[Rezension] Dark Inside von Jeyn Roberts

© Loewe Verlag

Autor(in): Jeyn Roberts
Originaltitel: Dark Inside
Dt. Titel: Dark Inside
Erstausgabe: 06/2012
Verlag: Loewe
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 396
ISBN-10: 3785573960
ISBN-13: 978-3453267220
Preis: 14,95€

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Sie sind die dunklen Gedanken in uns, die wir nicht hören wollen. Wir haben sie ignoriert, aber sie sind einfach nicht weggegangen. Sie wurden stärker. Lauter. Und dann fingen sie an, einen Sinn zu ergeben. Ich kann nicht atmen, nicht denken. Ich werde bei lebendigem Leib gefressen. Ich freue mich auf den Tod. Im Vergleich zu dem hier wird er friedlich sein.
Erdbeben verwüsten ganze Kontinente, zerstören Städte und Häuser. Doch etwas regt sich, was tausendmal schlimmer ist: eine dunkle Kraft, die Menschen in rasende Bestien verwandelt. Wer nicht befallen wird, kämpft um sein Leben. Keiner kann den Monstern entkommen, denn sie sind mitten unter uns: ein Freund, ein Familienmitglied, ein Kind. Ihre Tarnung ist perfekt.

Charaktere

Aries kämpft sich nach einem Erdbeben durch zerstörte Straßen.
Aries sitzt gerade im Schulbus als die Erde anfängt zu beben. Unfähig, sich zu bewegen, muss sie mit ansehen wir ihre beste Freundin stirbt. Der einzige Grund, warum sie selbst überlebt, ist ein Junge namens Daniel. Er hilft ihr, es bis zur Schule zu schaffen, wo 5 weitere Klassenkameraden, inklusive ihrer Lehrerin auf sie warten. Daniel hingegen ist verschwunden…
Aries ist groß, hat dunkle Haare und grüne Augen. Ich glaube, sie ist die Einzige, die wirklich beschrieben wurde, aber vielleicht ist sie auch nur als Einzige in meinem Gedächtnis geblieben ist.
Sie entpuppt sich recht schnell als die geborene Anführerin und ist sowohl autoritär, als auch hilfs- und opferbereit. Daniel bedeutet ihr auf Anhieb sehr viel, aber wer kann es ihr verdenken? Er rettet ihr nicht nur mehr als einmal das Leben, sondern sieht dabei auch noch gut aus. Trotzdem akzeptiert sie es, dass er immer wieder verschwindet und gefährlich viel weiß, denn sie stellt das Wohl der anderen über ihre eigenen Interessen. Sie ist stark und einsichtig und meine persönliche Heldin.
Clementine überlebt als Einzige ein Blutbad in der Gemeindehalle.
In Zeiten der Not werden die Bürger in die Gemeindehalle gerufen, so auch in diesem Szenario. Alle sind versammelt und wie auf dem Präsentierteller. Der Grund, warum Clementine überlebt, ist die Vorsicht der Eltern, die sie sofort nach draußen schicken als manche der Männer anfangen, sich seltsam zu benehmen. Mit knapper Not schafft sie es zu fliehen, obwohl sie sich am Anfang ziemlich dumm darstellt.
Clementine stell ich mir wie ein kleines, blondes Mädchen vor, das total naiv ist und durch die gegebenen Umstände viel zu schnell erwachsen werden muss. Im Laufe der Geschichte erzählt sie von ihrem Cheerleader-Dasein und dass sie an der Highschool war, also kann sie nicht ganz so jung sein wie es mir zuerst vorkam. Ihr Überlebenstalent ist beeindruckend und sie lernt schnell dazu. Sie klammert sich an die Hoffnung, dass ihr Bruder noch lebt und redet im Geiste mit ihm, was sehr kindlich erscheint, aber so schafft sie es, durchzuhalten. Das ist doch die Hauptsache.

Mason verliert all seine Freunde bei einem Bombenanschlag.
Mason hat wahrlich Glück im Unglück. Er verlässt frühzeitig die Schule, weil seine Mutter ins Krankenhaus eingeliefert wird. Da er die Zeit im Wartezimmer des Krankenhauses verbringt, ist er nicht mit den Anderen in der Schule als das Attentat verübt wird. Kurz darauf stirbt seine Mom und er selbst entkommt nur knapp einem Angriff. Danach ist er soweit abgestumpft, dass er keine Gefühle mehr zulässt und immer weiter in den Abgrund rutscht…
Michael entkommt nur knapp dem Amoklauf zweier Polizisten. 

