende Aspekt war die einzige Konstante auf den fast 500 Seiten.
Die Charaktere konnten den haltlosen Inhalt leider auch nicht retten, denn für mich war einer unsympathischer als der andere. Was ich wirklich schade finde, weil sie zu Anfang eigentlich noch nett und interessant rüberkommen. Je weiter man jedoch vorankommt, desto enttäuschter ist man im Endeffekt. Der eine fixiert sich auf einen Plan, der von Anfang an gescheitert ist während die anderen beiden nur der traurigen Wahrheit über das „Seekertum“ zu entfliehen versuchen. Einer stürzt sich in die Drogensucht und das Mädchen wählt das Vergessen. Die Einzigen, die noch schlimmer als die Protagonisten waren, waren deren Eltern / Lehrer und Vertraute. Ich war irgendwann an dem Punkt angelangt, an dem ich fast allen den Tod gewünscht habe.
Der einzige Lichtblick war Maud mit ihrer Storyline rund um die mysteriösen Dreads. Bei ihr hat die Autorin fast alles richtig gemacht. Sie war der Grund, warum ich das Buch nicht abgebrochen habe.
Immerhin lässt sich das Trauerspiel gut lesen. Der Schreibstil ist angenehm und liest sich sehr flüssig. Die Beschreibungen sind nicht perfekt, aber solide genug, um ein ausreichendes Bild zu erschaffen. Erzählt wird die Geschichte aus vier verschiedenen Perspektiven im personalem Erzählstil. Die wechselnden Perspektiven und auch die Sprünge in die Vergangenheit gehören zu den wenigen guten Aspekten.

Fazit

Arwen Elys Daytons „Die Clans der Seeker – Die Stunde des Fuchses“ ist ein Paradebeispiel für verschwendetes Potenzial und falschem Marketing. Die Geschichte basiert auf einer unheimlich originellen und spannenden Idee, die in der Umsetzung leider nahezu den kompletten Reiz verlor. Das Versprechen einer epischen Saga in Kombination mit Vergleichen mit „Game of Thrones“ und „Die Tribute von Panem“ sorgen für völlig falsche Erwartungen, die im Grunde nur enttäuscht werden können. Für mich hat die ganze Geschichte einfach (noch) keinen Sinn, weil es für mich eher an eine Aneinanderreihung von Ereignissen erinnert, die durch vier verschiedene Perspektiven und Handlungsebenen auf oft unangenehme Weise kollidieren. Der wohl klarste Konflikt hätte mit einem einfachen Gespräch geklärt werden können, aber da selbst der Leser am Ende noch genauso viel weiß wie am Anfang, kann man von den Figuren kaum mehr erwarten. Meinungen sind ja bekanntlich verschieden, aber ich kann leider keine Empfehlung aussprechen. Schwache 2/5 Bücher.

Die Autorin

Arwen Elys Dayton recherchiert oft monatelang für ihre Bücher. Ihre Forschungen haben sie rund um die ganze Welt geführt, bis hin zu Hongkongs vielen Inseln und in eine große Anzahl schottischer Schlossruinen. Arwen lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern an der Westküste der USA. Man findet sie unter arwendayton.com und @arwenelysdayton bei Twitter und Instagram. Die Clans der Seeker ist Arwens erstes Jugendbuch.

Die Reihe

Die Clans der Seeker Dilogie

  1. Die Stunde des Fuchses / Seeker (Seeker #1)
  2. ??? Traveler (Seeker #2)

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Originalcover

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[Rezension] Amor 03 – Requiem von Lauren Oliver

