Schlagwort-Archiv: 12 – 15 Jahre

Rezension

Cloud von Claudia Pietschmann

Die Autorin: Claudia Pietschmann
Dt. Titel: Cloud
Dt. Erstausgabe: 10.08.2017
Verlag: Arena
Altersempfehlung: 12 – 15 Jahre
Genre: Jugendthriller

Emma ist verliebt: Paul versteht sie wie kein anderer, seit ihr kleiner Bruder verstorben ist. Die beiden haben sich zwar noch nie getroffen, aber online teilen sie alles miteinander. Paul will alles über sie wissen und Emma schneidet bereitwillig ihr ganzes Leben für ihn mit. Immer wieder fallen ihm Überraschungen ein, die er ihr über das Internet per Knopfdruck schickt. Aber die netten kleinen Gefallen, die Paul ihr tut und ihr Leben schöner machen, bekommen bald einen bitteren Beigeschmack. Denn für Paul scheint Emma das einzige Fenster zur Welt zu sein. Ihrem Wunsch, sich endlich zu treffen, weicht er aus. Was ist los mit Paul – und gibt es ihn überhaupt?

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Rezension

Evolution 01 – Die Stadt der Überlebenden von Thomas Thiemeyer

Die Stadt der ÜberlebendenDer Autor: Thomas Thiemeyer
Dt. Reihentitel: Evolution
Dt. Titel: Die Stadt der Überlebenden
Band: 1/3
Dt. Erstausgabe: 04.07.2016
Verlag: Arena
Altersempfehlung: 12 – 15 Jahre
Genre: Jugendbuch

Ahnungslos reisen Lucie und Jem mit einer Austauschgruppe in die USA. Doch als ihr Flugzeug am Denver Airport notlandet, wird ihnen schnell klar: Die Welt, wie sie sie kennen, gibt es nicht mehr. Die Flugbahn überwuchert, das Terminal menschenverlassen, lauern überall Gefahren. Sogar die Tiere scheinen sich gegen sie verschworen zu haben: Wölfe, Bären, Vögel greifen die Jugendlichen immer wieder in großen Schwärmen an. Was ist bloß geschehen? Während ihrer gefahrvollen Reise durch die neue Welt erfahren sie von einem Kometeneinschlag. Und von ein paar letzten Überlebenden in einer verschollenen Stadt. Aber wie sollen sie die erreichen, wenn die ganze Erde sich gegen sie verschworen hat?

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Federherz von Elisabeth Denis

FederherzDie Autorin: Elisabeth Denis
Dt. Titel: Federherz
Band: 1/2
Dt. Erstausgabe: 25.07.2016
Verlag: Oetinger34
Altersempfehlung: 12 – 15 Jahre
Genre: Jugendbuch | Urban Fantasy
Hardcover | 12,99 €
eBook | 6,99 €

Irgendetwas geht vor sich und ich bin Teil dessen …Düstere Tage. Schnee. Schatten zwischen den Bäumen. Schritte. Wenn ich mich umdrehe, ist nichts zu sehen.Nur wegen Basil quäle ich mich jeden Tag zum Internat. Doch es wird immer dunkler, und etwas ist hinter mir her. Ich spüre es.Genau wie ich weiß, dass ich nicht zufällig auf Hainpforta gelandet bin.Ein Mädchen zwischen zwei Jungs und zwei Welten: märchenhaft, fantastisch,modern.

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Emma, der Faun und das vergessene Buch von Mechthild Gläser

Emma, der Faun und das vergessene BuchDie Autorin: Mechthild Gläser
Dt. Titel: Emma, der Faun und das vergessene Buch
Dt. Erstausgabe: 13.02.2017
Verlag: Loewe
Altersempfehlung: 12 – 15 Jahre
Genre: Jugendbuch | Klassiker-Adaption | Urban Fantasy
Hardcover | 18,95 €
eBook | 14,99 €

Als Emma beim Aufräumen in der Bibliothek ihres Internats ein altes Notizbuch findet, denkt sie zunächst, es wäre eine Art Chronik der Schule. Aber es ist genau umgekehrt: Alles, was man in dieses Buch hineinschreibt, wird tatsächlich wahr. Natürlich beginnt Emma sofort damit, den Schulalltag auf Schloss Stolzenburg ein wenig zu „korrigieren“. Doch nichts geschieht so, wie sie es sich gedacht hat. Zumal auch schon früher Chronisten das Buch genutzt haben. Zum Beispiel eine junge Engländerin, die Ende des 18. Jahrhunderts ein Märchen über einen Faun verfasst hat und später eine erfolgreiche Schriftstellerin wurde. Oder Gina, die vor vier Jahren plötzlich verschwand, nachdem sie ihre Geheimnisse der Chronik anvertraut hatte. Als sich jetzt auch noch Ginas Bruder Darcy einmischt, ist das Chaos perfekt. Denn Emma und Darcy sind einander in herzlicher Abneigung zugetan – zumindest glauben das die beiden.

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Witch & Wizard 01 – Verlorene Welt von James Patterson und Gabrielle Charbonnet

© Loewe Verlag
Autoren: James Patterson
                   Gabrielle Charbonnet
Dt. Reihentitel: Witch & Wizard
Dt. Titel: Verlorene Welt
Dt. Erstausgabe: 02/2014
Verlag: Loewe
Format: Hardcover
Seitenzahl: 352
ISBN-10: 3785578946
ISBN-13: 978-3785578940
Preis: 14,95 €
Die Leseprobe findet Ihr hier.
In einer Welt, die verloren scheint, in der Zauberei und Magie verboten sind und mit allen Mitteln verfolgt werden, gibt es nur zwei Menschen, auf denen die Hoffnung aller ruht. Whit und Wisty. Hexe und Zauberer. Allerdings wissen sie noch nichts davon. „Verlorene Welt“ ist der erste Band einer Reihe.

