Schlagwort-Archiv: 2.5 Bücher

Emilian & Robin 02 – Blutwald von Julie Heiland

BlutwaldDie Autorin: Julie Heiland
Dt. Titel: Blutwald
Band: 2/3
Dt. Erstausgabe: 24.09.2015
Verlag: FISCHER FJB
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Jugendbuch | Urban Fantasy
Seitenzahl: 432

„Wir dürfen uns nicht mehr sehen“, waren seine letzten Worte. Und auch wenn Robin weiß, dass sie nur so ihrer beider Leben schützen können, scheint mit jedem Tag ihre Sehnsucht nach Emilian zu wachsen. Doch als Birkaras, der Anführer der Taurer, sie zwingt ihren Stamm zu verlassen und einen unschuldigen Menschen zu töten, muss Robin eine Entscheidung treffen – eine Entscheidung auf Leben und Tod. Wird Emilian an ihrer Seite sein?

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Rezension

[Lisa’s Rezension] Percy Jackson 01 – Diebe im Olymp von Rick Riordan

Diebe im OlympDer Autor: Rick Riordan
Die Übersetzerin: Gabriele Haefs
Originaltitel: The Lightning Thief (Percy Jackson and the Olympians #1)
Dt. Reihentitel: Percy Jackson
Dt. Titel: Diebe im Olymp
Band: 1/5
Dt. Erstausgabe: 20.01.2010
Verlag: CARLSEN
Altersempfehlung: 12 – 15 Jahre
Genre:  Kinder- und Jugendbuch | Urban Fantasy

Percy versteht die Welt nicht mehr. Jedes Jahr fliegt er von einer anderen Schule. Ständig passieren ihm seltsame Unfälle. Und jetzt soll er auch noch an dem Tornado schuld sein! Langsam wird ihm klar: Irgendjemand hat es auf ihn abgesehen. Als Percy sich mit Hilfe seines Freundes Grover vor einem Minotaurus ins Camp Half-Blood rettet, erfährt er die Wahrheit: Sein Vater ist der Meeresgott Poseidon, Percy also ein Halbgott. Und er hat einen mächtigen Feind: Kronos, den Titanen. Die Götter stehen Kopf – und Percy und seine Freunde vor einem unglaublichen Abenteuer …

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[Lisa’s Rezension] Die Ungehörigkeit des Glücks von Jenny Downham

Die Ungehörigkeit des GlücksDie Autorin: Jenny Downham
Die Übersetzerin: Astrid Arz
Originaltitel: Unbecoming
Dt. Titel: Die Ungehörigkeit des Glücks
Dt. Erstausgabe: 22.02.2016
Verlag: C. Bertelsmann
Genre: Belletristik
Hardcover | 19,99 €
eBook | 15,99 €

Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …

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Piratinnen – Das ruchlose Leben der Anna Zollinger von Piero Schäfer

PiratinnenDer Autor: Piero Schäfer
Dt. Titel: Piratinnen – Das ruchlose Leben der Anna Zollinger
Dt. Erstausgabe: 22.06.2015
Verlag: novum premium
Genre: Historischer Roman
Hardcover | 22,30 €
eBook | 13,99 €

Anna Zollinger wächst zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Tochter eines Seidenhändlers am Zürichsee auf. Sie ist rebellisch und unbeugsam. Ihre Stiefmutter schickt sie ins Kloster nach Rüti, wo sie abscheuliche Dinge erlebt und den Glauben verliert. Sie brennt mit einem deutschen Pilger durch, der aus Eifersucht einen Reisläufer erschlägt und fliehen muss. Anna trifft auf die attraktive Dirne Brida, mit der sie zusammen lebt und erste Diebeszüge unternimmt. Die beiden begegnen einer Fischerstochter, mit deren Boot sie auf dem Zürichsee Handelsschiffe überfallen. Eines Tages entern sie ein Boot, das sie bereits einmal überfallen hatten. Dessen Besatzung erkennt die Frauen, und es kommt zu einem tödlichen Handgemenge. Es sollte nicht das letzte gewesen sein.