© CARLSEN Verlag
Autorin: Lauren Oliver
Übersetzerin: Katharina Diestelmeier
Originaltitel: Requiem (Delirium #1)
Dt. Reihentitel: Amor-Trilogie
Dt. Titel: Requiem
Dt. Erstausgabe: 01/2014
Verlag: Carlsen
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Format: Hardcover
Seitenzahl: 400
ISBN-10: 3551583013
ISBN-13: 978-3551583017
Preis: 18,90 €
Lena und Julian sind endlich zurück in der Wildnis. Hier sind sie vorerst in Sicherheit und alles könnte gut sein. Doch etwas zwischen den beiden hat sich verändert, und Lena spürt, dass sie eigentlich zu Alex gehört. Aber auch Alex ist nicht mehr der, den sie immer geliebt hat, und wirkt seltsam abweisend. Hana dagegen, Lenas Freundin von früher, führt ein ruhiges und geordnetes Leben ohne Liebe mit dem für sie ausgewählten Partner. Und während die Rebellen alles für den entscheidenden Angriff auf Portland vorbereiten, muss sich Lena ihrer Vergangenheit stellen.


Meine Meinung

Requiem“ von Lauren Oliver ist zwar ein würdiger Abschluss für die Amor-Trilogie, konnte mich aber leider nicht überzeugen.

Ich muss gestehen, dass ich schon voreingenommen an die Geschichte herangegangen bin. Das lag zum einen daran, dass ich mich von einer Freundin habe spoilern lassen, zum anderen war der zweite Band schon eine derbe Enttäuschung für mich. Immerhin hatte ich dieses Mal weniger Einstiegsschwierigkeiten als beim letzten Mal, obwohl zwischen Pandemonium und Requiem eine weit größere Pause für mich lag.

Am Schreibstil gibt es gar nicht viel zu rütteln. Olivers Bücher lassen sich stets gut lesen. Man kommt schnell voran und hat immer ein klares Bild vor Augen. Die Poesie hinter dem Jugendbuch, die mich bei Delirium so begeistert hat, kam allerdings nicht mehr bei mir an. Die Geschichte wird, wie gewohnt, aus der Ich-Perspektive erzählt, dieses Mal allerdings abwechselnd aus Sicht von Lena und Hana.

Immerhin dieser Aspekt hat mir gut gefallen! Zuerst war ich skeptisch, weil ich nie ein großer Fan von Hana war, weswegen ich mich bislang auch vor ihrer Kurzgeschichte gedrückt habe. Im Endeffekt stellt sich aber diese doppelte Erzählweise als einer der wenigen Pluspunkt heraus. Schon vorher waren die beiden Freundinnen ein ziemliches Kontrastprogramm, mittlerweile aber unterscheiden sie Welten.

Lena wollte immer geheilt werden und ist mittlerweile eine engagierte Rebellin. Hana war stets auf ihre eigene Weise rebellisch und ist nun geheilt. Nachdem wir also bisher nur Definitionen und Erklärungen für den Eingriff und die Folgen hatten, kriegen wir endlich tiefere Einblicke. Ich persönlich fand es sehr interessant, quasi persönlich zu erleben wie die Operation ein uns bekanntes Mädchen verändert hat.

Trotzdem konnte auch das die Geschichte nicht retten. Ich will gar nicht groß auf dem furchtbaren Ende herumreiten, weil ich natürlich die Symbolkraft dahinter verstehe. Außerdem wurde diesbezüglich schon genug gejammert und ich wusste ja, was mich erwartet. Das Einzige, das mich wirklich an dem Ende stört ist auch nicht die mangelnde Entscheidungskraft, sondern die Sinnlosigkeit der Rebellion. Ich habe auch nichts dagegen, meiner Fantasie freien Lauf zu lassen, leider endet diese in diesem Szenario nur mit Tod und Verderben – und das wünscht man sich nun wirklich nicht!

Abgesehen also von diesem finalen Fiasko, konnte mich auch der restliche Plot einfach nicht packen. Es passierte kaum etwas spannendes und der rote Faden war mal wieder nur schwach erkennbar. Außerdem wurde sowieso jedes bisschen Handlung von dem sinnlosen Liebesdreieck überschattet.

