[Rezension] Die Vampirheilerin I – Für Elise von Nina Melchior

Autorin: Nina Melchior
Originaltitel: Die Vampirheilerin I – Für Elise
Dt. Erstausgabe: 01/2013
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 174
ISBN-10: 1481950339
ISBN-13: 978-1-481-95033-6
Preis: 4,93€ 

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Dies ist die Geschichte um Elise Brennan, … der Tochter eines
Vampirheilers, … mit einem Ursprungsvampir, der alles in den Schatten
stellt, … einem Gegner, weit mächtiger als Werwölfe und Hexen. …
und einem Vampir, der all sein Wissen in den Wind schlägt, um einer
faszinierenden Frau die Chance zu geben, ihn in einen Menschen
zurückzuverwandeln. Klappentext: Elises Vater hatte sein Leben der
Vampirheilung verschrieben. Nachdem er den Schlüssel zur Heilung endlich
gefunden hat, stirbt er auf mysteriöse Weise bei einer Reise nach
Dublin. Elise beschließt ein Jahr später, nach einem einschneidenden
Traum, sich ihrem Erbe und der Familiengeschichte endlich zu stellen.
Sie ahnt nicht, dass ein Vampir bereits in ihrer unmittelbaren Nähe
darauf lauert, sie zu töten, um sich selbst von einer Schuld
reinzuwaschen und dass ihre unerwiderte Liebe Michael eine mysteriösere
Rolle in ihrem Leben spielt, als seither offensichtlich war. Wird Micha
Elise von der Idee der Vampirheilung abbringen oder wird sie dem Vampir
verfallen und ihr Leben für den Traum ihres Vaters opfern. 

Inhalt

Elise ist allein. Sie lebt allein in einem Schloß, ihre Eltern sind tot und Freunde hat sie auch keine nennenswerten. Da gibt es nur Michael, in den sie seit langem verliebt ist, der sie aber einfach nicht an sich ranlässt und Cassy, die sie erst zwei Mal gesehen hat. Das Einzige, das ihr von ihrem Vater geblieben ist, sind die Überreste seiner Forschung. Einer Forschung, die sich mit der Heilung von Vampiren befasst. Nachdem Elise tatsächlich einem Vampir begegnet ist, steht für sie fest, dass sie alles daran setzen wird, diesen zu heilen. Auch wenn es sie ihr Leben kostet…

Die Protagonistin

Elise zeichnet sich vor allem durch zwei Charaktereigenschaften aus: ihre Stur- und Unsicherheit. Von Geburt an ist ihr linker Arm gelähmt, was nicht gerade zu Stärkung ihres Selbstbewusstseins beiträgt. Der unorthodoxen Arbeit ihres Vaters hat sie ihre Einsamkeit zu verdanken, durfte sie doch nie engere Kontakte knüpfen, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Jetzt da sie ganz alleine ist, verstärken sich ihre ausgeprägtesten Eigenschaften und neben dem Kampf mit ihren Gefühlen, legt sie sich auch noch mit einem Vampir an.

Eigene Meinung 

Die Vampirheilerin I – Für Elise“ ist Nina Melchiors Debutroman. Das Erste, was dem Leser ins Auge sticht, ist das außergewöhnliche Format. Denn für ein Taschenbuch ist es erstaunlich groß, höher als die meisten Hardcover. Nebenbei ist es mit seinen 174 Seiten sehr dünn und ich hatte meine Zweifel, ob die Geschichte nicht etwas abgehackt sein könnte. Abgesehen von einigen übereilten Passagen, war das Tempo aber in Ordnung.
Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler geschildert, der sich die meiste Zeit auf Elise spezialisiert. Da man eh sehr wenig über die Gefühlswelt der anderen Figuren erfährt, hätte mir die Ich-Perspektive ein bisschen besser gefallen. 
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Es ist leicht zu lesen, allgemein gerät der Lesefluss nur selten ins Stocken. Dabei hatte ich das Gefühl, dass die Autorin im Laufe des Romanes spürbar „besser“ wurde. Dabei kann ich gar nicht so genau sagen, woran ich das gemerkt habe, vielleicht bin ich an diesem Punkt auch erst so richtig „angekommen“. 
Die Charaktere entpuppten sich leider als etwas „flach“. Die wenigen Seiten boten leider nur wenig Spielraum, um sich zu entfalten. Zeitweise erschien es mir so als hätte Frau Melchior sich bei manchen Eigenschaften ziemlich festgefahren. 
Dafür zeigt die Autorin ein ausgesprochenes Talent dafür, Gefühle zu transportieren. Vor allem in Gegenwart des Vampirs haben die ausführlichen Beschreibungen dazu beitragen, das Geschehen wahrhaft mit zu erleben.
Die Geschichte ist innovativ und erfrischend anders. Die Idee der Vampirheilung ist mir so noch nicht über den Weg gelaufen und eine Schnitzeljagd von Hinweisen zur Herstellung eines Medikaments ist doch immer wieder spannend.  Überraschende Wendungen gibt es auch zur Genüge und die Grundidee des Vampirismus war ausgesprochen interessant. 

Fazit 

Nina Melchior hat mit ihrem Debutroman „Die Vampirheilerin I – Für Elise“ einen innovativen und interessante Serienauftakt gestartet, der Lust auf mehr macht. Durch die eingeschränkte Seitenzahl blieb leider nicht viel Spielraum für die verschiedenen Persönlichkeiten, wodurch die Charaktere ein wenig flach erscheinen. Einige unschlüssige Szenen und viele offene Fragen schmälern ein bisschen das Lesevergnügen, umso gespannter bin ich auf die Fortsetzung. Melchiors Originalität muss aber belohnt werden – 4/5 Bücher.

Die Autorin 

Nina Melchior wurde 1981 geboren und lebt mit ihrem Ehemann und kleinem
Sohn in der Nähe von Stuttgart. Mit dem Schreiben begann sie in ihrer
Teenagerzeit, woraus 1999 ihr erster Roman hervorging, der von einer
Kreiszeitung und einem Rundfunksender vorgestellt wurde. Sie ist
gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte und momentan in Elternzeit. Seit
der Geburt ihres Sohnes arbeitet sie an der dreiteiligen
Vampirheilersaga um Elise Brennan. Textproben, Infos zur Autorin,
Klappentexte zu den Folgebänden uvm. gibts auf ihrem Autorenblog:
http://ninamelchior.blogspot.de Natürlich auch auf Facebook! 

Mein Dank geht an… 

Nina Melchior für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
 

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