[Rezension] Enders von Lissa Price

© ivi Verlag

Autorin: Lissa Price
Reihentitel: Starters Dilogie
Originaltitel: Enders 
Dt. Erstausgabe: 05/2013
Verlag: ivi
Format: Hardcover
Seitenzahl: 352
ISBN-10: 3492702643
ISBN-13: 978-3-492-70264-5
Preis: 15,99 € 

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Die Leseprobe findet Ihr hier.

Die 16-jährige Callie lebt in einer Welt, in der eine unheimliche
Katastrophe alle getötet hat, die nicht schnell genug geimpft werden
konnten – nur sehr junge und sehr alte Menschen haben überlebt. Während
die Alten ihren Reichtum seitdem stetig mehren, verfallen die Jungen
einer anscheinend ausweglosen Armut. Die einzige Möglichkeit für die
jugendlichen Starters, an Geld zu kommen, war bislang die Body Bank.
Dort konnten sie ihre Körper an alte Menschen vermieten, um so ihr
Überleben zu sichern. Callie ist es gelungen, die Machenschaften des
skrupellosen Instituts zu stoppen. Doch nun sieht sie sich einer viel
größeren Gefahr gegenüber: Der Old Man, der mysteriöse Leiter der Body
Bank, ist entkommen und trachtet Callie nach dem Leben. In einer
erbarmungslosen Jagd wird ihr klar, dass das Geheimnis des Old Man
dunkler ist, als sie es jemals erahnen konnte. Denn der Schlüssel dazu
liegt in ihrer eigenen Vergangenheit verborgen.

Inhalt

Prime
Destinations ist zerstört, doch der Kampf ist noch lange nicht vorbei! Callie
muss auf hartem Weg begreifen, dass sie niemals sicher sein wird, solange sie
den implantierten Chip trägt, aber eine Entfernung ist unmöglich, bedeutet dies
doch den Tod. Nachdem sie wiederholte Male die Stimme des Old Man in ihrem Kopf
vernommen hat, muss sie sich entscheiden – vertraut sie einem wildfremden
Starter, der ihr Schutz bietet oder liefert sie sich dem Old Man aus, um den
Rest ihrer Familie zu retten?

Eigene
Meinung

Mit
Enders“ hat Lissa Price einen Abschluss gefunden, der ihrer Dilogie würdig
ist.
Dabei fiel
mir der Einstieg ausgesprochen schwer. Vor allem mit den Charakteren und der
Frage, in welchen Verhältnissen sie zueinander stehen, hatte ich meine
Schwierigkeiten. Nachdem ich dann aber endlich den Durchblick hatte, ließ mich
dieses Buch nicht mehr los.
Mit einem
tückisch ruhigen Einstieg lockt uns Callie in ihre Welt, die wir wieder durch
ihre Augen aus der Ich-Perspektive erleben dürfen. Der Schreibstil ist flüssig
und locker, aber auch irgendwie emotionslos. Ein kurzer Satzbau dominiert das
Geschriebene.
Die
Charaktere berührten mich ungefähr genauso viel wie der emotionslose
Schreibstil. Es gibt genau drei Figuren, denen etwas Tiefgang gewährt ist;
traurigerweise ist Callies Bruder in diesem Trio nicht mit eingeschlossen.
Figuren kommen und gehen und sind ebenso ersetzbar wie die Bauern auf einem
Schachbrett. So kam es dann, dass ich zwar wissen wollte wie die Geschichte
ausgeht, aber kein bisschen mitgelitten habe, wenn Callie verletzt wurde. Beim
Lesen hat mich das nicht wirklich gestört, rückblickend ist es aber schon
schade.
Nach dem
eher sanften Start legt Price ein Tempo an, das sowohl im positiven als auch im
negativen Sinn „kaum zu fassen“ war. Generell schätze ich ein hohes Tempo bei
einer Actionreichen Dystopie, allerdings sollte die Erzählung nicht abgehackt
wirken. Überwiegend spielte ich mit dem Gedanken, dass einfach alles „zu
schnell“ war. Der Leser kriegt keinen Raum, um sich Gedanken über den weiteren
Handlungsverlauf zu machen, sich um die Charaktere zu sorgen oder, in dem Fall
dann positiv, zu Atem zu kommen. Es ist irgendwie unbefriedigend, wenn sich
jedes Problem scheinbar von allein löst und es entweder zu glatt oder zu
vorhersehbar abläuft. Schade!
Die zarte
Romanze ist Price dafür außerordentlich gut gelungen. Sie passt sich den
Gegebenheiten an und fügt sich nahtlos in das Geschehen ein – so nahtlos, dass
man sie fast schon wieder übersehen konnte. Wer sich große Emotionen erhofft,
wird auch hier enttäuscht, doch ich persönlich dieses Minimum Romantik perfekt
für die Geschichte und das Genre.
Das Ende
weckt ebenso ambivalente Gefühle in mir wie der Rest des Romanes. Es ist
stimmig, passt zu der Storyline, aber leider nicht zu meinen Wünschen. Es
bleiben viele Fragen offen und wenn die Autorin wollte, könnte sie definitiv
weiterschreiben. Hoffen wir, dass es bei dem Abschluss bleibt und überlassen
wir den Rest unserer Fantasie.

Fazit

Lissa
Prices „Ender“ ist schlicht der passende Abschluss zu dieser dystopischen
Dilogie. Leider empfand ich vieles als ziemlich emotionslos; seien es die
Charaktere, der Schreibstil oder die Geschichte selbst, sodass von Mitfiebern
in diesem Fall nicht die Rede sein kann. Dennoch fühlte ich mich gut
unterhalten und habe dieses recht kurzweilige Lesevergnügen alles in allem doch
sehr genossen. Schwache 4/5 Bücher!

Die Autorin

Lissa Price ist Drehbuchautorin und lebt nach mehreren Aufenthalten in
Japan und Indien heute in Kalifornien. Ihr Roman »Starters« ist das
höchstgehandelte Debüt der letzten Jahre.

www.lissaprice.com

Die Reihe

  1. Starters / Starters
  2. Enders / Enders

Weitere Cover

Mein Dank geht an…

den Piper Verlag, insbesondere ivi, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 

3 Gedanken zu „[Rezension] Enders von Lissa Price

  1. Kora

    Hallo Rica,

    es freut mich, dass du nach dem holprigen Beginn doch noch ins Buch gefunden hast. Deine persönliche Abwägungen finde ich wieder einmal sehr fundiert und anschaulich dargestellt.

    Sonnige Stöbergrüße,
    Kora

    Antworten

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