Inhalt

Die „Neue Ordnung“ ist an der Macht. Eine Regierung, dessen Anführer sich „Der Eine, der der Einzige ist“ nennt. Eine Diktatur – keine Frage. Eine Diktatur, die sich zum Ziel gesetzt, alle Hexen und Zauberer auszurotten. Dabei ist „Der Eine“ selbst ein Zauberer. Bei ihrer Großoffensive gehen sie vor allem gegen Kinder vor – und schrecken dabei auch nicht vor Folter oder Hinrichtungen zurück.
Dieses Schicksal soll auch Whit und Wisty zuteil werden, dabei könnten die beiden kaum ahnungsloser sein. Sie haben so gut wie nichts von der neuen Regierung mitbekommen, geschweige denn dass sie über ihre magischen Fähigkeiten Bescheid wüssten. Glücklicherweise lernen sie schnell, denn wie es aussieht sind sie Teil einer Prophezeiung und „Der Eine“ macht sie kurzerhand zum Staatsfeind Nummer 1.

Eigene Meinung

Witch & Wizard – Verlorene Welt“ von James Patterson hat mich angesprochen, sobald ich das erste Mal davon gehört hatte. Mich konnten weder die gespaltenen Meinungen der amerikanischen Blogger, noch die Zielgruppe abschrecken. Und auch wenn es ganz anders war als erwartet, bereue ich es keineswegs, es gelesen zu haben.
Der Schreibstil ist der jugendlichen Zielgruppe angemessen und dementsprechend leicht und schnell zu lesen. Die Beschreibungen sind sehr farbenfroh, gleichzeitig aber unterschiedlich detailreich. Sowohl die Erzählweise als auch die Beschreibungen sind überaus humorvoll, sodass es auch gerne mal zu Überspitzungen kommen kann. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Whit und Whisty.
Die Protagonisten sind sehr sympathisch, der Rest je nach Bedarf. Allerdings sind die Charaktere, ebenso wie die Story an sich ziemlich oberflächlich.
Whisty ist 15 Jahre alt, dementsprechend naiv, aber alles andere als dumm. Sie ist temperamentvoll, buchstäblich feurig und absolut nicht auf den Mund gefallen. Mit ihrem Ideenreichtum und ihrer Risikobereitschaft rettet sie so manche brenzlige Situation.
Whit ist mit seinen 18 Jahren zwar der Ältere, aber auf den ersten Blick ein so simpler Charakter, dass man ihn absolut nicht ernst nehmen will. Zu Anfang ist seine positivste Seite noch die Liebe zu seiner verschwundenen Freundin – und sein ebenfalls loses Mundwerk. Im Laufe der Geschichte kann er sich zwar noch beweisen, aber nicht mit seiner Schwester mithalten.
Die Geschichte ist tempo- und abwechslungsreich und zieht den Leser schnell in seinen Bann. Gleichzeitig geht es aber auch erstaunlich brutal zu – vor allem in Anbetracht des ansonsten sehr jugendlichen Stils. Selbst mir blieb manchmal die Stunde weg, wenn mal wieder eines der Kinder misshandelt oder hingerichtet wurde.
Ansonsten ist die Mischung aus Dystopie und Fantasy in Kombination mit dem tollen Humor überaus unterhaltsam. Wie bereits erwähnt, ist es nicht unbedingt die tiefgründigste Geschichte, aber die Idee ist gut und ausbaufähig. Grund genug, damit ich die Reihe weiter verfolgen werde.
Der einzige Kritikpunkt, der mich tatsächlich gestört hat, war das Tempo, in dem die beiden ihre Kräfte entwickelt haben. Bis zu ihre „Verhaftung“ hatten sie keine Ahnung, was sie sind und doch entwickeln sie noch in derselben Nacht ihre Fähigkeiten. Natürlich kann es dafür Erklärungen geben – z. B. dass die extremen Umständen daran beteiligt sind oder dass ihre Eltern ihre Gaben „aktiviert“ haben. Solange ich aber keine explite Erklärung geliefert kriege, ist das für mich eine Lücke.

Das Cover ist ein richtiger Hingucker. Schlicht, aber doch aussagekräftig – und nebenbei passt es auch noch zum Inhalt.

Fazit

James Pattersons „Witch & Wizard – Verlorene Welt“ ist ein humorvoller Reihenauftakt, mit dem man nicht zu hart ins Gericht gehen sollte. Eine interessante Idee, eine temporeiche Umsetzung und sympathische Protagonisten erwarten den Leser. Allerdings auf eine sehr oberfläche Weise und etwas überstürzt, was den Unterhaltungswert aber nicht schmälert. 4/5 Bücher!

Die Autoren

© Deborah Feingold

James Patterson, geboren im US-Bundesstaat New York, arbeitete in einer Werbeagentur, bevor er in den 70er Jahren anfing, Kriminalromane zu schreiben. Bekannt wurde er vor allem durch die Romanreihe um den Polizeipsychologen Alex Cross, die sogar verfilmt wurde (u. a. mit Morgan Freeman). Bis heute hat er fast 100 Bücher geschrieben, darunter auch mehrere Jugendbücher wie die Witch & Wizard-Reihe. Mittlerweile zähltPatterson zu den erfolgreichsten Autoren aller Zeiten. Seine Bücher haben sich weltweit über 275 Millionen mal verkauft und wurden in 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Florida.


Gabrielle Charbonnet wurde 1961 in New Orleans geboren und arbeitete als Lektorin in einem großen amerikanischen Verlag, bevor sie anfing, Jugendbücher zu schreiben. Sie veröffentlicht auch unter dem Namen Cate Tiernan.

Die Reihe

Witch & Wizard

  1. Verlorene Welt / Witch & Wizard (Witch & Wizard #1)
  2. ??? / The Gift (Witch & Wizard #2)
  3. ??? / The Fire (Witch & Wizard #3)
  4. ??? / The Kiss (Witch & Wizard #4)
  5. ??? / The Lost (Witch & Wizard #5)

Weitere Cover

Mein Dank geht an…

…den Loewe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Godspeed-03-Die-Ankunft

Godspeed 03 – Die Ankunft von Beth Revis

© Dressler Verlag

Autorin: Beth Revis
Originaltitel: Shades of Earth 
Dt. Reihentitel: Godspeed
Dt. Titel: Die Ank/unft
Dt. Erstausgabe: 08/2013
Verlag: Dressler
Format: Hardcover
Seitenzahl: 480
ISBN-10: 3791516787
ISBN-13: 978-3791516783
Preis: 19,95 €

Der fulminante Abschluss der Godspeed-Trilogie! Endlich können Amy und
Junior die Godspeed verlassen. Ein neues Leben auf dem Zielplaneten
Zentauri wartet auf sie. Aber diese neue Erde entpuppt sich nicht als
das Paradies, das Amy und Junior erhofft hatten. Wer oder was lebt noch
auf diesem Planeten? Können Amy und Junior die eigene Kolonie retten?
Und was wird aus ihrer gemeinsamen Zukunft?
 

