[Rezension] Der Spiegel von Feuer und Eis von Lynn Raven

© cbt

Autor(in): Lynn Raven
Titel: Der Spiegel von Feuer und Eis
Dt. Erstausgabe: 09/2011
Verlag: cbt
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 384
ISBN-10: 3570307786 
ISBN-13: 978-3-570-30778-6 
Preis: 8,99 €

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Gejagt von der Eiskönigin und vom Lord des Feuers fällt das Mädchen
Cassim in die Hände von Morgwen. Ihr Retter – oder eine weitere
Bedrohung? Auf jeden Fall übt der mysteriöse junge Mann eine
unglaubliche Faszination auf Cassim aus. Und Morgwen geht es nicht
anders. Trotzdem schwebt das Mädchen in höchster Gefahr …

Inhalt

Cassim lebt nach dem tragischen Tod ihrer Eltern bei ihrem
vermeintlichen Oheim. Dieser versucht sie eines Tages an den Höchstbietenden zu
verkaufen und da gibt es so einige Interessenten- denn Cassim hört die Stimmen
der Edelsteine und ist somit eine Meisterin in der Schmuckherstellung. Um ihrem
Schicksal zu entgehen, flieht sie, wird dabei aber von etwas viel schlimmerem
gefangen – dem Sohn der Eiskönigin. Dieser verschleppt sie in das Schloss
seiner Mutter, wo ihr aufgetragen wird, den Spiegel von Feuer und Eis nach
ihrem Willen wieder zusammen zu setzen. Dabei würde dadurch das ewige
Gleichgewicht endgültig zerstört werden. Um das zu verhindern, muss Cassim
erneut fliehen. Mit der Hilfe eines Jägers und eines Satyrs gelingt ihr das
sogar und ihr Abenteuer kann beginnen…

Die Protagonistin

Cassim ist eine rothaarige Schönheit, die sehr unter dem Tod
ihrer Eltern zu leiden hat. Sie ist eine außergewöhnlich starke Person, die
durchaus ihren Willen durchsetzen kann und mit ihrer Sturheit überzeugt.
Versprechen hält sie eisern ein, Risiken scheut sie nicht und wenn es sein
muss, ist sie auch dazu bereit, sich zu opfern. Gleichzeitig ist sie aber auch
naiv und gutgläubig und hat ein Talent dafür, in gefährliche Situationen zu
geraten.

Eigene Meinung

„Der Spiegel von Feuer und Eis“ von Lynn Raven ist eine
durchweg magische Geschichte, die einfach Spaß macht. Ein lockerer,
jugendlicher Schreibstil lädt zum Lesen ein und regt überdimaßen das Kopfkino
an. Das ist in dem Fall auch wirklich keine Übertreibung, denn ich habe noch
nie ein Buch gelesen, das so „filmreif“ war.

Die Charaktere sind ihren jeweiligen Rollen entsprechen
sympathisch und/oder unsympathisch. Einige wenige lassen sich auch gar nicht in
die Karten gucken oder führen einen in die Irre. Insgesamt sind sie gut
durchdacht, sehr vielseitig und plastisch. Lustig war nur, dass ich mich mehr
in den männlichen Protagonisten einfühlen konnte, anstelle der Weiblichen.

Die Geschichte hat mich total an Narnia erinnert. Ein Land,
das im ewigen Winter gefangen ist, weil eine böse Eiskönigin das Gleichgewicht
zerstört und sich die Macht unter den Nagel gerissen hat. Ihre „Eliteeinheit“
sind Wölfe, wohingegen auf der Feuerseite tatsächlich auch Löwen sind und und
und…

Trotzdem hat mich das nicht gestört, ganz im Gegenteil musste
ich eher schmunzeln. Es ist einfach eine klassische Fantasygeschichte. Man
begleitet die Charaktere auf ihrer Reise durch ein fiktives, magisches Land.
Sie erleben Abenteuer, haben mit verschiedensten Kulturen, Rassen und Kreaturen
zu tun etc. – und es macht einfach Spaß!

Man muss nicht viel denken, kann sich stattdessen entspannt
zurücklehnen und genießen. Ab und an braucht man das doch auch mal. Ich denke,
dass dieses Buch auch sehr gut für Jüngere geeignet ist, weil es weder
sonderlich blutig, noch an den Nerven zehrend spannend ist. Der Spannungsbogen
reicht soweit, dass man ein wenig nervös wird, aber nicht weiter. Das mag für
viele störend sein, aber für mich war es einfach nur Entspannung pur!

Einen kleinen Abzug gibt es dafür, dass der auktoriale
Erzählstil bei den ganzen Perspektivenwechsel für ein wenig Verwirrung sorgte.
Irgendwie hat Raven sich zeitweise so seltsam ausgedrückt, dass ich nicht
wusste, wer gerade erzählt.

Fazit 

Lynn Ravens „Der Spiegel von Feuer und Eis“ ist eine tolle Fantasygeschichte, die einfach Spaß macht. Das Motto lautet hier: zurücklegen und genießen. Es ist nicht besonders anspruchsvoll und auch gut für Jüngere geeignet. Eine gewisse Ähnlichkeit zu Narnia ist nicht von der Hand zu weisen, aber das hat mir persönlich nicht den Genuss verdorben. Klare Empfehlung für jeden Fantasyliebhaber, der gerne in andere Welten abtaucht und Zeit mit verschiedensten magischen Wesen verbringt.

Die Autorin

© Isabell Grubert/Random House

Lynn Raven lebte in Neuengland, USA, ehe es sie trotz ihrer Liebe zur
wildromantischen Felsenküste Maines nach Deutschland verschlug. Nachdem
sie zwischenzeitlich in die USA zurückgekehrt war, springt sie derzeit
nicht nur zwischen der High- und der Dark-Fantasy hin und her, sondern
auch zwischen den Kontinenten, und ist unter den Namen Lynn Raven und
Alex Morrin erfolgreich.

4 Gedanken zu „[Rezension] Der Spiegel von Feuer und Eis von Lynn Raven

  1. Nana

    Wunderbare Rezension (:
    Nach dieser begeisterten Empfehlung wird es wohl bald in mein Regal einziehen .smile.
    Liebste Grüße und einen wunderschönen Abend 🙂
    Nana

    Antworten

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