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[Rezension] Tempest 03 – Sturm der Zeit von Julie Cross

© Fischer FJB
Autorin: Julie Cross
Originaltitel: Timestorm (Tempest #3)
Dt. Titel: Sturm der Zeit
Dt. Erstausgabe: 10/2014
Verlag: Fischer FJB
Format: Hardcover
Seitenzahl: 512
ISBN-10: 384142211X
ISBN-13: 978-3841422118
Preis: 16,99 €
Die Leseprobe findet Ihr hier.
Agent Jackson Meyer kann durch die Zeit springen. Aber seinen letzten Sprung in die Zukunft hat er nur knapp überlebt. Er ist Gefangener von Eyewall und muss fliehen. Kann er die Pläne seiner Feinde stoppen, bevor sie Wirklichkeit werden? Ein weiterer Zeitsprung würde ihn wahrscheinlich umbringen. Oder rettet er auf seiner aktuellen Zeitebene die Menschen, die er liebt? Doch die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen. Und als die Wahrheit offenbar wird, muss Jackson erkennen, welchen Preis die Liebe hat.


Meine Meinung

Sturm der Zeit“ von Julie Cross ist ein Finale, mit dem man so bestimmt nicht gerechnet hätte.
Die Geschichte knüpft nahtlos an den Vorgänger an, was zumindest etwas hilfreich ist. Das ändert allerdings nichts daran, dass der Mangel an Rückblenden es schier unmöglich machen, sich so richtig in die Geschichte einzufinden. Hinzu kommt, dass in den vorigen Büchern die Zeit nicht nur bereist, sondern stellenweise planlos geändert wurde. Immerhin hat man dieses Mal nicht mehr das Gefühl, einen Bericht zu lesen, sondern wirklich die Geschichte aus Sicht des Protagonisten zu erleben. Trotzdem bleibt sich Cross treu und erzählt uns die Geschichte der Original-Zeitreisenden in Form Erinnerungsdateien, die sich die Protagonisten „anhören“ – so hat man dann doch wieder etwas Vergleichbares mit den Tagebucheinträgen von Jackson. Ansonsten wird die Geschichte weiterhin aus der Ich-Perspektive erzählt.
Die Charaktere machen es dem Leser echt nicht leicht. Ich konnte mich nur etwa an die Hälfte erinnern, weswegen ich es in meiner Vorstellung zum Großteil mit gesichtslosen Figuren zu tun hatte. Das Hauptproblem war hierbei wieder, dass man es bei den meisten mit anderen Versionen der Charaktere zu tun hatte, was in Kombination mit meinen Gedächtnislücken eine ziemliche Katastrophe war.
Da kann man schon fast von Glück reden, dass sich doch fast alles um Jackson’s Beziehung mit Holly dreht – immerhin diese eine Konstante ist geblieben! Diese Beziehung erlebt auch mal wieder ihre Höhen und Tiefen, sorgt aber zumindest für interessante Entwicklungen und lehrreiche Einblicke.
Jackson selbst ist sowieso überhaupt nicht mehr mit dem Jungen zu vergleichen, den man im ersten Band kennengelernt hat. Dieser Junge hat auf der zwischenmenschlichen Ebene so viel gelernt, wie manch einer in Jahrzehnten, was man auch deutlich zu spüren kriegt. Nichtsdestotrotz macht er Fehler, aber das ist ja nur menschlich.
Zu Holly kann man eigentlich gar nicht viel sagen. Man lernt so viele Versionen von ihr kennen und gerade Agent Holly ist ganz schön anstrengend!
Die Geschichte an sich lässt mich doch recht zwiegespalten zurück. Man merkt schon, dass die Autorin hier noch mal alles rausholen wollte. Umso erstaunlicher, dass es doch recht lange dauert bis das Ganze an Fahrt aufnimmt. Das liegt natürlich daran, dass dem Leser noch so unfassbar viele Informationen gefehlt haben, um das große Ganze zu verstehen, was mal wieder alles andere als leicht ist. Ich muss gestehen, dass ich schon mit der Erwartung herangegangen bin, dass mich die Zeitreise-Thematik wahrscheinlich mal wieder überfordern wird. Ihr könnt mir glauben, das gebe ich nur ungern zu! Gerade deswegen kann ich diesen Aspekt nicht so gut beurteilen, weil ich es gar nicht wirklich versucht habe, aber soviel habe ich doch noch mitbekommen: es ist der reinste Teufelskreis! 
Irgendwann war ich gemeinsam mit Jackson an dem Punkt angelangt, an dem man sich nur noch fragen konnte: wo liegt der Sinn in all dem? Was das zugegeben gigantische, durchaus grandiose Finale auch nicht verbessert hat. Es ist ein rundes Ende, mit dem man wirklich zufrieden sein kann, aber es hat definitiv das Potenzial, zu polarisieren. 
Cover und Titel gefallen mir wieder ausgesprochen gut, vor allem natürlich weil alles so schön Grün ist.

Fazit

Julie Cross‘ „Sturm der Zeit“ ist in jeder Hinsicht ein würdiges Finale, lässt mich aber doch sehr zwiegespalten zurück. Soweit es bei dieser Buchreihe möglich ist, macht das alles sogar irgendwie Sinn, aber das große Ganze muss ich einfach hinterfragen. Gerade weil es so endet, wie es eben endet. Mal abgesehen davon, ist dieser Roman aber wieder gute Unterhaltung mit vielen überraschenden Wendungen. Für mich reicht es leider trotzdem wieder nur für 4/5 Bücher!

Die Autorin

© Christian Doellner

Julie Cross bloggt und twittert, vor allem über Bücher. Bei FISCHER FJB sind ihre Romane ›Sturz in die Zeit‹, und ›Feinde der Zeit‹ lieferbar. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Illinois.

Die Reihe

Tempest Trilogie

  1. ??? / Tomorrow is Today (Tempest #0.5)
  2. Sturz in die Zeit / Tempest (Tempest #1)
  3. Feinde der Zeit / Vortex (Tempest #2)
  4. Sturm der Zeit / Timestorm (Tempest #3)

Originalcover

Mein Dank geht an…

…den Fischer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Ein Gedanke zu „[Rezension] Tempest 03 – Sturm der Zeit von Julie Cross

  1. Le FaBook

    HuHu liebe Rica 🙂

    Ich hab die Rezi nur kurz überflogen, weil ich die Reihe auch noch lesen möchte und ich bin heilfroh, dass dieser Finalband dir so gut gefallen hat, da ich jetzt mit sicherheit weiß: die bücher lese ich! 😀

    Alles Liebe, Leslie <3

    Antworten

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