Inhalt

Es ist so weit: sie haben endlich die Zentauri-Erde erreicht! Doch es ist lange nicht alles eitel Sonnenschein. Unverhohlenes Misstrauen herrscht zwischen den ehemals Eingefrorenen und den Bewohnern der Godspeed. Saurier-artige Wesen, tödliche Pflanzen und eine offensichtlich intelligente Lebensform stellen sich unseren Helden in den Weg. Und endlich bekommt Amy das, was sie sich so sehr gewünscht hat. Ihre Familie, eine neue Heimat und vor allem eine Wahl. Wird sie sich für Junior entschieden oder für den süßen Soldaten, den ihr Vater ihr zur Seite stellt?

Eigene Meinung

Godspeed – Die Ankunft“ von Beth Revis ist schlicht und ergreifend der perfekte Abschluss für diese wahnsinnig gute Trilogie!

Revis bleibt sich selbst treu und überzeugt auch weiterhin mit kurzen Kapiteln und ihrem zwar simplen, aber dafür einnehmenden Schreibstil. Weiterhin erlebt man das Geschehen abwechselnd aus Sicht von Amy und Junior aus deren Ich-Perspektive, was vor allem bei diesem Band sehr wichtig ist, da die beiden doch auch viele Situationen alleine bewältigen müssen. Der Einstieg in die Geschichte funktioniert völlig problemlos.

>> „Wir müssen gehen. Wir müssen uns der Welt dort unten stellen. Lieber mit dem Geschmack der Freiheit auf den Lippen einen schnellen Tod sterben als lange zu leben und so zu tun, als würden wir die Wände nicht sehen, die uns einpferchen.“ S. 8

Unser Heldenpaar hat in dem Verlauf ihrer bisherigen Abenteuer große Schritte in ihrer Entwicklung gemacht, wodurch die Erwartungen an die beiden ungerecht hoch waren. Wie zu erwarten war, kommt man recht schnell auf den Boden der Tatsachen zurück und muss erkennen, dass man es eben nicht mit „Superhelden“, sondern mit Teenagern zu tun hat, die viel zu früh eine viel zu große Verantwortung übernehmen mussten. Da ist es wenig verwunderlich, dass Amy ziemlich überstürzt und zum ungünstigsten, aber eben erstbesten Zeitpunkt ihre Eltern und die anderen Eingefrorenen auftaut. Ebenso verständlich, dass sie in die Arme ihrer Eltern flüchtet und darüber zumindest für eine kurze Zeit alle anderen Probleme vergisst. Auf sich allein gestellt, wachsen in Junior schnell die Zweifel heran, die Orion so fleißig gesät hat, sodass er Amys Vater, der durch die vorherigen Todesfälle nun der Ranghöchste vom Militär ist, was ihn automatisch zum Anführer der ehemals Eingefrorenen macht, mehr als voreingenommen gegenübertritt. Amys Vater hingegen funktioniert von Null auf Hundert, ruft sich seine Befehle ins Gedächtnis und legt sofort los. Ein „Kind“ wie Junior steht ihm da nur im Weg und es fällt ihm sichtlich schwer, diesen als Anführer der Godspeed ernst zu nehmen. Wie man sieht, sind Probleme vorprogrammiert und die Stimmung, die das unangenehme Aufeinandertreffen dieser beiden Anführer hervorruft, greift schnell auf die Umstehenden über, sodass sich die künftigen Siedler direkt in zwei Lager spalten.

>> „Amy kommt auf mich zu und greift nach meiner Hand – ich weiß nicht, ob sie mir auf meine Seite des Schiffs folgen oder mich auf der Seite der Aufgetauten halten will – aber ich kenne meinen Platz im Shuttle und sie kennt ihren. << S. 103

Das macht es unserem Liebespaar schwer, stehen die beiden doch immerhin auf verschiedenen Seiten. Vor allem Amy hat ganz schön zu kämpfen. Langsam aber sicher fangen die Bewohner der Godspeed an, ihr zu vertrauen und das möchte sie auf keinen Fall aufgeben, ebenso wenig wie sie Junior alleine lassen will. Doch sie hat ihre Eltern so vermisst und auch lange Zeit gedacht, dass sie die beiden für immer verloren hätte, dass sie sich nicht gegen sie wenden will. Mal abgesehen davon, dass die Tochter in ihr das auch gar nicht kann. Dann kommt noch hinzu, dass Ihr Vater ihr einen Beschützer zur Seite stellt, der offenkundig Interesse an ihr hat. Natürlich sieht Chris auch noch unverschämt gut aus und wird, im Gegensatz zu Junior, von ihrem Vater akzeptiert. Der wichtigste Punkt ist aber der, das Chris quasi das darstellt, was sie sich die ganze Zeit gewünscht hat: eine Wahlmöglichkeit. Kann Junior dagegen bestehen?

>> „Bisher habe ich immer gedacht, dass meine Liebe zu Junior nicht zählt, weil außer ihm niemand zur Wahl stand. Und hier ist Chris, nur ein paar Jahre älter als ich, klug und stark und mutig – und mir wird klar, dass ich durchaus eine Wahl habe.“ << S. 305

Ganz allgemein können mich die Protagonisten gerade wegen ihrer Fehler überzeugen. Ihre Taten bleiben stets authentisch und ich bezweifel, dass einer von uns sich in deren Situationen behaupten könne. Schade ist nur, dass nahe alle Nebenfiguren verblassen. Das gilt insbesondere für Amys Eltern, die leider ziemliche Stereotypen waren. Die restlichen Akteure sind, abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen, eine ziemlich graue Masse. Das ist man so nicht gewöhnt, liebe Frau Revis!

