[Rezension] Die Magie der Namen von Nicole Gozdek

Die Autorin: Nicole Gozdek
Dt. Titel: Die Magie der Namen
Dt. Erstausgabe: 01.03.2016
Verlag: ivi
Altersempfehlung: 12 – 17 Jahre
Format: Hardcover
Seitenzahl: 368

ISBN-10: 3492703879
ISBN-13: 978-3492703871

Preis: 16,99 €
Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario, dessen Namen er für den Rest seines Lebens tragen wird? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit …

Meine Meinung

Die Magie der Namen“ von Nicole Gozdek ist der Siegertitel des Schreibwettbewerbs „#erzählesuns – Der Piper Award auf Wattpad“ – und das zurecht!

Die Autorin hat einen wundervollen Schreibstil, der wie dafür geschaffen zu sein scheint, (Fantasy-) Geschichten zu erzählen. Es fiel mir nur zu leicht, mir vorzustellen, vor einem prasselnden Kaminfeuer zu sitzen und einem Erzähler mit volltönender Stimme zu lauschen. Obwohl mich die Handlung konstant fesseln konnte, dient dieser Roman vor allem als Ventil zur Entspannung. Gozdek kreiert eine dichte Atmosphäre, die mich als Leserin nicht nur gefangen genommen, sondern mir auch den ein oder anderen wohligen Seufzer entlockt hat. Im Grunde war „Die Magie der Namen“ ein perfektes Lesevergnügen – für mich rundum stimmig, bot sie doch alles, was ich mir von einem Fantasy-Roman erhoffe.

Die Magie der Namen“ ist eine Geschichte über Freundschaft und die Suche nach der eigenen Identität. Auch wenn am Ende unserer Reise kein Namensarchiv auf uns wartet, das uns über uns selbst aufklärt, befinden wir uns doch alle auf einem ähnlichen Weg wie Tirasan und seine Freunde. So fiel es mir nicht schwer, mich in Nummer 19 oder später in Tirasan Passario hineinzuversetzen. Er ist, ganz anders als seine Weggefährten, alles andere als ein 0-8-15 Charakter, doch überraschen konnten sie mich im Laufe der Geschichte alle – und das mehr als einmal. Gozdek führt uns immer wieder vor Augen, wie beschränkt die eigene Perspektive sein kann, und dass ganz andere Motive hinter einer Handlung stecken können, als man selbst vermutet.

Bei einem Buch, das den Titel „Die Magie der Namen“ trägt, sollte man davon ausgehen, dass ebendiese eine große Rolle spielen. So wird man als Leser mit einer Vielzahl an Namen konfrontiert, die alle eine eigene Bedeutung haben. Sicherlich kann man da leicht mal den Überblick verlieren, aber das ausführliche Namensverzeichnis am Ende verschafft schnell Abhilfe. Dank der wunderschön illustrierten Karte, die – warum auch immer – gleich 3 Mal abgedruckt wurde, kann man den Weg Tirasans gut mitverfolgen und sich die jeweilige Umgebung noch leichter vorstellen.

Die Idee hinter der Geschichte ist einfach fantastisch und dabei auch noch gut umgesetzt. Der Plot hat viel mehr Ebenen als es den Anschein haben mag – man wird immer wieder darauf gestoßen, den Blickwinkel zu ändern oder einfach etwas tiefer zu graben. Ein ums andere Mal entwickelten sich die Dinge ganz anders als erwartet und so fieberte ich der Auflösung nur noch mehr entgegen. Das Ende kam dann allerdings doch etwas sehr abrupt, weswegen ich durchaus verstehen kann, dass viele sich eine Fortsetzung wünschen, aber für mich ist die Geschichte so perfekt wie sie ist. Was mich nicht daran hindern wird, auch zu der Fortsetzung zu greifen, sollte sie auf den Markt kommen.

Fazit

Nicole Gozdeks „Die Magie der Namen“ war für mich ein rundum gelungenes Leseerlebnis. Bereits nach einem Kapitel war ich angefixt und habe den Rest dann innerhalb einer Nacht verschlungen. Die Geschichte ist inspiriert und liebevoll gestaltet und kommt zur Abwechslung mal ganz ohne eine große Lovestory aus. Kurz gesagt: Ich bin verliebt. Dementsprechend kann ich „Die Magie der Namen“ nur empfehlen – 5/5 Bücher!

Die Autorin

Nicole Gozdek wurde 1978 geboren. Nach dem Germanistik- und Romanistikstudium mit Schwerpunkt auf Literatur und einem Abstecher in die Buchbranche arbeitet sie heute als Online-Redakteurin bei einem französischen Modeunternehmen. Daneben ist sie Buchbloggerin und Autorin. Mit ihrem All-Age-Fantasyroman „Die Magie der Namen“ gewann sie 2015 den ersten #erzählesuns-Award des Piper Verlags.

Ein Gedanke zu „[Rezension] Die Magie der Namen von Nicole Gozdek

  1. Anna Salvatore

    Hey Rica =)
    Ich habe das Buch tatsächlich erst vor ein paar Minuten beendet und bin auch schwer begeistert!
    Das Ende fand ich auch total zu kurz geraten und zu "einfach" gelöst irgendwie auch … muss da nochmal drüber nachdenken 😀
    Schöne Rezi! 🙂

    LG ♥
    Anna

    Antworten

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