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[Rezension] Witch & Wizard 01 – Verlorene Welt von James Patterson und Gabrielle Charbonnet

© Loewe Verlag
Autoren: James Patterson
                   Gabrielle Charbonnet
Dt. Reihentitel: Witch & Wizard
Dt. Titel: Verlorene Welt
Dt. Erstausgabe: 02/2014
Verlag: Loewe
Format: Hardcover
Seitenzahl: 352
ISBN-10: 3785578946
ISBN-13: 978-3785578940
Preis: 14,95 €
Die Leseprobe findet Ihr hier.
In einer Welt, die verloren scheint, in der Zauberei und Magie verboten sind und mit allen Mitteln verfolgt werden, gibt es nur zwei Menschen, auf denen die Hoffnung aller ruht. Whit und Wisty. Hexe und Zauberer. Allerdings wissen sie noch nichts davon. „Verlorene Welt“ ist der erste Band einer Reihe.

Inhalt

Die „Neue Ordnung“ ist an der Macht. Eine Regierung, dessen Anführer sich „Der Eine, der der Einzige ist“ nennt. Eine Diktatur – keine Frage. Eine Diktatur, die sich zum Ziel gesetzt, alle Hexen und Zauberer auszurotten. Dabei ist „Der Eine“ selbst ein Zauberer. Bei ihrer Großoffensive gehen sie vor allem gegen Kinder vor – und schrecken dabei auch nicht vor Folter oder Hinrichtungen zurück.
Dieses Schicksal soll auch Whit und Wisty zuteil werden, dabei könnten die beiden kaum ahnungsloser sein. Sie haben so gut wie nichts von der neuen Regierung mitbekommen, geschweige denn dass sie über ihre magischen Fähigkeiten Bescheid wüssten. Glücklicherweise lernen sie schnell, denn wie es aussieht sind sie Teil einer Prophezeiung und „Der Eine“ macht sie kurzerhand zum Staatsfeind Nummer 1.

Eigene Meinung

Witch & Wizard – Verlorene Welt“ von James Patterson hat mich angesprochen, sobald ich das erste Mal davon gehört hatte. Mich konnten weder die gespaltenen Meinungen der amerikanischen Blogger, noch die Zielgruppe abschrecken. Und auch wenn es ganz anders war als erwartet, bereue ich es keineswegs, es gelesen zu haben.
Der Schreibstil ist der jugendlichen Zielgruppe angemessen und dementsprechend leicht und schnell zu lesen. Die Beschreibungen sind sehr farbenfroh, gleichzeitig aber unterschiedlich detailreich. Sowohl die Erzählweise als auch die Beschreibungen sind überaus humorvoll, sodass es auch gerne mal zu Überspitzungen kommen kann. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Whit und Whisty.
Die Protagonisten sind sehr sympathisch, der Rest je nach Bedarf. Allerdings sind die Charaktere, ebenso wie die Story an sich ziemlich oberflächlich.
Whisty ist 15 Jahre alt, dementsprechend naiv, aber alles andere als dumm. Sie ist temperamentvoll, buchstäblich feurig und absolut nicht auf den Mund gefallen. Mit ihrem Ideenreichtum und ihrer Risikobereitschaft rettet sie so manche brenzlige Situation.
Whit ist mit seinen 18 Jahren zwar der Ältere, aber auf den ersten Blick ein so simpler Charakter, dass man ihn absolut nicht ernst nehmen will. Zu Anfang ist seine positivste Seite noch die Liebe zu seiner verschwundenen Freundin – und sein ebenfalls loses Mundwerk. Im Laufe der Geschichte kann er sich zwar noch beweisen, aber nicht mit seiner Schwester mithalten.
Die Geschichte ist tempo- und abwechslungsreich und zieht den Leser schnell in seinen Bann. Gleichzeitig geht es aber auch erstaunlich brutal zu – vor allem in Anbetracht des ansonsten sehr jugendlichen Stils. Selbst mir blieb manchmal die Stunde weg, wenn mal wieder eines der Kinder misshandelt oder hingerichtet wurde.
Ansonsten ist die Mischung aus Dystopie und Fantasy in Kombination mit dem tollen Humor überaus unterhaltsam. Wie bereits erwähnt, ist es nicht unbedingt die tiefgründigste Geschichte, aber die Idee ist gut und ausbaufähig. Grund genug, damit ich die Reihe weiter verfolgen werde.
Der einzige Kritikpunkt, der mich tatsächlich gestört hat, war das Tempo, in dem die beiden ihre Kräfte entwickelt haben. Bis zu ihre „Verhaftung“ hatten sie keine Ahnung, was sie sind und doch entwickeln sie noch in derselben Nacht ihre Fähigkeiten. Natürlich kann es dafür Erklärungen geben – z. B. dass die extremen Umständen daran beteiligt sind oder dass ihre Eltern ihre Gaben „aktiviert“ haben. Solange ich aber keine explite Erklärung geliefert kriege, ist das für mich eine Lücke.

Das Cover ist ein richtiger Hingucker. Schlicht, aber doch aussagekräftig – und nebenbei passt es auch noch zum Inhalt.

Fazit

James Pattersons „Witch & Wizard – Verlorene Welt“ ist ein humorvoller Reihenauftakt, mit dem man nicht zu hart ins Gericht gehen sollte. Eine interessante Idee, eine temporeiche Umsetzung und sympathische Protagonisten erwarten den Leser. Allerdings auf eine sehr oberfläche Weise und etwas überstürzt, was den Unterhaltungswert aber nicht schmälert. 4/5 Bücher!

Die Autoren

© Deborah Feingold

James Patterson, geboren im US-Bundesstaat New York, arbeitete in einer Werbeagentur, bevor er in den 70er Jahren anfing, Kriminalromane zu schreiben. Bekannt wurde er vor allem durch die Romanreihe um den Polizeipsychologen Alex Cross, die sogar verfilmt wurde (u. a. mit Morgan Freeman). Bis heute hat er fast 100 Bücher geschrieben, darunter auch mehrere Jugendbücher wie die Witch & Wizard-Reihe. Mittlerweile zähltPatterson zu den erfolgreichsten Autoren aller Zeiten. Seine Bücher haben sich weltweit über 275 Millionen mal verkauft und wurden in 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Florida.


Gabrielle Charbonnet wurde 1961 in New Orleans geboren und arbeitete als Lektorin in einem großen amerikanischen Verlag, bevor sie anfing, Jugendbücher zu schreiben. Sie veröffentlicht auch unter dem Namen Cate Tiernan.

Die Reihe

Witch & Wizard

  1. Verlorene Welt / Witch & Wizard (Witch & Wizard #1)
  2. ??? / The Gift (Witch & Wizard #2)
  3. ??? / The Fire (Witch & Wizard #3)
  4. ??? / The Kiss (Witch & Wizard #4)
  5. ??? / The Lost (Witch & Wizard #5)

Weitere Cover

Mein Dank geht an…

…den Loewe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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