Dafür habe ich bei der Geschichte selbst absolut nichts zu bemängeln. Es ist spannend, aufregend und auch dieses Mal absolut unvorhersehbar. Dass Revis sich darauf versteht, immer noch „eins drauf zu setzen“, hatte ich schon in den Rezensionen zu den Vorgängerbändern erwähnt, aber hier hat sie mich völlig unvorbereitet getroffen. Konnte man die anderen Bände schon kaum aus der Hand legen, habe ich hier wirklich den ganzen Tag NUR gelesen und sogar eine Verabredung verschoben, weil ich einfach nicht aufhören konnte. Dieser finale Band ist wirklich und wahrhaftig ein fulminanter Trilogieabschluss und meiner Meinung nach sollten sich da viele andere Autoren mal eine Scheibe von abschneiden. Es stimmt einfach alles und man bekommt ein Ende, das die Fantasie anregt, aber trotzdem abgeschlossen ist. Grandios!

>> „Aber es war mein Ernst. Wenn es zum Krieg kommt, werden wir kämpfen. Werde ich kämpfen.

Ich gebe nicht noch einmal meine Heimat auf.“ S. 473

Die Gestaltung finde ich wieder sehr schön, aber das Motiv hat für mich nicht sehr viel mit dem Inhalt zu tun. Immerhin erkennt man, dass dieses Mal etwas anders sein muss, weil es mehr als nur die Gesichter der beiden Figuren zu sehen gibt.

Fazit

Beth Revis‘ „Godspeed – Die Ankunft“ ist der perfekte Abschluss für eine nahezu perfekte Trilogie! Es ist mitreißend, absolut fesselnd, spannend und zufriedenstellend. Wieder einmal hat Frau Revis sich noch selbst übertroffen und das war bei den extrem hohen Erwartungen gewiss nicht leicht. Ich kann gar nicht anders als verzückt zu schwärmen und Euch auch dieses Mal dazu aufzufordern, diese Trilogie dringend zu lesen. Ein Must-Read der Extraklasse, das sich seine 5/5 Bücher redlich verdient hat!

Die Autorin

© Visio Photography

Beth Revis, geboren und aufgewachsen in den Ausläufern der Appalachen in
North Carolina/USA, schrieb schon während der Schule lieber
Kurzgeschichten, statt dem Unterricht zu folgen. Diese Gewohnheit
behielt sie auch an der Universität bei – aus ihren Kurzgeschichten
waren mittlerweile halbe Romane geworden. Nach ihrem Abschluss an der NC
State University in Englischer Literatur wurde Beth Revis Lehrerin. Da
sie es auch weiterhin nicht lassen konnte, Geschichten zu schreiben,
statt Essays zu korrigieren und Unterrichtspläne zu erstellen, hat sie
sich inzwischen ganz dem Schreiben gewidmet. Beth Revis lebt mit ihrem
Ehemann und einem Hund im ländlichen North Carolina/USA. „Godspeed – Die
Reise beginnt“ ist ihr Debütroman und der Auftakt einer Trilogie.

Die Reihe

Godspeed Trilogie

  1. Die Reise beginnt / Across the Universe
  2. Die Suche / A Million Suns
  3. Die Ankunft / Shades of Earth  

Weitere Cover

Mein Dank geht an… 

…den Dressler Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
Im-Pyjama-um-halb-4

Im Pyjama um halb Vier von Gabriella Engelmann & Jakob M. Leonhardt

© Arena Verlag

Die Autoren: Gabriella Engelmann 
                  & Jakob M. Leonhardt
Dt. Titel: Im Pyjama um halb Vier
Dt. Erstausgabe: 01/2013
Verlag: Arena
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 237
ISBN-10: 3401067931
ISBN-13: 978-3401067933
Preis: 12,99 €

Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Lulu macht sich bei Facebook auf die Suche nach dem Ben, den sie auf der
letzten Party kennengelernt hat. Sie findet … einen anderen, mit dem
sie von nun an jeden Tag chattet. Sie erzählen sich Dinge, die sie sonst
niemandem erzählen würden. Dinge, die unter normalen Umständen
unausgesprochen bleiben. Und plötzlich entstehen Gefühle, gegenüber
diesem Fremden, den man eigentlich gar nicht kennt.
 

Inhalt

Lulu trifft auf einer Party den besten Freundes ihres Schwarms. Kurzerhand loggt sie sich auf einem der angesagten Sozialen Netzwerke ein und schreibt jeden Ben Schumann an, den sie finden kann. Der Einzige, der ihr antwortet, ist natürlich der Falsche, dennoch kommt schnell eine angeregte Unterhaltung zustande. Ehe sich die beiden versehen, verbringen sie mehr Zeit am PC als im „Real Life“, aber kann so eine Freundschaft überhaupt funktionieren?

Charaktere

Luca-Luisa Schäfer, kurz Lulu genannt, ist 17 Jahre alt und wohnt in Hamburg. In ihrer Freizeit tanzt sie leidenschaftlich Ballett, wobei sie auch ihren Schwarm, Marco, kennenlernt. Nachdem sie durch einen glücklichen Zufall den „falschen“ Ben anschreibt, erkennt sie schnell, dass sie noch viel über Jungs zu lernen hat. Dabei spielt natürlich das Thema „Sex“ auch eine Rolle, immerhin hinkt sie als 16-jährige Jungfrau ja ganz schön hinterher. Im Herzen ist sie allerdings eine formvollendete Romantikerin, weswegen ihr das gar nicht so viel ausmacht, immerhin muss es ja auch perfekt sein und sie fragt sich unwillkürlich, ob Marco auch der Prinz Charming ist, den sie sucht. Neben all diesen Alltagsproblemen ist ihr vor allem ihre Familie unglaublich wichtig.

Ben Schumann ist ebenfalls 17 und wohnt in München. Seine Leidenschaft ist Basketball und er vertreibt sich auch gerne die Zeit mit Videospielen. Lulu gegenüber tritt er zu Anfang als der klassische Kerl auf bis ihm klar wird, dass dieses Mädchen ihn zum Nachdenken anregt und eine Saite in ihm zum klingen bringt, die er so vorher nicht kannte. Auch für ihn ist die familiäre Situation ein großes Thema, doch hält er damit weitaus länger hinter dem Berg.

Eigene Meinung

Im Pyjama um halb Vier“ von Gabriella Engelmann und Jakob M. Leonhardt ist ein nettes Jugendbuch, das gerade durch den etwas anderen Stil die stark vernetzte Generation anspricht.