Zugegeben, ich bin ein genereller Feind dieses Motivs, aber mal im Ernst: wie wahrscheinlich ist es, dass ein Mädchen, das ihr Leben lang Angst vor der Liebe hatte, sich gleich zweimal hintereinander verliebt? Ich hätte es der Autorin noch abgekauft, wenn sie Lenas Gefühle dem armen Julian gegenüber als Produkt ihrer Verzweiflung und der scheinbar auswegslosen Lage in Pandemonium verkauft hätte. Ich hätte es ihr vielleicht auch noch verziehen, wenn sie nicht diesen armen Jungen aus seiner bekannten Welt für ein Mädchen gerissen hätte, das doch im Grunde ihres Herzens nur einen liebt. So aber war das ganze Szenario für mich einfach nur sinnlos und gemein. Dass da keine Lesefreude aufkommt, ist doch wohl kein Wunder! Und nein, ich hatte gewiss kein Mitleid mit Lena als Alex sie wie Dreck behandelt hat. Kann man es dem Jungen wirklich verdenken? Ganz ehrlich, Julian hätte meiner Meinung nach auch mal Dampf ablassen müssen.

Letztendlich war das Beste an diesem Buch die Gestaltung. Diese ist mal wieder ein echter Hingucker und auch dieser letzte Band kann sich sowohl mit als auch ohne Schutzumschlag sehen lassen. Ein großes Lob an die Grafikabteilung und wohl auch an die fähige Druckerei – oder doch an die Buchbinderei?

Fazit

Lauren Olivers „Requiem“ ist zwar ein passender Abschluss, aber für mich ein Flop. Ich gebe zu, dass ich schon gespoilert und lustlos an dieses Buch herangegangen bin, aber man sollte doch meinen, dass ein gutes Buch einen trotzdem überraschen und vielleicht überzeugen kann. „Requiem“ konnte das eindeutig nicht, dabei regt mich noch weniger das so umstrittene offene Ende als das sinnloseste Liebesdreieck aller Zeiten und die dämlichste Rebellion schlechthin auf. Die Reihe fing so überragend an, warum musste sie so furchtbar enden? 2/5 Bücher.

Die Autorin

© CARLSEN Verlag

Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn.

Die Reihe

Amor Trilogie

  1. Annabel / Annabel (Delirium #0.5)
  2. Delirium / Delirium (Delirium #1)
  3. Hana / Hana (Delirium #1.5)
  4. Pandemonium / Pandemonium (Delirium #2)
  5. Raven / Raven (Delirium #2.5)
  6. Requiem / Requiem (Delirium #3)
  7. Alex / Alex (Delirium #3.5)

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Originalcover

© Harper Collins

Halo 03 – Heaven von Alexandra Adornetto

© rororo

Autorin: Alexandra Adornetto
Originaltitel: Heaven
Dt. Erstausgabe: 03/2013
Verlag: rororo
Format: Hardcover
Seitenzahl: 448
ISBN-10: 3499216027
ISBN-13: 978-3-499-21602-2
Preis: 17,95 €

Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Die Leseprobe findet Ihr hier.

Nach allem, was Bethany und Xavier durchgemacht haben, beschließen sie, ihre Liebe durch eine heimliche Hochzeit zu krönen. Doch kurz nach der Vermählung bricht das Unheil erneut über sie herein: Die gesichtslosen Sieben – ein himmlischer Orden, der das Gleichgewicht des Universums bewahren soll – sind den beiden auf den Fersen und verfolgen sie bis an die Universität. Muss Bethany ihre große Liebe Xavier schließlich doch aufgeben und in den Himmel zurückkehren, weil ihre Verbindung allen himmlischen Gesetzen widerspricht? Oder gibt es für sie einen Weg, für immer vereint zu bleiben?

