[Rezension] Starters von Lissa Price

© ivi Verlag

Autorin: Lissa Price
Reihentitel: Starters Dilogie
Originaltitel: Starters
Dt. Erstausgabe: 03/2012
Verlag: ivi
Format: Hardcover
Seitenzahl: 396
ISBN-10: 3492702635
ISBN-13: 978-3-492-70263-8
Preis: 15,99 €

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Nach einer unvorstellbaren Katastrophe gibt es nur noch sehr alte und
junge Menschen. Mittellos kämpfen die 16-jährige Callie und ihr kleiner
Bruder auf der Straße ums Überleben. Callie entschließt sich daher zu
dem Undenkbaren: Sie verleiht ihren Körper an einen alten Menschen,
dessen Bewusstsein übernimmt ihren Körper und kann so wieder jung sein.
Doch alles verläuft anders als geplant … Die Body Bank, ein
mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige
Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten,
während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt.
Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie
bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und
verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr
Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde – um einen furchtbaren Plan zu
verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss …

Inhalt

Nach einem fürchterlichen Sporenkrieg leben nur noch ganz
junge und ganz alte Menschen, Starters und Enders. Die Enders regieren Amerika
und die Starters verarmen in der Gosse oder werden zu Sklaven für die Alten.
Callie und ihr Bruder Tyler gehören zu den Starters. Sie
haben im Krieg ihre Eltern verloren und kämpfen nun ums Überleben. Als wäre das
noch nicht genug, leidet ihr Bruder an einer Lungenkrankheit, die nur mit
teurer Medizin behandelbar ist. Um Tyler zu retten und ihm endlich das Zuhause
zu bieten, das sie sich verdient haben, nimmt Callie einen unvorstellbaren Job
an. Sie vermietet ihren Körper an eine reiche Enderin, die für einen Monat lang
wieder jung sein will. Für Callie würde das bedeuten, einzuschlafen und nach
einem Monat wieder aufzuwachen. Doch etwas geht schief. Noch vor Ablauf der
Zeit befindet sich Callie wieder in ihrem Körper, ohne zu wissen, was passiert
ist und wo sie sich befindet. Nur eine Stimme in ihrem Kopf hält sie davor ab,
direkt wieder zur Body Bank zurück zu kehren…

Die Protagonistin

Callie Woodland ist eine ziemlich toughe Frau. Man merkt
nichts davon, dass sie erst 16 ist, denn durch den Krieg und die Verantwortung
für ihren kleineren Bruder musste sie sehr schnell erwachsen werden. Diese
Verantwortung nimmt sie auch ernst und sie würde alles tun, um Tyler das Leben
zu retten. Allein aus diesem Grund unterschreibt sie auch den Vertrag bei der
Body Bank und die ganze Zeit über, die sie dort verbringen muss, versucht sie,
in jeder erdenklichen Weise ihrem Bruder Hilfe zukommen zu lassen. Sie ist
clever und so anpassungsfähig, dass sie sich ziemlich schnell in der Welt der
Ender und reichen Jugendlichen zurechtfindet. Sie beweist in vielen Situationen
Mut und Ideenreichtum und weiß mit ihrer Art sogar einige Ender für sich zu
gewinnen.

Eigene Meinung

Starters hat mir persönlich sehr gut gefallen. Es hat mich
vom Grundprinzip an die Serie Doll House erinnert, in der auch Frauen und
Männer ihren Körper vermieten können. Zwar wurde ihnen in der Regel ein
Wunschcharakter einprogrammiert, aber auch dort kam es vor, dass bestimmte
Personen in einen neuen Körper schlüpften.
Die Idee ist ebenso furchterregend wie spannend. Auf der
Basis eines vernichtenden Krieges eine Dystopie aufzubauen, ist nicht gerade
das Originellste, aber deswegen nicht schlecht. Irgendeinen Grund muss es ja
geben, warum man die Gesellschaft und die Politik vollkommen reformieren kann.
Neu ist allerdings, dass es durch den Einsatz von Sporen und
einem Mangel an Impfstoff zu der verqueren Situation kommt, dass es nur noch
Kinder bzw. Jugendliche und ganz alte Menschen gibt. Dadurch, dass es den
Senioren vergönnt ist, ihre Lebensspanne auf mehrer 100 Jahre mehr zu
erweitern, ist die Vitalität der Jugend und die Reproduktion vorerst so
irrelevant, dass die Enders quasi die Weltherrschaft an sich reißen. Kinder,
die noch Verwandte haben, wird ein relativ normales Leben gewährleistet,
wohingegen Waisen in Heime gesteckt und zur Zwangsarbeit verdonnert werden oder
auf den Straßen sterben.
Als wäre dieses Szenario noch nicht schlimm genug, eröffnen
korrupte Ender die Body Bank, um dem alten Geist einen jungen Körper zu geben.
Der Roman ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und der
Schreibstil sehr angenehm und flüssig. Man kann sich alles sehr gut vorstellen
und fühlt sich als würde man all das selbst erleben.
Die Charaktere sind eine Sache für sich. Bei dieser
Rezension hab ich mich auf die Protagonistin beschränkt, anstatt über mehrere
Charaktere etwas zu schreiben. Das geschah aus dem Grund, dass es zu viele
Charaktere gibt, die Callie ein kurzes Stück des Weges begleiten, dafür aber
auch zu wenige, die eine konstante Rolle spielen. Es gibt zwei männliche
Protagonisten, die Callies Herz höher schlagen lassen, ebenso einen
Antagonisten. Doch würde ich über diese Personen schreiben, würde ich einfach
zu viel vorwegnehmen. Ebenso aufgefallen ist mir, dass der Roman zwar sehr
bildhaft ist, aber die Hauptfigur entbehrt jedweder Beschreibung. So wird
die Protagonistin eine ebenso gesichtslose Frau wie die Darstellung auf dem
Cover.
Das Buch ist in einem dunklen Blau gehalten, auf dem man die
hellere Silhouette einer Frau sieht. Dadurch wirkt das Buch ebenso schlicht wie
auffällig, denn es sticht aus der Masse heraus und man erkennt es immer wieder.
Die Grundidee bleibt auch bei der Fortsetzung erhalten.

Fazit

Lissa Price’s „Starters“ lässt den Leser ein unglaubliches Abenteuer erleben und hat sich seine 5/5 Büchern redlich verdient.

Die Autorin

Lissa Price ist Drehbuchautorin und lebt nach mehreren Aufenthalten in
Japan und Indien heute in Kalifornien. Ihr Roman »Starters« ist das
höchstgehandelte Debüt der letzten Jahre.

www.lissaprice.com

Die Reihe

  1. Starters / Starters
  2. Enders / Enders

Weitere Cover

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