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[Rezension] Secrets 01 – Ich fühle von Heather Anastasiu

© Blanvalet Verlag
Originaltitel: Glitch (Glitch #1)
Dt. Reihentitel: Secrets
Dt. Titel: Ich fühle
Dt. Erstausgabe: 11/2014
Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 416
ISBN-10: 3442268737
ISBN-13: 978-3442268733
Preis: 8,99 €
Die Leseprobe findet Ihr hier.
Wut, Enttäuschung, Schmerz – Gefühle drohten die Menschheit auszulöschen. Ein Chip befreit sie nun von ihren schädlichen Emotionen. Denn selbstständig zu fühlen ist einfach zu gefährlich. Das erfährt Zoe am eigenen Leib, als plötzlich eine Störung an ihrem Chip auftritt. Zum allerersten Mal entstehen in ihrem Kopf eigene Gedanken und unaufhaltsame Gefühle. Zoe muss dieses Geheimnis um jeden Preis bewahren; sollte es gelüftet werden, droht ihr die Auslöschung. Doch dann gerät ihr Chip derart außer Kontrolle, dass sie sich nicht länger verstecken kann und für ihr Leben und ihre Freiheit kämpfen muss.


Meine Meinung

Secrets – Ich fühle“ von Heather Anastasiu ist eine gelungene Dystopie für Zwischendurch.

Die Autorin hat einen sehr angenehmen, recht schlichten Schreibstil, der sich vor allem schnell lesen lässt. In Kombination mit den kurzen Kapiteln sorgt das für ein immens hohes Lesetempo, sodass ich das Buch schon in wenigen Stunden gelesen hatte. Ihre Beschreibungen reichen aus, um sich ein Bild von allem zu machen, gehen aber nicht weiter ins Detail. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt.

Die Charaktere sind gewiss nicht das Maß aller Dinge, konnten mich aber dennoch zum Großteil von sich überzeugen.

Zoe ist eine sehr sympathische Protagonistin. Dadurch dass ihr bisheriges Leben ferngesteuert wurde, wirkt sie in vielen Situationen natürlich sehr naiv. Doch wer kann es ihr verübeln? Immerhin fehlen ihr all die Erfahrungen, die ein normaler Mensch in Bezug auf menschlicher Interaktion und Gefühle macht. Trotzdem hat sie, ganz gleich wie stark sie manipuliert wird, immer wieder aufs Neue das Bedürfnis zu helfen, zu kämpfen. Gerade deshalb muss man sie einfach mögen!

Zu dem Rest möchte ich gar nicht so viel sagen, weil es einfach auch zu viel vorwegnehmen würde. Es ist nur logisch, dass die Menschen in ihrer Umgebung meistens noch nicht die Möglichkeit hatten, eine Persönlichkeit zu entwickeln, so sie diese Chance denn überhaupt je bekommen. Und diejenigen, die ganz aus dem Raster fallen, sollte man einfach selbst „kennenlernen“.

Wenig überraschend gibt es auch eine zarte Liebesgeschichte, die dafür so einige überraschende Wendungen nimmt. Besonders gut hat mir gefallen, wie die Autorin mit der Frage umgegangen ist, ob Gefühle mit Erinnerungen verbunden sind.

Die Geschichte entfaltet sich überraschenderweise ganz anders als ich es erwartet hatte. Relativ zu Anfang gibt es eine Stelle, an der der Plot eine komplette Kehrtwende macht. Diese wird bestimmt für viele Leser ein Dorn im Auge sein und auch ich war nicht wirklich begeistert, fand die darauf folgenden Entwicklungen aber erstaunlicherweise ziemlich gut gemacht. Auch hier hat mir vor allem der moralische Hintergrund gefallen. Womit gibt sich der Mensch zufrieden? Wann wird man vom Unterdrückten zum Unterdrücker? Wofür lohnt es sich zu kämpfen?

Das deutsche Cover ist auf jeden Fall passend und ein echter Hingucker, aber das Englisch gefällt mir noch einen Tacken besser. Das liegt wahrscheinlich an dem etwas seltsamen Bildausschnitt, der für das deutsche Cover gewählt wurde. Was mich aber wirklich irritiert hat, war das Format. Ich bin zwar im Zweifelsfall immer für Hardcover, aber bei diesem Roman hätte das definitiv besser gewirkt. Als Paperback wäre das ja auch noch okay gewesen, aber als Taschenbuch? Das verkauft es irgendwie unter Wert.

Fazit

Heather Anastasius „Secrets – Ich fühle“ war für mich eine richtige Überraschung. Es ist schnell gelesene, gute Unterhaltung mit der ein oder anderen moralischen Komponente, die der Geschichte richtig gut getan hat. Zu den Charakteren möchte ich gar nicht viel sagen, aber zumindest die Protagonistin muss man einfach mögen. Ich freu mich schon auf die Fortsetzung und kann diesen Auftakt jedem Dystopie-Liebhaber empfehlen, aber vielleicht auch gerade denen, die sich erstmals an diesem Genre versuchen wollen. Gute 4/5 Bücher!

Die Autorin

© Meagan McLendon



Heather Anastasiu ist in Texas aufgewachsen und lebt heute mit ihrer Familie in Minneapolis. Die passionierte Leserin liebt nichts so sehr wie Bücher, abgesehen von ihren zahlreichen Tattoos und ihren pinken Haaren. Die dystopische Trilogie »Secrets« ist ihre erste selbstverfasste Romanserie.

Die Reihe

Secrets Trilogie

  1. Ich fühle / Glitch (Glitch #1)
  2. ??? / Override (Glitch #2)
  3. ??? / Shutdown (Glitch #3)

Prefer it in English?

Originalcover

Mein Dank geht an…

…den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Ein Gedanke zu „[Rezension] Secrets 01 – Ich fühle von Heather Anastasiu

  1. Philip A.

    Huhu,

    interessante Rezi. Ich kann deiner Meinung nicht ganz folgen leider. Ich lese das Buch im Moment auch aber ständig bleibe ich irgendwo hängen und verliere die Lust am weiterlesen. Weiß auch nicht genau, woran es liegt aber so richtig konnte mich das Buch noch nicht packen :'(
    Hoffe, dass es noch wird. Werde mit der Protagonistin und ihrem ständigen Misstrauen hier und da nicht so recht warm 🙁

    Liebe Grüße

    Philip

    Antworten

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