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[Rezension] Monument 14 von Emmy Laybourne

Die Autorin: Emmy Laybourne
Der Übersetzer: Ulrich Thiele
Dt. Reihentitel: Monument 14
Dt. Titel: Monument 14
Band: 1/3
Dt. Erstausgabe: 13.01.2014
Verlag: Heyne fliegt
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 336
ISBN-10: 3453411633
ISBN-13: 978-3453411630
Preis: 8,99 €


An dem Tag, als die Welt untergeht und ein Tsunami die Ostküste der USA trifft, stranden 14 Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Schnell wird ihnen klar, dass sie völlig auf sich allein gestellt sind. Während der Strom ausfällt und die Zivilisation zusammenbricht, braut sich am Himmel etwas noch viel Furchtbareres zusammen. Eine Giftwolke aus einer nahen Chemiefabrik nähert sich dem Einkaufszentrum. Diejenigen, die die Chemikalien einatmen, verändern sich in völlig unerwarteter und beängstigender Weise. Der zurückhaltende Dean, bislang eher ein Außenseiter, muss sich mit den anderen verbünden und um sein Überleben kämpfen …


Meine Meinung

Monument 14“ von Emmy Laybourne ist ein gelungener Reihenauftakt, der mir kurzweilige, dafür umso spannendere Unterhaltung geboten hat.
Viel zu lange bin ich um diese Trilogie herumgeschlichen. Ich hatte sie stets im Blick, wusste aber zu Anfang nichts so recht damit anzufangen – zumindest solange bis mich die positiven Meinungen vom Gegenteil überzeugten. Doch selbst als ich die komplette Reihe mein Eigen nennen durfte, fiel es mir nur allzu leicht, diese vor mir herzuschieben. Jetzt, nachdem ich den ersten Band gelesen habe, kann ich nur über mich selbst den Kopf schütteln.
Sicher, große Literatur sieht anders aus. Der Roman erreicht keine besondere Tiefe und ist sprachlich auf einem sehr einfachem Niveau. Dafür ist dieses jugendliche Endzeit-Abenteuer vor allem eines: ehrlich. Und dadurch so leicht vorstellbar.
Der Einstieg ist wie ein Sprung ins kalte Wasser, denn man wird noch im ersten Kapitel mit der Katastrophe konfrontiert, die den Stein ins Rollen bringt. Dabei sind diese ersten Seiten unheimlich eindringlich, weil der Leser direkt angesprochen wird. Erst kurze Zeit später wechselt der Erzähler in die Ich-Perspektive.
Der Erzähler ist in diesem Szenario Protagonist Dean. Der typische Junge von Nebenan – unauffällig, recht einfach gestrickt, sympathisch. Er schreibt alles auf, was ihn beschäftigt – so auch die gegenwärtige „Apokalypse“. 
Um den Gedanken zu unterstreichen, dass wir nicht den Roman von Laybourne, sondern vielmehr das Tagebuch von Dean lesen, ist jedes Kapitel mit recht amüsanten Überschriften betitelt, die definitiv dem Hirn eines Teenagers entsprungen sein könnten. Zusätzlich findet man am Ende jeder Seite die Angabe, wie viele Tage seit dem Unfall vergangen sind.
Die Geschichte selbst kommt ruhiger daher als man erwarten würde. Zu Anfang kriegt man noch einiges an Action geboten, doch einmal im Einkaufszentrum angekommen, tritt diese erstmal in den Hintergrund. Langweilig wird es jedoch nie! Es ist unheimlich spannend, zu beobachten, wie die Gruppe aus Vorschul-, Grundschul- und Highschool-Kindern mit der Situation umgeht. Es treten immer wieder größere und kleinere Problem auf, die die Kids vor unheimlich schwierige Entscheidungen stellen. Dabei sorgen die ganz Jungen natürlich schon für genug Ärger.
Die Gruppe als solche ist ziemlich anstrengend, aber man schließt sie doch ins Herz – zumindest die meisten. Jeder bringt etwas in die Gemeinschaft ein, auch wenn es nicht immer gute Eigenschaften sind. Es treffen verschiedene Glaubensrichtungen und Erziehungen aufeinander – Machtkämpfe sind an der Tagesordnung. Sex ist ein Thema, ebenso wie andere Grundbedürfnisse, die nur selten angesprochen werden, Hygiene, Privatsphäre, Krankheiten und und und.
Hierbei tritt die oben angesprochene Ehrlichkeit zutage. Es war unheimlich erfrischend, zu lesen, dass die Kids nach einiger Zeit gestunken haben, dass die Haare verfilzten oder der Toilettengang zum Problem wird. Sie brechen zusammen, rasten aus, stürzen ab, drehen durch. Vieles war so naheliegend einfach, dass es mir leicht fiel, die Handlungen nachzuvollziehen. Andere hingegen trieben mich zur Verzweiflung – doch auch das war zu erwarten.
Alles in allem habe ich einige wenige turbulente Stunden mit diesem Buch verbracht. Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten, freute mich über den ein oder anderen Lacher und verfolgte mit Spannung die eher ungemütlichen Abschnitte. Das Ende lässt darauf schließen, dass in den Folgebänden weniger heiter weitergehen wird, aber da kann ich mich auch irren. So oder so freue ich mich, dass ich den zweiten Band gleich zur Hand habe.

Fazit

Emmy Laybournes „Monument 14“ ist die perfekte Lektüre für Leser, die sich bisher nicht an Endzeit- und Katastrophen-Geschichten rangewagt haben – oder auch für Schisser wie mich, die es nicht so gruselig oder blutig mögen. Die Geschichte bietet kurzweilige, spannende Unterhaltung und ist dabei unheimlich ehrlich und glaubhaft. Trotz der düsteren Thematik gibt es auch einige Stellen, bei denen man sich das Lachen nicht verkneifen kann, was ich persönlich stets begrüße. Dafür hätten die ernsteren Szenen bzw. die Action-Szenen ruhig noch etwas spannender sein können. Empfehlen kann ich diesen Reihenauftakt auf jeden Fall – 4/5 Bücher!

Die Autorin

Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York.

Die Reihe

Monument 14 Trilogie

  1. — | Dress Your Marines in White (Monument 14 #0.5)
  2. Monument 14 | Monument 14 (Monument 14 #1)
  3. Jakes Geheimnis | Jake and the Other Girl (Monument 14 #1.5)
  4. Die Flucht | Sky on Fire (Monument 14 #2)
  5. — | What Mario Scietto Says (Monument 14 #2.5)
  6. Die Rettung | Savage Drift (Monument 14 #3)

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Originalcover

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