Der Schreibstil, beziehungsweise in diesem Fall die Schreibstile, spiegeln nicht nur die Charaktere wieder, sie lassen sich auch wunderbar flüssig lesen. Die gewählte Chat-Form ist ungewohnt, konnte mich aber schnell begeistern. Ehe man sich versah, hatte man die Hälfte des Romanes hinter sich und man wollte auch gar nicht wieder aufhören. Die Ausdrucksweise ist in einem gewissen Rahmen an die Zeit angepasst, zum Glück muss man sich trotzdem nicht mit unnötigen Abkürzen oder anderen typischen Merkmalen der „Internetsprache“ auseinandersetzen.

Allerdings bringt ein Chat auch eine große Distanz mit sich. So bekam man ja nur die Informationen, die die Charaktere zu geben bereit waren und war sich auch nie sicher, was davon der Wahrheit entsprach und was nicht. Dabei sind Lulu und Ben sehr sympathische Figuren, die sowohl den Leichtsinn als auch die Vernunft der Jugend repräsentieren. Viele Leserstimmen behaupten, dass sie die Reife und die teilweisen doch sehr ernsten Themen nicht altersgemäß finden, aber mich hat das überhaupt nicht gestört.

Die Geschichte ist nett, nicht sonderlich anspruchsvoll und perfekt für Zwischendurch. Es gibt was zu lachen, gleichzeitig werden auch ernste Themen angesprochen, allerdings in einem sehr seichten Rahmen. Das einzige Manko  ist, dass es keine wirklich „Handlung“ im eigentlichen Sinne gibt und man sich lange Zeit, wo der rote Faden ist. Worauf läuft es hinaus? Dies klärt sich jedoch zum Ende hin auf und kommt mit einer Überraschung daher, die zumindest mich eiskalt erwischt hat.

Besonders gefallen hat mir die Aufmachung des Buches. Es ist hell und farbenfroh, wodurch gleich die richtige Stimmung geweckt wird. Dass der Text tatsächlich in Blau gehalten und mit verschiedenen Icons versehen ist, macht einen Großteil des Vergnügens aus. 

Fazit

„Im Pyjam um halb Vier“ von Gabriella Engelmann und Jakob M. Leonhardt ist ein netter Roman für Zwischendurch, der schnell gelesen und der Altersempfehlung entsprechend ist. Authentische Charaktere und sowohl humorvolle als auch ernste Themen machen dieses Jugendbuch aus. Die Chat-Form war zumindest für mich neu und hat mir gut gefallen und so gebe ich gerne noch gut 4/5 Bücher!

Die Autoren

© by Peter Wolff Fotodesign

Die gebürtige Münchnerin Gabriella Engelmann entdeckte in Hamburg ihre
Freude am Schreiben. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und
Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Daseins als Autorin von
Romanen, Kinder- und Jugendbüchern. Märchen stand sie bisher skeptisch
gegenüber – was sich mit „Weiß wie Schnee, rot wie Blut, grün vor Neid“
schlagartig geändert hat.

Jakob Musashi Leonhardt, geboren 1975, ist ein Weltenbummler und in
Tokio genauso zu Hause wie in Hamburg. Er hat einige Romane für junge
Leser veröffentlicht und ist zudem als Musiker und Sounddesigner tätig.
Zu seinen Leidenschaften zählen das Tauchen, japanischer Sencha-Tee
sowie die Musik von Coldplay.

Mein Dank geht an…

…den Arena Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Das-verbotene-Eden-03-Madga-und-Ben

Das verbotene Eden 03 – Magda und Ben von Thomas Thiemeyer

© Droemer Knaur

Autor: Thomas Thiemeyer
Dt. Reihentitel: Das verbotene Eden
Dt. Titel: Magda und Ben
Dt. Erstausgabe: 08/2013
Verlag: Droemer Knaur
Format: Hardcover
Seitenzahl: 448
ISBN-10: 3426653281
ISBN-13: 978-3-426-65328-9
Preis: 16,99 €

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Die Leseprobe findet Ihr hier.

Der Kampf der Geschlechter steuert seinem Höhepunkt entgegen. Als die
Frauenarmee immer tiefer ins Herz der Männerstadt vorrückt, treffen ein
alter Mann und eine alte Frau aufeinander – und machen eine unglaubliche
Entdeckung: Magda, die oberste Heilerin, und Benedikt, der Prior der
Abtei, waren vor fünfundsechzig Jahren ein junges Paar, das durch den
Virus auseinandergerissen wurde. Inzwischen trennen sie Welten. Ob sie
nach all den Jahren noch immer etwas füreinander empfinden? Kann es
gelingen, die Zeit zurückzudrehen und den blutigen Konflikt beizulegen?
Wenn es eine Kraft gibt, die das möglich macht, so ist es die Liebe. 

Inhalt

Magda
ist die oberste Heilerin in Glanmor, hat einen Sitz im Rat und ist eine der
ältesten Frauen dort. Sie hat den Umbruch mitbekommen und erinnert sich noch
daran, dass das Virus sie dazu gebracht hat, ihren damaligen Freund zu
erstechen…
…Benedikt,
kurz Ben, ist Prior im Kloster zum heiligen Bonifazius. Auch er erinnert sich
noch an die Zeit bevor die Geschlechter aufeinander losgegangen sind. Schon
lange hat er seiner damaligen Freundin vergeben, die ihn mit einem Messerstich
doch beinahe umgebracht hat.
Mitten
im Krieg findet Magda heraus, dass ihr Ben tatsächlich noch lebt und sie begibt
sich in größte Gefahr, um ihn noch ein letztes Mal zu sehen. Dabei liegt die
Gefahr nicht nur in ihrem Alter, sondern darin, dass die Frauen in die Alte
Stadt eingezogen sind, wo eine Falle auf sie wartet, vor der vermutlich nur Ben
sie warnen kann…