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Rezension

[Lisa’s Rezension] Schnyder und Meier 03 – Sicht Unsichtbar von Gabriela Kasperski

Sicht UnsichtbarDie Autorin: Gabriela Kasperski
Dt. Reihentitel: Schnyder & Meier
Dt. Titel: Sicht Unsichtbar
Band: 3/3
Dt. Erstausgabe: 04.04.2016
Verlag: Storybakery
Genre: Krimi

Wer hat Pensionsbesitzer Johan Havemann erschlagen? Der Verdacht fällt auf den Ranger des Naturschutzgebiets Silberbirke. Doch das gewinnorientierte Luxus-Öko-Projekt VillageGreen bringt verseuchte Geheimnisse und eine tragische Familiengeschichte zutage. Der begeisterte Vater Werner Meier ermittelt mit Hexenschuss und Snugly, während sich Zita, geplagt von der ultimativen Provinz-Krise, in die Pension Seeblick am idyllischen Greifensee zurückzieht, ausgerechnet dorthin, wo alle Fäden zusammenlaufen.

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[Lisa’s Rezension] Abseits des Pfades von Emmanuel Zeca

Der Autor: Emmanuel Zeca
Dt. Titel: Abseits des Pfades
Dt. Erstausgabe: 23.11.2015
Verlag: NEPA
Format: Broschur
Seitenzahl: 216

ISBN-10: 3944176812
ISBN-13: 978-3944176819

Preis: 12,95 €

Lissabon: Maximilian steht kurz vor seiner Promotion und lebt in vollen Zügen sein Lotterleben aus, als seine Welt auf den Kopf gestellt wird: Erst verfällt er den Reizen einer charmanten Dänin, die völlig unverhofft in sein Leben tritt. Dann unterbreitet ihm sein Professor auch noch ein unmoralisches Angebot, dem er nicht widerstehen kann. Er soll eine geheime Formel nach Afrika schmuggeln und dafür großzügig entlohnt werden. Als ihm erste Zweifel kommen, ist es bereits zu spät: Plötzlich wird die junge Dänin entführt, um ihn damit zu erpressen, und es stellt sich heraus, dass auch der Professor nicht ganz freiwillig mit von der Partie ist. 
Im Zustand einer Mischung aus Selbstzweifeln, Heldenmut und Todessehnsucht fasst Maximilian den Entschluss, seine Angebetete zu befreien und den Plan der Entführer zu vereiteln. Denn womöglich hängt das Schicksal eines ganzen Landes vom Gelingen seiner Mission ab. 
Der Protagonist dieses Buches gibt sich als weltoffener junger Mann, der den genussvollen Versuchungen des Lebens selten widerstehen kann. Wie der Autor dieses Romans, leidet auch Maximilian an einer bipolaren Störung. Auf seiner gefährlichen Reise durchlebt er Höhen und Tiefen, die symptomatisch für diese Krankheit sind. 
In diesem spannenden und mitreißenden Roman werden Sie entführt auf eine abenteuerliche Reise durch die schönsten Regionen und Städte der iberischen Halbinsel sowie Marokkos. Dabei tauchen Sie ein in das Leben eines Mannes mit einer manisch-depressiven Erkrankung.

Meine Meinung

Abseits des Pfades“ von Emmanuel Zeca ist ein sehr vielseitiger Roman über einen Mann mit einer manisch depressiven Störung. Diese Thematik hat mich sofort angesprochen und ich war sehr gespannt, dieses Buch zu lesen.
Es ist insgesamt spannend und einfallsreich geschrieben, man kann der Geschichte jeder Zeit sehr gut folgen. Die zahlreichen Ortschaften, die Maximilian auf seiner teils sehr gefährlichen Reise durch die Welt besichtigt, werden sehr ausführlich und bildhaft beschrieben. Dadurch konnte ich mich zu jeder Zeit sehr gut in die Szenerie hineinversetzen und mir vor meinem inneren Auge vorstellen.
Leider fand ich den Schreibstil im allgemeinen zu distanziert und an vielen Stellen auch zu fein ausgedrückt. Auf diese Weise wurde für mich wiederum eine große Distanz geschaffen, sodass ich mich nicht hundert Prozent auf das Buch einlassen konnte. Auch Maximilian blieb mir dadurch zu fern, als dass ich eine Verbindung zu ihm aufbauen konnte. An vielen Stellen habe ich mich sogar dabei erwischt, dass ich mich nicht mehr richtig auf das Lesen konzentrieren konnte.
Hätte ich nicht im Vorfeld gewusst, dass die Hauptfigur an einer manisch depressiven Störung leidet, hätte ich außerdem vermutlich auch nicht bemerkt, dass eben diese Störung vorliegt. Ich hätte mir gewünscht, dass die jeweiligen Phasen intensiver beleuchtet worden wären und so mehr im Fokus gestanden hätten. Die Verzweiflung bzw. der abwechselnde Mut, der Maximilian erfasst, könnten auch einfach der Situation geschuldet sein, in der er sich befindet, anstatt von einer Depression herzurühren.

