[Rezension] Shades of Grey 02 – Gefährliche Liebe von E. L. James

© Goldmann

Autorin: E. L. James
Originaltitel: Fifty Shades Darker (Fifty Shades #2)
Dt. Reihentitel: Shades of Grey
Dt. Titel: Gefährliche Liebe
Dt. Erstausgabe: 09/2012
Verlag: Goldmann
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 608
ISBN-10: 33442478960
ISBN-13: 978-3-442-47896-5
Preis: 12,99 €

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Verunsichert durch die gefährlichen Leidenschaften und dunklen
Geheimnisse ihres Liebhabers Christian Grey, bricht Ana Steele ihre
Beziehung zu dem attraktiven jungen Mann ab und versucht wieder ein
ruhiges Leben zu führen. Aber Anas Verlangen nach Christian ist
ungebrochen, so sehr sie dies auch zu verleugnen sucht. Als Christian
vorschlägt, sich wenigstens noch ein einziges Mal mit ihr zu treffen,
willigt Ana daher sofort ein – und beginnt erneut eine Affäre mit ihm.
Eine höchst gefährliche Affäre, in der sie immer wieder Grenzen
überschreitet, in der sie aber auch mehr über die Vergangenheit von
Christian erfährt – eine Vergangenheit, die ihn zu einem ebenso
verletzlichen wie faszinierenden Mann gemacht haben, der seitdem mit
seinen inneren Dämonen kämpft. Gleichzeitig sieht sich Ana der
Eifersucht der Frauen gegenüber, die vor ihr Christians Liebhaberinnen
waren. Und sie muss die wichtigste Entscheidung ihres Lebens treffen.
Eine Entscheidung, bei der ihr niemand helfen kann …

Inhalt

Seit der Trennung von Christian sind 5 Tage vergangen. 5
Tage, in denen Ana nur noch ein Schatten ihres Selbst war. Sie isst nicht,
schläft kaum und macht auf der Arbeit nicht mehr als erwartet. Doch scheinbar
ergeht es nicht nur ihr so, denn Christian will sie zurück. Dafür nutzt er die
erstbeste Möglichkeit und begleitet Ana auf die Vernissace ihres Freundes José.
Ein Knistern liegt in der Luft, das die Trennung Lügen
straft und Christian mehr als bereit, auf Ana zuzugehen. Schneller als erwartet
sind sie wieder zusammen und es könnte alles so schön sein, wenn da nicht diese
ominöse Stalkerin wäre, die Ana erstaunlich ähnlich sieht, ein Chef, der nicht
Finger von ihr lassen kann und last but not least Mrs. Robinson, die einfach
nicht verschwinden will..