Charaktere

Magdalena,
kurz Magda, war in jungen Jahren ein richtiges It-Girl. Sie hatte das passende
Aussehen und die erwünschte Beliebtheit. Niemand hat verstanden, dass sie sich
auf einen Typen eingelassen hat, der keinen Sinn für Mode hat, auf Rockmusik
steht und gerne auf Mittelaltermärkte geht bzw. aktiv daran teilnimmt. Doch
hinter ihrer hübschen Fassade steckt ein kluger Kopf. In ihrer Freizeit
beschäftigt sie sich mit ihrem Blog oder arbeitet im Krankenhaus. Die
Erfahrung, die sie dort gesammelt hat, helfen ihr nach dem großen Zusammenbruch
und so ist es nicht verwunderlich, dass sie später die Häuser der Heilung
gründet. In der neuen Gesellschaft erlangt sie so wieder großes Ansehen und
doch auf eine ganz neue Art…
Benedikt,
kurz Ben, ist Prior im Kloster zum Heiligen Bonifazius. Tatsächlich ist er dort
nur gelandet, weil eine Verkettung von Zufällen ihn während des Zusammenbruchs
zu einem Laden geführt hat, wo er einem Jungen, der selbst aus dem Kloster kam,
das Leben gerettet hat. In seinem vorherigen Leben stand ihm der Sinn ganz
bestimmt nicht nach einem Leben im Kloster. Er hatte die Frau fürs Leben
gefunden, die nicht nur toll aussieht, sondern auch intelligent und humorvoll
ist. Er selbst konnte sich aber, von seinem Kleidungsstil abgesehen, sein
Aussehen betreffend auch nicht beklagen, haben die Wochenenden in
Ritterrüstungen und Kampfgetümmeln doch seinen Körper gestählt.
Nichtsdestotrotz ist er ein kluger Kopf – der Typ Mann, der nachdenkt bevor er
handelt, aber wenn es nötig ist doch noch schnell genug reagieren kann.

Eigene
Meinung

Das
verbotene Eden – Magda und Ben
“ von Thomas Thiemeyer ist der wahrhaft krönenden
Abschluss seiner dystopischen Jugendbuch Trilogie.
Im
Gegensatz zu den vorherigen Bänden startet die Geschichte vor der Pandemie, die
alles verändern wird. Man erlebt also hautnah ist wie sich das Leben und die
Gesellschaft verändert hat, was ich persönlich zwar zu Anfang gewöhnungsbedürftig,
aber rückblickend einfach genial finde. Bisher sind mir nur Dystopien
untergekommen, in denen erzählt wurde wie es zu dem jeweiligen Umbruch gekommen
ist, aber es wurde nie so lückenlos wiedergegeben. Gerade in diesem Abschnitt
des Buches überzeugt Thiemeyers Schreibstil in ganz großem Stil, denn er
erschafft auch dieses Mal eine unglaubliche Atmosphäre – eine, die mir
zeitweise richtig Gänsehaut verursacht hat. Denn auch wenn ich wusste, worauf
es zwangsläufig hinausläuft, betete ich die ganze Zeit dafür, dass die
Menschheit nicht blind allem vertraut, dass sie auf die ersten Anzeichen hören
und adäquat reagieren würden.
Die
Charaktere sind so einnehmend wie bisher, auch wenn es mir durch die
Zeitsprünge und dadurch wie man anhand der Vorgängerbände die beiden
„Protagonisten“ kennengelernt hat, wieder einmal nicht ganz leicht fiel, mich
völlig auf Magda und Ben einzulassen. Doch das war gar nicht schlimm, denn es
gibt so viele Hauptfiguren, dass die beiden gar nicht so sehr die zentrale
Rolle haben. Die Geschichte von Logan und Gwen wird weitergeführt, Junas Eltern
mischen fleißig mit, auch David und Juna selbst kehren zurück und auch Logans
Familie spielt eine Rolle.
Es
gibt so viele Handlungsstränge, dass die Spannung nie ganz abflaut. Thiemeyer legt
ein so konstant hohes Tempo vor, das man nur noch atemlos durch die Seiten
rasen kann. So toll und vielversprechend das auch klingen mag, ist es für mich
doch leider der einzige Kritikpunkt, denn dieser hohe Spannungslevel lässt gar
keinen wirklichen Showdown zu. Es geht eher fließend ineinander über, was ja
auch nicht schlecht wäre, wenn es nicht irgendwann etwas zu viel wurde. Ich
hatte zwischenzeitlich das Gefühl, dass das Ende künstlich hinausgezögert
wurde, indem manch liebgewonnener Charakter plötzlich richtiggehend lethargisch
wurde, nicht beendet hat, worauf er so lange hinausgearbeitet hat oder einfach
auffällig dumm agiert hat. Denn auch wenn sich der Kreis wirklich anstandslos
schließt und es letztlich ein Ende gibt, mit dem ich vollauf zufrieden bin,
komme ich nicht umhin zu sagen, dass manches einfach nicht hätte sein müssen.

Fazit

Thomas
Thiemeyers „Das verbotene Eden – Magda und Ben“ ist die Antwort auf die
Redensart „Der Kreis schließt sich“. Neue Perspektiven, unzählige
Handlungsstränge und vor allem der Abschnitt, der den Leser das „Davor“ live
miterleben lässt, machen diesen Abschluss zum reinsten Pageturner. Wirklich
alle Hauptfiguren der kompletten Reihe dürfen ihre Geschichte zu Ende erzählen
und erhalten dadurch eine Tiefe, die sie noch authentischer erscheinen lässt
als zuvor. Spannung, Nervenkitzel und eine Gänsehautatmosphäre dominieren
diesen Band, doch leider hat der Autor es kurz vor Schluss für meinen Geschmack
damit etwas zu weit getrieben. Für dieses nervenaufreibende „zu viel“ muss ich
leider einen Punkt abziehen, nichtsdestotrotz ist es ein Finale, das keine
Wünsche offen lässt. 4/5 Bücher und eine klare Empfehlung für die komplette
Trilogie!