Fazit

Ich denke, dass „Abseits des Pfades“ viel Potenzial birgt und Emmanuel Zeca durchaus in der Lage dazu ist, den Leser auf eine spannende Reise mitzunehmen. Da mir die Geschichte als solche gut gefiel, die Umsetzung jedoch an manchen Stellen ein wenig holprig war, möchte ich diesem Buch 2,5/5 Sternen geben. Ich hoffe sehr, dass wir in Zukunft noch etwas aus der Feder dieses aufstrebenden Autors hören werden und er seiner Phantasie weiterhin viel Raum schenkt!

Der Autor

Emmanuel Zeca – ein neugieriger und unternehmungslustiger Kosmopolit. So beschreibt man den Autor wohl am ehesten. Schon immer bereitete ihm das Schreiben viel Freude. Dabei legt er großen Wert auf Detailgenauigkeit und nachdem er einige Kurzgeschichten verfasste, hat er nun mit „Abseits des Pfades“ sein erstes Werk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

[Rezension] Alba & Seven – Vertraue niemals der Erinnerung von Natasha Ngan

Die Autorin: Natasha Ngan
Originaltitel: The Memory Keepers
Dt. Titel: Alba und Seven – Vertraue niemals der Erinnerung
Dt. Erstausgabe: 01.01.2016
Verlag: Arena
Altersempfehlung: 14 – 17 Jahre
Format: Hardcover
Seitenzahl: 432

ISBN-10: 3401601385
ISBN-13: 978-3401601380

Preis: 17,99 €
Alba will nur eins: endlich aus ihrem goldenen Käfig im Nordbezirk Londons ausbrechen. Als Tochter des mächtigsten Mannes des Landes ist ihre Zukunft jedoch längst vorherbestimmt. Die letzte Chance, frei zu sein, kommt in Gestalt eines jungen Diebes: Seven. Und der ist nicht nur total unverschämt, sondern auch Mitglied einer Straßengang, die mit gestohlenen Erinnerungen auf dem Schwarzmarkt handelt. Ausgerechnet ihm folgt Alba zum ersten Mal in den Süden. Doch in einer Welt, in der keine Erinnerung privat ist, bleiben auch Geheimnisse nicht lange verborgen. Geheimnisse, die Albas Leben für immer verändern, und Seven in tödliche Gefahr bringen. Die beiden müssen alles aufs Spiel setzen – ihr Leben … und ihre Liebe.

Meine Meinung

Alba und Seven – Vertraue niemals der Erinnerung“ von Natasha Ngan ist eine vielversprechende Dystopie, deren Potenzial leider nicht annähernd ausgeschöpft wurde.

Der Einstieg ist perfekt gewählt: man wird mitten ins Geschehen geworfen und das Tempo wird gleich scharf angezogen. Die extrem kurzen Kapitel machen das Vorankommen leicht und meine Neugierde war direkt entfacht. Schnell musste ich allerdings feststellen, dass kurze Kapitel nicht nur Vorteile haben; der Inhalt kann dabei nämlich schnell auf der Strecke bleiben. Erzählt wird die Geschichte im personalen Erzählstil jeweils abwechselnd von den Protagonisten, Alba und Seven. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten; die Sätze so kurz wie die Kapitel. 

Dadurch wird die Illusion einer temporeichen Erzählung geschaffen, doch je weiter mein Interesse abflaute, desto mehr realisierte ich, dass dem eben nicht so ist. Nach dem spannenden Einstieg, passiert gar nicht mehr so viel. Der Plot tritt auf der Stelle, tatsächlich kommt man nur im Schneckentempo voran. Vereinzelte Spannungsspitzen revidieren diesen Eindruck zwar vorläufig, aber das hält leider nicht lange an. Nach ungefähr der Hälfte merkte ich, wie ich immer ungeduldiger wurde. Ich suchte nicht nach Antworten, sondern nach Fragen. Was war der Sinn dieser Geschichte?

