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[Rezension] Töchter des Mondes 03 – Schicksalsschwestern von Jessica Spotswood

© Egmont Ink
Dt. Reihentitel: Töchter des Mondes
Dt. Erstausgabe: 01/2015
Verlag: Egmont Ink
Format: Hardcover
Seitenzahl: 384
ISBN-10: 3863960262
ISBN-13: 978-3863960261
Preis: 17,99 €
Die Leseprobe findet Ihr hier.
Ein Fieber wütet in New London. Doch da allen Hexen die sofortige Hinrichtung droht, ist die Schwesternschaft machtlos gegen die Krankheit. Cate hat sich bereits durch ihre Magie verraten und gilt nun als die meistgesuchte Hexe in ganz Neuengland. Schwerer wiegt für sie jedoch der Verlust ihres geliebten Finn, dessen Gedächtnis gelöscht wurde, sodass er sich nun nicht mehr an ihre einstige Liebe erinnern kann. Und die Visionen, die Cates kleine Schwester Tess immer häufiger heimsuchen, lassen keinen Zweifel daran, dass sich die unheilvolle Prophezeiung erfüllen wird. Cates, Tess‘ und Mauras vorherbestimmtes Schicksal scheint nicht aufzuhalten zu sein: Eine Schwester wird die andere vor Beginn des neuen Jahrhunderts töten …


Meine Meinung

Töchter des Mondes – Schicksalsschwestern“ von Jessica Spotswood ist der perfekte Abschluss dieser besonderen Trilogie.

Obwohl fast 1 1/2 Jahre vergangen sind seit ich Sternenfluch gelesen habe, war ich sofort in der Geschichte drin. Das passiert tatsächlich so selten, dass ich direkt voller Begeisterung durchstarten konnte. Dieser perfekte Einstieg ist vor allem der Tatsache zu verdanken, dass Schicksalsschwestern buchstäblich noch einmal die letzte Szene aufgreift und dann nahtlos daran anknüpft. Durch geschickt platzierte Erwähnungen signifikanter Ereignisse wurden dann auch noch schnell die größten Erinnerungslücken gefüllt. 

Somit konnte die Geschichte gleich durchstarten – und das tat sie auch! Im Gegensatz zu den Vorgängern, die doch eher ruhig verliefen und meist nur ein nennenswertes Spannungshoch verzeichnen konnten, zeichnet sich dieser Band durch sein hohes Tempo und den abwechslungsreichen Plot aus. Ein Problem jagt das Nächste und doch hat man nie das Gefühl, dass es zu viel werden würde. Stattdessen wurden die Hexen so endlich zum Handeln gezwungen und kamen so langsam aber sich ihren jeweiligen Zielen immer näher. Das Ganze gipfelte in einem Showdown, der einfach gepasst und mich vollkommen zufrieden gestellt hat.

Da Politik von Anfang eine sehr große Rolle gespielt hat, ist diese auch hier natürlich nicht wegzudenken. Von Anfang an ist klar, dass die Hexen die Bruderschaft nicht einfach zerschlagen und die Regierung übernehmen können, weil sie zum Einen in der Unterzahl sind und zum Anderen das Volk auf ihre Seite ziehen müssen, damit das Ganze nicht in einem Bürgerkrieg endet. Außerdem kämpfen sie nicht nur für die Legalisierung der Magie, sondern für das Frauenwahlrecht und Gleichberechtigung im Allgemeinen. Da haben sie mit internen Machtkämpfen, einer drohenden Prophezeiung und einer potenziellen Epidemie ganz schön viel zu tun.

