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[Rezension] Taken – Das Laicos-Projekt 01 von Erin Bowman

© Piper Verlag
Autorin: Erin Bowman
Originaltitel: Taken (Taken #1)
Dt. Erstausgabe: 04/2013
Verlag: Piper
Format: Paperback
Seitenzahl: 352
ISBN-10: 349270266X
ISBN-13: 978-3492702669
Preis: 16,99 €
Die Leseprobe findet Ihr hier.
Die Bewohner von Claysoot nennen es den »Raub« – jenes Mysterium, das ihrem Dorf alle jungen Männer stiehlt. Gray ist einer jener Todgeweihten, doch als Einziger wehrt er sich gegen sein Schicksal. Dazu muss er jene geheimnisvolle Mauer überwinden, die Claysoot umgibt – und wird dabei in einen Kampf verwickelt, der seine Welt für immer verändert … Der Start der Trilogie »Das Laicos-Projekt«! Wenn um Mitternacht die Erde bebt, der Wind aufheult und ein leuchtender Blitz im Dorf einschlägt, wissen die Bewohner von Claysoot: Erneut wurde jemand von ihnen geraubt. Doch rätselhafterweise trifft dieses Schicksal ausschließlich die Männer in der Nacht ihres 18. Geburtstags. Gray ist 17 und weigert sich, dieses Todesurteil zu akzeptieren. Deshalb wählt er die einzige Alternative, die ihn vor dem »Raub« rettet – er besitzt den Mut, jene unheimliche Mauer zu überwinden, die Claysoot vom Rest der Welt trennt. Doch noch kein Dorfbewohner vor ihm hat das überlebt …

Eigene Meinung

Taken – Das Laicos-Projekt“ von Erin Bowman ist ein Roman, an den ich leider mit viel zu hohen Erwartungen herangegangen bin.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Angepasst an die etwas naiven Protagonisten ist auch die Erzählweise eher schlicht. Die Beschreibungen regen durchaus das Kopfkino an, sind dabei aber doch sehr schnörkellos, was mir eigentlich auch gut gefallen hat. Das Einzige, das unter dieser Schlichtheit gelitten hat, ist die Atmosphäre, die einfach so gar nicht aufkommen wollte. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Gray.

Gray ist ein Protagonist, in den man sich gerne hineinversetzt. Er hat Ecken und Kanten, ist im Grunde seines Herzens aber ein sehr gefühlvoller Mensch. Da die Männer stets zu ihrem 18. Geburtstag geraubt werden, bleibt den Dorfbewohnern nicht wirklich die Zeit, um sich zu verlieben, denn der Fortbestand ihrer kleinen Gemeinde hat Vorrang. So kommt es, dass Gray sich nicht nur durch seine Neugierde von der Masse abhebt, sondern vor allem durch sein Bestreben nach einer monogamen Beziehung.

Mit dieser geradezu romantischen Seite kann er letztlich sogar Emma davon überzeugen, dass er mehr ist als man allgemein von ihm erwartet. Für Emma war er immer nur das schlechte Gegenstück zu seinem nahezu perfekten Bruder, Blaine, während Emma für Gray immer nur die Eine war. Letztlich verbindet die beiden aber die Suche nach der Wahrheit, denn auch Emma kann sich nicht so recht mit den seltsamen Lebensumständen abfinden.

Dass sich daraus eine Liebesgeschichte entwickelt, wird vermutlich niemanden verwundern. Viel erstaunlicher ist, was sie daraus macht, aber ich werde nur so viel verraten, dass ich es furchtbar fand. All die süßen Dinge erscheinen rückblickend wie blanker Hohn und haben mir, gerade zum Ende hin, fast den gesamten Lesespaß geraubt.

Trotz allem ist dieser Trilogieauftakt wirklich kein schlechtes Buch. Ich bin einfach mit viel zu hohen Erwartungen daran gegangen, nachdem mir so viele begeistert davon vorgeschwärmt hatten. So bin ich zwar enttäuscht, erkenne den interessanten Weltentwurf aber trotzdem an. Zugegeben, Bowman hat das Rad nicht neu erfunden und der Titel verrät ja auch schon zum Teil, was hinter dem ominösen „Raub“ steckt, aber trotzdem war es interessant. Wie in fast jedem Buch gab es Kapitel, die mich richtig fesseln konnten, während andere mehr so vor sich hinplätscherten. Nichtsdestotrotz war es rundum angenehme Unterhaltung.

Fazit

Erin Bowmans „Taken – Das Laicos-Projekt“ ist eine gute Dystopie, die meinen hohen Erwartungen allerdings nicht standhalten konnte. Es war zwar alles ganz interessant, aber nur wenig konnte mich wirklich mitreißen. Die vermurkste Lovestory hat dem Ganzen dann den Rest gegeben und so bin ich im Großen und Ganzen doch eher enttäuscht. Trotz allem verstehe ich auch die sehr positiven Meinungen und bin froh, dass ich die Reihe dann doch nicht aufgegeben habe. 3/5 Bücher!

Die Autorin

Erin Bowmans erste Worte waren nicht »Mama« oder »Papa«, sondern »Es war einmal« – zumindest behauptet sie das von sich selbst. Schließlich hat sie als Kind ihre Sommerferien lieber in Schreibwerkstätten verbracht als in Schwimmbädern und Sommercamps. Als Erwachsene studierte Erin Bowman Webdesign und belegte heimlich Creative-Writing-Kurse, um ihrem Traum, Autorin zu werden, näher zu kommen. Mit ihrem Debüt »Das Laicos-Projekt« hat sie es geschafft. Sie lebt mit ihrem Mann in New Hampshire.

Die Reihe

Taken – Das Laicos-Projekt Trilogie

  1. ??? / Stolen (Taken #0.5)
  2. Taken – Das Laicos-Project / Taken (Taken #1)
  3. Das erfrorene Land / Frozen (Taken #2)
  4. ??? / Forged (Taken #3)

Originalcover

Ein Gedanke zu „[Rezension] Taken – Das Laicos-Projekt 01 von Erin Bowman

  1. Jasi Ich

    Huhu Ria ♥
    Eine wirklich tolle Rezi (:
    Das Buch liegt noch auf meinem SuB, vielleicht fange ich bald damit an. Das die Liebesgeschichte so falsch gelaufen ist, macht mir gar nichts solange der Rest gut ist. ^^ Das Originalcover finde ich übrigens viel schöner als das deutsche (:

    Alles Liebe,
    Jasi ♥

    Antworten

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