Dabei ist die Idee wirklich interessant. Erinnerungen zu speichern, kannte ich bislang nur aus Harry Potter; Erinnerungen zu surfen und damit zu handeln, war mir völlig neu. Alles war möglich – Ngan hätte in alle möglichen Richtungen gehen können und doch entschied sie sich für die geradlinigste. „Alba und Seven“ sollte sich als eine 0-8-15 dystopische Geschichte für Jugendliche entpuppen, was in Anbetracht des Potenzials eine echte Verschwendung ist. Nicht das Genre oder die Zielgruppe sind das Problem, sondern die Story, die gerade mal den Mindestanforderungen eines dystopischen Romanes entspricht. Wo ist die Raffinesse? Die Tiefe? Man muss nicht in die Zukunft blicken, um die Kluft zwischen Arm und Reich zu kritisieren.

Auch das Ende gleicht einer Zumutung. In den letzten Zügen passiert endlich etwas, doch der „große“ Showdown wird in 2 (kurzen) Kapiteln abgehandelt. Dann gibt es ein großes Durcheinander und einen Blick in die Zukunft. Das war’s? Was ist da überhaupt passiert? Wie sollen in diesen wenigen Sätzen eine Veränderung stecken? Ich kam mir am Ende einfach nur veräppelt vor und fühle mich auch jetzt noch übervorteilt. Eine Fortsetzung wünsche ich mir allerdings nicht.

Fazit

Natasha Ngans „Alba und Seven – Vertraue niemals der Erinnerung“ ist oberflächlich betrachtet ein echt nettes Jugendbuch – für mich entpuppte es sich jedoch als herbe Enttäuschung. Ein bündiger Erzählstil, extrem kurze Kapitel und viel Schein sorgen dafür, dass der Eindruck einer temporeichen, spannenden Geschichte entsteht. Blickt man allerdings hinter die Fassade, realisiert man, wie wenig tatsächlich passiert und wie „inhaltlos“ die meisten Kapitel einfach sind. Das Ende ist ein Witz und das vorhandene Potenzial absolut nicht genutzt. Schade! 

Die Autorin

Natasha Ngan wurde im englischen Hertfordshire geboren und hat ihre Kindheit zwischen Großbritannien und Malaysia verbracht, von wo die Chinesische Seite ihrer Familie stammt. Bücher waren schon immer ihre besten Freunde und auch wenn inzwischen ein paar echte menschliche Freunde dazugekommen sind, sind Bücher ihr noch immer das Wichtigste.

Originalcover

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[Lisa’s Rezension] Kommt eine Frau zur Hochzeit… von Helena S. Paige

Autorin: Helena S. Paige
Dt. Erstausgabe: 20.04.2015
Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 320
ISBN-10: 3442481252
ISBN-13: 978-3442481255
Preis: 8,99 €






Deine beste Freundin heiratet, und du sollst ihre Brautjungfer sein. Plötzlich hast du alle Hände voll zu tun. Der Junggesellinnen-Abschied will organisiert sein, die Braut muss beruhigt werden, und sind eigentlich auch interessante Männer eingeladen? Tatsächlich wäre da der attraktive Trauzeuge oder dieser sexy Pilotenfreund des Bräutigams. Vielleicht wird es ja doch ganz lustig … Wie sähe deine perfekte Feier aus? Wähle dein eigenes aufregendes Abenteuer aus: Deine Fantasie, deine Wahl, dein Happy End!