Der Autor

Thomas Thiemeyer, geboren 1963, lebt in Stuttgart und arbeitete zunächst
als Illustrator. Nach fünf rasanten mystischen Wissenschaftsthrillern –
zuletzt „Korona“ –, entdeckte er mit den „Chroniken der Weltensucher“
höchst erfolgreich das Jugendbuch für sich.
Mit „Das verbotene Eden – David und Juna“ begann ein neuer großer
Zyklus, der in einer bedrohlichen Zukunft spielt. Nach „Logan und Gwen“
ist nun „Magda und Ben“ der abschließende Band.
Mehr Informationen zum Autor unter www.thiemeyer.de 

Die Reihe

Das verbotene Eden

Mein Dank geht an…

…den Dromer Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Das-verbotene-Eden-01-David-und-Juna

Das verbotene Eden 01 – David und Juna von Thomas Thiemeyer

© Droemer Knaur

Autor: Thomas Thiemeyer
Dt. Reihentitel: Das verbotene Eden
Dt. Titel: David und Juna 
Dt. Erstausgabe: 08/2011
Verlag: PAN / Droemer Knaur
Format: Hardcover
Seitenzahl: 464
ISBN-10: 3426283603
ISBN-13: 978-3-426-28360-8
Preis: 16,99 €

Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Die Leseprobe findet Ihr hier.

Männer und Frauen. Feuer und Wasser. David und Juna. Die Menschheit
steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und
Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen:
Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die
Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint
undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der
17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie
der letzte Hoffnungsschimmer … 

Inhalt

David und Juna leben in einer Zeit, in der es für die beiden unmöglich scheint, eine Beziehung zu führen. Nach einer verheerenden Seuche brach Krieg zwischen den Geschlechtern aus. 65 Jahre später haben sich die Fronten verhärtet:
Die Männer haben sich in die Überreste der alten Stadt zurückgezogen während die Frauen ihre eigenen Domizile gebaut haben, wo sie autark leben können. Da die Geschlechter rein biologisch voneinander abhängig sind, wurde ein Pakt geschlossen, der unter anderem beinhaltet, dass fruchtbare Frauen sich den Männern hingeben müssen, um ihr Überleben zu garantieren.
Juna ist eine Kriegerin, die nichts lieber täte als in den Krieg zu ziehen. David hingegen liebt ein ruhiges Leben als Mönch und würde am liebsten in der Bibliothek hausen. Dank mehr oder weniger glücklichen Umständen kreuzen sich ihre Wege und sie müssen erkennen, dass das Virus zumindest bei ihnen nicht mehr zu wirken scheint…

Charaktere

Juna ist eine Brigantin, eine Kriegerin der Arkana. Als Tochter der Hohepriesterin stünde ihr ein Leben in Wohlstand und Vorbereitung auf die Nachfolge zu, doch sie entschied für den Kampf. Ihrem Taten- und Freiheitsdrang ist es zu verdanken, dass sie über die Jahre hinweg eine so gute Jägerin geworden ist und sogar einen Falken an ihrer Seite hat. Neben ihrer überschäumenden Vitalität, ist sie aber auch intelligent und wissbegierig.
David ist in dem Kloster zum Heiligen Bonifazius aufgewachsen. Der Abt und Meister Stephan sind für ihn wie Väter gewesen und so konnte er stets seiner Leidenschaft für Bücher nachgehen anstatt zum Dienst für die Heilige Lanze gezwungen zu werden. Wenn es nach ihm ginge, würde er nichts an seinem eigenbrötlerischem Leben ändern wollen, dennoch beweist er auch in der Außenwelt seine Anpassungsfähigkeit. Sein Hund, Grimaldi, ist sein steter Wegbegleiter.

Eigene Meinung

Das verbotene Eden – David und Juna“ von Thomas Thiemeyer ist der vielversprechende Auftakt zu seiner gleichnamigen dystopischen Trilogie.
Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Er beschreibt so gekonnt, dass man zwar genaue Bilder im Kopf hat, die Fantasie allerdings nicht eingeschränkt wird. Die Geschichte wird im personalen Erzählstil und, abgesehen von wenigen Ausnahmen, aus Sicht von David und Juna wiedergegeben. Die beiden Handlungsstränge kreuzen sich immer wieder bis sie endlich zusammenlaufen und rasant auf den Höhepunkt zuhalten.
Die Charaktere sind authentisch und lebhaft. Umso trauriger, dass ich mich nicht so ganz in die Protagonisten hineinversetzen konnte. Auch wenn Juna eine Hauptfigur ganz nach meinem Geschmack war, verblasste David neben ihrer allgegenwärtigen Präsenz leider immer mehr. Wirklich schade! Dafür besticht Thiemeyer mit einer Vielzahl der unterschiedlichsten Figuren, die auf ganzer Linie überzeugen können, selbst wenn sie nur wenige Gastauftritte haben.
Die Geschichte ist überraschend anders für eine Dystopie. Das Setting vermittelt eine Atmosphäre, die es so sonst nur in Fantasy- oder historischen Romanen gibt. Generell ist der krasse Kontrast zwischen dem „modernen“ Leben der Männer und der traditionell antik anmutenden Frauengesellschaft nicht nur interessant, sondern macht neben der abwechslungsreichen Handlung auch einen Großteil des Spaßes aus. Besonders außergewöhnlich hierbei ist, dass das Geschehen in Deutschland angesiedelt ist. So entpuppt sich die „Alte Stadt“ als Köln, die „schwarze Kathedrale“ als Kölner Dom und die Stadt „Glanmor“ liegt in der Eiffel. Am Anfang war es ziemlich irritierend für mich, immerhin wohne ich auch noch in der Umgebung und weiß nun mal wirklich wie das alles eigentlich aussieht. Das ist dann schon was anderes als von zerstörten Städten zu lesen, die man so nur aus dem Fernsehen kennt.
Die Lovestory hält dafür nicht ganz das, was sie verspricht. Da man ja nun mal weiß, dass David und Juna früher oder später aufeinander treffen müssen, gestaltet sich das erste Drittel als ziemliche Warterei. Dass dann genau die Szenen, die die Tiefe ihrer Gefühle erklären würde, weggelassen werden, ist dann schon einigermaßen enttäuschend.
Immerhin gibt es dafür noch einen großen Showdown, mit dem ich so nicht gerechnet hatte. Es mag sein, dass einiges vorhersehbar ist, aber da wurde ich durchaus überrascht.
Das Cover überzeugt mich vollkommen. Nicht nur, dass ich Grün einfach liebe, punktet der Verlag hierbei auch damit, dass die dargestellten Personen tatsächlich der Beschreibung der Protagonisten entsprechen.