Inhalt

Beth und Xavier sind wieder glücklich vereint. Um das auch offiziell zu machen, brennen sie durch und heiraten heimlich. Natürlich bleibt das nicht ohne Folgen und schon bald befinden sie sich auf der Flucht.
Auf der Flucht vor den himmlischen Heerscharen und Luzifer, der Rache für seinen toten Sohn fordert…

Eigene Meinung

Heaven“ von Alexandra Adornetto ist der passende und vorhersehbare Abschluss dieser „himmlischen“ Trilogie.
Auch der finale Band knüpft ohne größeren Zeitsprung an den Vorgänger an. Der gewohnt locker leichte Schreibstil lädt zum Lesen ein und die Geschichte beginnt ziemlich vielversprechend.
Xavier und Beth wollen aller Welt beweisen, dass sie zusammen gehören und gehen den Bund der Ehe ein. Natürlich werden dabei alle unguten Gefühle ignoriert, das warnende Erdbeben, bei dem beinahe der Verlobungsring abhanden gekommen wäre, erst recht.
Danach sind Himmel und Hölle hinter den beiden her – das klingt doch nach Action, oder? Tja, falsch gedacht. Frau Adornetto versucht, Spannung aufzubauen, aber bei mir sprang der Funke schlicht nicht über.
Die Protagonistin geht völlig in der Rolle der Egoistin auf und alle anderen Figuren haben darunter zu leiden. Eine unüberlegte Entscheidung folgt auf die andere und lässt den Leser kopfschüttelnd zurück. Anderen Charakteren werden Nebenrollen gewährt, die vielversprechend anmuten und dennoch alle im Sand verlaufen. Zum Schluss musste ich mich ernsthaft fragen, was das alles sollte. Das Traurige daran ist, dass es dabei ausgerechnet um die Figuren ging, die dem kritischen Leser ans Herz wachsen werden. Leider, leider dreht sich ja alles um Beth. Da ist es ja fast kein Wunder, dass sie die reinste Egoistin ist.
Ich muss gestehen, dass es einige wenige Szenen gab, die den alten Trott aufgefrischt haben und mich sogar zum Schmunzeln bringen konnten. Dafür überwogen die langweiligen Szenen und die großen Wendepunkte, die einfach nur lächerlich waren.
Habe ich im ersten Band noch gemeckert, dass einfach nichts passiert ist, bin ich hier einfach nur fassungslos, dass dieser Band trotz – oder wegen? – der vorhandenen Handlung, tausendmal schlechter ausfällt. Ich hatte das Gefühl, dass Frau Adornetto zeitweise ohne Sinn und Verstand geschrieben hat. Ich könnte Euch tausend Beispiele nennen, aber Spoiler sind hier auch keine Lösung.
Immerhin gefällt mir die Farbgebung des Covers – immerhin ein Pluspunkt.

Fazit

Alexandra Adornettos „Heaven“ rundet diese Trilogie lückenhaft ab. Im Gegensatz zum ersten Band passiert sogar richtig viel, leider sprang bei mir kein Funke über. Die Charaktere verblassen neben dem strahlenden Egoismus der Protagonistin Beth, während ihre vielversprechenden Nebenhandlungen im Sand verlaufen. Es gab keine Szene, die mich nicht aufgeregt hätte… für mich schlicht der schlechteste Band der Trilogie. 2/5 Bücher!

 

Die Autorin 

© by Julian Dolman New Insight Images
Alexandra Adornetto, geb. 1992 in Australien, veröffentlichte bereits mit 13 Jahren ihr erstes Buch, «The Shadow Thief». Der erste Band ihrer Engelstrilogie, «Halo», gelangte auf Anhieb auf die «New York Times» Bestsellerliste und ist mittlerweile in über 20 Sprachen übersetzt. Alexandra Adornetto wuchs als Tochter zweier Englischlehrer zusammen mit einer dreibeinigen Katze und zwei Hunden auf. Mittlerweile lebt und studiert sie in Los Angeles. Ihre Hobbys sind Theologie, Country Music, Schauspielerei und Gesang.

Die Reihe

  1. Halo / Halo
  2. Hades / Hades
  3. Heaven / Heaven