Meine Meinung

Hinter dem Pseudonym Helena S. Paige verstecken sich die drei Freundinnen Helen Mofett, Sarah Lotz und Paige Nick, die zusammen das Rollenspiel „Kommt eine Frau zur Hochzeit“ schrieben, welches schon ihr zweites Buch dieser Art war. Es erschien im April diesen Jahres im Hause Goldmann.
Dieses Buch ist ein ganz besonders, denn es ist interaktiv und die Leserin selbst ist dabei die Protagonistin. Man schlüpft in die Rolle der besten Freundin der Braut und erlebt fortan die Vorbereitungen, aber auch den großen Tag selbst. Das Besondere ist, dass man sich am Ende eines jeden Kapitels einer Frage stellen muss, zu der es jeweils zwei Antwortmöglichkeiten gibt. Je nach dem für welche Variante man sich entscheidet, muss man auf einer entsprechenden Seite weiterlesen. So bestimmt man selbst das Geschehen und es gibt vielfältige Möglichkeiten, wie die Geschichte ablaufen kann. Da wir uns Thematisch im Bereich der Erotik und Romanze bewegen, kann man sich aber schon mal auf einige heiße Flirts und wilde Abenteuer einstellen. Ideal für Leute, die sich vielleicht in der realen Welt niemals auf einen heißen One-Night-Stand einlassen würden, aber ihrer Fantasie gerne einmal freien Lauf lassen wollen.
Das Cover passt dabei Perfekt zum Buch, denn es wird durch die schwarze Silhouette einer Frau dominiert, die Frau nämlich, deren Rolle jede von uns Leserinnen einnehmen wird.
Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hielt, erhoffte ich mir ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Lesevergnügen. Leider blieben für mich sowohl der Humor, als auch der Inhalt vollkommen auf der Strecke. Klar, es ist ein erotisches Buch, in dem man seine Fantasie gebrauchen und ausleben soll, aber ein bisschen Handlung ist doch nicht zu viel verlangt, oder? Die Hochzeit an sich und die Planung rücken völlig in den Hintergrund und es dreht sich lediglich darum, welcher denn nun endlich der geeignete Sex-Partner für die Protagonistin ist. Der Sprachstil, mit dem die Szenen bisweilen beschrieben werden, ist dabei leider sehr flach und ich denke, da hätten die Autorinnen durchaus etwas mehr Fantasie und Realismus einbringen können.  Die sexuellen Begegnungen, aber auch die Figuren im Buch sind alles in allem leider sehr klischeehaft und oberflächlich. Trotzdem gibt es auch das ein oder andere lustige Szenario und vermutlich wird jede Leserin sich an der einen oder anderen Stelle selbst wiedererkennen und sei es nur die Flucht vor einem Mann, der sich als Flop erwiesen hat und mit dem man nun kein peinliches Gespräch führen möchte.
Dass es dann im Leseverlauf auch noch immer wieder zu kleineren Unstimmigkeiten kommt und man auf Seite 89 (vielleicht durch einen Druckfehler?) in eine Endlosschleife gerät, trägt nicht unbedingt zu einem besseren Lesevergnügen bei. Ich habe dann einfach auf Seite 99 weiter gelesen, war durch die Verwirrung aber leider völlig rausgerissen.
Die vielen kleineren Geschichten tragen dazu bei, dass man gern wieder zurück blättert, um eine andere Antwortmöglichkeit auszuwählen und so zu erfahren, welche weiteren Alternativen sich nun ergeben.

Fazit

Ein nettes Buch für zwischendurch und durch seinen Rollenspielcharakter sehr abwechslungsreich und durchaus eine Leseerfahrung wert. Leider gefiel mir die Umsetzung insgesamt nicht besonders gut und ich hätte mir etwas mehr Inhalt und Humor und etwas weniger Klischee gewünscht. Deswegen gebe ich diesem Buch 2,5/5 Punkten.

Die Autorin

Helena S. Paige ist das Pseudonym dreier Freundinnen. Paige Nick ist eine preisgekrönte Werbetexterin und Romanautorin. Außerdem schreibt sie eine wöchentliche Kolumne in der Sunday Times von Südafrika, in der sie alles von Sex bis alltäglichen Wahnsinn diskutiert. Helen Moffett ist nicht nur freie Schriftstellerin, sondern auch Dichterin, Redakteurin, Aktivistin und Akademikerin, die bereits an so entlegenen Orten wie Trinidad oder Alaska doziert hat. Sie schreibt außerdem gern über Kricket und ist ein absoluter Flamenco-Fan. Sarah Lotz schreibt Drehbücher und ist Romanautorin und hegt eine Vorliebe für Pseudonyme. Sie schreibt unter dem Namen S.L. Grey Horror-Romane zusammen mit dem Autor Louis Greenberg und unter dem Namen Lily Herne Romane für Jugendliche zusammen mit ihrer Tochter, Savannah. Als Helena S. Paige haben diese drei Frauen eine unterhaltsame, selbstbewusste und aufregende Serie von Erotik-Romanen geschrieben, die der Leserin die Kontrolle über ihr erotisches Abenteuer überlassen. Mit einem garantierten Happy End für jede.
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[Rezension] Bound to You 01 – Providence von Jamie McGuire

