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[Rezension] Dustlands 03 – Der Blutmond von Moira Young

Autorin: Moira Young
Übersetzerin: Alice Jakubeit
Dt. Reihentitel: Dustlands
Dt. Titel: Der Blutmond
Band: 3/3
Dt. Erstausgabe: 23.04.2015
Verlag: Fischer FJB
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Format: Hardcover
Seitenzahl: 448
ISBN-10: 384142225X
ISBN-13: 978-3841422255
Preis: 18,99 €


Saba ist bereit, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und DeMalo und seine Soldaten zu schlagen. Bis sie ihm begegnet und er mit seiner verführerischen Vision von New Eden, einer geheilten Erde, alle ihre Erwartungen unterläuft. DeMalo will, dass Saba ihn begleitet, im Leben und bei seinem Werk, eine gesunde, stabile, nachhaltige Welt zu erschaffen – für die wenigen Auswerwählten. 

Jacks Entscheidung ist klar: DeMalo zu bekämpfen und New Eden aufzuhalten. Saba verpflichtet sich diesem Kampf, immer noch unsicher, und ihre Verbindung mit DeMalo bleibt ihr Geheimnis. Gemeinsam mit ihrem Bruder Lugh, der auf ein Stück Land in New Eden hofft, führt Saba eine unerfahrene Rebellengruppe in den Kampf gegen den mächtigen und charismatischen DeMalo mit seinen Siedlern und Soldaten. Welche Chance haben sie? Saba muss handeln. Und willens sein, den Preis zu zahlen.

Meine Meinung

Der Blutmond“ von Moira Young ist das aufreibende und wehmütige Finale der Dustlands-Trilogie.
Diese Trilogie gehört eindeutig zu den Jugendbuch-Reihen, die man nicht so schnell vergisst. Man kriegt nicht nur eine einzigartige Story, sondern vor allem einen eigenwilligen Schreibstil mit großem Wiedererkennungswert geboten. Kurze, abgehackte Sätze; Abkürzungen und Wiederholungen zeichnen Youngs Stil aus. Sie beweist, dass man manchmal nur ein Wort braucht, um große Emotionen zu transportieren.
Gleichzeitig spiegelt diese einfache, fast schon kindliche Erzählweise perfekt den Charakter von Saba wieder. Als einfaches Mädchen aus armen Verhältnissen ist es nun mal ihre Art – und manchmal reichen ihre Worte dann eben nicht an ihre Gedanken und Gefühle heran.
So eckt sie auch immer wieder an, aber was soll man anderes von einer Figur wie der ihren, voller Ecken und Kanten, auch erwarten? Man muss sich darauf einlassen, um sie zu mögen – und selbst dann macht sie es uns und ihren Begleitern noch sehr schwer. Trotzdem – oder gerade deswegen – begleitete ich sie gerne auf ihrem Weg. Ich konnte zwar nicht immer nachvollziehen, was sie tat oder wie sie empfand, aber meine Unterstützung hatte sie dennoch sicher.
Bei den anderen Figuren sah das schon wieder ganz anders aus. Sie mögen zwar nicht so schwierig sein wie Saba, aber unkompliziert ist keiner von ihnen – und wirklich sympathisch auch nicht. So zeichnete sich diese Trilogie nicht nur durch seine Einzigartigkeit aus, sondern auch darin, dass man scheinbar jede Figur in jedem Buch anders wahrnimmt. Nur weil man Person X im ersten Band mochte, ist das keine Gewähr, dass das auch so bleibt. Sicher, sowas kommt auch in anderen Büchern vor, aber Young treibt es auf die Spitze.
Ich hatte schon beim zweiten Buch so ein Gefühl, aber jetzt bin ich mir sicher: jeder Band zeigt eine völlige neue Facette. Es ist eine fortlaufende, aufeinander aufbauende Geschichte, aber jeder Band fühlt sich anders an. Die Autorin schlägt jedes Mal eine völlig neue Richtung ein und erwischte mich damit immer wieder eiskalt. Der zweite Band ist ihr, meiner Meinung nach, dabei am besten gelungen, aber auch das Finale kann sich sehen lassen.
Dabei gibt es einige Höhen – und genau so viele Tiefen. Bei diesem letzten Band ging es wirklich die ganze Zeit Auf und Ab. Es gab Abschnitte, die mir richtig gut gefallen haben, während andere so gar nicht mein Fall waren. 
Trotz der selbst gesetzten Deadline, hat sich im Mittelstück so mancher Part gezogen wie Gummi – ein Gummi, das zum Schluss mit Lichtgeschwindigkeit zurückgeschnellt kam. Die Autorin hat viele mutige Entscheidungen getroffen, was ich prinzipiell befürworte, uns dann aber keine Zeit gegeben, diese zu verarbeiten. Gerade bei einer Szene kam man gar nicht dazu, etwas zu fühlen, dabei war diese (abgesehen vom Schluss) wohl diejenige mit den meisten Emotionen. Ziemlich viel verschenktes Potenzial, schade!

Fazit

Moira Youngs „Dustlands – Der Blutmond“ ist ein mutiges, aufreibende, aber auch in mancher Hinsicht enttäuschendes Finale. Die Reihe als Ganze ist wundervoll und kostbar – ein wahrer Schatz unter den Jugendbüchern – aber bei den Büchern im Einzelnen gibt es immer einiges zu kritisieren. So ist auch dieser Band sehr eigen und voller Höhen und Tiefen. Nicht alles hat mir gefallen und doch kann ich mit diesem Ende leben. Knappe 4/5 Bücher!

Die Autorin

Moira Young, geboren und aufgewachsen in British Columbia im Westen Kanadas, trat als Schauspielerin und Opernsängerin in Kanada und Europa auf. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Bath, England. Ihre DUSTLANDS-Trilogie erschien in zahlreichen Ländern und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet.

Die Reihe

Dustlands-Trilogie

  1. Die Entführung / Blood Red Road (Dust Lands #1)
  2. Der Herzstein / Rebel Heart (Dust Lands #2)
  3. Der Blutmond / Raging Star (Dust Lands #3)

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Originalcover

Ein Gedanke zu „[Rezension] Dustlands 03 – Der Blutmond von Moira Young

  1. BeaSwissgirl

    Halli hallo

    Ich sehe schon uns ging es ähnlich bei mir reichte es aber für die vier Sterne nicht mehr 3,5.
    Dein Abschnitt vor dem Fazit kann ich glatt unterschreiben! Ich war schon enttäuscht muss ich sagen!

    Liebe Grüsse
    Bea

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