Michael fährt zusammen mit einem Kollegen durch die Stadt als sie Zeuge von einer Kollision eines Motorrades mit einem PKW werden. Die Unfallbeteiligten reagieren viel zu aggressiv und sowohl Michael als auch ein anderer Autofahrer versuchen, die Raufbolde voneinander zu trennen. Zum Glück erscheinen zwei Polizisten, doch die Freude hält nicht lange an, denn die beiden verhalten sich mehr als sonderbar. Die Zeugen werden gebeten, den Unfallort so schnell wie möglich zu verlassen – jeder kommt der Bitte schnell nach, doch im Rückspiegel können sie beobachten wie die Polizisten auf die Beteiligten losgehen.
Dieses Ereignis schweißen Michael und den Fremden zusammen und sie ziehen durch das Land, wobei sie immer mehr Menschen auflesen. Dabei scheint auch Michael ein geborener Anführer zu sein doch als es Hart auf Hart kommt versagen seine Nerven und er lässt die Menschen zurück, für die er verantwortlich war. Die Schuldgefühle bringen ihn fast um doch dann trifft er auf Clementine und kann nicht nur ihr, sondern auch sich selbst beweisen, dass er kein schlechter Mensch ist.

Eigene Meinung

Tja, ich weiß echt nicht, was ich von diesem Roman halten soll. Aber das liegt nicht am Schreibstil der Autorin oder an der Idee, die dahintersteckt – sondern an mir. Das war einfach noch nie mein Genre. Das einzige Buch, das ich je abgebrochen habe, war „The Dark Side“ von Stephen King. Ich konnte einfach nicht weiterlesen, weil ich es vor Ekel und Angst einfach nicht mehr ausgehalten habe und glaubt mir, sowas vergisst man nicht. So musste ich mich also schon überwinden, die ersten Seiten zu lesen und ich glaube, ich habe mich am Anfang ziemlich da reingesteigert, weswegen sich jede Seite bis in die Unendlichkeit zog. Es gab sogar einen Moment, in dem ich es wirklich abbrechen wollte doch dann hatte ich die erste Hürde geschafft. Die Zeile „Drei Wochen später“ hat irgendwie den Damm gebrochen – ich kann das gar nicht erklären –  und den Rest hab ich dann in einem Rutsch durchgelesen.
Resümierend kann ich getrost sagen, dass mich das Buch überzeugt hat. Es hat mir nicht gefallen – solche Geschichten sind einfach nichts für mich – aber es hat mich überzeugt. Roberts hat eine apokalyptische Welt geschaffen, in der vier Jugendliche um ihr Überleben kämpfen müssen. Es ist unsagbar spannend und mitreißend, die Charaktere sind alle einzigartig und haben den nötigen Tiefgang. Vor allem hat es mich beeindruckt, dass die Autorin es geschafft hat, die Protagonisten glaubhaft zu machen und ihre individuellen Handlungen, Emotionen und Bedürfnisse begründet zu skizzieren. Auch die Nebenrollen sind einzigartig und spannend.
Zum Abschluß gilt es nur noch zu sagen, dass ich inständig hoffe, dass die Menschheit überlebt.

Fazit

Man muss die Geschichte nicht mögen, um Jeyn Roberts „Dark Inside“ verdient zu bewerten. Volle Punktzahl für einen Roman, der die Apokalypse glaubhaft skizziert und den Leser zum Nachdenken anregt.

Die Autorin

Jeyn Roberts, geboren in Saskatoon, Kanada, schreibt Geschichten, solange sie sich erinnern kann. Mit 21 Jahren zog sie nach Vancouver und träumte davon, ein Rockstar zu werden. Stattdessen studierte sie Creative Writing und Psychologie an der University of British Columbia. Nach einem weiteren Studium in England verdiente sie sich ihren Unterhalt als Sängerin, Songwriterin, Schauspielerin, Fahrradkurier und Baumpflanzerin. Dark Inside ist der erste von insgesamt zwei Bänden.

Die Reihe

  1. Dark Inside / Dark Inside (Dark Inside #1)
  2. Rage Inside / Rage Within (Dark Inside #2)

Originalcover

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