© Piper Verlag
Autorin: Jamie McGuire
Dt. Reihentitel: Bound to You
Dt. Titel: Providence
Dt. Erstausgabe: 10/2014
Verlag: IVI
Format: Paperback
Seitenzahl: 446
ISBN-10: 3492703267
ISBN-13: 978-3492703260
Preis: 14,99 €
Die Leseprobe findet Ihr hier.
Mit „Bound to You – Providence“ entführt uns „Beautiful-Disaster“-Autorin Jamie McGuire in eine gefährlich-verführerische Welt voller gefallener Engel und Dämonen und erzählt eine Liebesgeschichte, die dunkle Geheimnisse und nicht zuletzt das Schicksal selbst überwinden muss. Die junge Studentin Nina versucht gerade mit dem Tod ihres Vaters klarzukommen, als sie an einer Bushaltestelle ihren Traumtypen Jared kennenlernt. Doch war ihre Begegnung wirklich Zufall? Jared scheint alles über sie zu wissen – mehr als ihre besten Freunde, vielleicht sogar mehr als sie selbst. Aber Jared ist nicht das einzige, und auch nicht das gefährlichste Rätsel, das Nina lösen muss. Auf der Suche nach der Wahrheit über den Tod ihres Vaters gerät Nina zwischen die Fronten eines Krieges, der älter ist als die Menschheit selbst.


Meine Meinung

Bound to You – Providence“ von Jamie McGuire ist ein Reihenauftakt, der mich leider nicht wirklich überzeugen konnte.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Beschreibungen sind der Autorin stets gut gelungen und regen das Kopfkino an.  Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive.

Einer der größten Kritikpunkte bei diesem Roman waren eindeutig die Charaktere. Man kriegt nicht nur viele Stereotypen vorgesetzt, sondern muss sich sogar mit blassen Protagonisten abfinden. Kaum eine Figur hatte die Betitelung „Charakter“ auch nur ansatzweise verdient und selbst wenn man sich mit dem schwachen Mittelmaß abgefunden hat, sollte man sich in absolut nicht nachvollziehbare Situationen hineinversetzen.

Nina erscheint auf den ersten Blick wie eine nette, durchschnittliche Protagonistin, die sich leider, schneller als mir lieb war, zu einer Dramaqueen entwickelt, deren Ideen und Handlungen oft unfassbar idiotisch sind. Das Schlimmste daran ist, dass sie einfach immer mit den besten Absichten handelt und es doch so vergeigt. Wie schafft man es, eine „Heldin“ zu erschaffen, deren selbstlose Handlungen letztlich nur Zeuge ihres Egoismus darstellen?

Natürlich findet sich Nina dann auch „plötzlich“ in einem Liebesdreieck wieder, das einfach nur gemein und traurig ist. Es ist von Anfang an klar, wen sie will, sogar ihr selbst, aber trotzdem kann man ja die zweite Partei immer schön benutzen. Wobei sich mein Mitleid teilweise wirklich in Grenzen hielt, weil beide Jungs totale Waschlappen sind, die sich einfach alles gefallen lassen. Bei Jared macht die herzzereißende Hingabe wenigstens noch irgendwo Sinn oder wird zumindest erklärt, aber Ryan ist einfach nur ein hoffnungsloser Fall.

Da sich die Geschichte fast ausschließlich um dieses „Liebesdreieck“ dreht, hat mir diese auch dementsprechend gefallen. Dabei hätte sie aus dem übernatürlichem Aspekt, der circa ab der Hälfte minimal präsent war, so viel mehr machen können. Oder aus den Machenschaften von Ninas Vater. Es ist ja nicht so, dass es ein absolut furchtbarer Roman ist, aber er ist eindeutig zu dick, zu zäh und braucht viel zu lange, um überhaupt in Gang zu kommen. Hinzu kommen ein Haufen Logikfehler, die ich immer absolut furchtbar finde. Beispiel: Im vorigen Absatz erwähnt Nina, wie kalt es geworden ist und dass es sogar geschneit hat, zieht aber zu ihrem Date abends ein dünnes, weißes Kleid und Riemchensandalen (!) an. Wer läuft bitte freiwillig mit Sandalen durch den Schnee? Ich weiß, dass das ziemlicher Kleinkram ist, aber mich nervt das.