In diesem Szenario sind es natürlich vor allem die kleinen Kämpfe, die zählen. Gerade die drei Cahill-Schwestern kriegen das zu spüren, immerhin stecken sie überall mittendrin. Sie sind sowohl das Symbol der Rebellion als auch eine Zielscheibe und der Beweis für das Schlechte in Hexen. Inmitten des Trubels sehen sie sich tagtäglich mit der Prophezeiung konfrontiert, die nahezu stündlich greifbarer wird. In diesem letzten Band müssen die drei Schwestern noch einmal vieles lernen – vor allem über sich selbst. So schwebt über allem die Frage, ob sie über sich hinauswachsen oder ihrem Schicksal beugen werden.

Immerhin ein Gutes hatte die furchtbare Tat am Ende des zweiten Bandes: Cate wurde endlich aktiv! Auch wenn die Wut sie stark beeinflusst und sie dadurch auch mal die Kontrolle verliert, erschien sie mir dieses Mal wie die beste Version ihrer Selbst. Eben weil sie nicht mehr so krampfhaft versucht hat, alles richtig zu machen. Ihre Entwicklung ist der Wahnsinn und es war eine Freude, die Geschichte aus ihrer Sicht zu erleben.

Leider war dadurch fast kein Platz mehr für ihre Schwestern. Maura wird noch schlechter dargestellt als zuvor, was ich rückblickend ziemlich ungerecht finde, und Tess wird kleiner gemacht als sie ist. Vieles davon hatte durchaus seinen Sinn, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, dass ihre „Spielzeit“ für Cate geopfert wurde.

Zu der Liebesgeschichte möchte ich eigentlich gar Nichts sagen, weil das vermutlich ein ziemlicher Spoiler wäre, aber soviel verrate ich dann doch: es ist genau richtig!

Der Schreibstil ist gewohnt gut und fesselnd. Ich bin immer noch der Meinung, dass Emotionen Spotswoods Stärke sind, auch wenn in dem ganzen Trubel einiges doch etwas schnell abgefertigt wurde. Dafür kriegt man aber am Ende die Möglichkeit, noch einmal den Gefühlen freien Lauf zu lassen. Die Beschreibungen gelingen ihr wirklich gut, aber dieses Mal hat es auch mich ein wenig gestört, dass doch so stark auf die Kleidung eingegangen wurde. Bei dem Finale gab es einfach Wichtigeres! Erzählt wird das Ganze weiterhin aus der Ich-Perspektive.

Fazit

Jessica Spotswood’s „Töchter des Mondes – Sternenfluch“ ist nicht nur der beste Band der Reihe, sondern auch einfach ein perfekter Abschluss. Man ist sofort wieder mittendrin und kriegt dieses Mal ein so kontinuierliches Spannungslevel geboten, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Besonders gut gefallen hat mir natürlich, dass Cate endlich aus sich rauskommt, auch wenn dafür ihre Schwestern ein wenig zu kurz kommen. Alles andere wird absolut zufriedenstellend gelöst, sodass man die Reihe mit einem lachenden und einem weinendem Auge abschließen kann. 5/5 Bücher!

Die Autorin

© Anne Chan

Jessica Spotswoods Leidenschaft fürs Schreiben und für Bücher begann schon in frühester Kindheit. Bis heute liebt sie romantische Geschichten und lässt sich von ihnen und ihren Figuren verzaubern. Nach ihrem Studium versuchte sie sich zuerst am Theater, merkte aber schnell, dass ihre wahre Berufung das Schreiben ist. Zusammen mit ihrem Mann und ihrer Katze Monkey lebt die Autorin in Washington D.C. “Töchter des Mondes – Cate” ist Jessicas erster Roman.

Die Reihe

Töchter des Mondes Trilogie

  1. Cate / Born Wicked (The Cahill Witch Chronicles #1)
  2. Sternenfluch / Star Cursed (The Cahill Witch Chronicles #2)
  3. Schickssalsschwestern / Sisters‘ Fate (The Cahill Witch Chronicles #3)

Prefer it in English?

Originalcover

Mein Dank geht an…

…den Egmont Ink Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

3 Gedanken zu „[Rezension] Töchter des Mondes 03 – Schicksalsschwestern von Jessica Spotswood

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