[Rezension] Liberty 9 – Todeszone von Rainer M. Schröder

© cbj

Autor: Rainer M. Schröder
Dt. Reihentitel: Liberty 9 Dilogie
Dt. Titel: Todeszone
Dt. Erstausgabe: 03/2013
Verlag: cbj
Format: Hardcover
Seitenzahl: 544
ISBN-10: 3570154653
ISBN-13: 978-3-570-15465-6
Preis: 18,99 €

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Kendira und Dante ist das Unglaubliche gelungen: die Flucht aus der perfekt abgesperrten Sicherheitszone von Liberty Valley! Nachdem sie verstanden haben, wie zerstörerisch das System ist, von dem sie und die anderen Electoren aufgezogen wurden, wollen sie ihre Freunde jedoch keineswegs in Liberty 9 zurücklassen. Sie verbünden sich mit den wilden Nightraidern im Totenwald – aber wie sollen sie mit Pfeil und Bogen gegen die Hightech-Waffen der Guardians bestehen? Und danach wartet eine noch viel größere Aufgabe auf sie: der Weg zu den fernen Städten und Machtmetropolen – und der führt mitten durch die von Bestien bevölkerte »Todeszone«! 

Inhalt

Kendira, Dante, Carson, Nekia und Zeno haben es tatsächlich geschafft! Sie konnten nicht nur aus der Sicherheitszone fliehen, sie haben sogar noch Verbündete gefunden, die ihnen bei einem Sturz der Oberen helfen würden. Doch allen ist klar, dass es damit noch nicht vorbei ist, denn ihre Freunde sterben einen langsamen Tod im angeblichen „Lichttempel“ und das wollen sie verhindern, koste es, was es wolle…

Eigene Meinung

Liberty 9 – Todeszone“ von Rainer M. Schröder, der Abschluss der gleichnamigen Dilogie, konnte mich leider nicht von sich begeistern.
Der Schreibstil ist weiterhin flüssig und angenehm zu lesen, leider immer noch viel zu detailverliebt. Als wären die sinn- und endlosen Beschreibungen von Dingen, die den Leser, zumindest mich, nicht wirklich interessieren, nicht schon schlimm genug, so wurde auch noch mal all das überausführlich beschrieben, was schon im ersten Band durchgekaut wurde.
Die Charaktere werden auch nicht plastischer, ganz im Gegenteil immer blasser. Die Gruppe um Kendira bekam drei Statisten zur Hand, die in genau zwei Sätzen erwähnt wurden, nur um dann einen schnellen Tod zu finden. Das war so vorhersehbar wie respektlos, denn auch fiktive Figuren haben ein wenig Mitgefühl verdient.
Die Lovestory ist dieser Bezeichnung gar nicht wert. Eigentlich ist das nur ein Nebeneffekt, den Schröder immer mal wieder sporadisch ins Blickfeld rückt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der Autor diese immer wieder vergessen hat, das würde zumindest die unpassenden Szenen erklären.
Die Geschichte selbst birgt viel Potential. Gleich von Anfang an wird ein scharfes Tempo angezogen und die einzige Erholung bietet der Handlungsstrang auf Tomamato Island, bei dem man aus Dukes Sicht das Leben im „Lichttempel“ erlebt. Ansonsten stolpert man von einer turbulenten Szene in die Nächste, wobei Schröder auf einem schmalen Grat zwischen Authenzität und Emotionslosigkeit wandelt.
So fordert die brutale Reise durch das „Shadowland“ ihren Tribut und der Mangel an aufgesetztem Drama lässt diese Szenen durchaus realistisch erscheinen, gleichzeitig werden keinerlei Emotionen transportiert und bis auf eine Szene ließ mich das Geschehen völlig kalt.
Das große Finale kam mal wieder viel zu schnell und ließ an Ecken und Kanten so einiges zu wünschen übrig. Alles ging zu glatt und ließ dennoch alles offen…ganz schwer zu erklären und ich will ja auch nicht spoilern. Ich hätte mir jedenfalls etwas anderes gewünscht.

Fazit

Rainer M. Schröders „Liberty 9 – Todeszone“ hätte so viel besser als sein Vorgänger sein sollen, konnte mich leider gar nicht überzeugen. Das Potential war da, dennoch übertraf sich Schröder mit seinem emotionslosen Schreibstil noch selbst und erschlug den Leser dafür mit sinnloser Detailverliebtheit. Die Charaktere wurden immer blasser und ihr Schicksal ließ mich völlig kalt; die Lovestory ist kaum erwähnenswert. Subjektiv betrachtet, ist es eine 2-Bücher-Leistung, objektiv aber durchaus eine spannende Dystopie, so man sich drauf einlassen kann. Deshalb gibt es von mir 3/5 Bücher!

Der Autor

Rainer M. Schröder, 1951 in Rostock geboren, ist einer der profiliertesten deutschsprachigen Jugendbuchautoren. Mit seinen bis ins kleinste Detail exakt recherchierten und spannend erzählten historischen Jugendromanen begeistert er seit mehr als zehn Jahren seine Leserschaft. Nachdem er viele Jahre ein wahres Nomadenleben mit zahlreichen Abenteuerreisen in alle Erdteile führte, lebt er heute mit seiner Frau in den USA.

Die Reihe

Liberty 9 Dilogie
  1. Todeszone

Mein Dank geht an…

den cbj Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.  

Ein Gedanke zu „[Rezension] Liberty 9 – Todeszone von Rainer M. Schröder

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