Dafür ist die Aufmachung des Buches ein echter Hingucker und wird bestimmt zu dem ein oder anderen Cover-Kauf verleiten. Auch ich kann mich immer noch an der harmonischen Farbgebung und den liebevollen, kleinen Details erfreuen. Weiße Bücher lachen mich aber sowieso immer an – warum weiß ich gar nicht so genau. Sogar mit dem Titel kann ich mich anfreunden. Zum Einen, weil der Originaltitel darin enthalten ist und zum Anderen, weil „Bound to You“ auch einfach passt.

Fazit

Jamie McGuires „Bound to You – Providence“ beinhaltet zwar schöne Ideen und gute Ansätze, enttäuscht aber in der Umsetzung. Am Schreibstil gibt es nichts zu bemängeln, dafür umso mehr bei den schwachen Charakteren. Das Liebesdreieck war total sinnlos und einfach nur schlecht, wodurch es umso trauriger ist, dass es zum zentralen Aspekt der Geschichte wird. Ein bisschen mehr Action und wesentlich weniger Drama hätten dem Roman wirklich gut getan. So reicht es bei mir leider nur für 2,5 Bücher.

Die Autorin

© Amy Murtola at be.loved.photography
Jamie McGuire ist in Tulsa, Oklahoma, aufgewachsen und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in der Nähe ihrer Heimatstadt. Ihr erster Roman, »Beautiful Disaster«, war ein internationaler Erfolg, an den sich weitere New York Times-Bestseller anschlossen.

Die Reihe

Bound to You Trilogie

  1. Providence / Providence (Providence #1)
  2. Requiem / Requiem (Providence #2) (erscheint im März 2015)
  3. ??? / Eden (Providence #3)

Originalcover

Mein Dank geht an…

…den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
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[Rezension] Eistochter von Dawn Rae Miller

© Blanvalet Verlag
Autorin: Dawn Rae Miller
Dt. Titel: Eistochter
Dt. Erstausgabe: 02/2014
Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 416
ISBN-10: 3442269458
ISBN-13: 978-3442269457
Preis: 9,99 €
Die Leseprobe findet Ihr hier.
Nach dem Langen Winter, dem ein Großteil der Weltbevölkerung zum Opfer fiel, liegt der Staat im Kampf gegen die »Empfindsamen«, Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Die 17-jährige Lark weiß, was von ihr als Nachfahrin der großen Staatsgründer verlangt wird: eine gehorsame Bürgerin werden. Aber dann wird ihre große Liebe Beck beschuldigt, zu den Empfindsamen zu gehören, und verschwindet spurlos. Als sich Lark aufmacht, um seine Unschuld zu beweisen, wird alles, an das sie je glaubte, auf den Kopf gestellt: Denn auch sie selbst ist eine Empfindsame – und dazu bestimmt, Beck zu töten …

Inhalt

Als Tochter der mächtigsten Frau im Land steht Lark nicht nur eine glorreiche Zukunft bevor, sondern ihr Partner steht auch schon fest. Von Geburt an verbringt sie jeden Tag mit Beck und freut sich schon auf den Tag, an dem sie endlich offiziell aneinander gebunden werden. Doch dann verschwindet Beck plötzlich und wird beschuldigt ein Empfindlicher zu sein. Jemand, der über Magie verfügt und den Staat bedroht. Lark weigert sich, das zu glauben und macht sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit – nichtsahnend, was sie tatsächlich finden wird…

Eigene Meinung

Eistochter“ von Dawn Rae Miller ist ein interessanter, aber nicht hundertprozentig überzeugender Reihenauftakt.
Der Schreibstil liest sich angenehm, wirkt aber stellenweise etwas stockend – bzw. abgehackt. Die Beschreibungen sind zwar detailliert, aber manchmal ziemlich widersprüchlich oder verwirrend. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive.

Die Charaktere sind bestenfalls als schwach zu bezeichnen. Mal abgesehen davon, dass die Mehrzahl von ihnen nur Gastauftritte haben, handeln diese oft auch so widersprüchlich, dass man eigentlich nie weiß, wer auf welcher Seite steht oder was für einen Sinn ihre Handlungen haben.