Fazit

Thomas Thiemeyers „Das verbotene Eden – David und Juna“ ist ein solider erster Band, der durch seine Andersartigkeit überzeugt. Das Setting, die Charaktere und der tolle Schreibstil laden zum Lesen ein. Schade nur, dass Juna David dermaßen in den Schatten stellt. Gleichzeitig konnte mich die Lovestory nicht ganz von sich überzeugen, war es für mich doch nicht ganz nachvollziehbar, woher so plötzlich die tiefen Emotionen kommen. Alles in allem fühlte ich mich aber gut unterhalten und musste sofort zu Band 2 greifen, weshalb ich gerne noch gute 4/5 Bücher vergebe!

Der Autor

Thomas Thiemeyer, geboren 1963, lebt in Stuttgart und arbeitete zunächst
als Illustrator. Nach fünf rasanten mystischen Wissenschaftsthrillern –
zuletzt „Korona“ –, entdeckte er mit den „Chroniken der Weltensucher“
höchst erfolgreich das Jugendbuch für sich.
Mit „Das verbotene Eden – David und Juna“ begann ein neuer großer
Zyklus, der in einer bedrohlichen Zukunft spielt. Nach „Logan und Gwen“
ist nun „Magda und Ben“ der abschließende Band.
Mehr Informationen zum Autor unter www.thiemeyer.de 

Die Reihe

Das verbotene Eden
  1. David und Juna
  2. Logan und Gwen
  3. Magda und Ben

Poison Diaries 02 – Liebe ist stärker als der Tod von Maryrose Wood

© Fischer FJB Verlag


Autor(in): Maryrose Wood
Titel: Poison Diaries 02 – Liebe ist stärker als der Tod
Dt. Erstausgabe: 03/2012
Verlag: Fischer FJB
Format: Hardcover
Seitenzahl: 272
ISBN-10: 3841421253
ISBN-13: 978-3-841-42125-8
Preis: 14,99 €

Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Wer den Tod besiegt, muss mit dem Teufel im Bunde sein
Jessamine hat
ihre Unschuld verloren und den Mann, den sie liebt. Sie weiß, wer die
Schuld daran trägt, und sie wird ihn umbringen. Sie wird ihren eigenen
Vater mit seinen giftigen Gewächsen töten, die ihm stets mehr wert
gewesen sind als seine Tochter. Wird Jessamine ihre große Liebe Weed
wiederfinden? Denn nur die Liebe vermag ein bitteres Herz zu heilen …
Vergiss niemals: Was zu heilen vermag, das kann auch töten!

Inhalt

Jessamine weilt wieder unter den Lebenden, ist dadurch aber keineswegs vor Oleander, dem Giftprinzen, geschützt. Dieser treibt sie langsam aber sicher in den Wahnsinn und bringt sie dazu, ihren Vater zu töten und Hulne Abbey hinter sich zu lassen.

Währenddessen verkriecht sich Weed im Wald und gibt sich seiner Trauer hin. Die Bäume und Blumen haben aber die Nase voll von ihm und schicken ihn unter Menschen. Trübsal blasen nütze niemandem etwas. Endlich beschließt er, nach Jessamine zu sehen, doch diese ist fort. So macht er sich auf die Reise, um Jessamine zu retten…

Eigene Meinung

Der zweite Band der Poison Diaries Trilogie von Maryrose Wood ist ebenso skurril und abgehoben wie sein Vorgänger.

Auch hier gilt, dass man sich drauf einlassen muss, um irgendwie Gefallen an der Geschichte zu finden. Der Schreibstil war etwas weniger „blumig“, durch viele Dialoge und neue Figuren wurde die Eintönigkeit aus dem ersten Band aufgelockert.

Die Protagonisten machen eine 180° Wendung. Während Weed immer menschlicher und angepasster wird, wird Jessamine die Hure des Giftprinzen, die nur noch ein Schatten ihrer selbst ist.
Weeds Entwicklung macht richtig Spaß und ich freute mich über jede Testpassage, die aus seiner Sicht geschrieben wurde. Zu Anfang war auch Jessamines Reise beinahe interessant, aber ihre Kollision mit der Außenwelt ist ziemlich brutal. Die Figur nervt mich irgendwann nur noch, gleichzeitig tut sie mir Leid, denn wenn man es genau nimmt, war ihr ganzes Leben für die Tonne.

Die Handlung ist wesentlich interessanter als beim Vorgängerband, doch überzeugen kann sie nicht. Man lernt viele interessante Charaktere kennen, leider hatten diese nur sehr kurze Auftritte.

Eigentlich bin ich der festen Überzeugung, dass mir die Buchreihe nicht passt, weil ich einfach kein Blumenmensch bin. Pflanzen sind schön und gehören zum Leben dazu, keine Frage. Ich habe auch kein Problem damit, ihnen einen Seele einzuhauchen, aber ein Giftprinz? Der dann auch noch wirklichen Einfluss nehmen kann? Das ist mir einfach zu abgedreht. In beiden Büchern wird der Giftgarten verflucht – mal ehrlich, warum fackeln sie diesen dann nicht einfach ab? Das kann und will nicht in meinem Kopf rein und ich reg mich die halbe Zeit nur auf.

Fazit

Maryrose Woods „Poison Diaries – Liebe ist stärker als der Tod“ ist eine gelungene Fortsetzung, sofern der erste Band Anklang fand. Da mir dieser schon nicht gefiel, bin ich mit gemischten Gefühlen an diese Geschichte rangegangen. Objektiv betrachtet ist eine klare Steigerung ersichtlich: die Charaktere entwickeln sich in besonderem Maße weiter, neue Figuren betreten die Bühne, das Setting ist nicht mehr so eintönig, allgemein passiert auch mal was. Subjektiv betrachtet gefiel es mir besser als sein Vorgänger, das Ende hat es aber wieder verdorben. Somit vergebe ich schwache 4/5 Büchern.

Die Autorin 

Maryrose Wood wuchs auf Long Island, USA, auf. Sie arbeitete viele Jahre
am Theater, ehe sie ihren ersten Roman schrieb. ›Die Poison Diaries‹
ist das erste Werk, das auf Deutsch erscheint. Maryrose Wood lebt mit
ihren zwei Kindern, zwei Katzen und einem kleinen Hund in New York, USA.

Die Reihe

  1. Poison Diaries – Liebe ist unheilbar
  2. Poison Diaries – Liebe ist stärker als der Tod