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[Rezension] Jake Djones 01 – Und die Hüter der Zeit von Damian Dibben


© Penhaligon Verlag

Autor: Damian Dibben
Originaltitel: The Storm Begins (History Keepers #1)
Dt. Reihentitel: Jake Djones
Dt. Titel: Und die Hüter der Zeit
Dt. Erstausgabe: 09/2012
Verlag: Penhaligon
Format: Hardcover
Seitenzahl: 352
ISBN-10: 3764530936
ISBN-13: 978-3764530938
Preis: 16,99 €

Die Leseprobe findet Ihr hier.

Jake Djones führt ein ganz gewöhnliches Leben – bis er eines Tages vom
Geheimbund der Geschichtshüter erfährt. Die Agenten dieses Bundes
eröffnen Jake nicht nur, dass er durch die Zeit reisen kann, sie
benötigen auch noch seine Hilfe. Der skrupellose Prinz Xander Zeldt will
die Vergangenheit nach seinem Willen verändern und der Welt damit für
alle Zeit seine Herrschaft aufzwingen. Gemeinsam mit den besten Agenten
der Geschichtshüter begibt Jake sich auf eine gefährliche Mission ins
Venedig des 16. Jahrhunderts. Das Schicksal der Menschheit hängt allein
von ihrer Entschlossenheit ab – in der Vergangenheit, der Gegenwart und
der Zukunft …
 

Inhalt

Jake Djones ist ein ganz normaler Junge – bis zu dem Tag, an dem er von einem Vertreter der Geschichtshüter entführt wird. Dieser offenbart ihm, dass seine Eltern beinahe ihr ganzes Leben lang als Agenten tätig waren, nun aber in der Wirren der Zeit verschwunden sind. Als Djones verfügt aber auch Jake über die nötigen Gene, um durch die Zeit zu reisen und er kann der Möglichkeit nicht widerstehen, selbst nach seinen Eltern zu suchen…

Eigene Meinung

Jake Djones – Und die Hüter der Zeit“ von Damian Dibben ist ein guter Trilogieauftakt, der mich leider nicht völlig überzeugen konnte.
Das liegt vor allem an dem Schreibstil, der zwar angenehm zu lesen, stellenweise aber auch sehr trocken ist. Die Beschreibungen sind teils überdetailliert, teils ungenau und viele der verwendeten Begriffe sind nicht mehr geläufig, sodass man einige schon nachschlagen müsste. Die Sprache variiert von Figur zu Figur, immerhin stammen sie alle aus verschiedenen Ländern und verschiedenen Epochen. So kommt es, dass ein 14- oder 15-jähriger Agent plötzlich wie ein 50-jähriger Gelehrter auftritt, was durchaus irritierend sein kann. Ein weiterer Knackpunkt ist der auktoriale Erzähler, der mich völlig unvorbereitet getroffen hat. Mir mag zwar kein konkreter Kritikpunkt diesbezüglich einfallen, aber irgendwie werde ich damit nicht warm – und ich kriege einfach keinen Draht zu den Figuren.
Die Charaktere lassen sich trotz des allwissenden Erzählers nicht wirklich in die Karten gucken. Vor allem die Adoptivgeschwister Topaz und Nathan machen es mir nicht leicht, sie zu durchschauen. Nathan wirkt – nicht nur auf den ersten Blick – ziemlich oberflächlich, obwohl er doch einiges auf dem Kasten hat; Topaz ist zeitgleich mitfühlend und distanziert. Natürlich verstehe ich die Funktion der beiden Figuren und warum sie so sind, wie sie eben sind, aber deshalb fehlt mir halt auch die Bindung. Vor allem die Opferbereitschaft und Konsequenz, mit der Agenten auch zurückgelassen werden, hilft nicht dabei, groß mit ihnen mitzufühlen. Insbesondere da man ja weiß, dass es eh gut ausgehen wird. Charlie ist der klassische Erfinder / Nerd / Gelehrte, dessen Verschrobenheit durch die Begleitung seines kunterbunten Papageis, Mr. Drake, unterstrichen wird. Jake ist noch die beste Figur. Er hat zwar heldenhafte Talente, aber auch große Schwächen. Er macht Fehler und blamiert sich auch mal, wodurch er sehr authentisch wirkt. Er hat Köpfchen, aber ist vor allem mit seinem Herz dabei. Alles in allem muss man ihn einfach gern haben. Rückblickend ist mein einziger handfester Kritikpunkt also, dass die Charaktere absolut nicht altersgemäß sind, wobei hier bestimmt viele damit argumentieren werden, dass man unter ihren Lebensbedingungen halt schnell erwachsen wird.
Die Geschichte ist wirklich nett und für ein jugendliches Publikum wirklich gut geeignet. Mich konnte sie leider nur stellenweise fesseln. Ich hatte einfach nie das Gefühl, wirklich „in“ der Geschichte zu sein und es kam auch einfach nicht dieses tolle Zeitreise-Feeling auf, das mich bei anderen Romanen dieses Genre sonst stets so begeistert. Es gab auch einige Stellen, die nicht wirklich logisch waren oder im Widerspruch zu vorherigen Aussagen standen. Die „Liebesgeschichte“ kann man als solche eigentlich gar nicht betiteln, ist für mich aber völlig unnötig. Meiner Meinung nach tut sie nichts für die Geschichte. Der zweite Handlungsstrang, der sich mit der älteren Generation befasst, müsste weiter ausgebaut werden – ich hoffe, dass meine Hoffnungen diesbezüglich im zweiten Band erfüllt werden!
Die Gestaltung ist klasse – auf dem Cover ist das oft erwähnte Emblem der Geschichtshüter abgebildet, sowie deren Stützpunkt Mont Saint Michel. Auf der Rückseite findet man dann sogar noch eine Abbildung unserer vier Helden, wodurch man zumindest direkt das richtige Bild im Kopf hat. Im Vergleich mit dem Cover des zweiten Bandes wirkt dieses viel edler und ich finde es sehr schade, dass das bei der Fortsetzung so geändert wurde.

Fazit

Damian Dibbens „Jake Djones – Und die Hüter der Zeit“ ist vor allem für Jugendliche eine wirklich tolle Lektüre. Leider konnte mich weder der Schreibstil, noch die Geschichte selbst so richtig fesseln und ich habe es bis zum Ende nicht geschafft, eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Trotzdem muss ich gestehen, dass wirklich viel Potential in diesem Roman steckt und ich vielleicht einfach zu alt dafür bin. Deshalb vergebe ich gute 3.5/5 Bücher!

Der Autor

© Derek Henthorn
Damian Dibben hat als Drehbuchautor an Filmen wie Das Phantom der Oper und Der gestiefelte Kater
mitgearbeitet. Er ist eine neugierige Entdeckernatur und beschäftigt
sich mit vielen Dingen, von der Archäologie bis hin zur Kosmologie, und
liebt nichts mehr als wirklich spannende Abenteuergeschichten. Damian
Dibben lebt mit seinem Hund Dudley in London. 

Die Reihe

Jake Djones Reihe

  1. Und die Hüter der Zeit / The Storm begins (History Keepers #1)
  2. In der Arena des Todes / Circus Maximus (History Keepers #2)
  3. Die Dynastie des Bösen / Night Ship to China (History Keepers #3)
  4. ??? / ??? (History Keepers #4)

Originalcover

Weitere Dt. Cover

2 Gedanken zu „[Rezension] Jake Djones 01 – Und die Hüter der Zeit von Damian Dibben

  1. Pingback: [Rezension] Jake Djones 03 - Die Dynastie des Bösen von Damian Dibben - Die fantastische Bücherwelt

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