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[Rezension] Jake Djones 03 – Die Dynastie des Bösen von Damian Dibben

© Penhaligon Verlag
Dt. Reihentitel: Jake Djones
Dt. Erstausgabe: 10/2014
Verlag: Penhaligon
Format: Hardcover
Seitenzahl: 336
ISBN-10: 3764530952
ISBN-13: 978-3764530952
Preis: 16,99 €

Jake Djones wagt erneut die gefährliche Reise in die Vergangenheit – ins Elisabethanische England Shakespeares, wo überall Mord und Verrat lauern, und weiter bis ins geheimnisvolle chinesische Kaiserreich. Die Hüter der Zeit sind auf der Jagd nach Xiang Xi, ihrem bislang mächtigsten Gegner, dessen grausames Ziel es ist, alle globalen Handelsrouten zu zerschlagen und den größten Teil der Weltbevölkerung auszulöschen. Mitten im Herzen dieses Konflikts liegt auch der Weg zu einem lange vermissten Familienmitglied: Wird Jake nach all der Zeit nun doch noch seinen geliebten Bruder wiedersehen?

Meine Meinung

Jake Djones – Die Dynastie des Bösen“ von Damian Dibben ist für mich eindeutig das bisher beste Buch der Reihe.

Da mich die bisherigen Bücher der Reihe nie völlig überzeugen konnten, bin ich mit relativ niedrigen Erwartungen an Band 3 herangetreten. Umso überraschter war ich dann als der Einstieg sich nicht nur als völlig problemlos entpuppte, sondern mich gleich so mitgerissen hat, dass die ersten 100 Seiten wie im Nu verflogen. Ich weiß nicht, ob ich mich einfach an den auktorialen Erzählstil gewöhnt habe oder ob ich dieses Mal nicht darauf geachtet hatte – jedenfalls hat mich dieser mal gar nicht gestört. Es gibt auch wieder mehrere Handlungsstränge und einige Perspektivwechsel, die mich teilweise ganz schön überraschen konnten.

Die Charaktere haben sich mittlerweile doch tatsächlich in mein Herz geschlichen – wer hätte das gedacht? Außerdem ist mir positiv aufgefallen, dass ich absolut keine Probleme hatte, mich an die einzelnen Figuren und ihre Hintergründe zu erinnern. Gerade Namen vergesse ich gerne, aber irgendwie scheinen diese sich mir eingebrannt zu haben.

Jedoch am besten gefallen hat mir die Tatsache, dass die Charaktere älter werden. Die Geschichte setzt ungefähr 1 Jahr nach den Ereignissen aus In der Arena des Todes an und man merkt einen deutlichen Unterschied. Natürlich sind sie immer noch jung, aber man merkt, dass sie reifen. So hatte ich auch mal nicht das ständige Gefühl, dass sie zu alt für ihr Alter auftreten. Gerade Charlie hat da ja ein Händchen für, aber das ist mir dieses Mal einfach nicht so negativ aufgefallen.

Ein weiterer Pluspunkt ist eindeutig Yoyo. Sie bringt frischen Wind in die Runde und verändert unweigerlich die komplette Gruppendynamik. Zugegeben, auch ich war zu Anfang skeptisch, aber im Gegensatz zu Topaz und Nathan braucht Yoyo keine zwei Bücher, um ihre verschiedenen Facetten zu demonstrieren und damit eine gewisse Plastik zu erlangen. Ich mochte sie sehr, vor allem weil sie viele Dinge ins Rollen bringt.

So gibt es auch auf der romantischen Ebene interessante Entwicklungen, aber die möchte ich keinesfalls vorweg nehmen. Ich kann nur sagen, dass es wieder sehr unaufdringlich war und sich gut entwickelt hat.

Die Geschichte selbst ist einfach wirklich unterhaltsam. Das ist das erste Buch der Reihe, bei dem ich richtig Lust hatte, es zu lesen und es dementsprechend dann auch genossen habe. Der Anfang des Buches birgt viele kritische Ansätze, die sich aber allesamt sehr zufriedenstellend und glaubhaft entwickeln. Ich finde zwar immer noch, dass der Autor mehr Details als Atmosphäre liefert und mein Kopfkino damit oft auch überfordert ist, aber das ändert nichts daran, dass ich im Grunde ein solides Bild der Vergangenheit hatte. Schade nur, dass er Männerkleidung immer so viel besser beschreibt, denn Topaz ist in meiner Vorstellung zum Großteil ein grauer Fleck. Ich weiß einfach nie genau, wie ich sie mir vorstellen soll – zumindest ihre Kleidung betreffend. Dibben übertreibt es auch weiterhin ganz gerne und überrascht den Leser mit fast schon schockierend fiesen Schurken, aber das denke ich wahrscheinlich nur, weil ich die Zielgruppe am liebsten in Watte packen würde. Dabei habe ich mit 12 selbst schon viel brutalere Bücher gelesen, aber so verschiebt sich halt die Wahrnehmung.

Das Ende hatte mich dann eiskalt erwischt, denn ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass Die Dynastie des Bösen der Abschluss der Trilogie sei. So wie die Geschichte ausgeht, muss es aber noch eine Fortsetzung geben – oder? Ich hoffe wirklich, dass es bald von irgendeiner Seite ein paar Informationen dazu gibt!

Cover und Titel sind wieder einmal gut gelungen, aber ich finde die Originalcover einfach viel aussagekräftiger. Schade, dass diese nicht übernommen werden.

Fazit

Damian Dibbens „Jake Djones – Die Dynastie des Bösen“ ist mit Abstand das beste Buch der Reihe. Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten und klebte förmlich an den Seiten. Viele der Kritikpunkte, die ich bei den Vorgängern bemängelt hatte, sind zwar nicht weg, aber sind eindeutig schwächer geworden. Eine neue Geschichtshüterin bringt frischen Wind und eine spannende, neue Gruppendynamik mit sich und auch auf Mont Saint Michel gibt es einige interessante Ereignisse. Knappe 5/5 Bücher für diesen vermeintlichen Reihenabschluss. Wird es etwa doch noch weitergehen?

Der Autor

© Derek Henthorn
Damian Dibben hat als Drehbuchautor an Filmen wie Das Phantom der Oper und Der gestiefelte Kater mitgearbeitet. Er ist eine neugierige Entdeckernatur und beschäftigt sich mit vielen Dingen, von der Archäologie bis hin zur Kosmologie, und liebt nichts mehr als wirklich spannende Abenteuergeschichten. Damian Dibben lebt mit seinem Hund Dudley in London.

Die Reihe

Jake Djones Reihe

  1. Und die Hüter der Zeit / The Storm Begins (History Keepers #1)
  2. In der Arena des Todes / Circus Maximus (History Keepers #2)
  3. Die Dynastie des Bösen / Night Ship to China (History Keepers #3)
  4. ??? / ??? (History Keepers #4)

Originalcover

Mein Dank geht an…

…den Penhaligon Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Ein Gedanke zu „[Rezension] Jake Djones 03 – Die Dynastie des Bösen von Damian Dibben

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