Lark war mir am Anfang so sympathisch, doch dann entpuppt sich sogar ihre Persönlichkeit als schwach. Leider macht es uns die Autorin auch noch zusätzlich schwer, sich in sie „hineinzufühlen“. Den Großteil des Buches wird sie als geradezu empfindungsfrei dargestellt. Nebenbei wird auch noch behauptet, sie sein unfähig zu lieben, obwohl sie völlig entgegengesetzt handelt. Dementsprechend war ich mehr verwirrt als alles andere, was diese schwierige Protagonistin betrifft.

Leider zog sich das durch die gesamte Geschichte und wirkte sich natürlich darauf aus. Dabei mutet der Anfang so vielversprechend an. Klar, es dauert eine Weile bis die Geschichte Fahrt aufnimmt, aber die Autorin hat einen tollen Weltentwurf kreiert, mit dem ich nicht gerechnet hatte. So hat man sogar eher den Eindruck eine reine Dystopie zu lesen – zumindest so lange bis man erfährt, was die Empfindsamen in Wirklichkeit sind. Plötzlich befindet man sich mitten in einem typischen schwarze- vs. weiße Hexen Dilemma, das unglaublich verwirrend ist. Diese Geschichte beinhaltet mehr Komplotte als die meisten Thriller und unsere armen Protagonisten stehen unbestreitbar auf verlorenem Posten. Die ganze Zeit arbeiten alle mit dem Prinzip, Erwartungen an Lark zu stellen, die sie ihr unmöglich zu erfüllen machen. Das Ganze war für mich ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch ein Witz. Und trotzdem hat es die Autorin geschafft, mich insoweit zu fesseln, dass ich gewillt bin, weiterzulesen. Immer mit der Hoffnung, dass es nur besser werden kann – denn die Idee an sich ist wirklich nicht schlecht. Und da quasi das ganze wacklige Konstrukt, auf dem die Ereignisse in diesem Band stehen, zusammengebrochen ist, muss Frau Miller unweigerlich etwas ändern.

Die Lovestory ist definitiv anders. Und kompliziert. Und absolut unmöglich! Es ist das reinste Chaos, aber leider nicht mitreißend, denn das Wichtigste fehlt: die Liebe. Wo sind die großen Gefühle? Oder zumindest die Kleinen? Es ist die eine Sache, davon zu reden, aber der Leser will auch etwas fühlen. Auch hier kann ich nur hoffen, dass es im Folgeband besser wird.

Das Cover ist gewiss schön anzusehen und im Grunde auch ganz passend, aber es erweckt ganz falsche Erwartungen. 

Fazit

Dawn Rae Millers „Eistochter“ ist ein sehr schwieriger Reihenauftakt. So eine tolle Idee, ein grandioser Weltentwurf und ein gelungener Mix aus Fantasy und Dystopie – und doch so eine miese Umsetzung. Ich bin immer für Verstrickungen, plötzliche Wendungen, falsche Fährten etc. zu haben, aber man kann es auch übertreiben. Ich war stellenweise so verwirrt, dass ich mich nur fragen konnte: was soll das alles? Hinzu kommen Charaktere, die so blass und undurchsichtig sind, dass man sich absolut nicht in sie hineinversetzen kann. Und dennoch will ich wissen, wie es weitergeht und habe tatsächlich die Hoffnung, dass die Fortsetzung besser wird. Ein gutes Mittelmaß sieht anders aus, aber ein Flop ist es nicht: 2,5/5 Bücher!

Die Autorin

© Matthew Farruggio
Dawn Rae Miller lebte lange Zeit in San Francisco und Paris, bis sie schließlich mit ihrer Familie nach Virginia zog. Neben ihren eigenen Romanen schreibt sie zusätzlich als Ghostwriter für eine erfolgreiche Young-Adult-Reihe. Sie verbringt viel zu viel Zeit mit twittern und liebt schöne Kleider und Teeblatt-Salat.

Die Reihe

The Sensitives
  1. ??? / Before (The Sensitives #0.5)
  2. Eistochter / Larkstorm (The Sensitives #1)
  3. ??? / Nightingale (The Sensitives #2)
  4. ??? / Rebel (The Sensitives #2.5)
  5. ??? / Phoenix (The Sensitives #3)

Originalcover

Mein Dank geht an…

…den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!