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[Rezension] Zurück nach Hollyhill von Alexandra Pilz

Die Autorin: Alexandra Pilz

Band: 1/3
Dt. Erstausgabe: 02/2013
Verlag: Heyne fliegt
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Format: Hardcover
Seitenzahl: 352
ISBN-10: 3453534263
ISBN-13: 978-3453534261
Preis: 16,99 €
Wie weit würdest du gehen? Um das Geheimnis deiner Herkunft zu lüften, den Jungen deiner Träume zu bekommen und deine Freundin zu retten? Für die 17-jährige Emily werden diese Fragen plötzlich entscheidend, als sie nach dem Abitur in das geheimnisvoll einsame Dartmoor reist, um das Dorf ihrer verstorbenen Mutter zu finden. Ein Dorf, das auf keiner Karte eingezeichnet ist. Das jedoch genau der Junge kennt, der in Emily von der ersten Sekunde an Gefühle auslöst, die irgendwo zwischen Himmel und Hölle schwanken … 

Emily kann es nicht fassen! Am Tag ihres Abiturs erhält sie einen Brief ihrer verstorbenen Mutter, in dem diese Emily in geheimnisvollen Worten beschwört, das Dorf aufzusuchen, das einst ihre Heimat war. Kurzerhand steigt Emily in München ins Flugzeug – und landet allein und vom Regen durchnässt mitten im englischen Dartmoor. Hilfe naht in Form eines Geländewagens, darin Matt, der attraktivste Junge, den Emily je gesehen hat. Als sie ihn nach dem Weg nach Hollyhill fragt, verändert Matt sich jedoch schlagartig. War er zuvor offen und hilfsbereit, stimmt er nun nur widerwillig zu, Emily nach Hollyhill zu bringen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt durch das einsame Moor landen sie schließlich in dem winzigen Dorf, dessen Bewohner zwar alle ein wenig schrullig, aber freundlich zu Emily sind. Nur Matt, der Junge, in den sie sich Hals über Kopf verlieben könnte, gibt ihr bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Gefühl, unerwünscht zu sein. Bis eines Nachts ein Mörder auftaucht und Emily entführt. Und plötzlich findet sie sich im Jahr 1981 wieder – und dort sind die gewöhnungsbedürftige Mode und ein grimmiger Matt ihr geringstes Problem …

Inhalt

Zum Abitur erhält Emily einen Brief ihrer lang verstorbenen Mutter. Ihre Oma hatte die strikte Anweisung, ihr diesen erst zu diesem Zeitpunkt zu übergeben. Darin berichtet Emilys Mutter von dem Dorf, in dem sie aufgewachsen ist – Hollyhill. Sie empfiehlt ihr diesen Ort zu besuchen, um die andere Seite der Familie kennenzulernen, mit der kryptischen Botschaft, sie werde Hollyhill schon finden. Kurzerhand beschließt sie, diesem „Ruf“ zu folgen und reist nach England. Dabei hat sie nicht die geringste Ahnung, was sie dort erwartet…

Eigene Meinung

Zurück nach Hollyhill“ von Alexandra Pilz ist ein außergewöhnliche Zeitreise-Roman und ein vielversprechender Reihenauftakt.

Der Schreibstil ist einfach toll. Schon nach den ersten Sätzen war ich mitten im Geschehen und wollte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Obwohl Pilz eher „schnörkellos“ schreibt, regt sie auf eine sehr farbenfrohe und intensive Weise das Kopfkino an. Erzählt wird die Geschichte im personalen Erzählstil.

Die Charaktere sind einzigartig und erobern die Leserherzen im Sturm – zumindest mir erging es so.

Emily ist unglaublich authentisch. Sie ist bodenständig, kreativ und humorvoll. Sie ist die perfekte Mischung aus Verantwortungsbewusstsein und Spontaneität. Es macht einfach Spaß, das Abenteuer Hollyhill aus ihrer Perspektive zu erleben.

Matt ist eine Mischung aus Ritter in schimmernder Rüstung und undurchschaubarer Bad Boy. Er trägt so viel Groll mit sich herum, dass es ihn wie eine Aura aus Ablehnung umgibt. Er ist ein viel zu guter Lügner und sehr wichtiger Teil der Dorfgemeinschaft.

Dann haben wir noch die liebevolle, aber trauernde Grandma; den exotischen Modenarr Joe; die durchgeknallte und immer gut gelaunte Silly; den ernsten, aber hilfsbereiten Josh und noch einige mehr.

Die Geschichte lädt zum Wohlfühlen ein. Alexandra Pilz hat das Thema Zeitreise mal ganz anders interpretiert und das auf eine so charmante Weise, dass man Hollyhill nie mehr verlassen will. Vieles wirkt auf den ersten Blick ziemlich klischeehaft und entpuppt sich dann als doch ganz anders. Und wenn man denkt, dass man alles durchschaut hat, wird man wirklich überraschend überrascht, denn ab einem gewissen Punkt erscheint die Geschichte unglaublich vorhersehbar.

Dass es eine Liebesgeschichte gibt, ist von Anfang an klar, aber überhaupt nicht störend. Ich finde, dass die Autorin einen guten Mittelweg zwischen der Romanze und dem Zeitreise-Geheimnis gefunden hat. Das Ganze ist nicht halb so überdramatisiert wie in vielen anderen Jugendbüchern.

Soweit ich mitbekommen habe, polarisiert das Cover ganz schön. Ich meine mich zu erinnern, dass ich es ganz zu Anfang in der Vorschau völlig übersehen habe – was eine Kunst ist bei diesem schreienden Gelbton! Je öfter es mir über den Weg lief, desto neugieriger wurde ich und als ich es tatsächlich in Händen hielt, was ich begeistert. Es passt und ist vor allem einzigartig – gut gemacht!

Fazit

Alexandra Pilz‘ „Zurück nach Hollyhill“ ist eine Geschichte zum Wohlfühlen und Entspannen. Man kann sich einfach fallen lassen und diese außergewöhnliche Zeitreisegeschichte vom Anfang bis zum Ende genießen. Mit ihrem doch sehr schlichten Schreibstil erschafft die Autorin ein großartiges Kopfkino und die Charaktere muss man einfach lieben. Ich bin immer noch total begeistert und kann dieses Buch nur empfehlen – 5/5 Bücher!

Die Autorin

© Gabriela Neeb
Alexandra Pilz hat am gleichen Tag Geburtstag wie Jane Austen. Die Journalistin liebt England, hat eine Schwäche für komplizierte Liebesgeschichten, lebt mit Mann und Katze in München und träumt von einem Cottage in Cornwall. Ihr Debütroman „Zurück nach Hollyhill“ war ein großer, von Publikum und Presse gefeierter Erfolg.

Die Reihe

Hollyhill Trilogie

  1. Zurück nach Hollyhill
  2. Verliebt in Hollyhill
  3. Für immer Hollyhill

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