Eigene Meinung

Der zweite Teil der Shades of Grey Trilogie ist das erste
Buch in diesem Jahr, das ich als Zeitverschwendung empfand.
Stand ich Teil 1 noch objektiv und vorurteilsfrei gegenüber,
war meine Toleranzgrenze bei Teil 2 so ziemlich erreicht. Schon nach wenigen
Seiten fing ich munter an, meine Augen zu verdrehen – immerhin musste ich ja
nicht befürchten, dass mir jemand den Hintern versohlt. Doch schnell musste ich
feststellen, dass auch Ana in dieser Richtung nichts mehr zu befürchten hatte,
denn von skandalösen BDSM-Praktiken war weit und breit nichts mehr zu sehen. Das
soll natürlich nicht heißen, dass es keine pikanten Szenen mehr gegeben hätte,
oh nein, denn Sex scheint die einzige Sprache zu sein, die sowohl Mr. Grey als
auch Ms. Steele verstehen. Man sollte meinen, dass das für einen Roman dieses
Genres nicht das Schlechteste sei, wäre da nicht der Aspekt, dass das Sexleben
James Schreibstil gleich kommt – eintönig, langweilig und voller
Wiederholungen.
Der sprachliche Aspekt sollte eigentlich keine Rolle
spielen, weiß man ja schon nach dem ersten Band, was einen erwartet. Für mich
war das aber besonders schlimm, weil ich jede wiederholte Phrase bewusst
wahrnahm. Ihr kennt das ja sicher: man sieht den gleichen Wagen, den man selbst
fährt in einer außergewöhnlichen Farbe und wundert sich, dass man das so selten
sieht. Allerdings geht das schnell vorbei, denn ab dem nächsten Tag sieht man
besagten Wagen in besagter Farbe scheinbar überall, einfach weil man darauf
achtet. So war es hier auch. Ich war einfach nur unfassbar genervt und selbst
das Trinkspiel, das meine Freundin und ich veranstaltet haben, konnte mich
nicht erheitern. Nach zwei Kapitel hatten wir zwei Flaschen Sekt geleert und
waren einfach nur fertig – als uns dann bewusst wurde, dass wir mehr als die
Hälfte des Buches noch vor uns hatten, grenzte unsere Laune an schiere
Verzweiflung. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass man das bisschen Inhalt
in ein halb so dickes Buch stecken könnte.
Nun will ich Frau James aber nicht völlig fertig machen,
muss man ihr doch anerkennen, dass sie sich Mühe gibt. Es ist nicht zu leugnen,
dass so Einiges passiert. Man lernt viele lang ersehnte Charaktere kennen, die
Protagonisten entwickeln sich weiter und es kommt durchaus ein wenig Spannung
hinzu, aber meiner Meinung nach ging das völlig unter, weil die beiden wirklich
in jeder Situation Sex haben.
Die Dialoge sind unfassbar platt und bestehen eigentlich nur
aus Zweideutigkeiten, die Spannungsbögen, so gut sie auch aufgebaut sein mögen,
enden jedes Mal abrupt und zu allem Überfluss mangelt es der Autorin an
jeglichem Bezug zur Realität. Ich hätte über all das hinwegsehen können, wenn
ich das Gefühl gehabt hätte, dass ich mich in die Protagonisten hineinfühlen
kann. Wären die Situationen nicht so unglaubwürdig, hätte ich vielleicht auch
etwas von der Spannung mitbekommen, aber jedes Mal, wenn ich mal neugierig war
oder überhaupt irgendwas empfand, machte James schreiberisches „Können“ alles
kaputt.
Nebenbei bedient sie sich so vieler Klischees, das mir
regelrecht schlecht wird.

Fazit

Das Einzige, das mich davon abhält, nur ein Buch zu vergeben, ist die Tatsache, dass es noch eine Fortsetzung gibt. Der dritte Band hat es verdient, dass ich ihm einen Spielraum nach oben und nach unten lasse.

Die Autorin

Die britische Autorin E. L. James ist Mutter von zwei Kindern und war – bis vor kurzem – Angestellte eines TV-Senders in London. Ihre „Shades of Grey“
– Trilogie erschien in einem kleinen australischen Verlag und wurde
durch reine Mundpropaganda zu einem der sensationalsten internationalen
Bucherfolge der letzten Zeit. Die Übersetzungsrechte wurden in
zahlreiche Länder verkauft, und auch Hollywood hat bereits großes
Interesse angemeldet. E. L. James lebt in London.

Die Reihe

Shades of Grey Trilogie
  1. Geheimes Verlangen / Fifty Shades of Grey (Fifty Shades #1)
  2. Gefährliche Liebe / Fifty Shades Darker (Fifty Shades #2)
  3. Befreite Lust / Fifty Shades Freed (Fifty Shades #3)

Weitere Cover

Mein Dank geht an…


…den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

5 Gedanken zu „[Rezension] Shades of Grey 02 – Gefährliche Liebe von E. L. James

  1. NieOhneBuch

    Bei deinem Fazit musste ich besonders lachen 😉
    ja, ich fürchte auch, der dritte Band wird das ganze noch toppen (nein, ich weiß es sogar. Spoiler bei Amazon sei Dank…)

    Nach deiner Rezension bin ich mir sehr sicher, den zweiten Band auch gar nicht erst in die Hand nehmen zu brauchen. Mich hat der erste schon ziemlich genervt – seitdem mag ich das Wort "köstlich" auch nicht mehr.

    LG

    Antworten

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